Britzer Verbindungskanal

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Der Britzer Verbindungskanal (BVK) ist eine Bundeswasserstraße der Wasserstraßenklasse IV mit Einschränkungen in Berlin und gehört rechtlich zum Teltowkanal.[1] Bis zum 30. März 1992 wurde er Britzer Zweigkanal genannt. Die Wasserstraße ist eine Abkürzung für die Schifffahrt vom Teltowkanal direkt zur Spree-Oder-Wasserstraße (Treptower Spree) und zu den Häfen im Innenstadtbereich. Der Kanal ist 3,39 Kilometer[2] lang und wurde zwischen 1900 und 1906 erbaut. Zuständig für die Verwaltung ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin.

Auch am Britzer Verbindungskanal gab es, wie am Teltowkanal, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs eine elektrische Treidelbahn. Die Gesamtwasserfläche des Kanals beträgt 11,7 Hektar.

Am Kanalufer erinnert eine Stele an Chris Gueffroy, den letzten an der Mauer von DDR-Grenzwächtern erschossenen Flüchtling. Er kam am 5. Februar 1989, nur wenige Monate vor Öffnung der Mauer, bei seinem Fluchtversuch von Ost- nach West-Berlin am Kanal ums Leben.

Der Britzer Verbindungskanal auf einer Karte der Wasserstraßen in der Region Berlin

Liste der Brücken über den Britzer Verbindungskanal[Bearbeiten]

Die Liste der Brücken über den Britzer Verbindungskanal führt alle vorhandenen Brücken auf. Die Liste fasst die vorhandenen Brücken tabellarisch zusammen. Aufgenommen sind nur die in den Quellen (Literatur und Weblinks) dokumentierten Brücken. Die Nummerierung (Spalte 1) und Kilometrierung (Spalte 2) erfolgt vom Abzweig aus dem Teltowkanal bis zur Spree in Berlin-Treptow. Die Nummerierung folgt den Angaben der Schifffahrtskarten, wobei neu hinzugekommene Brücken den Zusatz des Kleinbuchstabens a bekamen bzw. die ersten Brücken die Nummern 00 und 0 erhielten. Die Kilometrierung des Teltowkanals wird dabei fortgeführt und die Angaben ebenfalls mit dem Zusatz des Kleinbuchstabens a versehen. Der Kanal beginnt mit dem Kilometer 28,320a am Abzweig aus dem Teltowkanal und endet an der Treptower Spree (SOW-km 26,43) mit dem Kilometer 31,705a. In der Spalte 3 sind die meisten Brücken im Bild dokumentiert. Die vierte Spalte enthält die Brückennamen, wobei namenlose Brücken in Klammern gesetzt sind. Darunter sind die Berliner Ortsteile angegeben, in denen sie liegen. Die Textspalte „Anmerkungen“ nennt die wichtigsten Daten der Brücken und gegebenenfalls ihre ehemaligen Namen und gibt zudem Aufschluss über die Namensgebung. Die sechste und letzte Spalte verlinkt die Koordinaten der Bauwerke.

