Brzeg

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Brzeg
Wappen von Brzeg
Brzeg (Polen)
Brzeg
Brzeg
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Opole
Landkreis: Brzeg
Fläche: 14,70 km²
Geographische Lage: 50° 52′ N, 17° 29′ O50.86666666666717.483333333333Koordinaten: 50° 52′ 0″ N, 17° 29′ 0″ O
Höhe: 134–150 m n.p.m
Einwohner: 36.841
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 49-300 bis 49-306
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: WiązówNamysłów
Schienenweg: StettinKrakau
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Einwohner: 36.841
(30. Jun. 2014)[1]
Gemeindenummer (GUS): 1601011
Verwaltung (Stand: 2012)
Bürgermeister: Wojciech Huczyński
Adresse: ul. Robotnicza 12
49-300 Brzeg
Webpräsenz: www.brzeg.pl

Brzeg ([ˈbʒɛk]; deutsch Brieg) ist Kreisstadt des Powiat Brzeski in der Woiwodschaft Oppeln in Polen. Sie liegt an der Oder, 42 km südöstlich von Breslau, in der historischen Region Niederschlesien. Von 1311 bis 1675 war Brieg Residenzstadt des gleichnamigen Herzogtums und von 1907 bis 1945 kreisfreie Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Die Oder in Brzeg

Brieg liegt am linken Oderufer, 148 m über dem Meeresspiegel, etwa auf halbem Wege zwischen Breslau und Oppeln. Die Stadt geht auf ein bereits um 1200 bestehendes Fischerdorf „Wissoke Brzegh“ zurück, das hochwassersicher am hohen Ufer eines alten Oderübergangs angelegt worden war – in mittelalterlichen Urkunden wurde sie deswegen auch als "civitas altae ripae" bezeichnet – und das später ebenso wie eine alte hölzerne Burg in die Stadtbefestigung mit einbezogen wurde. Das Motiv für die Neugründung der Stadt an dieser Stelle dürfte die günstige Lage des Ortes an dem wichtigen Straßenkreuz sein: Von Nordwest nach Südost führte auf dem erhöhten Südufer der Oder eine wichtige Straße, die Fortführung der "Hohen Straße" (auch Via Regia genannt) von Breslau nach Oppeln, die sich in Oberschlesien gabelte, einerseits nach Krakau weiterführte, andrerseits nach Wien und nach Ungarn durch die Mährische Pforte abzweigte. Diese Straße kreuzte in Brieg den Süd-Nord-Weg, der von Prag über Glatz, Nimptsch und Strehlen führte und nach der Oderquerung bei Brieg weiter nach Gnesen und dann zur Ostsee verlief.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung der Kolonistenstadt[Bearbeiten]

Die Stadt Brieg wurde im Zuge der mittelalterlichen Ostkolonisation vor 1250 nach deutschem (Halle-Neumarkter) Recht gegründet. Begründer waren die vom regierenden Piastenherzog beauftragten Lokatoren Gerkinus von Goldberg, Ortlif und Heinrich von Reichenbach. Letzterer schenkte der jungen Stadt sein Familienwappen, die Wolfssense, als Stadtwappen. Die Gründungsurkunde ist nicht überliefert, wohl aber die Verkaufsurkunde aus dem Jahre 1250, die Herzog Heinrich III. dem Lokator Konrad von Neiße ausstellte, der den dritten noch lebenden Lokator Ortlif ablöste. Diese sogenannte Frankenberger Urkunde, die durch einen Editionsfehler des bekannten Leipziger Historikers Kötzschke jahrelang für die Gründungsurkunde gehalten worden ist, enthält jedoch die wichtigsten Bestimmungen der Gründungsurkunde im Auszug.[2] Das gitterförmig angelegte Straßennetz mit dem Ring und Rathaus als Mittelpunkt wurde in ovaler Form von einer Stadtmauer umschlossen. Die rechtwinklige Anlage der Innenstadt mit dem großen Ring, typisch für eine ostdeutsche Kolonisationsstadt, ist auf die sich kreuzenden bedeutenden Wirtschaftswege zurückzuführen. Die Ummauerung wurde um 1300 erneuert und im Dreißigjährigen Krieg, vor allem aber nach der preußischen Besitzergreifung 1742, durch Bastionen verstärkt.

Residenzstadt eines piastischen Teilherzogtums[Bearbeiten]

Das Piastenschloss
Der Arkadenhof im Piastenschloss

Von 1311 bis 1675 war das an der „Hohen Straße“ gelegene Brieg die Residenz der Herzöge von Brieg, von Liegnitz-Brieg und Liegnitz-Brieg-Wohlau, also von Teillinien der schlesischen Piasten. Unter Herzog Ludwig I. (1352–1398) wurden die wichtigsten gotischen Bauten der Stadt errichtet oder zumindest begonnen: die kath. Schloss- oder Hedwigskirche (1389), die der Sitz eines Kollegiatstiftes war und deren Gruft bis 1945 sieben prachtvolle Piastensärge barg (heute im Schloss), und die evang. Stadtpfarrkirche St.Nikolai (1370–1417), eine dreischiffige Pfeilerbasilika, deren beide wuchtigen Türme 1885 neugotische Helme erhielten. Ihre 1724–1730 von dem Breslauer Michael Engler erbaute Barockorgel gehörte zu den schönsten und musikgeschichtlich zu den bedeutendsten ihrer Art in ganz Deutschland.

Blütezeit in der Renaissance[Bearbeiten]

In den Jahren 1428 bis 1432 wurde Brieg mehrfach von Hussiten geplündert und gebrandschatzt. Wesentlich stärker als von der Gotik wurde das in diesen Hussitenkriegen stark zerstörte Brieg anschließend durch die Renaissance geprägt, vor allem unter Herzog Georg II. (1547–1586), unter dem die Stadt wohl ihre Blütezeit erlebte. Noch Herzog Friedrich II., der die Reformation eingeführt hatte, legte 1544 den Grundstein zum Schlossbau, den Georg II. mit großem Eifer vorantrieb. Unter Leitung oberitalienischer Baumeister (Jakob Pahr oder Bavor, Bernhard Niuron) wurde im Brieger Schloss das „reichste und durchgebildetste Beispiel der Renaissance im Osten“ (G. Grundmann) geschaffen.[3]

Italienische Künstlerkolonie im 16. Jh.[Bearbeiten]

Das Rathaus in Brzeg wurde zwischen 1570 und 1577 im Renaissencestil erbaut.

Der florierende Fürstenhof in Brieg zog seit der Mitte des 16. Jahrhunderts Künstler und Bauhandwerker speziell aus Italien an. Seit 1546 hielt sich nachweislich eine Vereinigung von italienischen Architekten, Maurern und Steinmetzen in Brieg auf, zu denen auch die Niurons gehörten. Gegründet wurde die italienische Kolonie durch Antonio di Theodoro und Jakob Bavor d. Ä. Bavor (oder deutsch Pahr) leitete mit seinem Bruder Peter Bavor von 1544 bis 1549 den Bau des Brieger Schlosses. Als Jacob Bavor d. Ä. 1576 Brieg in Richtung Mecklenburg verließ, um in Güstrow den Schlossbau zu beginnen, wurde Bernhard Niuron sein Nachfolger und Schwiegersohn. Weiteres bekanntes Mitglied der italienischen Künstlerkolonie in Brieg war der Maurer Hans Lucas Lugan. Er stammte aus Lugano, wurde dort um 1563 geboren. Lugan scheint von Georg II. aus Breslau abberufen worden zu sein, um 1585 unter der Oberleitung von Bernhard Niuron den Bau des herzoglichen Schlosses in Nimptsch zu übernehmen. Auch der deutsche Baumeister Kaspar Khune, bedeutendster deutscher Steinmetz in Brieg, schloss sich der italienischen Künstlerkolonie an, wurde zum Hofsteinmetzmeister ernannt und arbeitete auch als Baumeister. Auch der Maler und Bildhauer Giovanni Maria Nosseni (* 1544 in Lugano) gehörte zur Künstlerkolonie. Er arbeitete später mit Bernhard Niuron am Dresdner Schlossbau. Nosseni wurde 1563 zum Brieger Hofsteinmetzmeister ernannt. Er starb als kurfürstlich sächsischer Architekt 1620 in Dresden. Die Koloniemitglieder verhalfen sich als frühe selbständige Unternehmer gegenseitig zu Arbeitsaufträgen und Einkommen weit über Schlesien hinaus. Neben ihrer Bautätigkeit, vor allem am Schloss und am Rathaus in Brieg, waren fast alle nebenher kaufmännisch tätig. So gelangten sie zu Ansehen und Vermögen und konnten sich mehr als fünfzig Jahre in der Stadt gegen die wachsende deutsche Konkurrenz durchsetzen.[4]

Der herzogliche Baumeister Jakob Pahr (oder Bavor) leitete 1564–1569 auch den Neubau des unweit des Schlosses gelegenen Gymnasiums. Dieses ging auf eine Lateinschule zurück, die wiederum auf einer 1290 gegründeten Pfarrschule aufgebaut hatte. Ebenso von Jakob Pahr und seinem Schwiegersohn Bernhard Niuron stammt das Rathaus, das nach dem Stadtbrand von 1569 im Renaissancestil (1570–1577) erbaut wurde. Den Dreißigjährigen Krieg haben noch mehrere Bürgerhäuser im Renaissancestil und das einzig erhaltene Tor der Stadtmauer, das Odertor (1596), überstanden.

Die habsburgische und preußische Zeit[Bearbeiten]

Brzeg auf einer schlesischen Landkarte von 1650

Nach dem Tode des letzten Piasten-Herzogs Georg Wilhelm im Jahre 1675 fiel Brieg zusammen mit dem Herzogtum als erledigtes Lehen an Böhmen, dessen Könige seit 1526 die Habsburger waren. Mit dem Erlöschen der Piastendynastie ging die große Zeit Briegs als Fürstenresidenz zu Ende. Brieg wurde, wie ganz Schlesien, österreichisch. Gegenüber den brandenburgischen Erbansprüchen, die aus dem Vertrag von 1537 herrühren, setzte sich Habsburg, dem die Piasten lehnsuntertänig waren, durch. Die Stadt hatte damals rund 3600 Einwohner, die fast durchgehend evangelisch waren. Die wenigen Katholiken bekamen die Hedwigskirche zugewiesen. 1680 ließen sich die ersten Jesuiten in der Stadt nieder und gründeten bald darauf ein eigenes Gymnasium, das bis 1776 bestand. Die Jesuiten begannen 1735 mit dem Bau der barocken Kreuzkirche, die 1746 eingeweiht, deren Türme aber erst 1856 vollendet wurden. Die Jesuiten setzten weitere barocke Akzente durch die Errichtung der Dreifaltigkeitssäule (1731) und der Statue des Hl. Nepomuk (1729) an der Oderbrücke.

In dem Maße, da Brieg seine Bedeutung als Residenz einbüßte, ging auch die Eigenart der Stadt verloren. Im Jahre 1741 tobte vor den Toren der Stadt die Schlacht bei Mollwitz, die erste Schlacht des Schlesischen Kriegs, die der Graf Schwerin gegen ein österreichisches Heer gewann. Die Stadt wurde, wie bis ins folgende Jahr 1742 das gesamte Schlesien, in diesem Ersten Schlesischen Krieg von Preußen erobert, wobei das Schloss durch Beschuss stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das Piastenschloss, Wahrzeichen der alten Residenz, ging in Flammen auf und wurde anschließend ein Magazin. Die nüchterne Zweckmäßigkeit, die den preußischen Staat prägte, setzte sich auch in Brieg durch. Die Stadt wurde eine „fleißige Arbeiterin“ im preußischen Gesamtstaat, denn es wurden nun Kasernen, Magazine und Tuchfabriken gebaut. Sie trat hinter Oppeln und Breslau deutlich zurück; das einstmals „Illustre Gymnasium“ mit Hochschulverfassung wurde eine höhere Schule wie andere. Brieg wurde jedoch im Zeitraum von 1756–1807 Regierungshauptstadt von Oberschlesien und zählte bis zu seiner Eroberung im Januar des Jahres 1807 durch bayerische und französische Truppen zu den stärksten Festungen in Ostdeutschland. Die Festungsanlagen wurden aber 1807 geschleift und es entstanden auf diesen Flächen später überwiegend Grün- und Parkanlagen.

Das Zeitalter der Eisenbahn und Industrialisierung[Bearbeiten]

Brieg 1839, Lithographie von Heinrich Wilhelm Teichgräber

Von 1819 bis 1850 war Brieg Sitz des Oberbergamts und erlebte einen starken wirtschaftlichen Aufschwung durch den Bau der Eisenbahnen und dem Ausbau der Oder zu einer Großschifffahrtsstraße. Bereits 1842 fuhr der erste Zug auf der neueröffneten Eisenbahnlinie nach Breslau, die heute als die älteste Bahnlinie Polens gilt. Es folgten die Strecken nach Oppeln, Neisse und Wansen. Die Einwohnerzahl stieg von 4.406 im Jahre 1757 auf 27.486 im Jahr 1905. Im Jahr 1907 wurde Brieg Stadtkreis. In der Stadt verblieb weiterhin auch die Verwaltung des Landkreises Brieg. Trotz der bedeutenden in den Außenbezirken der Stadt angesiedelten Industrie – Maschinen, Leder, Papierwaren, Zucker, Zuckerwaren – war Brieg dank der Promenaden, Gärten und des Stadtparks eine "Gartenstadt" und auch eine Stadt der Schulen.

Jüdisches Leben von 1933 bis zum Holocaust[Bearbeiten]

Hauptartikel: Jüdische Gemeinde Brieg
Das ehemalige Synagogengebäude in Brzeg

In Brieg gab es seit 1799 eine Synagoge und seit 1816 einen Rabbi. Die Gemeinde war nicht groß, ihre größte Zahl erreichte sie mit 343 Köpfen wohl im Jahre 1843. Im Jahre 1933 zählte die jüdische Gemeinde in Brieg 255 Köpfe. Die Lage der Juden wurde unter dem Regime der Nationalsozialisten von Jahr zu Jahr unerträglicher. Wem es jetzt noch gelang, das Deutsche Reich zu verlassen – oft unter Zurücklassen seines Vermögens -, der konnte von Glück sagen. 1938 zählte die jüdische Gemeinde in Brieg nur noch 160 Köpfe. Hiervon waren 60 männliche und neun weibliche Juden erwerbstätig, darunter 37 Kaufleute, neun Angestellte, vier Handelsleute, je drei Vieh- und Pferdehändler, Gastwirte und Verkäufer, je zwei Schnittwarenhändler und Makler. Nach dem Versagen der Teilnahme an den Reifeprüfungen war ihnen später auch der Besuch der höheren Schulen überhaupt verboten. Anfangs beließ man jüdische Lehrer und Beamte in ihren Ämtern, wenn sie am Ersten Weltkrieg teilgenommen hatten und in zwei Schlachten nachweislich mitgekämpft hatten. Später wurden alle Beamten ausnahmslos entlassen und ihnen auch ihre wirtschaftliche Tätigkeit beschnitten. Dem anfänglichen Boykott jüdischer Geschäfte folgte schließlich die Enteignung ihrer Unternehmen und die sog. "Reichskristallnacht" oder "Reichspogromnacht" vom 9. November 1938. Der nach dem Verlassen ihrer Wohnungen zu tragende "Judenstern" kam einer Ächtung gleich. Auch in Brieg wurde die Inneneinrichtung der Synagoge zerstört, flog jüdisches Eigentum auf die Straße, doch unterblieben weitere Exzesse und Blutvergießen. Dennoch wurde so mancher zum Selbstmord getrieben. Nach dem Holocaust – also nach 1945 – wurde keine jüdische Gemeinde mehr wiederbegründet.

Nach 1945[Bearbeiten]

Im Jahr 1939 zählte die Stadt 31.419 Einwohner (74 % davon waren evangelisch). Am 6. Februar 1945 wurde Brieg – nach tagelangen Kämpfen zur Hälfte zerstört – von sowjetischen Truppen erobert und später an Polen übergeben. Die deutschen Bewohner wurden zwischen 1945 und 1947 größtenteils vertrieben. Vorübergehend zur Woiwodschaft Breslau gehörend, kam Brieg 1950 in die Woiwodschaft Opole. Im Jahr 1961 hatte die Stadt 25.342 meist aus Ostpolen stammende, überwiegend katholische Einwohner, im Jahr 1970 betrug die Einwohnerzahl schon wieder über 30.000.

Religion[Bearbeiten]

Die evangelischen Kirchen vor dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Kirche St.Nicolai

Zur evangelischen Kirche hatte die Stadt Brieg enge Beziehungen. Sie übte das Patronat nicht nur über die evangelische Kirche der Stadt, sondern als einstige Gutsherrin auch über die Kirchen der ehemaligen Kämmereidörfer Leubusch, Gierdorf-Kreisewitz (hier gemeinsam mit dem Grafen Pfeil) und Böhmischdorf aus. Als Kirchenpatron hatte die Stadt nach Anhörung der Kirchengemeinde die Pfarrer zu berufen und sich andererseits an den Kosten der Unterhaltung von Kirche und Pfarrhaus zu beteiligen, und zwar in der Stadt zu einem Drittel und in den Dörfern zu zwei Dritteln. Die Stadt hatte damit auch Sitz und Stimme im Gemeindekirchenrat. Kirchenrechtlich war Brieg in zwei evangelische Kirchengemeinden aufgeteilt, nämlich in die evangelisch-reformierte Stadtpfarrgemeinde St. Nikolai und in die evangelisch-lutherische Gemeinde St. Lukas auf der Logaustraße. Die Nikolai-Kirche war auf der Lange Straße gelegen.

Die evangelische Stadtpfarrkirche St. Nikolai[Bearbeiten]

Sie wurde in den Jahren 1370 bis 1417 im gotischen Stil als Basilika erbaut. Das verhältnismäßig schmale Mittelschiff überragt die beiden Seitenschiffe und empfängt durch die mit spätgotischem Maßwerk gezierten Fenster von oben her ihr Licht. Zwei mächtige Türme recken ihre hochgeführten Helme in eine Höhe von 75 Metern; sie wurden erst 1885 errichtet. Das Hauptschiff war 29 Meter hoch. Die nachreformatorische Zeit hatte die mittelalterliche Messopferkirche durch Aufstellung kunstvoll geschnitzter Stühle und durch Einbau von Emporen in eine evangelische Predigtkirche umgebaut. Der schönste Schmuck der Kirche ist die Orgel. Sie wurde 1724 bis 1730 durch Michael Engler aus Breslau erbaut. Sie gehört zu den schönsten, musikgeschichtlich bedeutendsten Werken Deutschlands und ist noch eine der wenigen Bach-Orgeln.

Die evangelisch-lutherische Sankt-Lukas-Kirche[Bearbeiten]

Die Kirche wurde im Jahre 1897 auf Grund einer Generalkonzession König Friedrich Wilhelm IV. für die von der preußischen Landeskirche sich getrennt haltenden Lutheraner erbaut. Die Gemeinde bestand schon seit dem Jahre 1830 und umfasste zuletzt ca. 650 Seelen. Sie beschränkte sich nicht nur auf das Stadtgebiet von Brieg allein, sondern auch auf die Brieger Kreisdörfer und die Städte Neisse und Neustadt.

Die katholische Kirche vor dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Kirche Zum Heiligen Kreuz

Zum Territorium der katholischen Stadtpfarrgemeinde Brieg gehörten der gesamte Stadtkreis Brieg, ferner 15 Dorfgemeinden bzw. Gutsbezirke, nämlich Briesen, Grabendorf, Giersdorf, Groß Neudorf, Grüningen, Hermsdorf, Kreisewitz, Linden, Neu-Briesen, Pampitz, Paulau, Rathau, Rothaus, Schreibendorf und Schüsselndorf. Die Pfarrei Brieg gehörte zum Dekanat Brieg. Es hatte seinen Sitz in Löwen. Die Zahl der Gemeindemitglieder der Zivilgemeinde betrug 8500, davon wohnten ca. 7000 in der Stadt. Von der Gesamtbevölkerung waren etwa 23 % katholisch. Neben der Zivilgemeinde bestand auch noch eine sehr starke Standortgemeinde sowie eine kleine Gemeinde in der Strafanstalt. Im Gebiet der Stadtpfarrei lag eine ganze Anzahl von Kirchen und Kapellen. Die Stadtpfarrkirche "Zum Heiligen Kreuz" war in den Jahren 1735 bis 1741 von den Jesuiten als Kollegkirche für den geplanten aber nicht verwirklichten Kollegbau im Barockstil erbaut worden. Sie wurde 1746 feierlich konsekriert und 1819 zur Stadtpfarrkirche erhoben. Die Türme wurden allerdings erst 1856 vollendet. Die Schlosskirche "Zur Heiligen Hedwig" war die älteste Kirche der Stadt, aber in ihrer jetzigen Gestalt nur ein kleiner Rest der einst prächtigen Kollegiatstifts-Kirche, die im Jahre 1741 während der Belagerung durch die Preußen größtenteils zerstört wurde. Einige Jahrzehnte später wurde sie dann in ihrer jetzigen Gestalt wieder aufgebaut. Als besondere Kostbarkeit birgt sie neben der steinernen St.-Hedwigs-Plastik aus dem 14. Jahrhundert die Metall-Sarkophage der letzten Piasten-Herzöge aus dem 17. Jahrhundert.

Kulturelle Einrichtungen vor dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Stadttheater[Bearbeiten]

Ein altes Kloster wandelten um das Jahr 1822 die Brieger Stadtväter in ein Stadttheater um. Diese Stadttheater hatte 500 Sitzplätze und war eine Pflegestätte deutscher Spielkunst, des Lustspiels und der Operette. Es wurde von der "Schlesischen Landesbühne" bespielt. Das Theater diente auch der Veranstaltung von Konzerten und zur Abhaltung wissenschaftlicher und künstlerischer Vorträge, Dichterlesungen und festlicher Veranstaltungen der verschiedensten Art.

Musikpflege[Bearbeiten]

Brieg war eine sangesfreudige Stadt. Der Grundstein dazu wurde schon in den verschiedenen Schulen gelegt. Die Schulen verfügten über eine verhältnismäßig große Anzahl an Lehrkräften, die die Fähigkeiten besaßen, einen guten Musikunterricht zu erteilen. Dieses rege Musikleben in den Schulen musste sich naturgemäß auf das allgemeine Musikleben der Stadt günstig auswirken. So bestanden zahlreiche Gesangvereine. Zeugnis von ihrer Arbeit legten die alljährlichen, auf beachtlichem Niveau stehenden Konzerte, sowie das gute Abschneiden auf Kreis- und Bezirkssängerfesten ab. Eine besondere Stellung nahm die Singakademie ein; pflegten die Gesangvereine hauptsächlich A-cappella-Gesang, so vermittelte die Singakademie bedeutende Vokalwerke mit Orchesterbegleitung.

Sportstätten[Bearbeiten]

Am Eingang des Stadtparks gab es ein schönes, geräumiges Stadion mit einer Kampfbahn, Spielfeldern und Tennisplätzen. Neben vielen Wettkämpfen fanden dort auch Reitturniere statt. Auch für die großen Volksfeste bot das Stadion den passenden Rahmen.

Dem Wassersport diente neben der Oder das neue Freibad im Süden der Stadt. Es war aus einem Baggerteich entstanden. Mit seiner Wasserfläche von 23 Morgen bot es dem Wassersport alle Möglichkeiten. Der breite Sandstrand und die ausgedehnten Liegewiesen konnten an schönen Sommertagen die Masse der Erholungssuchenden kaum fassen.

Neben dem Stadion standen den Schulen und Sportvereinen auch noch fünf städtische Turnhallen an der Bergelpromenade, im Lyzeum, in der neuen Volksschule sowie im Gymnasium und in der Piastenschule zur Verfügung.

Industrie, Gewerbe und Banken vor dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Industriebetriebe[Bearbeiten]

Brieg besaß vor dem Zweiten Weltkrieg im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl und seiner räumlichen Ausdehnung eine stattliche Anzahl größerer Industriebetriebe. In Zeiten wirtschaftlicher Konjunktur bestimmten diese Betriebe weitgehend das Wirtschaftsleben der Stadt. Beispiele dafür sind:

Zuckerfabrik Neugebauer[Bearbeiten]

Diese an der Schönauerstraße gelegene Fabrik wurde bereits im Jahre 1876 gegründet und ein Jahr darauf von den Gebrüdern Neugebauer erworben. Die zur Verarbeitung gelangenden Rüben kamen aus den Kreisen Brieg, Strehlen, Breslau, Ohlau und Grottkau. Im Jahre 1944 wurden noch drei Millionen Zentner Zuckerrüben verarbeitet und 450.000 Zentner Rohzucker daraus gewonnen. 220.000 Zentner Trockenschnitzel und 50.000 Zentner Melasse wurden ebenfalls hergestellt.

Geschäftsbücherfabrik W. Loewenthal A. G.[Bearbeiten]

Dieses Unternehmen wurde 1879 durch den 1922 verstorbenen Stadtältesten Wilhelm Loewenthal und seinem Bruder Louis zur Herstellung von Notiz- und Geschäftsbüchern gegründet. Nach kleinen Anfängen gab es seit 1886 auf eigenem Grundstück am Güterbahnhof eine mächtige Fabrikanlage.

Grundstücksgröße: 30.000 m². Der Betrieb arbeitete seit 1924 mit 20 Buchdruckschnellpressen größten Formats, vielen modernen Liniermaschinen, Heftmaschinen, Schneidemaschinen. Gesamtzahl der Maschinen: 400. Hergestellt wurden Geschäftsbücher, Notizbücher und Drucksachen aller Art. Außerdem wurden Alben, Geldtaschen, Schreibunterlagen, Ordnungsmappen und andere Galanteriewaren produziert. Es gab eine große Exportabteilung und Auslandsvertretungen in vielen Ländern.

Maschinenfabrik Pzillas[Bearbeiten]

Bereits im Jahre 1862 wurde durch den Brieger Ingenieur Robert Pzillas auf dem Gebiet des alten Brieger Hochgerichts an der Oder diese Maschinenfabrik mit Eisengießerei, Kesselschmiede usw. errichtet. Sie wurde später zu einer modernen Schiffswerft mit Schiffbau erweitert. Bis zu 200 Schiffe konnten jährlich repariert werden. Daneben wurden Aufträge für neue Bauten ausgeführt.

Maschinenfabrik Güttler & Co.[Bearbeiten]

Die Maschinenfabrik lag auf der Logaustraße. Sie besaß auch eine Eisengießerei und eine Kesselschmiede zur Herstellung von Lokomobilen, Dampfmaschinen, Ziegelei- und Sägewerkmaschinen. Exportiert wurde in fast alle osteuropäischen Staaten, den Balkan und nach Übersee.

Lederfabrik F. W. Moll AG[Bearbeiten]

Im Jahre 1811 wurde die Lederfabrik Moll gegründet. Sie ist stets im Familienbesitz geblieben. Der Betrieb war mit den modernen Maschinen ausgestattet und gehörte zu den größten seiner Art in Deutschland. Die Hauptfabrikation erstreckte sich auf Unterleder und Treibriemenleder.

Dachpappenfabrik – Chemische Werke AG Brieg[Bearbeiten]

Kurz nach Ersten Weltkrieg erwarb Herr Urban Roth die bereits im Jahre 1851 gegründete Brieger Dachpappenfabrik FALCH. Hieran wurde etwas später eine Zweigstelle „Industriebedarf“ zum Vertrieb aller Bedarfsgüter für die Industrie (Öle, Fette, Gummischläuche) angegliedert. Im Jahre 1923 gründete Herr Roth dann die Chemischen Werke AG Brieg. Dieses Unternehmen befasste sich hauptsächlich mit der Teerdestillation und der Herstellung von Bitumenemulsion sowie der Aufbereitung des Teer-Asphaltgemischgutes für den Straßenbau. Diesem Betrieb war eine schon damals namhafte Straßenbauabteilung angeschlossen, die als eine der ersten Firmen Schlesiens Schwarzdecken herstellte.

T. T. Heinze, Geschäftsbücherfabrik und Buchdruckerei[Bearbeiten]

Die Firma wurde 1846 als Spezerei- und Papierwarengeschäft gegründet. 1885 erfolgte eine Wandlung von der Deckung des Ortsbedarfs zur Erschließung größerer Absatzgebiete in Schlesien, Sachsen und Berlin. Den eigentlichen Auftrieb erhielt die OHG durch den Umbau der Fertigungsart und durch die Verlegung der Fabrikation in betriebseigene Neubauten auf der Dreiankerstraße. Der Umbau zur Großfabrikation vollzog sich in knapp zehn Jahren von 1895 bis 1904. Das Wachstum der Firma dauerte fort, so dass sie schließlich bei einer Stammbelegschaft von mehr als 1200 Köpfen als die bedeutendste Geschäftsbücherfabrik des Deutschen Reiches angesprochen werden konnte.

Gewerbebetriebe[Bearbeiten]

Einen Querschnitt durch das Wirtschaftsleben der Stadt aus dem Jahre 1934 ergeben folgende Zahlen der Handwerks- und Gewerbebetriebe:

Anzahl Bezeichnung
02 Likörfabriken
02 Masseusen
02 Zigarrenfabriken
03 Geschäfte für Herrenartikel
03 Pelzwarengeschäfte
04 Apotheken
04 Destillationen
04 Hut- und Mützengeschäfte
04 Naturheilkundige
04 Seifenhandlungen
04 Weinstuben
04 Ziegeleien
05 Tierärzte
06 Installateure
06 Schlossereien
06 Schmiede
07 Friseusen
08 Fischhandlungen
08 Konfektionsgeschäfte
08 Modewarengeschäfte
09 Dentisten
09 Drogerien
09 Konfitürengeschäfte
09 Zahnärzte
10 Stellmachereien
11 Sattlereien
11 Tapezierergeschäfte
12 Putzgeschäfte
13 Klempner
15 Töpfer und Ofenbauer
17 Schnittwarenhandlungen
19 Kurz- und Weißwarengeschäfte
19 Obst- und Gemüsehandlungen
19 Schuhfabriken- und -geschäfte
19 Zigarrengeschäfte
23 Malermeister
24 Ärzte
33 Wild- und Geflügelhandlungen
40 Friseure
44 Fleischereien
46 Bäckereien
47 Schneiderbetriebe
48 Schuhmachereien
54 Schneiderinnen
64 Gastwirtschaften
78 Kolonialwarengeschäfte

Geldinstitute[Bearbeiten]

Ehemalige Banken und Sparkassen in der Stadt Brieg:

  • Bankverein Brieg, Mollwitzer Straße
  • Dresdner Bank, Zweigstelle Brieg, Ring
  • Bankhaus ECKERSDORFF & Co., Lange Straße
  • Bankhaus EICHBORN & Co., Lange Straße
  • Kreissparkasse Brieg, Piastenstraße
  • Reichsbank Nebenstelle Brieg, Gartenstraße
  • Stadtbank Brieg
  • Stadtsparkasse Brieg

Traditionelle Garnisonsstadt[Bearbeiten]

Brieg war schon von jeher als Festung auch eine Garnisonsstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg lagen die Infanterieregimenter 156 und 157 in Brieg. Ersteres wurde dann nach Oberschlesien verlegt. Mit dem Infanterieregiment 157 zog dessen letzter Friedenskommandeur, Exzellenz Tiede, in den Ersten Weltkrieg. Nach ihm sind die Kasernen an der Moltke-, Sedan-, Roon- und Bismarckstraße im Jahre 1938 benannt worden. Nach Beendigung des Krieges wurde aufgrund der Bestimmungen des Friedensvertrags von Versailles der Fliegerhorst in Grüningen abmontiert und zerstört.

Bis zum Jahre 1930 blieb die Stadt Brieg nach dem Ersten Weltkrieg ohne Garnison. Am 4. August dieses Jahres rückte dann die 5. Schwadron des Reiterregiments 8 aus Breslau/Carlowitz in Brieg ein. Weitere Schwadronen folgten aus Militsch und Oels in den folgenden Jahren. Die Tiede-Kasernen mussten zu diesem Zweck umgebaut werden. Pferdeställe, Reithallen, Reitplätze, usw. waren neu zu schaffen. Berühmt geworden ist Rittmeister Freiherr von Wagenheim. Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin verhalf er mit gebrochenem Schlüsselbein der deutschen Equipe zum Sieg und zur Goldmedaille. Im Jahre 1933 wurde der Flugplatz bei Hermsdorf neu erbaut und ein großer Fliegerhorst errichtet. Belegt waren Flugplatz und Fliegerhorst mit der Fliegeraufklärungsgruppe 113.

Brieger Soldaten aller Dienstgrade und Dienstränge haben auf allen Kriegsschauplätzen zu Wasser, zu Lande und in der Luft gekämpft. Eine Rückkehr in die Heimat war nur wenigen für kurze Zeit beschert, die meisten sahen ihre alte Heimat und Garnisonstadt nicht wieder. Unzählige fielen oder wurden verwundet und Tausende teilten das Schicksal der anderen Vertriebenen.

Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Fontäne im Stadtpark
Die heutige Bebauung am Ring

Das durch den Angriff und die Belagerung im Februar 1945 schwer angeschlagene Brieg veränderte sich stark, besonders in der Innenstadt. Die ersten Arbeiten nach Beendigung der Kampfhandlungen bestanden in der Instandsetzung der völlig zerstörten Versorgungsnetze und der Ingangsetzung lebenswichtiger Industrie-, Handels- und Handwerksbetriebe. Die Stadt musste wieder lebensfähig gemacht werden. Hinzu kam die ständig hereinströmende polnische Bevölkerung, der Arbeit und Brot gegeben werden musste.

Eine riesige Aufgabe war die Trümmerbeseitigung. Hierzu wurden in erster Linie die in Brieg verbliebenen Deutschen herangezogen, soweit sie nicht als "Spezialisten" anderweitig benötigt wurden. An Wohnungsbau war zunächst gar nicht zu denken. Als erstes galt es, die weniger beschädigten Häuser wieder instand zusetzen und bewohnbar zu machen. Der Wohnungsbau begann relativ spät.

Entgegen der anfänglichen Absicht der polnischen Bauherren und anders als in Breslau und Oppeln, wo man sich bemühte, die alten Hausformen mit den schönen Giebeln wiederherzustellen, sind die infolge völliger Zerstörung neu errichteten Häuser an der Nord- und Südseite des Ringes und an einigen Straßen ganz modern, d. h. ohne krönende Giebel und mit neuzeitlichen Loggien und Balkonen und mit übergroßen Schaufenstern zur Ausführung gekommen. Neu war die kräftige farbige Behandlung der Häuserfronten. Die Ostseite des Rings ist unverändert erhalten. Die Nordseite wurde vollkommen neu bebaut und hat besonders komfortable Läden bekommen. Das einzige Haus dieser Ringseite, welchem man den malerischen alten Giebel wieder aufgesetzt hat, ist das ehemalige Süß-Haus, und zwar wohl deswegen, weil dieser Giebel der einzige in Brieg war, der Kennzeichen alter polnischer Architektur aufwies. Die Südseite des Ringes ist ebenfalls in modernen Formen und mit großen Geschäften wieder errichtet worden. Die alten Hinter- und Lagerhäuser sind abgebrochen. Breite schöne Loggien schauen auf die ehemaligen finsteren Hinterhöfe. Die Ring-Westseite ist völlig abgebrochen und als Grünplatz mit Springbrunnen und Sitzbänken angelegt worden. Das Rathaus steht noch in alter Schönheit da.

