Bremer Teich

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Bremer Teich
Staudamm des Bremer Teiches
Staudamm des Bremer Teiches
Lage: Harz, Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt
Zuflüsse: Bremer Graben
Abflüsse: Bremer Graben
(Bach vom Bremer Teich)
Größere Orte in der Nähe: Bad Suderode
Bremer Teich (Sachsen-Anhalt)
Bremer Teich
Koordinaten 51° 41′ 8″ N, 11° 6′ 43″ O51.68569444444411.111805555556Koordinaten: 51° 41′ 8″ N, 11° 6′ 43″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1796,
Erneuerung 1968
Höhe der Bauwerkskrone: 12 m
Kronenlänge: 80 m
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 423,2 m ü. NN[1]
Wasseroberfläche 3,7 ha [2]dep1
Gesamtstauraum: 0,1 Mio. m³
Einzugsgebiet 1,3 km²

Der Bremer Teich, ursprünglich Hirschteich und seit 1968 eine Zeit lang Bremer Dammteich genannt, im Mittelgebirge Harz ist ein 1796 angelegter und etwa 3,7 ha[2] großer Stauteich in den bewaldeten Südausläufern der zur Stadt Quedlinburg gehörenden Gemarkung von Bad Suderode im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Er ist im örtlichen Denkmalverzeichnis eingetragen.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Bremer Teich liegt im Unterharz im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt. Zwischen Friedrichsbrunn (Thale) und Mägdesprung (Harzgerode) befindet er sich im Wald etwa 4,5 km südsüdwestlich von Gernrode (Quedlinburg) knapp 2 km östlich der Viktorshöhe (581,5 m ü. NN) auf 423,2 m ü. NN[1]. Gespeist und entwässert wird er vom Bremer Graben, der südostwärts zur Selke fließt. Seine Vorfluter sind die Selke, Bode und Saale. Unweit vorbei führt die Straße der Romanik und der Radwanderweg Nordharz.

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten]

Hundert Jahre vor der Entstehung des Bremer Teichs wurde 1696 etwas südwestlich des heutigen Teichs während einer Parforcejagd durch den anhaltischen Fürsten Viktor Amadeus der letzte Bär in den Anhaltischen Forsten erlegt. Zum Gedenken daran wurde um 1900 das Bärendenkmal errichtet.

Der Bremer Teich wurde 1796 angelegt und soll zum Fangen von Hirschen gedacht gewesen sein, woher sein ursprünglicher Name, Hirschteich, stammt. Er verdankt seinen heutigen Namen dem Ingenieur Bremer, der den Damm konstruierte. Bedeutung hatte der Teich für die Wasserhaltung des nahegelegenen Bergbaus und gilt als Zeugnis der Montangeschichte des Ostharzes.[3]

Als Staudamm dient ein Erddamm mit Innenverdichtung. Im Jahr 1968 wurde dieser durch Aufschüttung noch verstärkt und das Gewässer hieß eine Zeit lang Bremer Dammteich. Dabei entstanden eine Jugendherberge, Zeltplätze und eine Gastronomie, die sich auch heute noch am als Naturbad genutzten Teich befinden, so dass dieser mit seiner Umgebung als Naherholungsgebiet dient.

Wandern[Bearbeiten]

Der Bremer Teich ist als Nr. 196[4] in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Sachsen-Anhalt-Viewer
  2. a b Liste Stehende Gewässer, auf umwelt-online.de
  3. Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 7.2: Falko Grubitzsch, unter Mitwirkung von Winfried Korf und Theo Gosselke: Landkreis Quedlinburg. Halle 2007, ISBN 978-3-86568-072-3, Seite 44
  4. Harzer Wandernadel: Stempelstelle 196 – Bremer Teich auf harzer-wandernadel.de

Weblinks[Bearbeiten]