Nummer km Fotos Name der Brücke / Ort Anmerkungen Koordinaten
00
28,400a Autobahnbrücke A 113
Autobahnbrücke A 113,
Mai 2009
(Autobahnbrücke A 113)
Neukölln
Die namenlose Bogenbrücke mit aufgehängter Brückentafel wurde 2001/2002 aus Stahl (Bogen) und Stahlbeton (Fahrbahnplatte) als Teil der A 113 erbaut. Die Bogenspannweite beträgt 112,10 m, die Brückenfläche 3900 m² und die Überbaubreite 34,74 m. Den Amtsentwurf besorgten Leonhardt, Andrä und Partner (LAP), die Architektur die Planungsgruppe Professor Laage und die Tragswerkplanung Meyer + Schubart.[3] Das Bauwerk überspannt den Britzer Verbindungskanal an dessen Mündung in den Teltowkanal. Gegenüber liegt der Hafen Britz-Ost. Im Norden zweigt der Neuköllner Schiffahrtskanal ab. 52° 27′ 34″ N, 13° 27′ 27″ O
0
29,352a Blick von der Britzer-Allee-Brücke auf den Verbindungskanal Britzer-Allee-Brücke
Neukölln
Die Britzer-Allee-Brücke führt die Chris-Gueffroy-Allee (ehemals: Britzer Allee) über den Britzer Verbindungskanal. 52° 27′ 32″ N, 13° 28′ 19″ O
1
29,820a Die Baumschulenbrücke Januar 1950
Die Baumschulenbrücke
Januar 1950
Baumschulenbrücke
Baumschulenweg
Die Baumschulenbrücke[4] führt die Baumschulenstraße über den Kanal. Die Brücke entstand 1904 als stählerne Fachwerkbrücke im Zusammenhang mit dem Bau des Kanals. 52° 27′ 32″ N, 13° 28′ 44″ O
1a
30,300a Die Südostalleebrücke
Die Südostalleebrücke
Juli 2009
Südostalleebrücke
Baumschulenweg
Die Südostalleebrücke[5] führt die Südostallee über den Britzer Verbindungskanal. Erbaut wurde sie 1999 als stählerne Stabbogenbrücke mit nur einem obenliegenden Bogen. 52° 27′ 35″ N, 13° 29′ 10″ O
2
30,800a Die Kiefholzbrücke
Die Kiefholzbrücke
Juli 2009
Kiefholzbrücke
Baumschulenweg
Die Kiefholzbrücke[6] führt die Kiefholzstraße über den Britzer Verbindungskanal. Gebaut wurde sie in dieser Form 1972/73 als stählerne Balkenbrücke. In den Jahren 1997/98 erfolgte ein grundlegender Umbau. 52° 27′ 45″ N, 13° 29′ 29″ O
3
31,090a Bahnbrücke Britzer Verbindungskanal (Berlin-Baumschulenweg 2011) 1165-1045-(120).jpg
Die neue Eisenbahnbrücke
am 12. Juni 2011
(Eisenbahnbrücke)
Baumschulenweg
52° 27′ 53″ N, 13° 29′ 37″ O
4
31,310a Bundesarchiv Bild 183-D1006-0012-001, Berlin, Treptow, Margraffbrücke.jpg
Die Marggraffbrücke
am 6. Januar 1965
Marggraffbrücke
Baumschulenweg / Niederschöneweide
Die Marggraffbrücke[7] führt die Köpenicker Landstraße / Schnellerstraße über den Britzer Verbindungskanal. Sie gehören zur B 96a. Errichtet wurde sie als Balkenbrücke in Spannbetonbauweise in der Zeit von 1963 bis 1965. 52° 27′ 59″ N, 13° 29′ 43″ O

Verwandte Themen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-J. Uhlemann: Berlin und die Märkischen Wasserstraßen transpress Verlag Berlin div. Jahrgänge ISBN 3-344-00115-9
  • Schriften des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V. div. Jahrgänge. WESKA (Westeuropäischer Schifffahrts- und Hafenkalender), Binnenschifffahrts-Verlag GmbH Duisburg-Ruhrort, (keine ISBN)
  • Folke Stender: Redaktion Sportschifffahrtskarten Binnen 1 Nautische Veröffentlichung Verlagsgesellschaft ISBN 3-926376-10-4.
  • W. Ciesla, H. Czesienski, W. Schlomm, K. Senzel, D. Weidner (Autorenkollektiv): Schiffahrtskarten der Binnenwasserstraßen der Deutschen Demokratischen Republik 1:10.000, Band 4 Herausgeber: Wasserstraßenaufsichtsamt der DDR, Berlin 1988 (keine ISBN)
  • E. Thiemann, D. Desczyk, H. Metzing: Berlin und seine Brücken, Jaron-Verlag, 1.Auflage Berlin 2003 ISBN 3-897730-73-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Britzer Verbindungskanal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verzeichnis E, Lfd. Nr. 57 der Chronik, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  2. Längen (in Kilometer) der Hauptschifffahrtswege (Hauptstrecken und bestimmte Nebenstrecken) der Binnenwasserstraßen des Bundes, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  3. Bogenbrücke über den Britzer Verbindungskanal bei structurae
  4. Die Baumschulenbrücke mit Bldern bei Brückenweb
  5. Die Südostalleebrücke mit Bildern bei Brückenweb
  6. Die Kiefholzbrücke mit Bildern bei Brückenweb
  7. Die Marggrafbrücke mit Bilder in Brückenweb
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing