Bremer Häfen

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Seehäfen an der Weser- und Jade-Mündung
Containerschiff am Container-Terminal Bremerhaven

Die Bremischen Häfen umfassen die Hafengruppen Bremerhaven und Bremen. Die Bremischen Häfen sind der zweitgrößte deutsche und der viertgrößte europäische Universalhafen (nach Rotterdam, Hamburg und Antwerpen). Sie werden durch die bremenports GmbH & Co. KG verwaltet.

In den Bremischen Häfen wurden 2013 über 78,8 Mio. t Seegüter umgeschlagen (2012: 84,0 Mio. t), darunter knapp 5,8 Mio. Containereinheiten TEU (2012: 6,1 Mio. TEU) und 2,179 Mio. Pkw.[1] Der Seehafen Bremerhaven ist mit Abstand der weltweit größte Umschlagplatz für Automobile.

Über die Hafengruppe Bremerhaven werden vorrangig Container und Automobile umgeschlagen, der Seegüterumschlag lag 2013 bei 66,2 Mio. t. Die Hafengruppe Bremen (Bremen-Stadt) trug im Jahr 2013 mit 12,6 Mio. t Seegütern zum Umschlagaufkommen bei, besonders Massengütern, darunter Erze und Kohle.

Die Bremischen Häfen zählen in Europa zur sogenannten „Hamburg-Antwerp-Range“, den Seehäfen an der südlichen Nordsee, und stehen im Wettbewerb mit den anderen Häfen dieses Gebietes, insbesondere mit Rotterdam und Antwerpen. Vorteile im Wettbewerb erreicht die Hafengruppe durch die Kooperation der Bremer Lagerhausgesellschaft mit der Hamburger Eckelmann-Gruppe (Eurokai), die zusammen Eurogate bilden. Über Eurogate bestehen Beteiligungen am größten Containerhafen des Mittelmeeres Gioia Tauro im Süden Italiens.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Versandung der Unterweser[Bearbeiten]

Der Schiffsverkehr zu den Bremer Häfen wurde bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts durch die Versandung der Weser erschwert. Hochseeschiffe steuerten nicht mehr die in der Stadtmitte gelegenen Häfen Schlachte an, sondern auf der Unterweser wurden die Waren von den Seeschiffen auf Leichter umgeladen, an der Unterweser traditionell Eken genannt. Die Nachbarstaaten Oldenburg und Kurhannover suchten den Verkehr auf ihre eigenen Häfen umzuleiten, etwa die oldenburgischen Brake und Elsfleth. Darum hatte Bremen Mühe, flussabwärts einen geeigneten Vorhafen zu gründen. Der 1622/23 angelegte Vegesacker Hafen hatte alsbald auch ein zu flaches Fahrwasser und stand außerdem seit dem Frieden von Habenhausen 1666 nur noch bedingt unter Bremer Kontrolle.

Bremerhaven[Bearbeiten]

Das Abfertigungsgebäude des Norddeutschen Lloyd in Bremerhaven um 1870

Erst 1827 gelang es dem Bremer Senat, dem Königreich Hannover das Gelände der ehemaligen Carlsburg an der Nordseite der Mündung der Geeste in die Außenweser abzukaufen, samt umgebenden Deichvorland. Dort gründete der Stadtstaat den Ort Bremerhaven und legte ein erstes künstliches Hafenbecken an, den Alten Hafen. 1847 wurde Bremerhaven Ausgangspunkt der ersten Dampfschiffslinie von Europa nach Amerika. Durch seine Lage an der Außenweser hat die Seestadt den Vorteil des tieferen Fahrwassers. Über Schleusenanlagen sind tideunabhängige Hafenbereiche (Dockhäfen) geschaffen worden. Im Jahr 1845 gründete das Königreich Hannover an der Südseite der Geestemündung Hafen und Siedlung Geestemünde. Dieser Hafen lag günstiger als das alte Geestendorf und trat in Konkurrenz zu Bremerhaven.

Auswanderer[Bearbeiten]

Bedingt durch die Auswanderungen im 19. Jahrhundert wurde Bremerhaven ab 1852 zum größten Auswandererhafen in Europa. 76.000 Menschen verließen 1852 von hier aus Europa. 1832 erließ Bremen Bestimmungen über eine menschenwürdige Behandlung der Auswanderer. 1849/50 entstand das Auswandererhaus Bremerhaven auf einem Gelände der ehemaligen schwedischen Festungsstadt Carlsburg. Als 1862 die Geestebahn von Bremen nach Geestemünde führte, blieben die Auswanderer in Bremen und erst bei der Abfahrt wurden sie per Sonderzüge nach Bremerhaven zu ihren Schiffen gebracht.

Weserkorrektion und moderne Hafenbecken[Bearbeiten]

Der Bremer Freihafen 1918

In Bremen wurde ab 1887 ein flussabwärts des Stadtkerns gelegener Hafen, der Europahafen, gebaut, um den lukrativen Handel und Schiffsverkehr wieder an die Stadt zu holen. Im Folgejahr begann nach jahrelangen Vorarbeiten die Weserkorrektion mit der das Fahrwasser der Unterweser nachhaltig vertieft wurde, so dass der Europahafen von modernen Hochseeschiffen angelaufen werden konnte. Als ebenfalls 1888 die Freie Hansestadt Bremen dem Deutschen Zollverein beitrat, blieb der neue Hafen Zollausland, in dem er zum Freihafen erklärt wurde. Dieser lukrative Freihafen wurde 1891–1900 um den Holz- und Fabrikenhafen erweitert, heute das südlichste dem Hochseeverkehr dienende Hafenbecken Bremens. 1906 kam der Überseehafen hinzu. 1910 wurde nördlich der bisherigen Hafenbecken der Komplex der Industriehäfen eröffnet, im Gegensatz zu den vorigen durch eine Schleuse gesichert. An der Schlachte legten seitdem nur noch Ausflugsschiffe für Fahrten auf der Unter- und Außenweser an.

Wesermünde[Bearbeiten]

1924 wurden die in der Preußischen Provinz Hannover gelegene Städte Geestemünde und Lehe zur kreisfreien Stadt Wesermünde vereinigt. 1939 wurde auch Bremerhaven als Stadtteil in das preußische Wesermünde eingegliedert. Das Hafengebiet Bremerhavens verblieb als Stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven bei der Stadt Bremen.

Nach 1945[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente Bremerhaven als Nachschubhafen ("Port of Embarkation") für die US-Besatzungstruppen in Deutschland. Durch eine Übereinkunft der britischen und US-amerikanischen Besatzungsbehörden wurden 1947 das Stadt- und Landgebiet Bremens sowie der Stadtkreis Wesermünde, einschließlich Bremerhaven, zu „einem als Land zu bezeichnenden Verwaltungsgebiet“ erklärt.

Briefmarke 1973 zu Bremen aus der Serie Fremdenverkehr

Neustädter Hafen[Bearbeiten]

In den 1950er Jahren wuchs der Außenhandel. Die in Bremen auf der rechten Weserseite vorhandenen Umschlagkapazitäten reichten dafür nicht aus. Die Stadt entschloss sich 1960 dazu, ein 1,6 km² großes Gebiet auf der linken Weserseite zu erschließen. 1964 nahm dort der Neustädter Hafen als Freihafen seinen Betrieb auf; 1968 wurde er um ein Containerterminal erweitert, das heute allerdings nur noch unwesentlich zum Umschlag beiträgt.

Containerterminal Bremerhaven[Bearbeiten]

In den 1970er und 1980er Jahren wurde der Container-Terminal Bremerhaven direkt an der Nordostseite der Weser gebaut. 1971 waren die ersten Liegeplätze am Container-Terminal I (CT I) fertig. Die zunehmende Containerisierung, der größere Tiefgang für größer werdende Schiffe und die Zeitersparnisse führten zu einer Verlagerung des Verkehrs von Bremen nach Bremerhaven. Im September 2008 wurde schließlich, als letzter Bauabschnitt, das Container-Terminal IV (CT 4) eingeweiht.

Obere Hafenbecken[Bearbeiten]

Der Hochseeverkehr in die Häfen im eigentlichen Bremen ging parallel dazu in den letzten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts deutlich zurück. Übrig geblieben sind Rohstofflieferungen für im Hafengebiet oder nächster Nähe angesiedelte Industriebetriebe.

1998 wurde der 1906 eröffnete Überseehafen zugeschüttet, vor Allem mit Baggergut aus der Fahrrinne der Unterweser. Seither entsteht hier aus Hafengebiet der multifunktionelle Stadtteil Überseestadt.

Einzelstandorte[Bearbeiten]

– ohne Sporthäfen und regionale Fahrgastschifffahrt –

Bremer Handelshäfen: Holz- und Fabrikenhafen
Neustädter Hafen

Bremen[Bearbeiten]

Im Stadtteil Hemelingen befinden sich die nur von Binnenschiffen angelaufenen Häfen:

  • Fuldahafen
  • Werrahafen
  • Allerhafen

Im Ortsteil Überseestadt, der zum Stadtteil Walle gehört, befinden sich

  • der Europahafen
  • der Holz- und Fabrikenhafen
  • der Getreidehafen

Im Bremer Stadtteil Häfen befinden sich rechts der Weser

  • hinter der Schleuse Oslebshausen die Industriehäfen mit 7 Hafenbecken, dem Hafenkanal Hafen A, Hafen F, Hafen E, Kalihafen, Kohlehafen (Kraftwerk Hafen), Hüttenhafen und Ölhafen
  • am Stromufer der Stahlwerke Bremen der Mittelsbürener Hafen (Klöcknerhafen)

Links der Weser

Im Stadtteil Blumenthal befinden sich

  • der Seehafen für das Kohlekraftwerk Farge
  • der Tankschiffhafen für das Treibstoffdepot des Bundes
  • die Autoumschlaganlage an der Kaje des früheren Vulkan-Geländes

Bremerhaven[Bearbeiten]

Im Stadtteil Fischereihafen:

  • der tideunabhängige Fischereihafen

Im stadtbremischen Überseehafengebiet:

Im Stadtteil Weddewarden:

  • das Container-Terminal IV

Hafenumschlag[Bearbeiten]

Ein- und ausgehende Fracht,
Schiffe und Passagiere
1990 2000 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Güterverkehr über See in Mio. t 30,2 44,8 64,6 69,1 74,5 63,1 68,9 80,6 84 78,8
davon: Stückgut in Mio. t 19,5 33,8 53,7 58,2 64,9 55,1 59,7 71,1 73,6 68,9
Massengut in Mio. t 10,7 10,9 10,8 10,9 9,5 7,9 9,1 9,5 10,4 9,9
Container in Mio. t 11,4 27,7 44,8 48,7 54,9 48,8 51,9 62,7
Container in Mio. Stück 0,77 1,65 2,64 2,92 3,24 2,74 2,91 3,56
Container in Mio. TEU 1,20 2,75 4,44 4,89 5,45 4,6 4,89 5,93 6,1 5,8
Kfz in Mio. Stück 0,71 1,10 1,89 2,07 2,08 1,23 1,63 2,13 2,182 2,179
Seeschiffe, Anzahl 9946 10018 9646 7485 7136 7194
Mittlere Schiffsgröße, (BRZ je Schiff) 17500 18900 20776 23624 25566 29089
Binnenschiffe, Anzahl 8000 5824 7026 7816 7352 6024 6745 6672
Binnenschiffsfracht in Mio. t 5,18 5,07 5,61 6,43 5,88 5,00 5,71 6,35
Kreuzfahrtpassagiere in Tausend 37,5 53,5 69,9 74,5 127,2 125,9 57,4 51,4

Die Umschlagleistung in den Bremischen Häfen ist durch starken Zuwachs in den Jahren zwischen 1990 und 2007 geprägt. Die Umschlagmenge hatte sich verdoppelt, die Anzahl der umgeschlagenen Automobile verdreifacht. Durch die weltweite Finanzkrise kam es 2008 und 2009 zu deutlichen Rückgängen, insbesondere bei Automobilen. Dieser Einbruch bei den Umschlagmengen konnte 2010 weitgehend ausgeglichen werden und 2011 über das Niveau von 2007 gesteigert werden. Langfristig wird mit weiteren deutlichen Steigerungen gerechnet, insbesondere beim Containerumschlag, der sich entsprechend auf den Seehafenhinterlandverkehr auswirken wird.

Massen- und Stückgut-Umschlag
(ohne Container)
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Gesamt (in Mio. Tonnen) 16,856 19,753 20,366 19,591 14,284 16,920 18,8 17,8
davon:
Erze und Metallabfälle 3,915 5,033 5,268 4,286 3,522 4,488
Eisen, Stahl, NE-Metalle 2,415 2,976 3,401 3,562 2,236 2,721
Fahrzeuge, Maschinen u.ä. 3,594 4,002 4,360 4,764 2,855 3,557
Mineralölerzeugnisse 2,068 2,276 1,524 1,638 1,307 1,379
Kohle, Koks u.ä. 1,216 1,715 1,951 1,647 1,395 1,757
land- u. forstwirtsch. Erzeugnisse 1,154 1,105 1,156 0,846 0,662 0,734
andere Nahrungs- u. Futtermittel 0,676 0,658 0,687 0,626 0,867 0,683
übrige Waren 1,818 1,988 2,019 2,222 1,440 1,601
Containerbrücken im Hafen von Bremerhaven

Im Jahr 2010 legten 7136 Seeschiffe mit insgesamt 182 Mio. BRZ in der Hafengruppe Bremen/Bremerhaven an, davon 3762 Containerschiffe, 1223 Stückgutfrachtschiffe, 1156 Ro-Ro-Schiffe/Fährschiffe und Fahrzeugtransportschiffe und 213 sonstige Schiffe. Die 53 % der Containerschiffe hatten dabei einen Anteil von 76 % am Hafenumschlag über See. In den fünf Jahren zwischen 2005 und 2010 ist die durchschnittliche Schiffsgröße um 50 % von 17.000 auf rund 20.000 BRZ gestiegen. Dieser Trend wird vor allem durch Containerschiffe geprägt und sich weiter fortsetzen, worauf mit einer Vertiefung des Fahrwassers in der Unterweser reagiert wird.

Der Seegüterumschlag stieg von 2009 auf 2010 um 9 %. Der Umschlag von Containern wurde um über 7 % und der von Automobilen um 32 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Der Gesamtumschlag der bremischen Häfen stieg danach von 63 Mio. Tonnen auf 68,9 Mio. Tonnen. Der Containerumschlag stieg von 4,6 Mio. TEU auf 4,9 Mio. TEU. Der nicht containerisierte Umschlag des Stückguts stieg um 22 % besonders stark. 16 % des Zuwachses entfielen auf die Häfen in Bremen-Stadt.[3]

Handelspartner

Bremens wichtigste Handelspartner waren (Zahlen von 2009 in Millionen Tonnen):

  • Import: USA: 3,53 - VR China: 3,51 - Norwegen: 2,9 - Russland: 2,2 - Schweden: 1,85 - Niederlande: 1,81 - Polen: 1,4 - Finnland: 1,3 - Großbritannien: 0,98 - Lettland 0,83 - Kanada: 0,82
  • Export: USA: 4,9 - Russland: 2,5 - VR China: 2,4 - Polen: 1,2 - Italien: 0,99 - Vereinigte Arabische Emirate: 0,95 - Finnland: 0,9 - Hongkong: 0,8 - Norwegen: 0,79 - Indien: 0,75 - Singapur: 0,73

Knapp die Hälfte der Warenumschläge finden zu Staaten in Europa statt.[4]

Containerhäfen[Bearbeiten]

Luftaufnahme des Container-Terminals in Bremerhaven

Bremerhaven[Bearbeiten]

Das Container-Terminal Bremerhaven gehört seit Jahren zu den größten Containerhäfen der Welt. 1968 entstand die erste Stromkaje von 700 m Länge. Bis 2008 wurde sie auf 5.000 m verlängert. Die Stellfläche von 3 Mio. m² ist die größte geschlossene Stellfläche der Welt und im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen. Umgeschlagen wurden 2008 rund 3,24 Mio. Container mit rund 55 Mio. Tonnen Gewicht und bei 5,45 Mio TEU (Einheiten).

Der Umschlagsbereich wird von drei Firmen betrieben:

  • Gemeinschaftsbetrieb BLG / Eurokai KGaA (Eurogate)
  • Gemeinschaftsbetrieb Eurogate/MSC (MSCgate)
  • Gemeinschaftsbetrieb Eurogate/Maersk (NTB)

Im Containerverkehr über See sind in TEU gerechnet die VR China (749.226), USA (662.599), Russische Föderation (390.712), Polen (196.256), Finnland (168.535), Schweden (131.601) und Norwegen (124.562) die führenden Länder, die von der Hafengruppe aus beliefert werden.

Bremen[Bearbeiten]

Das Containerterminal im Neustädter Hafen wurde ab 1964 geschaffen. Es hat inzwischen im Containerverkehr nur noch eine untergeordnete Bedeutung.

Hinterlandverkehr[Bearbeiten]

Hafenhinterlandverkehr durch Containerumschlag

2010 wurden von den 4,9 Mio. TEU durch seeseitigen Feederverkehr rund 3,0  Mio. TEU transportiert.1,9 Mio. TEU gehörten zum Hinterlandtransport. Diese Container-An- und -Abtransporte wurden zu 51 % über die Straße, zu 45 % über die Schiene und nur zu 4 % per Binnenschiff abgewickelt. Der Anteil des Schienenverkehrs hat im Zeitraum 2005 bis 2010 von 37 auf 45 % zugenommen.[5]

Schifffahrtslinien[Bearbeiten]

Die wichtigsten Schifffahrtslinien führen nach Nordamerika, Südamerika, in den mittleren Osten und nach Asien.

Passagierverkehr[Bearbeiten]

Im Bereich des Passagierverkehrs sind von der Columbuskaje, dem „Kreuzfahrt-Terminal Bremerhaven“, im Jahr 2009 rund 126.000 Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen abgefahren oder angekommen. Früher legten hier die weltbekannten Schiffe mit dem Blauen Band wie die „Bremen“ (1929), die „Europa“ (1928) vom Norddeutschen Lloyds und die „United States“ (1952) von der United States Line an und ab.

Autoumschlag[Bearbeiten]

Bezüglich des Autoumschlages ist Bremerhaven mit rund 2,18 Mio. Fahrzeugen in den Jahren 2012 und 2013 der weltweit größte Umschlagplatz für Automobile.

Autoumschlag gibt es auch an der tideabhängigen Stromkaje in Blumenthal.

Binnenschifffahrt[Bearbeiten]

Die Hafengruppe Bremen/Bremerhaven ist mit einem Güterumschlag von jährlich 5 bis 6,5 Mio. Tonnen, die von 6000–7000 Binnenschiffen transportiert werden, in der Binnenschifffahrt einer der größten Binnenhäfen in Deutschland (Rang 8). Bedingt durch die vielen einzelnen Häfen ist dieser Verkehr sehr dezentral.

Soziale Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Die Deutsche Seemannsmission e.V. (DSM German Seaman's Mission), eine christliche Sozialeinrichtung für Seeleute, hat ihren Hauptsitz in Bremen. Sie betreibt Stationen in 16 deutschen Städten und 17 Städten außerhalb Deutschlands. Am Hauptsitz, der in der Straße Jippen im Stephaniviertel in Bremen-Mitte gelegen ist, befindet sich auch das Seemannsheim Bremen. Es wird von der Bremer Seemannsmission e.V. betrieben und ist für die Häfen in der Stadt Bremen zuständig.
  • Für die Häfen in Bremerhaven einschließlich des Stadtbremischen Überseehafengebietes Bremerhaven ist die Deutsche Seemannsmission Bremerhaven zuständig, die als Station Bremerhaven zur Deutschen Seemannsmission Hannover e.V. gehört. Sie betreibt in Bremerhaven ein Seemannsheim sowie einen Seemannsclub.

Hafenbaudirektoren, Oberbaudirektoren[Bearbeiten]

Ein Hafenbauamt bestand in Bremen im 19. Jahrhundert bis etwa um 1985. Für den Hafenbau bzw. für den Strom war in der Leitungsebene ein Hafenbaudirektor und darüber der Oberbaudirektor zuständig. (Achtung: Die Bezeichnung des Funktionsgrades ist nicht immer übereinstimmen mit der Dienstgradbezeichnung.)

  • Jacobus Johannes van Ronzelen (1800–1865), 1827 Hafenbaudirektor für Bremerhaven, später auch für Bremen
  • Carl Friedrich Hanckes (1829–1891), ab 1872 Hafenbaudirektor
  • Ludwig Franzius (1832–1903), 1875 bis 1903 bis Oberbaudirektor
  • Hermann Bücking (1848–1926), 1903 bis 1915 Oberbaudirektor
  • Eduard Suling (1856–1922), 1913 Hafenbaudirektor, 1915 bis 1922 Oberbaudirektor
  • Heinrich Tillmann (1867–1959), 1920 Hafenbaudirektor, 1922 bis 1933 Oberbaudirektor
  • Anton Hacker (1879–1942), 1922 bis 1942 Hafenbaudirektor
  • Ludwig Plate (1883–1967), 1923 bis 1949 Strombaudirektor, ab 1933 Oberbaudirektor
  • Arnold Agatz (1891–1980), 1930 Hafenbaudirektor, ab 1931 Professor für Grundbau, Wasser- und Hafenbau
  • Ralph Lutz (1915–1993), nach 1945 Hafenbaudirektor, dann bis 1973 Senatsbaudirektor
  • Hans-Günter Rinne, Hafenbaudirektor um 1970er und 1980er Jahre

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Differenziertes Bild in der Umschlagentwicklung. In: Schiff & Hafen, Heft 4/2014, S. 44–47
  2. Götz von Rohr: Die Entwicklung der Universalhäfen zwischen Hamburg und Antwerpen. In: Warnsignale aus Nordsee und Wattenmeer, 2002, Verlag Wissenschaftliche Auswertungen
  3. Newsletter der Pressestelle des Senats vom 27. Januar 2011
  4. Weser-Kurier: 1. April 2011, S. 18
  5. Bremenports GmbH & Co. KG: Zahlen, Daten, Fakten 2010 (PDF)
  6. Leseprobe (PDF; 2,3 MB)