British Aircraft Manufacturing

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Die British Aircraft Manufacturing, früher British Klemm Aeroplane Company, war ein britischer Flugzeughersteller aus Hanworth, Middlesex. Die am London Air Park ansässige Firma wurde Anfang der 1930er Jahre zum Zwecke des Nachbaus von Sportflugzeugen der Firma Klemm Leichtflugzeugbau GmbH gegründet.

Geschichte[Bearbeiten]

British Aircraft Swallow II, Baujahr 1937
British Aircraft Eagle II, Baujahr 1935

Klemm hatte mit der 1927 herausgebrachten Klemm Kl 25 ein leichtes Sportflugzeug entwickelt, das sich auch auf ausländischen Märkten gut verkaufte. Da das Flugzeug auch im Vereinigten Königreich zahlreiche Kunden fand, beschloss der für Großbritannien zuständige Händler Major E. F. Stephen den Aufbau eines Unternehmens zur Lizenzfertigung dieses Typs. Die British Klemm Aeroplane Company entwickelte aus der Klemm Kl 25 die British Klemm Swallow. Hauptsächlich bestanden die Änderungen in der Anpassung an britische Maße und Normen. Zahlreiche Kunden hatten bei der Klemm jedoch auch die mangelhafte Tauschbarkeit von Ersatzteilen kritisiert, die aus der eher handwerklichen Fertigung bei Klemm herrührte.[1] Stephen versuchte durch eine Anpassung der Konstruktion und Fertigung die Maßhaltigkeit der Teile und damit die Austauschbarkeit zu verbessern und britischen Lufttüchtigkeitsnormen zu entsprechen. Der Prototyp der Swallow, ausgerüstet mit einem Pobjoy R-Motor, hatte seinen Jungfernflug im November 1933.[2] In der Serie kam auch der Salmson 9, ebenfalls ein luftgekühlter Sternmotor, zum Einsatz. 1935 kam eine als Swallow II bezeichnete, verbesserte Version des Typs heraus.

Erste Eigenkonstruktion des Unternehmens war die von G. Handasyde entwickelte British Klemm Eagle. Das der Klemm Kl 32 ähnliche, allerdings mit einem Einziehfahrwerk ausgerüstete Flugzeug hatte seinen Erstflug zu Beginn des Jahres 1934. Eine Maschine dieses Typs nahm 1934 am MacRobertson-Luftrennen von London nach Melbourne teil. Der Flugzeugführer, Flight Lieutenant. G. Shaw, musste das Rennen jedoch in Bushir aufgeben. Flugzeuge dieses Typs nahmen außerdem an einigen Rennen des King’s Cup Race zwischen 1935 und 1937 sowie am Schlesinger Race zwischen England und Südafrika 1936 teil. Die verbesserte Eagle II erschien 1935 zusammen mit der Swallow II. Im gleichen Jahr wurde das Unternehmen in British Aircraft Manufacturing umbenannt.

Die 1935 erschienene British Aircraft Cupid war ein doppelsitziges Trainingsflugzeug mit nebeneinander liegenden Sitzen, von der jedoch lediglich ein Prototyp entstand.[3] Auch die 1936 herausgebrachte British Aircraft Double Eagle war wenig erfolgreich. Von diesem zweimotorigen Flugzeug mit sechs Sitzplätzen entstanden nur drei Exemplare.[4] Eine Double Eagle beteiligte sich ebenfalls am Schlesinger Race 1936, konnte aber ebenso wenig wie die Eagle das Rennen beenden. Da die Firma für die Swallow und die Eagle keine Nachfolger am Markt etablieren konnte, stellte sie Ende der 1930er Jahre die Produktion ein.

Flugzeuge[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe Korell
  2. siehe Jackson
  3. siehe Jackson
  4. siehe Jackson

Literatur[Bearbeiten]

  • A. J. Jackson: British Civil Aircraft since 1919 Volume 1. Putnam, London 1973, ISBN 0-370-10010-7.
  • Dr. Peter Korell: England-Australien – Das längste Luftrennen der Welt. In: Flieger-Revue extra. Ausgabe 6, Müller Buch und Zeitschriften Verlag, 2004.

Weblinks[Bearbeiten]