Brings

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Brings (Begriffsklärung) aufgeführt.
Brings
Birlikte - Kundgebung - 1652 - Brings-0843.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock, Kölschrock, Karnevalsschlager, Schlager, Pop
Gründung 1990
Website www.brings.com
Aktuelle Besetzung
Peter Brings
Stephan Brings
Kai Engel
Harry Alfter
Christian Blüm
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[2]
Kasalla
  DE 61 15.06.1992 (9 Wo.)
Hex ’n’ Sex
  DE 68 19.07.1993 (9 Wo.)
Glaube, Liebe, Hoffnung
  DE 72 24.07.1995 (7 Wo.)
Knapp
  DE 61 25.01.1999 (3 Wo.)
Superjeilezick
  DE 40 12.02.2001 (7 Wo.)
Puddelrüh
  DE 32 24.02.2003 (3 Wo.)
Poppe, Kaate, Danze
  DE 86 26.01.2004 (1 Wo.)
Su lang mer noch am Lääve sin
  DE 82 17.01.2005 (3 Wo.)
Hay! Hay! Hay!
  DE 89 29.01.2007 (1 Wo.)
Rockmusik
  DE 89 08.12.2008 (2 Wo.)
Dat is geil
  DE 7 29.07.2011 (… Wo.)  [1]
Dat wor geil – 20 Jahre Brings
  DE 38 09.12.2011 (… Wo.)
Leise rieselt der Schnee
  DE 44 07.12.2012 (… Wo.)
Singles[2]
Nur mer zwei
  DE 56 17.06.1991 (12 Wo.)
Superjeilezick
  DE 50 05.02.2001 (21 Wo.)
Wenn et funk
  DE 74 21.01.2002 (5 Wo.)
Puddelrüh
  DE 64 20.01.2003 (5 Wo.)
Su lang mer noch am Lääve sin
  DE 61 31.01.2005 (… Wo.)
Fußball ist unser Leben
  DE 57 20.03.2006 (4 Wo.)
Nur nicht aus Liebe weinen
  DE 34 19.11.2007 (13 Wo.)
Man müsste noch mal 20 sein
  DE 70 02.03.2009 (2 Wo.)
Halleluja
  DE 23 25.01.2010 (10 Wo.)
Poppe, Kaate, Danze
  DE 82 01.03.2010 (1 Wo.)
Wir wollen niemals auseinandergeh’n
  DE 89 22.11.2010 (1 Wo.)
Dat is geil
  DE 85 02.03.2012 (1 Wo.)
Funkemarieche (ft. Carolin Kebekus)
  DE 73 22.02.2013 (1 Wo.)
Kölsche Jung
  DE 26 25.10.2013 (… Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Brings ist eine Kölner Mundart-Band. Die meisten Titel werden in kölscher Sprache vorgetragen. Die Band machte sich zunächst als Rockband einen Namen und sang sowohl Kölsch als auch seit 1995 Hochdeutsch. Nach dem Erfolg des Titels Superjeilezick 2001 spezialisierte sie sich auf kölsche Schlager und Stimmungshits.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die Band wurde 1990 von den Brüdern Peter (* 8. September 1964 in Köln)[3] und Stephan Brings (* 1. September 1965 in Köln)[4], Harry Alfter (* 5. August 1964 in Bonn)[5] und Matthias Gottschalk gegründet. Heute besteht sie aus Harry Alfter, Christian Blüm (Sohn von Norbert Blüm), den Brüdern Peter und Stephan Brings (Söhne von Rolly Brings) und Kai Engel (Sohn von Tommy Engel, Gründungsmitglied der Bläck Fööss).

Anfänge[Bearbeiten]

1991 erschien das Debütalbum Zwei Zoote Minsche. Inhaltlich war die Band um Abgrenzung bemüht. Peter Brings sagte rückblickend: „Jeder direkte Bezug zu Köln wäre tödlich gewesen. Da hätten wir uns gleich zur Prunksitzung mit Prinz Karneval anmelden können.“[6] 1992 erschien das Album Kasalla; 1993 das dritte Album Hex’n’Sex. Die Band startete sehr erfolgreich, unter anderem 1993 mit einem Auftritt bei Rock am Ring. Ein Höhepunkt war eine nahezu ausverkaufte Kölner Sporthalle im gleichen Jahr. Vor einem großen Publikum spielten Brings auch beim Start ins Wildall, der Eröffnungsveranstaltung von SWR3 auf dem Baden-Airpark sowie zum zweiten Mal bei Rock am Ring am 30. Mai 1993. Hinzu kamen mehrfach Auftritte im Rahmen der WDR-Sendung Rockpalast. Als Vorgruppe spielten Brings unter anderem bei Tourneen von AC/DC, Tom Petty und Simple Minds.

Der erste große Hit war der Titel Nur mer zwei, der Platz 56 in den deutschen Charts erreichte. Weitere bekannte Titel aus dieser Zeit sind Niemols im Lääve, Ehrenfeld, Bis ans Meer, das als Filmmusik für Knockin’ on Heaven’s Door im Gespräch war, und auch das sozialkritische Handvoll ze fresse, das bei SWR3 zum „Song des Jahres“ gewählt wurde. In dem Film Knockin’ on Heaven’s Door hatte Peter Brings einen Kurzauftritt als Krankenpfleger.

