Brian Lynch (Musiker)

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Brian Hollister Lynch (* 12. September 1956 in Urbana, Illinois) ist ein US-amerikanischer Trompeter und Flügelhornist des Modern Jazz.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Lynch wuchs in Milwaukee in einer musikalischen Familie auf; der Vater war Amateurtrompeter. Von 1975 bis 1980 wurde er am Musikkonservatorium von Wisconsin unterrichtet und machte dann Privatstudien bei Doug Myers (1972–1973) und Lonnie Hillyer (1981–1982). Er trat zunächst in Gruppen um Buddy Montgomery und den Organisten Melvin Rhyne auf. 1980/81 spielte er in San Diego mit Charles McPherson und mit Rob Schneiderman. 1981 zog er nach New York City, wo er auch auf Vermittlung von Claudio Roditi Arbeit bei Eddie Palmieri und in anderen Salsabands fand. Ab 1982 war er zudem Mitglied im Quartett von Horace Silver, bei Junior Cook und bei Jack McDuff; auch spielte er im Orchester von Toshiko Akiyoshi (bis 1988). Weiterhin arbeitete er bei Mel Lewis und bei George Russell, um dann Mitglied der Jazz Messengers zu werden. Daneben leitet Lynch auch regelmäßig eigene Bands, so sein „Latin Jazz and Beyond Quartet“ oder ein „Electro-Acoustic Quartet“. Seit 1992 gehört er zur Band von Phil Woods. Er wirkte darüber hinaus an Einspielungen von Benny Golson, Conrad Herwig, Jim Snidero, Herb Robertson oder Donald Harrison mit und ging mit Art Farmer und mit der Phil Morris Superband auf Tour. Sein gemeinsam mit Eddie Palmieri vorgelegtes Album Simpático erhielt 2007 den Grammy für Latin Jazz.

Lynch ist Hochschullehrer an der New York University, hält aber auch Trompeten-Workshops an anderen Einrichtungen ab. 2012/13 ist er Artist in Residence am Wisconsin Conservatory of Music.[1]

Diskographische Hinweise[Bearbeiten]

  • Back Room Blues (1989)
  • Keep Your Circle Small (1995)
  • Spheres of Influence (1997)
  • Tribute to the Trumpet Masters (2000)
  • 24/7 (2002)
  • The Brian Lynch/Eddie Palmieri Project: Simpático (2006)
  • Unsung Heroes (2010)

Lexigraphische Einträge[Bearbeiten]

  • Leonard Feather, Ira Gitler: The Biographical Encyclopedia of Jazz. Oxford University Press, Oxford usw. 1999; ISBN 978-0-19-532000-8
  • Martin Kunzler, Jazz-Lexikon Bd. 1. Reinbek 2002; ISBN 3-499-16512-0

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jeff Tamarkin: Brian Lynch Named Artist-in-Residence at Wisconsin Conservatory of Music (2012) in JazzTimes