Brocken

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Brocken (Begriffsklärung) aufgeführt.
Brocken
Der Brocken von Torfhaus aus gesehen

Der Brocken von Torfhaus aus gesehen

Höhe 1141,2 m ü. NHN [1]
Lage Sachsen-Anhalt, Deutschland
Gebirge Harz (Hochharz)
Dominanz 224 km → Fichtelberg (Erzgebirge)
Schartenhöhe 856 m ↓ 10 km S Bad Lauterberg[2]
Koordinaten 51° 47′ 57″ N, 10° 36′ 56″ O51.799110.61561141.2Koordinaten: 51° 47′ 57″ N, 10° 36′ 56″ O
Brocken (Sachsen-Anhalt)
Brocken
Gestein Granit
Erschließung Brockenbahn
Besonderheiten
pd3

Der Brocken ist mit 1141,2 m ü. NHN[1] der höchste Berg im Norden Deutschlands und des Mittelgebirges Harz. Er erhebt sich in der Gemarkung des Wernigeröder Ortsteils Schierke im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Der Berg und seine Umgebung zählen zum Nationalpark Harz.

Vom Brocken, einem der beliebtesten Ausflugsziele Deutschlands, kann man bei guten Sichtbedingungen unter anderem bis zum Großen Inselsberg in Thüringen, zum Köterberg im Weserbergland und zum Petersberg nördlich von Halle an der Saale schauen. Bei sehr guter Sicht sind auch das Rothaargebirge (164 km Entfernung) und die Rhön (152 km) sichtbar.[3] Zum Berggipfel fährt seit 1899, mit Unterbrechung infolge der Deutschen Teilung, die schmalspurige Brockenbahn. Auf dem Berg befinden sich mehrere Sendeanlagen.

Geographie[Bearbeiten]

Gipfelstein
Granit auf dem Brocken

Lage[Bearbeiten]

Der Brocken liegt im Hochharz im Nationalpark Harz und im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt. Er erhebt sich im Territorium von Wernigerode, dessen Kernort etwa 12 km nordöstlich des Berggipfels liegt. Etwa 2 km westlich des Gipfels verläuft die Grenze zu Niedersachsen. Am Südostfuß des Brockens liegt der Kurort Schierke.

Etwas nördlich unterhalb des Brockengipfels befand sich bis zum Jahr 1744 der Brockenteich. Im Brockenfeld, westlich des Berges, liegt das Quellgebiet der Fließgewässer Bode, Ecker und Oder, östlich des Berges, im Brockenbett, das der Ilse. Die abgerundete Kuppe des Brockens ist baumfrei, aber mit Zwergstrauchheide bewachsen.

Berghöhe und Nebenkuppen[Bearbeiten]

Die höchste Stelle des Brockens liegt auf 1141,2 m ü. NHN.[1] Bei dieser Höhenangabe bleiben Aufbauten wie Pfeiler, Granitfelsbrocken, etc. unberücksichtigt. Die auf einigen topographischen Karten angegebene Höhe von 1140,7 m bezieht sich auf den Geodätischen Grundnetzpunkt (GGP), welcher der Messung des Erdschwerefelds dient. Dieser liegt nicht auf dem höchsten Punkt des Brockens.[4]

Bereits im Jahr 1849 konnte die natürliche Höhe des Brockens mit exakt 1141,09 m bestimmt werden. In einer erneuten Vermessung 1999 wurde diese Höhe grundsätzlich bestätigt[4] und war somit bis zur Umstellung von Normalnull auf Normalhöhennull die gültige Höhe von 1141,1 m ü. NN.

Die Höhe des Brockengipfels war jedoch bis vor 1989 in den meisten einschlägigen Karten und Büchern mit 1142 m angegeben. Der Grund dieser Annahme war ein bis zur Wende auf dem Brocken stehender meterhoher Granitpfeiler.[4] Um zu der alten Angabe von 1142 m wieder einen Bezug herzustellen, wurden Mitte der 1990er Jahre am höchsten Brockenpunkt Granitfelsbrocken aufgestellt, mit denen die frühere Höhenangabe nicht nur erreicht, sondern um rund einen Meter überschritten wird. An diesem Gipfelstein wurde eine Höhenmarke „1142 m“ angebracht. Diese Höhenangabe auf dem oberen Schild bezieht sich auf die Linie auf dem unteren Schild.[5]

Nebenkuppen des Brockens sind unter anderem die Heinrichshöhe (ca. 1045 m) im Südosten, der Königsberg (1033,5 m) im Südwesten und der Kleine Brocken (1018,4 m) im Norden.