Brings setzt sich auch für politische Ziele ein. Bekanntestes Beispiel ist die AG Arsch huh mit dem dazugehörigen Konzert auf dem Kölner Chlodwigplatz im Jahr 1992 vor mehr als 100.000 Zuschauern. Die Alben Zwei Zoote Minsche, Kasalla und Fünf bzw. Fünf+4 wurden von dem langjährigen BAP-Gitarristen Klaus Heuser produziert. Für knapp zeichnet der u. a. als Juror der Castingshow Popstars bekannt gewordene Dieter Falk als Produzent verantwortlich.

Stiländerung[Bearbeiten]

Nachdem es ruhiger um die Band geworden war, kam im Jahr 2000 mit dem an Those Were the Days angelehnten Lied Superjeilezick der bisher größte Erfolg. Insbesondere im Kölner Karneval wurde das Stück, das eigentlich nur als Geburtstagsständchen für die Band gedacht war, ein Dauerbrenner. 2001 produzierten sie zusammen mit den Wise Guys den Song Stolz für deren Album Ganz weit vorne. Nach dem Überraschungserfolg von Superjeilezick kam es zu einer erheblichen und heftig diskutierten Änderung des musikalischen Stils weg vom klassischen Rock hin zu Party- und Stimmungsmusik, häufig mit typischen Polka-Elementen. 2003 spielten Brings u.a. auf dem UZ-Pressefest. In der Karnevalssession 2004 landete die Band mit Poppe, Kaate, Danze einen weiteren Hit. 2005 komponierte die Band das Lied Hoch, Höher, Haie für den Eishockeyverein Kölner Haie, das seitdem als inoffizielle Hymne des Vereins gilt. Ein Jahr später wurde anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland der 1974 von Jack White mit der Nationalmannschaft produzierte Schlager Fußball ist unser Leben neu aufgelegt und zu einem weiteren Erfolg. Die Single konnte sich vier Wochen lang in der Hitparade behaupten.

Am 24. November 2006 erschien die Single Hay! Hay! Hay!, die Musik wurde von Verka Serduchkas Song Gop-gop übernommen. Das Stück, das zuweilen als Verherrlichung und Verharmlosung von Drogenkonsum ausgelegt wird,[7] spielt Brings nach Absprache mit dem Festkomitee Kölner Karneval nicht mehr auf Karnevalsveranstaltungen. Das Album Hay! Hay! Hay! kam am 12. Januar 2007 in den Handel. Für die Session 2007/2008 veröffentlichte Brings eine Coverversion von Zarah Leanders Nur nicht aus Liebe weinen. Mit dieser Single erreicht die Band eine Platzierung in den Top 50 der Media Control Charts. Mit dem Kölner Dreigestirn präsentierte Brings während dieser Session ihren neuen und rockig aufbereiteten Karnevalsschlager Su ne Daach, su schön wie hück, su ne Daach kütt nie zoröck. In der Karnevalssession 2008/2009 stellte Brings die Titel Mama wir danken dir und Immer widder vor. Ihr Album Rockmusik erschien am 21. November 2008. Es enthält einige bereits zuvor als Single veröffentlichte Titel und knüpft stilistisch an die karnevalistisch geprägten Alben der letzten Jahre an. Peter Brings unterstützt als Sänger die Kölner Band Schmackes beim Titelsong ihrer Maxi-CD Fastelover und nahm mit dieser Formation an der Närrischen Hitparade 2008 des WDR teil.

Nachdem Brings außerhalb der Karnevalssession vor allem im Umkreis von Köln bzw. im Rheinland unterwegs sind, führte die Band die Tournee 2008 auf Initiative des Köln-Münchner Karnevalsverein e. V. auch nach München. Binnen sechs Wochen nach Vorverkaufsstart im Januar 2008 waren alle 700 verfügbaren Tickets verkauft – die Band konnte nach langer Zeit wieder an frühere Erfolge außerhalb des Rheinlands anknüpfen. Zum 20-jährigen Bestehen der Band gab die Gruppe am 16. Juli 2011 im ausverkauften Kölner Rhein-Energie-Stadion vor 50.000 Zuschauern ein Open-Air-Konzert.[8]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1991: „Zwei Zoote Minsche“
  • 1991: „Zweschedurch“ (Mini-Album)
  • 1992: „Kasalla“
  • 1993: „Hex ’n’ Sex“
  • 1995: „Glaube, Liebe, Hoffnung“
  • 1996: „Zweschedurch II“ (Mini-Album)
  • 1997: „Fünf“
  • 1997: „Fünf+4“
  • 1997: „Live“
  • 1999: „Knapp“
  • 2001: „Superjeilezick“
  • 2003: „Puddelrüh“
  • 2004: „Poppe, Kaate, Danze“
  • 2005: „Su lang mer noch am Lääve sin“
  • 2007: „Hay! Hay! Hay!“
  • 2007: „Kasalla (digital remastert)“
  • 2007: „Das Beste von 90–97“
  • 2007: „Live (digital remastert)“
  • 2007: „Best Of“
  • 2008: „Rockmusik“
  • 2011: „Dat is geil“
  • 2011: „Dat wor geil – 20 Jahre Brings“ (Livealbum)
  • 2012: „Leise rieselt der Schnee“
  • 2013: „Leise rieselt der Schnee 2“
  • 2014: „14“

