Horn-Lehe
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| Stadtteil von Bremen Horn-Lehe |
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|---|---|---|
| Basisdaten | Rang | |
| Fläche: | 14,04 km² | 9/23 |
| Einwohner: | 23.850 | 15/23 |
| Bevölkerungsdichte: | 1.699 Einwohner je km² | 14/23 |
| Ausländeranteil: | 10,1 % | 15/23 |
| Arbeitslosenquote: | 11,2 % | 18/23 |
| (Stand der Angaben: 18. Mai 2007) | ||
| Koordinaten: | 53° 6′ N, 8° 52′ OKoordinaten: 53° 5′ 50″ N, 8° 52′ 12″ O | |
| Ortsteile: | Horn Lehe Lehesterdeich |
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| Stadtbezirk: | Ost | |
| Ortsamt: | Horn-Lehe | |
Horn-Lehe ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Ost.
Im Stadtteil befinden sich unter anderem die Universität Bremen, der Rhododendron-Park Bremen, der Botanische Garten, das Hollerland, der Fallturm Bremen und das Universum.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Ortsteile
[Bearbeiten] Horn
Der Name Horn leitet sich vom Ursprung Horn = Spitze ab. Die erste Besiedlung der Gemarkungen Horn und Lehe fand im 13. Jahrhundert statt, als der Erzbischof einer Gruppe von Holländern die Urbarmachung und Besiedlung des Gebietes vertraglich zusicherte.
Der Kern der Siedlung Horn befand sich auf einem höhergelegenen Landstück, das zwischen Kleiner Wümme und Vahrster Fleet (Gete) spitz zulief. Die Kleine Wümme durchzog die Siedlung von der Achterstraße über die Riensberger und Berckstraße zum Schorf. Ein großer Teil des Flußlaufs im Zentrum Horns ist zugeschüttet worden. Heute ist die kleine Wümme nur noch bis zur Riensberger Straße vorhanden.
Vom dörflichen Charakter der einstigen Landgemeinde Bremens zeugen noch heute einige erhaltene Bauernhäuser und die Horner - eigentlich Leher - Mühle.
Im 18. Jahrhundert errichteten zahlreiche Bremer Kaufleute hier ihre Landgüter, auf denen sie schloss- oder villenartige Landhäuser errichteten. Einige sind heute noch erhalten und stehen unter Denkmalschutz. Hierzu zählen die von C. Borgward bewohnte Villa (Landgut Fritze-Focke, errichtet von Klugkist) an der Horner Heerstraße, das Landhaus Luisenthal, die von Poppe errichtete Villa Leupolt und das Haus Landruhe (zuletzt Menke) an der Leher Heerstraße.
Eine bedeutende Straße im Ortsteil Horn ist die Marcusallee. An deren Beginn befinden sich die Gebäude der ehemaligen amerikanischen Militärverwaltung. Gegenüber liegt die Villa der Familie Ohlrogge, dort befand sich bis zu seiner Auflösung das französische Konsulat.
Entlang der Marcusallee erstreckt sich der Rhododendronpark mit dem Botanischen Garten, der „botanika“ und dem "Garten der Menschenrechte".
Vor der Horner Kirche steht die ca. 800 Jahre alte Horner Linde, an der sich einst die Richtstätte befand.
[Bearbeiten] Lehe
Mit dem Bau der Universität Bremen und dem umgebenden Technologiepark hat sichaus der dem 1988 gegründeten "Bremer Innovations- und Technologie-Zentrum BITZ ein eigener "Technologiestandteil" entwickelt, in dem sich unter anderem der Fallturm, die Firma OHB, das Fraunhofer-Institut, das Max-Planck-Institut sowie das Universum (Science Center) befinden. Am westlichen Rand des Ortsteils befindet sich der Unisee, das Naturschutzgebiet Am Stadtwaldsee und der Campingplatz Bremen.
Das Horner Bad ist durch die Versorgung mit Solewasser aus einer unterirdischen Quelle einmalig für Norddeutschland. Es wurde durch den freiwilligen Arbeitsdienst auf Veranlassung von Wilhelm Hägermann erbaut. Am 2. Juli 1933 wurde es als privates Bad eröffnet. 1935 ging es durch eine Zwangsversteigerung auf Fritz Grobbrügge über, der das Bad bis zum Verkauf an die Bremer Bädergesellschaft im Jahre 1958 betrieb. 1959 bis 1960 wurden das Bad ausgebaut; das Bad erhielt zwei Betonbecken, die später gekachelt wurden, sowie ein Sanitär- und Verwaltungsgebäude. 2003 sollte es nach einem Beschluss der Regierungskoalion geschlossen werden. Nach heftigem Protest aus der örtlichen Bevölkerung wurde es modernisiert und im Jahre 2005 neu eröffnet. [1]
[Bearbeiten] Lehesterdeich
Im Ortsteil Lehesterdeich liegt das Naturschutzgebiet Hollerland, um welches es in einem 25 Jahre dauernden Streit zwischen der Politik und einer Bürgerinitiative ging. In der Zeit seit 1985 wurden verschiedene Teile als Naturschutzgebiet deklariert. Seit 2004 ist dieser Streit zugunsten der Bürgerinitiative beendet und das komplette Hollerland als Naturschutzgebiet anerkannt worden.
[Bearbeiten] Politik und Verwaltung
[Bearbeiten] Beirat
Der Beirat Horn-Lehe tagt regelmäßig im Ortsamt in der Berckstraße. Der Beirat setzt sich aus den auf Stadtteilebene gewählten Vertretern der politischen Parteien zusammen. Die Beiratswahlen finden alle 4 Jahre statt, zeitgleich mit den Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft.
Die von der Horn-Leher Bevölkerung gewählten Beiratsmitglieder diskutieren über die Belange des Stadtteils und fassen hierzu Beschlüsse, die an die Verwaltung, die Landesregierung und die Stadtbürgerschaft weitergeleitet werden. Im Beirat sind seit der letzten Beiratswahl die folgenden Parteien und Wählervereinigungen vertreten: BIW (1), Bündnis 90/Die Grünen (3), CDU (5), Die Linke (1), FDP (1), und SPD (4). Beiratssprecherin ist seit 2007 Anja Riemer (SPD), stellvertretender Beiratssprecher ist Dieter Mazur (Bündnis 90/Die Grünen).
[Bearbeiten] Ortsamt
Das Ortsamt Horn-Lehe ist seit 1946 eine örtliche Verwaltungsbehörde. Es unterstützt den Beirat bei seiner politischen Arbeit. Es soll bei allen örtlichen Aufgaben, die von öffentlichen Interesse sind, mitwirken. Es wird von einem vom Beirat vorgeschlagenen und vom Senat bestätigten Ortsamtsleiter geführt.
[Bearbeiten] Geschichte
- 1185: Erste urkundliche Erwähnung von Horn und Lehe
- 1921: Eingemeindung Horns in die Stadt Bremen
- 1945: Eingemeindung der Bremer Landgemeinde Lehesterdeich in die Stadt Bremen
- 1951: Horn und ein Teil von Lehesterdeich werden zu Horn-Lehe zusammengefasst
- 1971: Die Universität Bremen nimmt mit 420 Studenten und 80 Hochschullehrern den Lehrbetrieb auf
- 1998: 23.5. Einweihung der neuen Straßenbahn Linie 4 bis zum Leher Kreisel
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
- Das Borgward-Haus - früher Landhaus Focke-Fritze - wurde 1750 gebaut und 1819–1820 von Johann Georg Poppe bzw. 1921 von Rudolf Alexander Schröder umgebaut.
- Die evangelische Kirche Zum Hl. Kreuz wurde 1823–1824 gebaut.
- Die Horner Mühle in Lehe wurde 1848 gebaut.
- Das Landhaus Louisenthal in Lehe an der Leher Heerstraße entstand im Stil des Klassizismus um 1815.
[Bearbeiten] Denkmale
Siehe dazu die Liste der Kulturdenkmäler in Horn-Lehe.
[Bearbeiten] Museum
- Das Universum Science-Center an der Universitätsallee
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten] Allgemein
- Das Ortsamt Horn-Lehe, Berckstraße 10
[Bearbeiten] Verkehr
Am 19. April 1876 wurde mit dem Bau der ersten Bremer Pferdebahn begonnen und nur 6 Wochen später am 4. Juni begann mit der Eröffnung der Strecke vom Herdentor zur Vahrster Brücke (heute Bürgermeister-Spitta-Allee) das Zeitalter des innerstädtischen Massenverkehrs. 1877 wurde die Pferdebahn bis zum Horner Zentrum verlängert. 1892 wurde die Strecke elektrifiziert und bis 1972 als Linie 4 betrieben. Nach erheblichen politischen Auseinandersetzungen wurde die Strecke neu errichtet. Seit 1998 bindet die Straßenbahnlinie 4 Horn-Lehe erneut an das Bremer Zentrum an.
Von 1900 bis 1956 fuhr die Jan-Reiners-Kleinbahn auf einer Schmalspurstrecke vom Bremer Parkbahnhof (heutige Stadthalle) über Horn-Lehe nach Tarmstedt. Die zumeist von Dampfloks gezogenen Züge bedienten bis Horn-Lehe die folgenden Bahnhöfe:
- Parkbahnhof
- Hemmstraße
- Utbremen
- Horn
- Lehester Deich
Der Horner Bahnhof am Herzogenkamp – ehemals Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ – existiert heute noch und wird als Pizzeria betrieben. Auf der Bahnstrecke wurde nach der Einstellung des Bahnbetriebes der „Jan-Reiners-Radweg“ – einer der meist befahrenen Radwege Bremens – errichtet.
In Horn-Lehe ist die Autobahn A27 über die Anschlussstelle Horn-Lehe/Universität zu erreichen.
[Bearbeiten] Sonstiges
Die schnurgerade Lilienthaler Heerstraße heißt im Volksmund „Langer Jammer“. Die Siedlung an der Westseite des Langen Jammers wurde in den dreißiger Jahren erbaut; sie heißt im Volksmund „Rote Siedlung“, da die Häuser damals rot angestrichen waren. Es sind kleine Doppelhäuser, mit Nebengebäuden für Tierhaltung von denen jeweils drei um einen Hof gruppiert sind. Hinter den Häusern befinden sich Gartenflächen für den Obst- und Gemüseanbau, die ursprünglich für die Selbstversorgung vorgesehen waren.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Horn-Lehe auf www.bremen.de
- Chronik-Horn-Lehe: Geschichte des Stadtteils Horn-Lehe
- www.horn-lehe.de - Stadtteilportal
[Bearbeiten] Einzelnachweise
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