Geologie[Bearbeiten]

Der Brocken und sein Umfeld, das Brockenmassiv, bestehen vorwiegend aus Granit (dem so genannten Brockengranit), einem plutonischen Gestein. Die Granitplutone des Harzes, der Brocken-, der Ramberg- und der Oker-Pluton, entstanden gegen Ende der plattentektonisch verursachten Variszischen Gebirgsbildung im Oberkarbon. Der Dachbereich des Brockenplutons ist dabei mit nur 293 Millionen Jahren ausgesprochen jung[6] und fällt zeitlich bereits ins unterste Perm. Zunächst drangen basische und intermediäre Gesteinsschmelzen in die überlagernden Sedimente ein, kristallisierten dort aus und bildeten Gabbro- und Dioritmassive, beispielsweise den Harzburger Gabbro. Etwas später stiegen mehrfach saure, granitische Schmelzen auf und schufen sich eine große Magmakammer in etwa 3–5 km Tiefe wo sie schließlich ebenfalls auskristallisierten. Der Brockengranit gehört zu den sogenannten S-Typ-Graniten, das heißt, seine Magmen entstand durch die Aufschmelzung von Sedimentgesteinen, die während der Variszischen Orogenese tief (mehr als 10 km) in die Erdkruste versenkt worden waren. Im zirka 1,5 km breiten Grenzbereich zwischen Granit und Nebengestein, der sogenannten Kontaktzone, wurden die weniger tief versenkten Sedimentgesteine in der Umgebung der Magmakammer (überwiegend Grauwacke und Tonschiefer) durch die Hitze der Schmelze (etwa 750°C) in verschiedene Hornfelse umgewandelt. Die Kuppe der Achtermannshöhe besteht aus solchem Hornsfels, der dort heute noch dem Granit auflagert. Durch Erosion im Zuge der Hebung der Harzscholle seit der Oberkreide wurde die Hornfelshülle einschließlich des darüberliegenden Deckgesteins jedoch weitgehend abgetragen, wodurch der Granit großflächig freigelegt wurde. Da der Granit deutlich verwitterungs- und erosionsresistenter ist als die meisten übrigen Harzgesteine, bildet der Ausbiss des Brockenplutons mit dem zentral darin liegenden Brocken heute den am höchsten gelegenen Teil des Harzes mit dem Gipfel des Brockens als höchstem Punkt. Aber auch die Hornfelse, die ebenfalls widerständiger sind als die Sedimentgesteine, aus denen sie hervorgingen, dürften bereits an der Herausmodellierung des Brockenmassivs einen gewissen Anteil gehabt haben.

Erst in jüngster geologischer Zeit, im Quartär entstanden die typischen rundlichen Verwitterungsgebilde („Wollsackverwitterung“) des Granits sowie die Granit-Blockhalden des Brockens. Solche Blockhalden sind in Mitteleuropa außerhalb der Alpen sehr selten und schutzwürdig. Ihre Entstehung erfolgte überwiegend unter periglazialen Bedingungen, das heißt im Zuge der jüngsten Eiszeit. Die heutigen Blockhalden des Brockengranits, aber auch anderer Gesteine im Bereich des Nationalparks Harz, etwa im Odertal, sind daher mindestens 10.000 Jahre alt. Bei ihrer Bildung spielte die physikalische Verwitterung, unter anderem in Form der Frostsprengung, eine entscheidende Rolle. So konnten die riesigen Berge aus locker aufeinandergestapelten Felsbrocken entstehen.[7] 2006 wurden die Granit-Blockhalden des Brockens gemeinsam mit 76 anderen geotouristisch interessanten Geotopen als Nationaler Geotop ausgezeichnet.[8]

Klima[Bearbeiten]

Winterlandschaft (2003)
Brockenwarte im Winter (2001)

Der Brocken ist ein Ort extremer Wetterbedingungen. Aufgrund der exponierten Lage im Norden Deutschlands liegt sein Gipfel oberhalb der natürlichen Waldgrenze. Das Klima auf dem Brocken entspricht aufgrund des kurzen Sommers und sehr langen Winters, der vielen Monate mit geschlossener Schneedecke, der schweren Stürme und niedrigen Temperaturen selbst im Sommer einer alpinen Lage in 1.600–2.200 m Höhe beziehungsweise dem Klima Islands.

