Britta Heidemann

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Medaillenspiegel
Britta Heidemann auf dem Empfang des Kölner OberbürgermeistersJürgen Roters für Kölner Olympioniken und Paralympics-Athleten
Britta Heidemann auf dem Empfang des Kölner Oberbürgermeisters
Jürgen Roters für Kölner Olympioniken und Paralympics-Athleten
Fechten
DeutschlandDeutschland Deutschland
Olympische Ringe Olympische Spiele
Silber GriechenlandGriechenland 2004 Athen Degen-Mannschaft
Gold China VolksrepublikVolksrepublik China 2008 Peking Degen
Silber Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich 2012 London Degen
Weltmeisterschaften
Bronze PortugalPortugal 2002 Lissabon Degen
Silber KubaKuba 2003 Havanna Degen-Mannschaft
Bronze DeutschlandDeutschland 2005 Leipzig Degen-Mannschaft
Bronze ItalienItalien 2006 Turin Degen-Mannschaft
Gold RusslandRussland 2007 St. Petersburg Degen
Bronze RusslandRussland 2007 St. Petersburg Degen-Mannschaft
Bronze China VolksrepublikVolksrepublik China 2008 Peking Degen-Mannschaft
Bronze TurkeiTürkei 2009 Antalya Degen-Mannschaft
Silber FrankreichFrankreich 2010 Paris Degen-Mannschaft
Bronze UngarnUngarn 2013 Budapest Degen
Silber RusslandRussland 2014 Kasan Degen
Europameisterschaften
Bronze TurkeiTürkei 2006 Izmir Degen-Mannschaft
Bronze BelgienBelgien 2007 Gent Degen
Silber UkraineUkraine 2008 Kiew Degen-Mannschaft
Gold BulgarienBulgarien 2009 Plowdiw Degen
Silber Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich 2011 Sheffield Degen

Britta Heidemann (* 22. Dezember 1982 in Köln) ist eine deutsche Fechterin des TSV Bayer 04 Leverkusen. 2007 wurde sie in St. Petersburg Weltmeisterin mit dem Degen, 2008 Olympiasiegerin in Peking, 2009 wurde sie Europameisterin in Plowdiw.

Leben[Bearbeiten]

Heidemann besuchte das Apostelgymnasium in Köln. Mitte der 1990er Jahre fuhr sie zum ersten Mal mit ihrer Familie nach China. Zu Beginn der Oberstufe ging sie dann im Sommer 1998 für drei Monate nach Peking. Nach ihrem Abitur absolvierte sie dort 2001 auch ein Praktikum bei der Bayer AG. Heidemann absolvierte im Jahr 2008 erfolgreich ein Studium der Regionalwissenschaften China[1] an der Universität Köln.[2] Ihre Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung alternativer Energien in China, besonders der Windkraft, und deren rechtlichen Rahmenbedingungen.[3] Heidemann wohnt zurzeit in Köln. Sie spricht fließend Chinesisch.[2] Sie arbeitet freiberuflich als Unternehmensberaterin für die Bereiche China, erneuerbare Energien, Sport und Management. Darüber hinaus engagiert sie sich sozial in vielen Bereichen. So ist Britta Heidemann u. a. Schirmherrin der Sozialkampagne "Kinderträume 2011" des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Seit 2010 ist sie zudem Kuratoriumsmitglied der Bundesliga-Stiftung, die sich für sozial Schwache und Benachteiligte sowie die deutschen Nachwuchssportler einsetzt. Im Jahr 2009 wurde sie mit dem Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport geehrt.

Sportliche Karriere[Bearbeiten]

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten]

Mit 14 Jahren hatte Britta Heidemann relativ spät den ersten Kontakt mit dem Fechtsport. Schon vorher war sie eine erfolgreiche Leichtathletin und Schwimmerin. Über den Friesenkampf wurde sie ab 1995 an das Florettfechten herangeführt. Fünfmal wurde sie Deutsche Friesenkampf-Meisterin. Zwei Jahre später wechselte sie zum Degenfechten. Bis zum Jahr 2000 nahm sie am modernen Fünfkampf teil, erst Ende 2000 begann sie sich auf das Fechten zu spezialisieren. Bereits ein Jahr später wurde dies mit internationalen Titeln belohnt.

