Britische Eishockeynationalmannschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

Verband Ice Hockey UK
Weltrangliste Platz 21
Trainer Paul Thompson
Co-Trainer Rob Wilson
Meiste Spiele David Longstaff (91)
Meiste Punkte Tony Hand (100)
Statistik
Erstes Länderspiel
Großbritannien 3:0 Schweiz
Chamonix, Frankreich; 23. Januar, 1909
Höchster Sieg
Großbritannien 26:0 Neuseeland
Geel, Belgien; 16. März, 1989
Höchste Niederlage
Jugoslawien 21:1 Großbritannien
Barcelona, Spanien; 25. März, 1979
Olympische Spiele
Teilnahmen vier, seit 1924
Bestes Ergebnis Olympiasieger (1936)
Weltmeisterschaft
Teilnahmen seit 1930
Bestes Ergebnis Weltmeister (1936)
(Stand: 9. Januar 2011)

Die Britische Eishockeynationalmannschaft vertritt den britischen Eishockeyverband Ice Hockey UK auf internationaler Ebene. Die Mannschaft der Männer wird nach der Weltmeisterschaft 2013 in der IIHF-Weltrangliste auf Platz 22 geführt. Das Land wurde bislang je ein Mal Olympiasieger und Weltmeister, sowie vier Mal Europameister.

Geschichte[Bearbeiten]

Großbritannien gehörte in den ersten fünf Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zu den stärksten Eishockeynationalen weltweit. Vor allem auf europäischer Ebene konnte die Nationalmannschaft einige Erfolge erzielen. Die Eishockey-Europameisterschaft konnte das Land bei ihrer ersten Ausgabe 1910 auf Anhieb vor der Konkurrenz aus Deutschland, Belgien und der Schweiz gewinnen, nahm an den folgenden eigenständigen EM-Turnieren jedoch nicht mehr teil. Zwischen 1924 und 1948 nahm die Nationalmannschaft Großbritanniens an insgesamt vier olympischen Eishockeyturnieren teil. Einzig auf die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 1932 verzichtete man wie viele andere europäische Länder aus Kostengründen.

Ihren größten Erfolg und einen der größten Erfolge in der Eishockeygeschichte überhaupt erreichte die britische Eishockeynationalmannschaft, als sie die Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen gewann. Da diese gleichzeitig als Weltmeisterschaft und Europameisterschaft gewertet wurde und die Briten auch nach Abziehen der Spiele gegen außereuropäische Mannschaften jeweils die Ranglisten anführte, wurden sie Olympiasieger, sowie Welt- und Europameister in einem. Diesen Erfolg konnte anschließend nur die Sowjetunion wiederholen. Zuvor hatte die Nationalmannschaft bereits 1924 eine olympische Bronzemedaille und ebenso die Bronzemedaille der Weltmeisterschaft und wurde 1928 Dritter bei der Eishockey-Europameisterschaft. Bis 1950 gewann Großbritannien zahlreiche weitere Medaillen auf internationaler Ebene, darunter die Europameistertitel 1937 und 1938 als bestes europäisches Team bei der Weltmeisterschaft.

Insgesamt gewann Großbritannien bei Olympischen Spielen eine Gold- und eine Bronzemedaille, bei Weltmeisterschaften eine Goldmedaille, sowie je zwei Silber- und Bronzemedaillen und bei Europameisterschaften vier Gold- und zwei Silbermedaillen, sowie eine Bronzemedaille.

Seit den 1950er Jahren konnte Großbritannien im Eishockey nicht mehr an die Erfolge der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anknüpfen. Es dauerte von 1962 bis 1994 32 Jahre bis die Nationalmannschaft wieder in der Top Division der Eishockey-Weltmeisterschaft antrat, jedoch folgte der direkte Wiederabstieg und seither spielt die Nationalmannschaft in der Division I (früher B-WM).

Seit den 2000er Jahren nimmt die britische Nationalmannschaft regelmäßig an der Euro Ice Hockey Challenge teil.

