Bremer Landesbank

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  Bremer Landesbank
Kreditanstalt Oldenburg
-Girozentrale-
Logo der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale
Bremer Landesbank am Domshof in Bremen
Staat Deutschland
Sitz Bremen
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Bankleitzahl 290 500 00[1]
BIC BRLA DE22 XXX[1]
Gründung 1883
Website www.bremerlandesbank.de
Geschäftsdaten 2013[2]
Bilanzsumme 33,015 Mrd. Euro
Einlagen 10,009 Mrd. Euro
Kundenkredite 22,726 Mrd. Euro
Mitarbeiter 1.137
Leitung
Vorstand Stephan-Andreas Kaulvers, Vorsitzender;
Heinrich Engelken, Guido Brune
Aufsichtsrat Karoline Linnert, Vorsitzende

Die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg -Girozentrale- in Bremen und Oldenburg (Oldenburg) nimmt gleichzeitig die Aufgaben einer Landesbank, einer Girozentrale und einer Geschäftsbank wahr.

Eigentümer der Bremer Landesbank sind die Norddeutsche Landesbank (NORD/LB) mit einem Anteil von 54,83 % am Stammkapital, die Freie Hansestadt Bremen mit einem Anteil von 41,20 % und der Sparkassenverband Niedersachsen mit einem Anteil von 3,97 %.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Stammhaus der Bremer Landesbank 1896

Die Wurzeln der Bremer Landesbank liegen in der 1883 gegründeten Bodencredit-Anstalt des Herzogtums Oldenburg. Im Jahre 1906 erhielt die Bank die Bezeichnung Staatliche Kreditanstalt des Herzogtums Oldenburg, 1922 dann verkürzt Staatliche Kreditanstalt Oldenburg. 1938 wurde das Institut mit der seit 1928 bestehenden Hansa-Bank - der Staatsbank Bremens - zur Staatlichen Kreditanstalt Oldenburg-Bremen verschmolzen, gleichzeitig wurde die Bremer Landesbank – Girozentrale gegründet. Seitdem bestehen die Niederlassungen in Oldenburg und Bremen. Nach der Währungsreform 1948 widmete sich die Staatliche Kreditanstalt Oldenburg der Finanzierung des Wohnungsbaus, während das kurzfristige Kreditgeschäft weiterhin bei der Bremer Landesbank geführt wurde. In ihrer heutigen Form besteht die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale - seit 1983. Zu diesem Zeitpunkt schlossen die Bundesländer Bremen und Niedersachsen einen Staatsvertrag, der die Fusion der direkten Vorgängerinstitute „Bremer Landesbank – Girozentrale“ und „Staatliche Kreditanstalt Oldenburg-Bremen“ begründete. Die Trennung der lang- und kurzfristigen Kreditgeschäfte auf zwei Institute erschien nicht mehr zeitgemäß.

Gebäude[Bearbeiten]

Das Stammhaus der Bremer Niederlassung befindet sich an der nordöstlichen Seite des Kirchhofs „Unser Lieben Frauen“ in der ehemaligen Deutschen Nationalbank von 1896.[4] Das dreigeschossige Stammhaus aus der Epoche des Historismus entstand nach Plänen von Wilhelm Martens (Berlin). Es stand seit 1973 unter Bremer Denkmalschutz (siehe hier). Es wurde 2013 bis auf die denkmalgeschützten Außenfassaden abgerissen.

Der Neubau 1972 wurde als fünfgeschossiges Gebäude mit einem Staffelgeschoss am Domshof Nr. 26/28 nach Plänen von Gerhard Müller-Menckens errichtet. Bei dem Bauwerk mit seiner rotbraune Steinfassade dominierte die am Domshof unübliche horizontale Gestaltung. 2013 wurde dieses Gebäude abgerissen.

Neubau 2016: Seit 2013 entsteht ein fünfgeschossiger Neubau mit zwei weiteren Staffelgeschossen und einem Innenhof nach Plänen des Londoner Architekturbüros Caruso St. John Architects. Die denkmalgeschützte Fassade des dreigeschossigen Altbaus am Unseren-Lieben-Frauen-Kirchhof/Ecke Katharinenstraße mit seinem runden Ecktürmchen blieb erhalten. Die Fertigstellung ist für 2016 geplant.[5]

Unternehmensstrategie[Bearbeiten]

Die Bremer Landesbank versteht sich als Universalbank. Sie tritt als regionale Geschäftsbank mit überregionalem Spezialgeschäft bei gleichzeitiger Wahrung ihrer Funktion als Landesbank und Sparkassenzentralbank auf.

Nordwestdeutschland ist der Kern des Geschäftsgebietes. Die Vertriebsaktivitäten konzentrieren sich auf die vier Geschäftsfelder Firmenkunden, Privatkunden, Spezialfinanzierungen und Financial Markets. Außerdem besteht ein Beteiligungsportfolio, dessen Schwerpunkt regionale wie überregionale Spezialinstitute der Finanzwirtschaft, insbesondere des Sparkassen-Finanzverbundes, bilden.

Geschäftsgebiet[Bearbeiten]

Das Geschäftsgebiet der Bremer Landesbank erstreckt sich über das nordwestliche Bundesgebiet. Es umfasst die Freie Hansestadt Bremen, die Landkreise Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Cuxhaven, Diepholz, Friesland, Leer, Oldenburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Vechta, Verden, Wesermarsch, Wittmund sowie die kreisfreien Städte Delmenhorst, Emden, Oldenburg und Wilhelmshaven. In ihrem Spezialfinanzierungsgeschäft ist die Bank auch überregional tätig. Sie greift dabei auf eine Reihe von Auslandsstandorten zurück.

Auslandsstandorte[Bearbeiten]

Am internationalen Handelsplatz London ist die Bremer Landesbank über ein Kontaktbüro vertreten. Außerdem unterhält sie Repräsentanzen und Auslandsbüros – zum Teil über Beteiligungen mit der NORD/LB – u. a. an folgenden Standorten: Estland, Finnland, Litauen, Singapur, Volksrepublik China.

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten]

Die Bank hat erstmals im Jahr 2005 mit dem NordWest Award einen regionalen Förderpreis ausgelobt. Menschen, Unternehmen oder Organisationen, die einen herausragenden Beitrag zur Entwicklung und Identifikation der Nordwest-Region leisten, können sich für diesen Preis bewerben. Darüber hinaus tritt die Bremer Landesbank als Förderer von Kunst und Kultur in der Region auf.

Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht[Bearbeiten]

Am 18. Dezember 2012 hat das Bundesverfassungsgericht in einem Verfahren der konkreten Normenkontrolle entschieden, dass eine gesetzliche Vorschrift des Landes Niedersachsen, die die Bremer Landesbank bei der Zwangsvollstreckung privilegierte, gegen den Gleichheitssatz des Artikels 3 Grundgesetz verstieß.[6] Die Entscheidungsformel wurde im Bundesgesetzblatt (BGBl.) I vom 6. Februar 2013, Seite 162 veröffentlicht.

Weblinks[Bearbeiten]

Unternehmensgruppe

Konzern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2013 der Bremer Landesbank nach IFRS (PDF; 1,2 MB)
  3. Eigentümer und rechtlicher Rahmen
  4. Denkmaldatenbank des LfD
  5. https://www.bremerlandesbank.de/ueber-uns/neues-vom-bau
  6. Pressemitteilung des BVerfG vom 17. Januar 2013

53.076498.80866Koordinaten: 53° 4′ 35″ N, 8° 48′ 31″ O