Erfolge im Degenfechten[Bearbeiten]

2001 wurde sie Vize-Juniorenweltmeisterin und Junioren-Europameisterin. 2002 wurde sie Weltmeisterschafts-Dritte, 2003 Weltmeisterschafts-Zweite mit der Mannschaft. 2004 belegte sie den dritten Platz im Mannschafts-Weltcup. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen erreichte sie in der Mannschaft mit Claudia Bokel und Imke Duplitzer Silber hinter der Mannschaft aus Russland. 2007 wurde sie Weltmeisterin im Einzel in Sankt Petersburg. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann sie im Einzelwettbewerb die Goldmedaille. Ein Jahr später, im Jahr 2009 sicherte sich Heidemann mit dem Europameistertitel das Triple und ist somit die erste Degenfechterin, die alle drei großen Titel gleichzeitig innehatte. Neben dieser einmaligen Leistung erzielte Heidemann auch zahlreiche Erfolge bei Weltcupturnieren.

Im Jahr 2011 gewann Heidemann ihre erste Deutsche Meisterschaft im Degenfechten.[4]

2012 erreichte sie erneut das Finale im Degenfechten bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London, verlor aber in der Verlängerung und gewann somit am dritten Wettkampftag Silber, die erste deutsche Medaille bei diesen Olympischen Spielen.[5]

2013 gewann Heidemann bei den Weltmeisterschaften in Budapest Bronze im Einzel, 2014 Silber in Kasan.

Sonstiges[Bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten]

  • 2008: „Felix“ als „Sportlerin des Jahres“ von Nordrhein-Westfalen
  • 2008: Auszeichnung als „Kölner Sportlerin des Jahres“
  • 2009: Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport
  • 2012: Silbernes Lorbeerblatt[10]
  • 2012: „Felix“ als „Sportlerin des Jahres“ von Nordrhein-Westfalen
  • 2013: Auszeichnung als „Kölner Sportlerin des Jahres 2012“[11]

Werke[Bearbeiten]

  • Erfolg ist eine Frage der Haltung: Was Sie vom Fechten für das Leben lernen können., Ariston, München 2011, ISBN 978-3-424-20061-4
  • Willkommen im Reich der Gegensätze: China hautnah, Bastei Lübbe, Köln 2014, ISBN 978-3785725177

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Britta Heidemann – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview im ZDF-Morgenmagazin vom 11. März 2008
  2. a b Fragebogen: Britta Heidemann - 13 Fragen. focus.de, 11. August 2008, abgerufen am 15. Mai 2012.
  3. Britta Heidemann Biographie. britta-heidemann.de, abgerufen am 30. Juli 2012.
  4. Heidemann und Kneip Deutsche Degen-Meister 2011. fechten.org/Deutscher Fechterbund, abgerufen am 8. Dezember 2011.
  5. Silber für Heidemann: Riesiger Eklat um Deutschlands erste Medaille. Welt Online, 30. Juli 2012, abgerufen am 30. Juli 2012.
  6. Fechterin Britta Heidemann: Allez! spiegel.de, 24. November 2009, abgerufen am 30. Juli 2012.
  7. Broschüre der Bundesliga-Stiftung. bundesliga-stiftung.de, 10. Mai 2010, S. 47, abgerufen am 30. Juli 2012 (PDF; 6,8 MB).
  8. Felix 2012: Gewinner 2008. nrw-sportlerdesjahres.de, abgerufen am 30. Juli 2012.
  9. Startschuss für Kampagne „Bewegung gegen Krebs“. Deutsche Krebshilfe, 11. März 2014, abgerufen am 17. März 2014.
  10. Silbernes Lorbeerblatt 2012. Abgerufen am 8. November 2012.
  11. Kölns Sportlerin des Jahres 2012. 24. Februar 2013, abgerufen am 24. Februar 2013.