Platzierungen[Bearbeiten]

Die Britische Mannschaft 1910 bei der ersten Eishockey-Europameisterschaft

Bei den Olympischen Spielen[Bearbeiten]

  • 1920 - nicht teilgenommen
  • 1924 - 3. Platz/ Bronzemedaille
  • 1928 - 4. Platz
  • 1932 - nicht teilgenommen
  • 1936 - 1. Platz/ Goldmedaille
  • 1948 bis 2002 - nicht qualifiziert
  • 2006 - nicht teilgenommen
  • 2010 - nicht qualifiziert
  • 2014 - nicht qualifiziert

Bei den Europameisterschaften[Bearbeiten]

  • 1910 - Goldmedaille
  • 1911 bis 1925 - nicht teilgenommen
  • 1926 - 4. Platz
  • 1927 - nicht teilgenommen
  • 1929 - nicht teilgenommen
  • 1932 - 7. Platz

Bei den Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

  • 1930 - 10. Platz (punktgleich)
  • 1931 - 8. Platz
  • 1933 - nicht teilgenommen
  • 1934 - 8. Platz
  • 1935 - Bronzemedaille
  • 1937 - Silbermedaille
  • 1938 - Silbermedaille
  • 1939 - 8. Platz
  • 1947 - nicht teilgenommen
  • 1949 - nicht teilgenommen
  • 1950 - 4. Platz
  • 1951 - 5. Platz
  • 1952 - 10. Platz (1. B-WM)
  • 1953 - 5. Platz (2. B-WM)
  • 1954 - 1959 - nicht teilgenommen
  • 1961 - 10. Platz (2. B-WM)
  • 1962 - 8. Platz
  • 1963 - 15. Platz (7. B-WM)
  • 1964 - nicht teilgenommen
  • 1965 - 14. Platz (6. B-WM)
  • 1966 - 16. Platz (8. B-WM)
  • 1967 - 1970 - nicht teilgenommen
  • 1971 - 18. Platz (4. C-WM)
  • 1972 - nicht teilgenommen
  • 1973 - 22. Platz (8. C-WM)
  • 1974 - 1975 - nicht teilgenommen
  • 1976 - 21. Platz (5. C-WM)
  • 1977 - 24. Platz (7. C-WM)
  • 1978 - nicht teilgenommen
  • 1979 - 24. Platz (6. C-WM)
  • 1981 - 24. Platz (8. C-WM)
  • 1982 - 1987 - nicht teilgenommen
  • 1989 - 27. Platz (3. D-WM)
  • 1990 - 26. Platz (1. D-WM)
  • 1991 - 21. Platz (5. C-WM)
  • 1992 - 13. Platz (1. C-WM)
  • 1993 - 13. Platz (1. B-WM)
  • 1994 - 12. Platz
  • 1995 - 19. Platz (7. B-WM)
  • 1996 - 16. Platz (4. B-WM)
  • 1997 - 18. Platz (6. B-WM)
  • 1998 - 22. Platz (6. B-WM)
  • 1999 - 18. Platz (2. B-WM)
  • 2000 - 19. Platz (3. B-WM)
  • 2001 - 18. Platz (2. B-WM)
  • 2002 - 23. Platz (4. B-WM)
  • 2003 - 24. Platz (5. B-WM)
  • 2004 - 25. Platz (5. B-WM)
  • 2005 - 23. Platz (4. B-WM)
  • 2006 - 26. Platz (5. B-WM)
  • 2007 - 24. Platz (4. Division I, Gruppe B)
  • 2008 - 23. Platz (4. Division I, Gruppe A)
  • 2009 - 22. Platz (3. Division I, Gruppe B)
  • 2010 - 23. Platz (4. Division I, Gruppe B)
  • 2011 - 19. Platz (2. Division I, Gruppe B)
  • 2012 - 21. Platz (5. Division I, Gruppe A)
  • 2013 - 22. Platz (6. Division I, Gruppe A)
  • 2014 - 26. Platz (4. Division I, Gruppe B)

Britische Olympiasieger 1936[Bearbeiten]

Medaillen Spieler
Gold / Olympiasieger
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
Großbritannien
Alexander Archer, James Borland, Edgar Brenchley, James Chappell, John Coward, Gordon Dailley, John Davey, Carl Erhardt, James Foster, Jack Kilpatrick, Archibald Stinchcombe, Robert Wyman

Weblinks[Bearbeiten]