Singles[Bearbeiten]

  • 1991: „Katharina“
  • 1991: „Nur mer zwei“
  • 1991: „Schenk dir mi Hätz“
  • 1992: „Ali“
  • 1992: „Loss di Hoor eraf“
  • 1992: „Nix is verjesse“
  • 1993: „Du bist“
  • 1993: „Ehrenfeld“
  • 1993: „Lass die Maske fallen“
  • 1993: „Will nur dich“
  • 1995: „Fleisch und Blut“
  • 1995: „Heimat“
  • 1995: „Luftschlösser“ (Promo)
  • 1997: „Bis ans Meer“
  • 1997: „Niemols im Lääve/Bis ans Meer“
  • 1997: „Fünf“
  • 1999: „Nit alles Jold“
  • 1999: „Was ist mit dir?/Marie“
  • 1999: „Knapp“ (Promo)
  • 2001: „Superjeilezick“
  • 2002: „Wenn et funk“
  • 2002: „Puddelrüh/Dräume jon“ (Promo)
  • 2002: „Wenn et funk“ (Promo)
  • 2003: „Poppe, Kaate, Danze“
  • 2003: „Puddelrüh“
  • 2004: „Lang vorbei/Schnee vum letzte Johr“
  • 2004: „Su lang mer noch am Lääve sin“
  • 2005: „Alle Mann“
  • 2005: „Hoch, Höher, Haie“
  • 2005: „Man müsste noch mal 20 sein“
  • 2006: „Fußball ist unser Leben“
  • 2006: „Hay! Hay! Hay!“
  • 2007: „Nur nicht aus Liebe weinen“
  • 2008: „FC is unser Jeföhl“
  • 2010: „Halleluja“
  • 2010: „Wir wollen niemals auseinandergeh’n“
  • 2010: „Plastikstään“ (live)
  • 2011: „Dat is geil“
  • 2011: „Die längste Brings Single der Welt“
  • 2012: „Halleluja feat. Lukas Podolski“
  • 2013: „Die Nacht“
  • 2013: „Funkemarieche“ (featuring Carolin Kebekus)
  • 2013: „Kölsche Jung“
  • 2014: „Polka, Polka, Polka“

Wiederveröffentlichungen und Best-of-Alben[Bearbeiten]

Am 18. Mai 2007 erschien bei EMI 15 Jahre nach Erstveröffentlichung eine digital aufbereitete Neuauflage ihres zweiten Albums, Kasalla. Auf dieser Doppel-CD sind zusätzlich zum Umfang des ursprünglichen Albums die Titel der limitierten CDs Zweschedurch und Zwischendurch II sowie ein Video, Songkommentare und eine Fotogalerie enthalten. Im selben Jahr erschien eine digital aufbereitete CD, die Live-Aufnahmen enthält. Das Live-Album entstand ursprünglich in Zusammenarbeit mit dem SWR. Fast zeitgleich wurden von der EMI zwei Best-of-Versionen der durch Rockmusik geprägten Jahre 1990 bis 1997 veröffentlicht. Der Unterschied zwischen Einzel- und Doppel-CD besteht in der zweiten CD, die als Bonus ältere B-Seiten und Videos enthält.

Neben dieser Auswahl veröffentlichte das BMG-Label Na klar! ein aktuelleres Best-of-Album mit den Party-Hits und Schlagern der Jahre seit 2001. Bis auf den Titel Superjeilezick sind auf diesem Album keine Titel der bei der BMG erschienenen rocklastigen Alben knapp und Superjeilezick berücksichtigt worden. Bis 1997 wurden alle Titel von EMI veröffentlicht, anschließend bis 2007 von BMG.

Filmografie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.emimusic.de/presse/3719 am 30. Juli 2011
  2. a b Chartplatzierungen Deutschland (Details)
  3. Brings Bandmitglieder: Peter Brings, bonsound.de. Abgerufen 4. April 2014.
  4. Brings Bandmitglieder: Stephan Brings, bonsound.de. Abgerufen 4. April 2014.
  5. Brings Bandmitglieder: Harry Alfter, bonsound.de. Abgerufen 4. April 2014.
  6. Langen, Andreas: Brings AMTLICH, HEEL 1999, ISBN 3-89365-689-8
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatÄrger um den neuen Brings-Song „Hay! Hay! Hay!“ Stadt Köln, abgerufen am 6. Oktober 2008.
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Format50 000 feiern Brings im Stadion. Westdeutsche Zeitung, abgerufen am 19. Juli 2010.
  9. SK Kölsch, Folge 4x02 „Götterdämmerung“ auf episodeworld.com

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brings – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien