Brikettfabrik

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Die ehemalige Brikettfabrik Grube Carl
Schematischer Aufbau einer Brikettpresse

Eine Brikettfabrik ist eine mechanische Anlage zur Veredelung von Kohle.

Die Herstellung von Briketts kann aus gesiebtem Braunkohlen- oder Steinkohlenstaub erfolgen. Steinkohlebriketts werden durch Pressen oder Formen hergestellt, wobei Steinkohlenteerpech als Bindemittel verwendet wird. Braunkohlenbriketts werden ohne Bindemittel unter hohem Druck gepresst.

Während Ende des 19. Jahrhunderts Brikettfabriken sehr häufig auf den Betriebsgeländen von Bergwerken errichtet wurden, finden sich heute in Deutschland mit der zum Vattenfall Europe Konzern gehörenden Brikettfabrik Schwarze Pumpe und der zu RWE Power gehörenden Brikettfabrik Wachtberg (Kohleveredlungsbetrieb Frechen), sowie der im Mai 2011 wieder in Betrieb gegangenen Brikettfabrik Deuben der MIBRAG[1], noch drei aktive Brikettfabriken.

Als museale Anlagen und industriehistorische Denkmäler sind folgende Anlagen erhalten:

Von den vielen Brikettfabriken im Ruhrgebiet ist keine Anlage erhalten. Die Brikettfabrik der ehemaligen Zeche Sophia-Jacoba, "SJ Brikett- und Extrazitfabriken GmbH" war die letzte produzierende Steinkohlen-Brikettfabrik Deutschlands. Die Anlage wird bis Anfang 2009 abgerissen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brikettfabriken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Brikettfabrik – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.mibrag.de/?id=3115#