Brevörde

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Brevörde
Brevörde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brevörde hervorgehoben
51.9166666666679.416666666666797Koordinaten: 51° 55′ N, 9° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Holzminden
Samtgemeinde: Bodenwerder-Polle
Höhe: 97 m ü. NN
Fläche: 13,59 km²
Einwohner:

725 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37647
Vorwahl: 05535
Kfz-Kennzeichen: HOL
Gemeindeschlüssel: 03 2 55 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Heinser Str. 11
37647 Polle
Webpräsenz: www.polle-weser.de
Bürgermeister: Winfried Hoch
Lage der Gemeinde Brevörde im Landkreis Holzminden
Hessen Nordrhein-Westfalen Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Hildesheim Landkreis Northeim Arholzen Bevern (Landkreis Holzminden) Bevern (Landkreis Holzminden) Bodenwerder Boffzen Boffzen Derental Derental Derental Derental Boffzen (gemeindefrei) Brevörde Deensen Deensen Deensen Grünenplan (gemeindefrei) Grünenplan (gemeindefrei) Grünenplan (gemeindefrei) Delligsen Dielmissen Eimen Eimen (gemeindefrei) Eschershausen Eschershausen (gemeindefrei) Eschershausen (gemeindefrei) Fürstenberg (Weser) Golmbach Halle (Weserbergland) Hehlen Hehlen Heinade Heinade Heinade Heinsen Heyen Holenberg Holzen (bei Eschershausen) Holzminden Holzminden Holzminden (gemeindefrei) Kirchbrak Lauenförde Lenne (Niedersachsen) Lüerdissen Merxhausen (gemeindefrei) Negenborn Ottenstein (Niedersachsen) Pegestorf Polle Stadtoldendorf Vahlbruch Wangelnstedt Wenzen (gemeindefrei)Karte
Über dieses Bild

Brevörde ist eine Gemeinde im Landkreis Holzminden in Niedersachsen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Brevörde liegt am Naturpark Solling direkt an der Weser im Weserbergland. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Polle an, die ihren Verwaltungssitz in dem Flecken Polle hat.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Für die Gemeinde sind 2 Ortsteile ausgewiesen:

  • Grave
  • Brevörde

[Bearbeiten] Geschichte

Brevörde (breite Furt) ist eine sehr alte Ansiedlung an einer Furt über die Weser. Zahlreiche alte Gebäude sind jedoch der Erweiterung der Bundesstraße, die durch den Ort führt, zum Opfer gefallen, so dass das Dorf an Reiz verloren hat.

Noch 1965 gab es hier eine Weserfähre, die 1926 als Niedrigseilfähre, später Hochseilprahmfähre ausgewiesen ist. Die bis 1977 vorhandene Gierseilfähre wurde abgerissen, als kein Fährmann mehr gefunden wurde. Seit Juni 2005 gibt es wieder eine Fähre als Solarfähre, die Fußgänger und Radfahrer über die Weser befördert. Sie verbindet die Kreisstraßen 35 (R 1) und 36 (Grave).

Brevörde gehört seit der Gebietsreform 1973 dem Landkreis Holzminden an.

Die evangelisch-lutherische Dorfkirche St. Urban ist in der Zeit um 1200 erbaut und zeigt noch einen mittelalterlichen Turm mit beidseitigem Treppengiebel und Satteldach. Der Kirchenraum ist ein schlichter Saalbau mit einer von Andreas Schweimb gebauten, 1815 angekauften Orgel, in der bei einer Restaurierung in den 1980er Jahren mittelalterliche Schriftstücke zum Vorschein kamen. Früher war der Kirchenbau die Mutterkirche von Polle; heute ist er das Wahrzeichen von Brevörde. Die Kirche wird vom Pfarrer von Polle mitversorgt.

Am 18. Oktober 1988 stürzt ein britisches Kampfflugzeug vom Typ F-4 Phantom II aufgrund eines Triebwerkausfalls in ein Waldgebiet bei Brevörde. Die beiden Piloten Pete Lines und Colin Fryer können sich mit dem Schleudersitz auf einem Feld in Meiborssen retten. Die Samtgemeinde Polle fordert daraufhin von der Bundesregierung im November 1988 ein Verbot von Tiefflügen im Oberweserraum.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung der Gemeinde

  • 1824: 73 Feuerstellen
  • 1925: 433 Einwohner
  • 1933: 421 Einwohner
  • 1939: 395 Einwohner
  • 1996: 851 Einwohner
  • 2006: 759 Einwohner
  • 2008: 757 Einwohner

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Wappen

Wappenbeschreibung
„Auf Silber über doppeltem, blauen Wellenbalken ein schwarzer Turm mit Treppengiebel“ [2]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Blick auf den Ortsteil Grave, 2004

[Bearbeiten] Verkehr

Brevörde liegt an der Bundesstraße 83, die ua. von Holzminden nach Hameln führt.

[Bearbeiten] Literatur

  • Überlegungen zur Herkunft der Orgel in Brevörde, in: Ars Organi 4/2006, S.217 ff.
  • F. Schreiber: Mittelalterliche Textfragmentfunde in der Orgel der St. Urban-Kirche zu Brevörde. Vorbericht über den bisherigen Stand der Ergebnisse. In: Jahrbuch 1987/88 für Landkreis Holzminden Band 5/6, S. 44-54.
  • Mark Rauschkolb: Zwei Feuersteinbeile aus Brevörde und Meiborssen. In: Jahrbuch 1987/88 für Landkreis Holzminden Band 7 (1989), S. 23-25
  • St. Urban in Brevörde, in: Kirchen im Ev.-luth. Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder, 2006, S. 10

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
  2. Samtgemeinde Polle - Brevörde

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Brevörde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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