Brixlegg
| Brixlegg | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Tirol | |
| Politischer Bezirk: | Kufstein | |
| Kfz-Kennzeichen: | KU | |
| Fläche: | 9,1 km² | |
| Koordinaten: | 47° 26′ N, 11° 53′ O47.42916666666711.8775534Koordinaten: 47° 25′ 45″ N, 11° 52′ 39″ O | |
| Höhe: | 534 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.809 (1. Jän. 2012) | |
| Postleitzahl: | 6230 | |
| Vorwahl: | 05337 | |
| Gemeindekennziffer: | 7 05 06 | |
| NUTS-Region | AT335 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Römerstraße 1 6230 Brixlegg |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Ing. Rudolf Puecher (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2010) (15 Mitglieder) |
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| Lage der Marktgemeinde Brixlegg im Bezirk Kufstein | ||
Brixlegg von oben |
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| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Brixlegg ist eine Marktgemeinde (seit 1927) mit 2809 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Kufstein des Bundeslandes Tirol, Österreich. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Brixlegg liegt im Tiroler Unterinntal am Eingang des Alpbachtals. Der Ort stellt eine der ältesten Siedlungsräume des Unterinntals dar. Brixlegg ist über die Inntalautobahn A 12 und die Unterinntalbahn mit S-Bahn-Anschluss erreichbar (siehe Bahnhof Brixlegg. Der Ortsteil Zimmermoos liegt am Hang verstreut mit einigen Bauernhöfen.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
| Radfeld∗ | ||
| Reith im Alpbachtal | Alpbach |
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∗ Radfeld liegt im Inntal hinter Rattenberg, grenzt im Bergland östlich von Rattenberg an
Geschichte [Bearbeiten]
Die erste urkundliche Erwähnung als Prisslech stammt aus der Notitia Arnonis von 788, einem Güterverzeichnis des Salzburger Erzbischofs Arn. Davon ist eine Abschrift aus der Mitte des 12. Jahrhunderts erhalten, das Original ging verloren. Die betreffende Stelle lautet: In pago qui dicitur Inter-Valles, ad Radfeld ecclesia cum territorio, ad Prisslech similiter. (‚Im Gau, der «Zwischen den Tälern» genannt wird: in Radfeld eine Kirche mit Landbesitz, in Brixlegg ebenso‘).[1] Der ‚Zwischentalgau‘ entspricht etwa dem heutigen Unterinntal.[2]
Zur Blütezeit des Kupfererzabbaus stand hier das größte Schmelzhüttenwerk Tirols (landesfürstliche Schmelzhütte, heute Montanwerke).
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Ortsbild weitgehend durch Bombardierungen zerstört. Auch die ca. 150 m lange Eisenbahnbrücke war Ziel mehrerer Bombenabwürfe und wurde letztlich gesprengt.[3] 1948 wurde sie wieder errichtet. Erhalten geblieben sind die Ansitze Grasegg und Lanegg und das Kupferschmiedhaus aus dem 17. Jahrhundert.
Politik [Bearbeiten]
Gemeindevertretung [Bearbeiten]
der Gemeinderathat 15 Sitze: Ing. Rudolf Puecher
- 9 Österreichische Volkspartei (ÖVP) - Liste des Bürgermeisters
- 2 Sozialdemokratische Partei Österreichs (ÖVP) und Parteifreie
- 4 Freiheitliche und Parteifreie Liste Brixlegg
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Brixlegg unterhält eine Partnerschaft mit Aichach in Schwaben, dem Geburtsort von Ludwig Steub.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Unternehmen [Bearbeiten]
Die aus dem Schmelzhüttenwerk hervorgegangenen Montanwerke Brixlegg sind heute die einzige Kupferhütte Österreichs und ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Durch verschiedene Maßnahmen konnten die Emissionen durch das Werk Ende des 20. Jahrhunderts beträchtlich gesenkt werden. heute wird hier kein Kupfer mehr abgebaut, sondern Altkupfer aufgearbeitet.
Weitere Arbeitgeber sind die Textilindustrie (Giesswein), Abfüllung von natürlichem Mineralwasser und Erzeugung von alkoholfreien Getränken (Silberquelle) und der Tourismus (Schwerpunkt im Winter) im Einzugsgebiet der Schigebiete Kramsach und Alpbach. Die heilkräftige Schwefelquelle Bad Mehrn wird für Therapiezwecke genutzt.
Sport [Bearbeiten]
International bekannt ist Brixlegg vor allem in der Skateboard-Szene, da sich in Brixlegg ein Cradle Skatepark befindet, dessen Bauweise in Europa einzigartig ist. Das herausragendste Merkmal des Parks ist der namensgebende Cradle (eine Art halbe Kugel aus Beton in welcher Skateboarder durch die Fliehkraft fast kopfüber fahren können).
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Pfarrkirche Unsere Liebe Frau mit der Friedhofskapelle und den Friedhofsarkaden im Ort
- Filialkirche Hl. Bartholomäus in Bad Mehrn
- Kapelle Mariahilf, auch Maria im Grünwald, östlich auf einem Hügel
- Kapelle auf dem Mühlbichl
- Schwarzenbergkapelle in Zimmermoos
- Wolfenkapelle
- Schloss Lanegg
- Speicherkasten am Innufer
- Ehemaliger Pestfriedhof[4]
- Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseum – widmet sich der historischen Bergbautradition[5]
Vereine [Bearbeiten]
- Die Sportschützen, mit einer eigenen Anlage in Mehrn
- Schützenkompanie Brixlegg
- SPG Brixlegg/Rattenberg/Reith, Fußballclub SPG Brixlegg/Rattenberg/Reith
- Landjugend Jungbauernschaft Brixlegg
- Offroadclub, Club 4x4-Tirol - Offroadvereinigung
- Skatervereinigung, Skate & Board-Club 31
- Tennisclub Brixlegg
- Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseum Brixlegg
- SV Brixlegg (Zweigvereine z. B. Eisstockschießen, Leichtathletik)
- Marktmusikkapelle Brixlegg
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter des Ortes:
- Stephan Eberharter (* 1969), Skirennläufer und Olympiasieger
- Karl Ganzer, (1920–1988), Komponist des Kufsteinlieds
- Anton Geppert (1829–1898), Architekt
- Franz Josef Messner (1896–1945), NS-Widerstandskämpfer und Generaldirektor der Semperit AG
- Hias Rebitsch, (1911–1990), Alpinist
- Karlheinz Töchterle, (* 1949), österreichischer Bundesminister für Wissenschaft und Forschung
Weblinks [Bearbeiten]
- Webseite der Gemeinde
- Eintrag zu Brixlegg in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (auf AEIOU)
- Gemeindedaten von Brixlegg. In: Statistik Austria.
- Eintrag über Brixlegg in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Fritz Lošek: Notitia Arnonis und Breves Notitiae. In: Herwig Wolfram (Hrsg.): Quellen zur Salzburger Frühgeschichte. Wien 2006, S. 9–178.
- ↑ Herwig Wolfram, Institut für Österreichische Geschichtsforschung Wien (Hrsg.): Salzburg, Bayern, Österreich: die Conversio Bagoariorum et Carantanorum und die Quellen ihrer Zeit. Band 31 von Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Ergänzungsband, Oldenbourg Verlag, 1995, ISBN 978-370290404-3, III. Politische Ordnung und Institutionen. Abschnitt Gau und „Gaugenossen“, S. 160 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).
- ↑ 5 Fotos zur Zerstörungen im Jahre 1945, brixlegg.tirol.gv.at
- ↑ Dehio Tirol 1980
- ↑ Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseum Brixlegg
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Katastralgemeinden: Brixlegg | Zimmermoos
Ortschaften: Brixlegg | Mehrn | Zimmermoos
Marktort: Brixlegg | Dörfer: Mariahilfbergl • Mehrn • Mühlbichl | Weiler: Hof • Wiesing • Winkl | Zerstreute Häuser: Zimmermoos | Sonstige Ortslagen: Bad Mehrn • Schloss Lanegg
Zählsprengel: Brixlegg | Brixlegg-Umgebung
