Bremen-Marathon

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Der Bremen-Marathon (vollständige Bezeichnung swb-Marathon Bremen nach dem Hauptsponsor swb AG) ist ein Marathon in Bremen, der seit 2005 Ende September oder Anfang Oktober ausgetragen wird und zeitgleich als niedersächsische und bremische Meisterschaft in dieser Disziplin fungiert. Veranstalter ist der Marathon Club Bremen e. V., Ausrichter das in der Hansestadt ansässige Sportgeschäft Sport Ziel.

Zum Wettbewerb gehört neben einem 10-km-Lauf seit 2006 auch ein Halbmarathon. Am Vortag finden ein Frühstückslauf ohne Zeitnahme und ein Kinderlauf statt. Schirmherr der Veranstaltung ist Willi Lemke, ehemaliger Manager von Werder Bremen und ehemaliger Senator der Freien Hansestadt Bremen, der selbst 2005 den Marathon und 2008 sowie 2010 den Halbmarathon absolvierte.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits vor der heutigen Veranstaltung gab es Marathonläufe in Bremen: 1949 fand in der Stadt die Deutschen Marathonmeisterschaft statt, bei der Willi Bürklein in 2:53:11 h den Titel errang, und zwischen 1983 und 1991 wurde der Bremen-Marathon durch Stadt und Land ausgetragen, der 1984 mit 2745 Finishern seine höchste Teilnehmerzahl verzeichnete.[1] Folgende Athleten siegten bei diesem Lauf:

Datum Männer Zeit Frauen Zeit
05. Mai  1991 Boay Gurgo (TAN) 2:15:39 Petra Liebertz (GER) 2:38:39
29. Apr. 1990 Andreas Wüstefeld (GER) 2:25:06 Dagmar Knudsen (GER) 2:46:39
09. Apr. 1989 Heinz-Bernhardt Bürger (GER) 2:16:42 Ewa Wrzosek (POL) 2:48:46
11. Sep. 1988 Agapius Masong (TAN) 2:17:18 Angelika Dunke (GER) 2:39:48
03. Mai  1987 Udo Grimm (GER) 2:21:59 Angelika Böttcher (GER) 2:59:48
27. Apr. 1986 Jozef Machálek (TCH) 2:15:58 Elke Kramer (GER) 2:48:38
28. Apr. 1985 Jürgen Schulze (GER) 2:19:49 Gudrun Salomon (GER) 2:51:30
06. Mai  1984 Kjell-Erik Ståhl -2- 2:13:47 Ursula Koether (GER) 2:47:32
24. Apr. 1983 Kjell-Erik Ståhl (SWE) 2:12:38 Brigitte Lillpopp (GER) 2:54:54

Strecke[Bearbeiten]

Ehemaliger Streckenverlauf[Bearbeiten]

Von 2005 bis 2009 war der Start aller Strecken auf der Theodor-Heuss-Allee an der Bürgerweide. Am Hauptbahnhof vorbei führte die Marathonstrecke dann in die Stadtmitte. Nachdem Dom, Rathaus und Roland passiert wurden, lief man durch die Fußgängerzone zur Bürgermeister-Smidt-Brücke, über die man in die Neustadt auf das linke Ufer der Weser gelangte. Nun verlief die Strecke parallel zur Kleinen Weser und dem Werdersee bis nach Habenhausen. Über das Weserwehr ging es zurück auf das rechte Weserufer. Durch Hastedt, die Vahr und Horn-Lehe erreichte man beim Campus der Universität Bremen den nördlichsten Punkt der Strecke. Quer durch den Bürgerpark ging es nun über Findorff und Walle zur Überseestadt. Entlang der Weser gelangte man nun zunächst zur Schlachte und dann über die Werderpromenade zum Weserstadion. Das letzte Stück der Strecke führte über den Osterdeich und Am Wall in die Bahnhofsvorstadt und von dort über die Bürgerwiese zum Ziel bei der Stadthalle Bremen.

Der Halbmarathon und der 10-Kilometer-Lauf gingen kurz nach dem Start nach Norden in Richtung Bürgerpark ab, an dessen Ostseite sie auf die Marathonstrecke stießen. Der Halbmarathon folgte deren Verlauf bis zum Ende, der 10-Kilometer-Lauf bog in Findorff nach links ab zum Ziel Stadthalle Bremen.

Neuer Verlauf seit 2010[Bearbeiten]

Seit 2010 liegen Start und Ziel direkt vor dem Rathaus. Von dort wird über die Obernstraße, Martinistraße und Am Wall um die Stadtmitte herum gelaufen. Ab der Bürgermeister-Smidt-Brücke gleicht der Streckenverlauf dem früheren bis zum Osterdeich. Das letzte Stück der Strecke führt seit der Überarbeitung nun über Martini- und Obernstraße wieder zurück zum Marktplatz.

Der Halbmarathon wird am Hauptbahnhof vorbei auf die Parkallee geführt, wo er sich mit der Marathonstrecke vereint. Die 10-Kilometer-Strecke verläuft entlang der Weser zunächst in Richtung der Stephanibrücke, nach welcher es über Schlachte und Osterdeich zum Weserstadion geht, wo der zweite Wendepunkt liegt. Erneut durch die City geht es über die Martinistraße, von der die LäuferInnen schließlich auf die Zielgerade in der Obernstraße geleitet werden.

Statistik[Bearbeiten]

Siegerlisten[Bearbeiten]

Marathon[Bearbeiten]

Hervorhebungen: Streckenrekorde

Datum Männer Zeit (Std.) Frauen Zeit (Std.)
06. Okt. 2013 Oliver Sebrantke (GER) -3- 2:31:37 Anna Izabela Böge (GER) 3:01:19
07. Okt. 2012 René Jäger (GER) 2:28:38 Gaby Andres (GER) 2:55:33
04. Okt. 2011 Oliver Sebrantke (GER) -2- 2:35:56 Frauke Fichtner (GER) 3:07:39
19. Sep. 2010 Martin Skalsky (GER) 2:31:42 Marlies Meyer (GER) 2:59:31
04. Okt. 2009 Oliver Sebrantke (GER) 2:38:11 Eva Brinkmann (GER) 2:59:29
28. Sep. 2008 José Manuel Perino (SUI) 2:32:45 Tanja Hooß (GER) 3:04:17
30. Sep. 2007 Rolf Schwabe (GER) 2:34:05 Inga Ruhl (GER) 2:48:03
24. Sep. 2006 Jarosław Cichocki (POL) 2:22:56 Angela Welp (GER) 3:14:32
25. Sep. 2005 Marek Dryja (POL) 2:25:37 Fakja Hofmann (GER) 2:58:34

Halbmarathon[Bearbeiten]

Hervorhebungen: Streckenrekorde

Jahr Männer Zeit (Std.) Frauen Zeit (Std.)
2011 Thomas Bartholome 1:09:18 Nicole Krinke 1:20:16
2010 Volker Goineau 1:09:55 Marina Hilschenz 1:18:19
2009 Markus Pingpank -2- 1:12:57 Sandra Kusserow 1:28:42
2008 Wilhelm Hofmann 1:16:20 Julia Luck 1:27:07
2007 Markus Pingpank 1:10:21 Carolin Schiff 1:28:16
2006 Roland Soltész (HUN) 1:12:24 Manuela Sporleder 1:25:19

10 km[Bearbeiten]

Hervorhebungen: Streckenrekorde

Jahr Männer Zeit (Std.) Frauen Zeit (Std.)
2011 Stefan Bölke 34:50 Sandra Sahlmann 37:29
2010 Jan Oude-Aost 33:51 Nicole Krinke -2- 38:36
2009 Volker Goineau 33:04 Christine Grammer 39:55
2008 Daniel Tobry 33:17 Nicole Krinke 39:22
2007 Stephan Immega 31:56 Rebecka Weise-Jung 39:17
2006 Ingo Müller 33:29 Ilona Pfeiffer 38:01
2005 Maik Wollherr 33:00 Daniela Hungermann 37:36

Entwicklung der Finisherzahlen[Bearbeiten]

Läufer, die das Ziel erreichten. Hervorhebungen: Rekordzahlen

Jahr Marathon davon
Frauen
Halbmarathon davon
Frauen
10 km davon
Frauen
2011 0933 139 2622 781 1371 577
2010 0893 138 1990 575 1108 436
2009 1026 152 2196 636 1298 579
2008 0973 122 1747 465 1060 407
2007 1238 167 1672 420 1045 391
2006 1585 234 1270 362 0911 371
2005 2317 330 --- --- 0953 314

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. www.planet-marathon.de: Die „Ewige“ Deutsche Marathon-Hitparade