Auch die Straßen rings um den Ring sind stark verändert. So wurde die Längsseite des Stadttheaters freigelegt und konnte mit einem Eingang an der Seite architektonisch neu und ansprechend ausgebaut werden. Die Synagoge ist erhalten geblieben, dient aber als Wohnhaus. Am Stiftsplatz mussten die abgebrochenen Stiftshäuser einem großen Grünplatz weichen. So ist die südliche Seite des Schlossflügels in ganzer Länge sichtbar.

Als größter Neubau der Stadt nach 1945 ist das große, aus vielen Einzelgebäuden bestehende Krankenhaus zu nennen, welches das ganze Areal des alten Friedhofs einnimmt. Der alte katholische Friedhof an der Neuhäuserstraße ist aber noch in Benutzung, wobei allerdings eine große Anzahl deutscher Gräber ausgehoben und neu belegt worden ist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Teilansicht des Schlossportals
Das Renaissance-Schlossportal
Deckenmalerei in der Kreuzkirche

Piastenschloss[Bearbeiten]

Genannt Schlesisches Wawel. Erbaut an der Stelle einer gotischen Burg. Die heutige Form verdankt es den italienischen Architekten – Jakub Pahr, Franz Pahr und Bernhard Niuron – und ihrem Umbau im Renaissancestil. Zerstört wurde es während der Belagerung 1741, wiederaufgebaut in den Jahren 1966–1990. Erhalten geblieben ist die reich verzierte Fassade des Torhauses, die zu den prachtvollsten Renaissance-Bauten in Mitteleuropa gezählt wird. Der Hof schließt rekonstruierte 3-Etagen-Kreuzgänge ein. Im Erdgeschoss der Ostseite sind einige Säle erhalten geblieben. Das Gebäude beherbergt das Piastenmuseum. Zur Schau (feste Ausstellung) werden hier die Geschichte der Stadt und der schlesischen Piastenlinie sowie schlesische Bildhauerkunst und Malerei vom 15. bis zum 18. Jh. gestellt (Sammlung des Nationalmuseums in Breslau). Darunter befinden sich Gemälde des berühmtesten schlesischen Malers der Barockzeit Michael Willmann. Die Sammlung des Museums umfasst darüber hinaus u. a. die Särge der Liegnitz-Wohlau-Brieger Fürsten als auch den in der Mleczna-Straße ausgegrabenen Jägerbogen (14. Jh.), der als einziges in Polen erhalten gebliebenes Exemplar einer derartigen Waffe gilt.

St.-Hedwig-Schlosskirche[Bearbeiten]

Chor der ehemaligen im 14. Jh. errichteten und im 16. Jh. zum Mausoleum der Liegnitz-Brieg-Wohlauer Piastenlinie umgebauten ehemaligen Stiftskirche. Auf die Zerstörung der Kirche, Stiftskirche und umliegende Bauten, im Jahr 1741 folgte 1783 der weitere Umbau. Der Schlossaufbau im 20. Jh. vollzog sich im Rahmen der Regotisierung. In der Kirchengruft blieben 22 Kupfer- und Zinksärge mit sterblichen Überresten der Piasten von der Linie Liegnitz-Brieg-Wohlau erhalten. Besonders die aus dem 16. und 17. Jh. stammenden Särge werden als sepulkrale Kunst hochgeschätzt. Sie werden im Museum ausgestellt.

Nikolaikirche[Bearbeiten]

Gotische, dreischiffige, in den Jahren 1370–1417 an der Stelle der damaligen Pfarrkirche errichtete Basilika. 1884/85 erhöhte man die Türme und baute die Kirchenvorhallen um. Die 1945 zerstörte Kirche baute man in den 1960er Jahren wieder auf. Kennzeichnend für sie ist eines der höchsten Hauptschiffe Schlesiens (etwa 30 m). Vom alten reich ausgestatteten Innenraum blieben bürgerliche Gedenktafeln (von der Renaissance bis zum Barock) erhalten. Im Chor befindet sich das gotische, im Jahr 1500 entstandene Triptychon (Flügelaltar). Während des Wiederaufbaus entdeckte man in der Sakristei gotische Polychromie, deren Entstehungszeit auf 1418–1428 datiert wird. In der Nikolaikirche nimmt der Wanderweg der mittelalterlichen Polychromie (blaue Markierung) seinen Anfang. Den Chor wie auch die Räume hinter der Orgel und in den Seitenschiffen schmücken moderne Buntglasfenster.

Kreuzkirche[Bearbeiten]

(Kirche der Erhebung des Heiligen Kreuzes) – einschiffige barocke Kirche, die an der Stelle des 1545 zerstörten dominikanischen Klosters und der zerstörten dominikanischen Kirche errichtet wurde. Die Idee zum Aufbau der Kirche am Ort des ehemaligen Gotteshauses stammt von den 1681 nach Brieg gezogenen Jesuiten. Den Aufbau der Kirche in Jahren 1734–1739 führte man nach dem Entwurf von Józef Frisch durch. In Jahren 1739–1745 verzierte der Jesuit Johannes Kuben den Innenraum der Kirche mit üppiger Monumentalmalerei. In den Jahren 1856–1857 erhöhte man die Kirchentürme nach dem Entwurf des Grafen von Wilczek, zusätzlich wurde die Fassade verputzt.

Rathaus[Bearbeiten]

Errichtet im Renaissancestil nach dem Entwurf von Jakob Pahr und Bernhard Niuron in den Jahren 1570–1577, wieder aufgebaut an der Stelle des gotischen 1569 abgebrannten Rathauses. Der Innenraum umfasst den Großen Deckensaal mit Lärchendecke aus dem Jahre 1648 und auf der Nordseite den Frührokoko-Ratsherrensaal aus dem Jahre 1746. Die Südseite zeigt das einbaute Renaissance-Portal, das vom 1926 in der Zamkowa-Straße abgerissenen Altbau hierher verlegt wurde.

Piastengymnasium[Bearbeiten]

Das ehemalige Gymnasium „Illustre Bregense“, das in Jahren 1564–1569 von Jakob Pahr errichtet wurde. 1741 zerstört, wurde es einige Male umgebaut. Nach der Zerstörung 1945 hat man es 1963–1967 wiederaufgebaut. Erhalten geblieben sind das im Renaissancestil errichtete gewölbte Tor und das Portal.

Franziskanerkirche Petri und Pauli[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung der Kirche stammt aus dem Jahre 1285, ausgebaut wurde sie bis 1338. In den nächsten Jahren diente sie als Arsenal, seit 1930 als Lager. Im Innenraum blieb das Netzgewölbe des Hauptschiffes aus dem Jahre um 1500 erhalten. Der Kirchenturm stürzte nach der Überschwemmung im Jahre 1997 ein.

Dreifaltigkeitssäule[Bearbeiten]

Gestiftet 1731 vom Baumeister der Kreuzkirche, Johann Christoph Melchior aus Neustadt, entworfen wahrscheinlich von Karl Schlein aus Neisse.

Prächtige Bürgerhäuser[Bearbeiten]

Der Ring in Brzeg
  • Altbau – Rynek 2 – mit enthüllten gotischen Fragmenten;
  • Renaissance-Altbau in der Chopina-Straße 4 aus dem Jahre 1597, restauriert in den Jahren 1883, 1929;
  • im 18. Jh. errichtete Altbau in der Jab³kowa-Straße 5 und 7.
  • Oder-Stadttor – Fragment der ehemaligen im Renaissancestil errichteten Befestigungsanlage der Stadt, 1595 von Bernhard Niuron aufgebaut, wurde es 1895 in den Oderpark versetzt.
  • Das jüdische Kulturgut – Friedhof in der Ks. Makarskiego-Straße sowie das Gebäude der ehemaligen Synagoge (Straßenecke – D³uga- und Jagie³³o-Straße).
  • Stählerne Gitter-Brücke über die Oder aus dem Jahre 1891, versetzt nach Brieg 1954 aus Fordon bei Bydgoszcz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt (alphabetisch)[Bearbeiten]

Bekannte Bewohner der Stadt[Bearbeiten]

  • Peter Bitschen, Kanonikus, gestorben 1389. Domherr an der neugegründeten Hedwigskirche, Verfasser des „Chronicon Principium Poloniae“.
  • Peter Freitag, Schreiber in Breslau, fertigte 1451 für den Brieger Ratsherren Anton Hornig die Abschrift der Hedwigslegende mit 60 Federzeichnungen.
  • Max Friedlaender war ein deutscher Musikwissenschaftler.
  • Ernst Glawnig, königlich preußischer Hofrat, Kreis- und Stadtphysikus, Arzt am Arbeits- und Irrenhaus und Ratsmitglied. Geboren am 5. Juli 1749, gestorben am 19. August 1808. 1777 zum Arzt am Arbeitszuchthaus ernannt, war er einer der ersten deutschen Ärzte, die für eine humane Behandlung und regelmäßige ärztliche Versorgung der Geisteskranken und ihrer Zusammenfassung in Landheimen eintraten. Die Stadt ehrte ihn 1825 durch Setzen eines Denksteines (alter evangelischer Friedhof, Südeingang der Trinitatiskirche) und 1912 durch Benennung einer Straße.
  • Johannes Heermann, (1585–1647), der "schlesische Hiob", stammt aus einer Kürschnerfamilie in Daudten bei Wohlau. Er empfing seine Ausbildung in Fraustadt (1602), Breslau und Brieg. Hier wurde er als Schüler des von Rektor Schickfuss geleiteten Gymnasiums am 18. Oktober 1608 im herzoglichen Schloss zum "poeta laureatus" gekrönt. Die Auszeichnung Kaiser Rudolfs II. galt einem erst 23-jährigen Schüler. Heermann wandte sich bereits in seiner Brieger Zeit von der gelehrt-lateinischen religiösen Dichtung ab und fand mit zunehmendem Alter, geläutert durch die leidvollen Jahre der Verfolgung während des Dreißigjährigen Krieges und den Aufgaben, die dem von Jugend an kranken Mann als Pfarrer in Köben gestellt wurden, zum Kirchen- und Erbauungslied, das seine Nähe zur schlesischen Mystik nicht verleugnet.
  • Friedrich von Logau (1604–1655) stammt aus altem schlesischen Adelsgeschlecht. Vom Gymnasium zu Brieg weg wurde er Page der Herzogin Dorothea Sibylla. Nach dem Studium der Rechte lebte er von 1644 an am Brieger Hof bis 1653. Nach der Erbteilung zog er mit Herzog Ludwig IV. nach Liegnitz. Logau war als "der Verkleinernde" Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft (seit 1648). Er verfasste zahlreiche sittlich-vaterländische und satirisch-kulturkritische wie religiöse Sinngedichte von großem kulturgeschichtlichen und dichterischen Wert.
  • Oskar Moll, Akademiedirektor, geboren am 21. Juli 1875 in Brieg, studierte in München und Berlin, seit 1907 in Paris, besonders unter Matisse. 1919 wurde er als Professor an die Breslauer Staatliche Akademie für Kunst und Kunstgewerbe berufen, seit 1925 daselbst Direktor.
  • Heinrich von Mühler, geboren 4. November 1813 in Brieg, 1862 Kultusminister, bekannt als Dichter; "„Grad aus dem Wirtshaus komm ich heraus“. Gestorben 1884.
  • Carl Müller, geboren 1798 in Brieg, gestorben 1840 in Kolonos bei Athen, Begründer der klassischen Archäologie, bekannt durch seine Ausgrabungen. Professor in Göttingen.
  • Heinrich Mützel, Maler und Lithograph, geboren 1797 in Brieg. Er besuchte die Handwerkerzeichenschule in Breslau 1822–1828. Schüler, Freund und Privatsekretär des Gründers dieser Schule, des Hofrats Carl Bach; zeichnete in dessen Auftrage Breslauer Architekturen, die als BACH-MÜTZELsche Sammlung im Breslauer Altertumsmuseum aufbewahrt, hohen künstlerischen und historischen Wert haben. Mützel arbeitete später an der Akademie Berlin und ist 1868 in Gnadenfeld gestorben.
  • Julius Peppel, von 1895 bis 1910 Erster Bürgermeister, geboren am 9. Mai 1851 in Danzig. 1877 Bürgermeister in Stallupönen, 1882 Zweiter Bürgermeister in Liegnitz, 1895 Erster Bürgermeister von Brieg. Ihm verdankt die Stadt eine überraschend schnelle Aufwärtsentwicklung und die Grundlagen für ihr weiteres Gedeihen. Ihre Einwohnerzahl stieg in 15 Jahren von 21.304 auf 29.035. 1896 bis 1905 Ankauf und Eingemeindung großer Gebietsteile von Briegischdorf und Rathau. 1896 bis 1897 Bau der neuen Kasernen. 1897 Vergrößerung der Garnison (Infanterie-Regiment 156 und 157). 1899 bis 1902 Kanalisation, von 1902 ab Neupflasterung der Straßen und Plätze. 1900 Errichtung des Denkmals Kaiser Wilhelm I. 1906 Grundwasserversorgung von Giersdorf her. 1906 bis 1907 Bau des Elektrizitätswerkes. April 1907, Brieg wird kreisfreie Stadt. 1906 bis 1908 Erwerb größerer Gebietsteile von Hermsdorf. 1908 Anlage des Stadtwäldchens, das die dankbare Stadt später ihm zu Ehren "Julius-Peppel-Park" benannte und wo sie ihm kurz nach dem Tode ein Denkmal errichten ließ.
  • Paul Hielscher, Musikdirektor, Professor, Kantor und Organist an der Nikolaikirche, geboren am 5. Februar 1864 in Breslau, Studium in Berlin. 1894 Kantor in Brieg. 1907 Bundesliedermeister beim schlesischen Sängerfest. 1909 bis 1910 Herausgabe des neuen schlesischen Choralbuches (gemeinsam mit Lubrich und Derks). 1913 Preisrichter beim Kaiser-Wettsingen in Frankfurt am Main. 1922 Fachberater für Musik im Auftrag des Kultusministers. Dirigent der Brieger Singakademie und des Männergesangvereins Jung. Erster Vorsitzender des Schlesischen Sängerbundes. Hervorragender Musikpädagoge, der den Ruf Briegs als Musikstadt festigte und großen Einfluss auf das Musikleben der Provinz ausübte.
  • Immanuel Johann Gerhard Schellery, von 1771 bis 1803 Rektor des Brieger Gymnasiums, geboren 22. März 1735 in Ihlow (Sachsen), gestorben 5. Juli 1803 in Brieg. Denkstein mit einem aufgeschlagenem Buch an der Südwestecke der Trinitatiskirche. Verfasser zahlreicher lateinischer Schriften, einer ausführlichen und einer kurzgefassten lateinischen Sprachlehre, einer zweibändigen Umarbeitung der „fundamenta stili cultioris“ von Heineccius und vor allem lateinischer Lexika. Ehrung durch Benennung einer Straße.
  • Wenzel Scherffer von Scherffenstein, geboren 1598 oder 1599 zu Leobschütz, seit 1630 Organist an der Schlosskirche zu Brieg, gestorben 1674. Schlesischer Dichter, Übersetzer des Dedekindschen Sittenbuches „Grobianus“. Hauptwerk: „Geist- und weltliche Gedichte“, Brieg 1656, welches Werk ihm die kaiserliche Dichterkrone verschaffte.
  • Jakob Schickfuß, schlesischer Geschichtsschreiber, von 1604 bis 1613 Rektor des Brieger Gymnasiums.
  • Friedrich Gotthelf Benjamin Schmieder (1770–1838) studierte evangelische Theologie und war Philologe, Buchautor, Schulmann sowie ab 1804 bis zu seinem Tode Rektor des Königlichen Gymnasiums in Brieg.
  • Ewald Gerhard Seeliger,
  • Bartholomäus Stein, geboren 1476 in Brieg, gestorben 1522. Verfasser der "Beschreibung von Schlesien und Breslau 1512". Bartholomäus Stein ist der Mann, der das erste geographische Kolleg an einer deutschen Universität gelesen hat.
  • Johann von Tschech, lebte von 1595 bis 1639. Herzoglicher Rat in Brieg. Bekannter schlesischer Theosoph, Berater der Piastenherzöge.
  • Hermann Weißstein, Geheimer Baurat, geboren 20. November 1854 in Berlin, gestorben 16. Juni 1924 in Brieg. Baustudium in Berlin, München, Wien; Bauinspektor in Ortelsburg und seit 1906 in Brieg. 1908 Gründung des ersten schlesischen Dorfmuseums (Katzbachschlacht-Museum in Dohnau an der Katzbach). 1909 Wiederherstellung der Hedwigskirche und Ausstellung der Piastensärge. 1910 Gründung des Städtischen Museums, dessen Erweiterer und Leiter er bis zu seinem Tode war. 1914 bis 1917 Wiederaufbau staatlicher Domänen in den Bezirken Allenstein und Gumbinnen. Zum Geheimrat ernannt, mit dem roten Adlerorden ausgezeichnet. Bekannter Privatsammler, Stadtverordneter, Mitglied der städtischen Baudeputation, künstlerischer Berater der Baupolizeibehörde, Leiter des Wohnungsamtes, Mitbegründer und Kassenführer der Volkshochschule, Mitglied des Repräsentantenkollegiums der Synagogengemeinde.
  • Ernst Friedrich Zwirner, Dombaumeister, geboren 1802 in Brieg, besuchte bis 1819 das Brieger Gymnasium, wurde Baumeister und vollendete den Kölner Dom.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Mit der deutschen Stadt Goslar wurde 1950 mit den aus Brieg vertriebenen Deutschen eine Patenschaft abgeschlossen. Diese Patenschaft wurde am 7. Mai 2000 als Partnerschaft auf die Stadt ausgedehnt.
  • Seit 1989 besteht eine Städtepartnerschaft mit der deutschen Stadt Eckernförde.
  • seit dem 21. März 2002 mit der tschechischen Stadt Beroun
  • seit 2006 mit der französischen Stadt Bourg-en-Bresse

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Bimler: Das Piastenschloss zu Brieg. Schlesische Burgen und Renaissanceschlösser. Band 2, Breslau 1934.
  • Kurt Bimler: Die schlesischen massiven Wehrbauten. Band 2. Fürstentum Brieg, Kreise Brieg, Ohlau, Strehlen. Breslau 1941.
  • Werner Irrgang: Ältere Geschichte der Stadt Brieg in ihrem schlesischen Umfeld. Band 1, Goslar 1988.
  • Werner Irrgang: Neuere Geschichte der Stadt Brieg. 1740–1980. Band 2, Goslar 1980.
  • Ernst Günther: Illustrierter Führer durch Brieg. Unter besonderer Berücksichtigung heimatlicher Kunstdenkmäler. Mit einem Plan der Stadt. Brieg 1929.
  • Hermann Kunz: Das Schloß der Piasten zum Briege. Ein vergessenes Denkmal alter Bauherrlichkeiten in Schlesien. Brieg 1885.
  • Hermann Kühne: Brieg – Sein Gymnasium und seine Lehrer. Historisches und Anekdotisches. Nienhagen 2001.
  • Sigrid Nitschke: Brieg – Brzeg. … und was bleibt, ist nicht nur die Erinnerung. … a to, co pozostanie nie tylko jest wspomnieniem. Brzeg 1998. (dt. und poln.)
  • Andrzej Peszko, Christian Parma: Brzeg – Miasto z kotwicami w herbie/Stadt mit Ankern im Wappen. Marki 2009. (dt. und poln.)
  • Max Pietruszka: Die letzten Tage von Brieg. Ein Tatsachenbericht aus den Februartagen 1945, Hannover 1952.
  • Heinrich Schoenborn (Hrsg.): Brieg. Ein Führer für Einheimische und Fremde. Mit einem Plane der Stadt, Brieg 1910.
  • Heinrich Schoenborn: Geschichte der Stadt und des Fürstentums Brieg. Ein Ausschnitt aus der Geschichte Schlesiens. Brieg 1907.
  • Maria Szypowska, Andrzej Szypowski: Brzeg. Warszawa 1969. (poln.)
  • Dorothea Tscheschner: Eine schlesische Perle. Brieg, Bauten erzählen …, Berlin 2004.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brzeg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 24. Dezember 2014.
  2. http://www.genealogienetz.de/reg/SCI/Brieg/st-kr/stbrieg.html
  3. Handbuch der Historischen Stätten. Bd. Schlesien. Hrsg. von Hugo Weczerka. Krömer, Stuttgart 1977. S. 54 ff.
  4. Oda Michael: Die Werkmeisterfamilie Bernhard, Peter und Franz Niuron: ihr Wirken in Schlesien, Brandenburg, Sachsen und im Fürstentum Anhalt im Spiegel historischer Quellen. Phil. Diss. Halle-Wittenberg 2006 (online), S. 10 ff.