Aufgrund des markanten Höhenunterschieds gegenüber dem Umland weist der Brocken als niederschlagsreichster Punkt im nördlichen Mitteleuropa Niederschläge im Jahresdurchschnitt (1961–1990) von 1814 Millimetern auf. Das langjährige Jahrestemperaturmittel beträgt 3,5 °C.[9]

Durch die Wetterwarte wurden folgende extreme Werte gemessen[10]:

  • Die höchste Temperatur betrug 29,0 °C am 20. August 2012.
  • Die tiefste Temperatur betrug −28,4 °C am 1. Februar 1956.
  • Im Jahr 1973 lag an 205 Tagen Schnee.
  • Größte Schneehöhe 380 cm am 14. und 15. April 1970.
  • Die höchste gemessene Windgeschwindigkeit betrug 263 km/h am 24. November 1984.
  • Größte Niederschlagssumme 2335 mm im Jahr 1981.
  • Kleinste Niederschlagssumme 984 mm im Jahr 1953.
  • Längste Sonnenscheindauer 2004,5 Stunden im Jahr 1921.
  • Kürzeste Sonnenscheindauer 972,2 Stunden im Jahr 1912.

Der Brocken hält mit 330 Tagen Nebel im Jahr 1958 den Rekord für die meisten Nebeltage in einem Jahr in Deutschland.[11] Der Brocken weist jährlich durchschnittlich 120 Schneetage auf.[12]

Brocken
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de[13]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für den Brocken
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) -2 -2 0 4 9 12 13 14 11 7 2 -1 Ø 5,6
Min. Temperatur (°C) -6 -6 -5 -1 3 6 8 8 6 2 -3 -5 Ø 0,6
Niederschlag (mm) 180 135 159 126 115 142 132 125 128 133 183 211 Σ 1.769
Sonnenstunden (h/d) 1,8 2,5 3,0 4,1 5,6 5,4 5,4 5,3 3,8 3,5 1,6 1,7 Ø 3,6
Regentage (d) 24 21 19 19 18 17 20 20 19 22 21 23 Σ 243
Luftfeuchtigkeit (%) 80 81 80 76 71 71 69 71 66 61 69 73 Ø 72,3
T
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Quelle: wetterkontor.de[13]

Flora[Bearbeiten]

Brocken, Baumgrenze

Aufgrund des rauen Klimas ist der Brocken ein Lebensraum seltener Arten. Der Brockengipfel gehört zur subalpinen Vegetationszone. Seine Flora und Fauna sind vergleichbar mit denen von Nordskandinavien und den Alpen. Der Brockengipfel liegt als einziger Berg des deutschen Mittelgebirgsraumes oberhalb der Waldgrenze, so dass allenfalls sehr kleinwüchsige Fichten dort zu finden sind. Hauptsächlich findet sich dort eine Zwergstrauchheide. Im 1890 gegründeten Brockengarten wird die Flora von Nationalpark-Mitarbeitern gehegt und in regelmäßigen Führungen Besuchern vorgeführt. Dort werden nicht nur Pflanzen des Brockens gezeigt, sondern auch Hochgebirgsgewächse aus anderen Regionen und Ländern.

Zu den typischen Arten am Brocken, die man in Norddeutschland sonst nicht oder kaum findet, gehören ab einer Höhe von etwa 1050 m ü. NHN die Brockenblume oder Brockenanemone genannte Kleine Alpen-Kuhschelle (Pulsatilla alpina subsp. alba), Habichtskräuter wie das Brockenhabichtskraut (Hieracium negrescens) und das Alpenhabichtskraut (Hieracium alpinum), Ruchgräser (Anthoxanthum), der Frauenmantel (Alchemilla), die Blutwurz (Potentilla tormentilla), der Alpenflachbärlapp (Diphasiastrum alpinum), die Flechte Isländisches Moos (Cetraria islandica) und die Rentierflechte (Cladonia rangiferina). Die Krähenbeere wird hier auch Brockenmyrte genannt.

Auf den Hochmoorflächen rund um den Brockengipfel findet man beispielsweise Wollgräser, Sonnentau und die Zwerg-Birke (Betula nana).

Fauna[Bearbeiten]

Hochmoor-Perlmutterfalter (Boloria aquilonaris)

Auch einige Tierarten haben sich an die Lebensbedingungen auf dem Brocken angepasst. So brüten im Gipfelbereich der Wiesenpieper (Anthus pratensis) sowie die Ringdrossel (Turdus torquatus).

Die Waldeidechse tritt am Brocken mit einer eigenen, dunkel gefärbten Variante auf, Lacerta vivipara aberr. negra. Auch den Grasfrosch (Rana temporaria) findet man dort. Insekten sind sehr zahlreich. Man findet besonders viele Käfer, beispielsweise Laufkäfer wie Amara erratica, und Hunderte Arten Schmetterlinge. Der Kohlweißling hat hier pro Jahr nur eine Generation, während es im Tiefland zwei sind.

Zu den glazialrelikten Säugetier- und Vogelarten gehören die Nordfledermaus (Eptesicus nilssoni), die Alpenspitzmaus (Sorex alpinus) und die Ringdrossel.

Geschichte[Bearbeiten]

Astronomische Bedeutung[Bearbeiten]

Bereits in der Bronzezeit diente der Brocken vermutlich als Landmarke für das Observatorium auf dem 85 Kilometer entfernten Mittelberg. Zur Sommersonnenwende geht von dort aus die Sonne hinter dem Brocken unter, so dass die auf dem Mittelberg gefundene Himmelsscheibe von Nebra sich anhand der Sichtlinie zum Brocken und der auf der Scheibe angebrachten Horizontbögen exakt ausrichten ließ. Auf dem Gehrdener Berg bei Gehrden (Region Hannover) befindet der Ringwall auf dem Gehrdener Berg, von dem aus man zur Wintersonnenwende die Sonne zwischen Brocken und Wurmberg aufgehen sieht. Die Anlage ließe sich durch Artefakte sowohl in die Jungsteinzeit als auch in Zeit der Cherusker datieren. Eine Datierung in die Zeit der Sachsen ist auch vorgeschlagen worden, jedoch ohne Belege durch Funde.

Besteigung, Bebauung und Nutzung[Bearbeiten]

Bebauung auf der Brockenkuppe Anfang des 19. Jahrhunderts
Gedenktafel am Gipfelstein für die Gaußsche Landesaufnahme
Blick von der Wetterbeobachtungsplattform der Wetterstation auf den Brockengipfel (2006)

Der Brocken wurde schon um 1460 bestiegen, wie Friedrich Dennert (1954) darstellt. Die erste weithin bekannt gewordene Besteigung des Brockens geschah vor 1572 durch den Stolberger Arzt Johannes Thal. Er beschrieb 1588 in einem Buch erstmals die Flora des Brockens. Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode, zu dessen Grafschaft der Brocken gehörte, ließ 1736 auf dem Gipfel das so genannte Wolkenhäuschen und auf der nach seinem Sohn Heinrich Ernst benannten Heinrichshöhe ein Unterkunftshaus zum Schutz der Brockenreisenden erbauen. Das erste Gasthaus unmittelbar auf der Brockenkuppe wurde 1800 erbaut.

Blick vom Heinrich-Heine-Wanderweg vorbei an der Brockenbahn zum Brockengipfel (2008)

Carl Friedrich Gauß nutzte 1821 bis 1825 die Blickverbindung zum Hohen Hagen und zum Großen Inselsberg für die Gaußsche Landesaufnahme eines großen Dreiecks.[14] Eine Höhenvermessung des Brocken durch den preußischen Generalstab ergab 1850 die noch bis zur Umstellung von Normalnull auf Normalhöhennull gültige Höhe von 1141,1 m ü. NN. Am 23. Juli 1859 brannte das Brockenhaus nieder. 1862 wurde das neue Brockenhotel eingeweiht. Der Göttinger Professor Albert Peter richtete 1890 auf dem Berg den Brockengarten als den ersten deutschen Alpengarten ein. Die Fläche von 4.600 m² wurde vom Fürstenhaus Stolberg-Wernigerode als Eigentümer kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die schmalspurige Brockenbahn wurde am 27. März 1899 eröffnet. Der Bahnhof Brocken ist heute mit 1125 m ü. NHN einer der höchstgelegenen Bahnhöfe in Deutschland. Die Spurweite beträgt 1000 mm. Im Jahr 1935 gelang die erste Fernsehübertragung vom Brocken mit einem mobilen Sender. Im Jahr darauf wurde der erste Fernsehturm der Welt auf dem Berg erbaut. 1937 wurde der Brocken zusammen mit Wurmberg, Achtermann und Acker-Bruchberg zum Naturschutzgebiet Oberharz erklärt.

Der Bau der ersten Wetterwarte auf dem Brocken erfolgte 1895. Technisch dürftig und zu klein, wurde sie 1912 teilweise abgerissen und durch einen großen steinernen Anbau ergänzt, der erst im Ersten Weltkrieg als Hellmann-Observatorium fertig wurde. Als Akademiker und Naturfreund übernahm der Subdirektor Georg Grobe 1917 den Beobachtungsposten, auf dem ihn seine Tochter bis zu seinem Tode 1935 unterstützte. „Nach dem Tod des ausgezeichneten Beobachters Grobe trat sofort die Berg-Kalamität ein: Es fand sich kein dauernder Beobachter für den Brocken. Das überwand man nur durch Entsendung von wissenschaftlichen Beamten.“[15] Die heutige Wetterwarte nahm 1939 ihren Betrieb auf.

Der Sendebetrieb vom Brocken wurde angesichts der anrückenden United States Army am 15. April 1945 eingestellt. Bei einem Luftangriff der US-Luftwaffe wurden das Brockenhotel und die anderen Gebäude am 17. April 1945 durch Bomben zerstört. Am 20. April erfolgte gegen Widerstand die Besetzung des Brocken-Plateaus. Bis zum 27. April 1947 war der Brocken dann durch Truppen der USA besetzt. Danach erfolgte im Zuge eines Gebietsaustausches (Festlegungen auf der Konferenz von Jalta) die Übergabe an die Sowjetische Besatzungszone. Die Ruine des Brockenhotels wurde 1949 gesprengt. Von 1948 bis 1959 war eine Teilfläche des Brockens wieder für Touristen zugänglich, wobei zumindest in den Jahren 1954 und 1955 keine Passierscheine erforderlich waren. 1955 war das Brockenhotel (der Gaststättenteil jedenfalls) wieder geöffnet. Die spätere Vergabe von Passierscheinen wurde großzügig gehandhabt. Ab August 1961 wurde der Brocken, der im unmittelbaren Grenzgebiet der DDR zur Bundesrepublik Deutschland lag, zum militärischen Sperrgebiet erklärt und war somit für die Bevölkerung nicht mehr zugänglich. Der Gipfel wurde militärisch stark ausgebaut. Er war von einer drei Meter hohen Sperrmauer umgeben. Die Sicherung des Areals oblag den Grenzsoldaten der 7. Grenzkompanie Schierke, die in Zugstärke auf dem Gipfel stationiert waren. Als Unterkunft diente ihnen der Brockenbahnhof. 1987 wurde der Verkehr mit Güterzügen zum Brocken aufgrund des schlechten Gleiszustandes eingestellt. Die sowjetischen Anlagen waren innerhalb des durch die Brockenmauer gesicherten Gebiets noch durch einen Doppelzaun abgeriegelt.

Übersichtsplan der Brockenkuppe

Der Brocken wurde umfangreich für Überwachungs- und Spionagezwecke genutzt. Auf dem Gipfel befanden sich zwei große und leistungsfähige Abhöranlagen. Eine gehörte dem sowjetischen Militärgeheimdienst GRU und war damit zugleich der westlichste Vorposten Moskaus, die andere war der Hauptabteilung III des Ministerium für Staatssicherheit der DDR unterstellt. Die Objekte trugen die Tarnnamen „Jenissej“ und „Urian“.[16] Geplant war nach 1989 noch ein weiterer riesiger Abhörkomplex auf dem Brocken, der durch das Ende der DDR nicht mehr zur Ausführung kam.[17]

Nach dem Fall der Berliner Mauer wurde der Brocken am 3. Dezember 1989 unter dem Druck einer Stern-Wanderung von 6.000 Demonstranten („Mauer weg!“) wieder für die Allgemeinheit geöffnet.[18] Mit der deutschen Wiedervereinigung wurden ab 1990 schrittweise die Grenzsicherungsanlagen sowie die militärischen Anlagen abgebaut. Der letzte russische Soldat verließ den Brocken am 30. März 1994. Die Brockenkuppe wurde mit Millionenaufwand renaturiert. Sie ist heute ein sehr stark frequentiertes touristisches Ziel der Harzbesucher.

Name und Deutung[Bearbeiten]

Wurmberg, Hohnekamm und Brocken (von links) vom Büchenberg bei Elbingerode

Eine verbreitete Bezeichnung für den Brocken bildete sich erst gegen Ende des Mittelalters heraus. Vorher wurde der Harz als Ganzes aufgefasst. Das hatte in erster Linie den Grund, dass bis dahin der Bergbau im Mittelpunkt stand.[19] Eine der ersten Erwähnungen, die der heutigen Bezeichnung ähnelt, findet sich jedoch bereits im Jahr 1176 in der „Sächsischen Weltchronik“ als „broke“.[20] Eine andere frühe schriftliche Erwähnung des Berges erschien im Jahr 1490 in einem Brief von Graf Heinrich zu Stolberg als „Brackenberg“.[21] Weitere frühere eigentliche und urkundliche Bezeichnungen des Brockens sind 1401 Brockenberg, 1424 Brocberg, 1495 mons ruptus (lat.), 1511 Brogken, Brockin, 1531 Brogken, 1540 Brokenberg, 1589 Brackenberg.[22] Auf dem Brocken soll sich in alt-sächsisch-germanischer Zeit ein großes Wodansbild befunden haben. Auf den Steinblöcken des Brockengipfels wurden von den Sachsen Tier- und Menschenopfer dem höchsten Gott Wodan dargebracht, dem sie während der Christianisierung durch Karl den Großen in Form von Taufgelübden abschwören mussten.[23]

Für die Herkunft des Namens gibt es verschiedene Deutungsansätze:

  • Im Stadtbuch von Osterwieck findet sich in einem Eintrag aus dem Jahr 1495 für den Brocken die lateinische Bezeichnung „mons ruptus“, was übersetzt „zerbrochener Berg“ bedeutet.[20] Auch die niederdeutsche Bezeichnung „broken“, wie sie abgewandelt für den Berg im Jahr 1176 in der „Sächsischen Weltchronik“ erwähnt wurde und ebenfalls im Englischen verwendet wird, bedeutet „gebrochen“. Einerseits kann diese Erklärung auf die Deutung zurückgeführt werden, dass die beiden Berge „Kleiner Brocken“ und „Großer Brocken“ aus einem Massiv durch Auseinanderbrechen entstanden sind.[19] Andererseits kann die Begründung auf die ehemals starke Erosion des Berges zurückgeführt werden. So ist der Brocken bis auf seine heutige Größe zusammengebröckelt.[24]
  • Naheliegend ist die Ableitung des Namens aus der Gestalt des gesamten Berges. Ein „Brocken“ ist ein großes, unförmiges Gebilde. Das Ausmaß des Brockens könnte ihm somit seinen Namen gegeben haben. Da der Begriff „Block“ ähnlich definiert ist, kann mit diesem Ansatz auch die Bedeutung der Bezeichnung „Blocksberg“ herleiten.[19] Der wahre Ursprung des Namens Blocksberg ist allerdings nicht in „Block“ im Sinne von „Gebilde“ zu sehen, sondern in der Bedeutung des Ausdrucks „Block“ oder „Klotz“ für das Hexenwesen.[25]
  • Nach Friedrich Dennert (1954), der sich kritisch mit sämtlichen Namensdeutungen beschäftigt hatte, ist die wahrscheinlichste Herkunft des Namens „Brocken“ die Ableitung von „Bruch“, womit in Norddeutschland Moore und sumpfiges Gelände bezeichnet werden. Früher waren dafür die Schreibweisen „Bruoch“ und „Brok“ verbreitet.[21] Es wird jedoch bezweifelt, dass diese Tatsache vorrangig für die Namensgebung verantwortlich war.[19]
  • Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Name von den auf dem Gipfel und den Hängen liegenden Felsbrocken abgeleitet wurde. Dass diese Deutung für den Brocken zutrifft, ist jedoch unwahrscheinlich,[24] da sich auch bei anderen Bergen des Harzes solche Gesteinsbrocken finden. Außerdem waren die betreffenden Regionen zu der Zeit, als der Begriff geprägt wurde, kaum bekannt.[19]
  • Eine weitere Vermutung stützt sich auf eine Bezeichnung in einem Brief aus dem Jahr 1490 von Graf Heinrich zu Stolberg-Wernigerode. Darin verwendete er den Ausdruck „Brackenberg“. Eine Deutung auf abgestandenes, zur Nutzung ungeeignetes Holz, wie es als „Bracken“ bezeichnet wurde, ist jedoch umstritten.[21]

Sagen und Literatur[Bearbeiten]

Brockenhaus, Stahlstich von 1840
Brocken um 1895
Gedenkstein für Goethes Anwesenheit auf dem Brocken

Sagen[Bearbeiten]

Der Brocken wird im Volksmund auch Blocksberg genannt und ist von vielen Sagen umwoben.

Heinrich Pröhle sammelte seit 1851 auf Wunsch seines Lehrers Jacob Grimm Sagen und Märchen aus dem Harz. Er promovierte im Jahr 1855 in Berlin mit einer Arbeit über die Sagen des Brockens.

Seit der Zeit der Hexenverfolgungen wurden Angeklagten in den Hexenprozessen die Teilnahme an geheimen Hexenversammlungen beziehungsweise dem Hexensabbat, beispielsweise in der Walpurgisnacht, vorgeworfen. Der Brocken wurde 1540 erstmals als ein solcher Treffpunkt und als einer der Hexentanzplätze bezeichnet.[26] Da sich die Bezeichnung „Hexe“ erst im 16. Jahrhundert verbreitete,[25] finden sich auch ältere, dem heutigen Verständnis von Hexen sehr ähnliche Beschreibungen über unterschiedliche Gestalten, die zum „Blocksberg fahren und dort ihre Versammlung haben“. So gilt der Brocken bereits in einem Gedicht um 1300 als Sammelplatz von „Geisterwesen“.[25]

Zu den vielen Sagen trug vielleicht bei, dass auf dem Brockengipfel an über 300 Tagen im Jahr Nebel auftritt. Dadurch sind seltene optische Effekte wie Halos und vor allem das sogenannte Brockengespenst zu beobachten, welches den Wanderern Schrecken einjagt. Beschrieben wurde dieses Phänomen unter anderem von Goethe, der dreimal den Brocken bestieg. Seine erste Besteigung des Berges fand im Winter 1777 statt, sie war aber nicht die erste Winterbesteigung des Brockens. Bereits 1753 bestieg Christlob Mylius den Brocken im Winter.

Gedenkstein für Heinrich Heine

Literatur[Bearbeiten]

  • In Goethes Drama Faust I ist der Brocken ein Schauplatz der Handlung. Für sein Gedicht Harzreise im Winter verarbeitete er Erlebnisse seiner Besteigung.
  • Heinrich Heine beschreibt in der Harzreise eindrucksvoll seine Wanderung auf den Brocken mit Übernachtung im Brockenhotel. Angeblich schrieb Heine 1824 nach einer nebeligen Besteigung des Brockens in das Gipfelbuch: „Viele Steine, müde Beine, Aussicht keine, Heinrich Heine.“ Dieses Zitat wurde ihm aber nur angedichtet.
  • Heinrich Pröhle sammelte Märchen, Legenden und Sagen über den Brocken.
  • Dietmar Schultke beschreibt in Keiner kommt durch – Die Geschichte der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer seine Zeit als Grenzsoldat auf dem Brocken im Harz.[27]
  • Der Thriller Nebra von Thomas Thiemeyer, der sich um die gleichnamige Himmelsscheibe dreht, spielt sich vorwiegend um den Brocken ab.

Tourismus[Bearbeiten]

Bahnhof Brocken (2004)
Blick zur Wurmbergschanze

Heute pendelt mit der Brockenbahn wieder eine Schmalspurbahn zwischen Wernigerode, Drei Annen Hohne, Schierke und dem Brocken. Die Züge sind regelmäßig mit Dampflokomotiven bespannt.

Auf dem Gipfel befinden sich das Brockenhaus mit einem Museum zur Geschichte des Berges und Brockengarten (botanische Anlage), welche vom Nationalpark Harz betreut werden. Des Weiteren finden sich Restaurants und das Brockenhotel, welche von den Brockenwirten der Familie Steinhoff bewirtschaftet werden. Bedeutende Wirte der Vergangenheit waren Johann Friedrich Christian Gerlach von 1801 bis 1834, Eduard Nehse zwischen 1834 und 1850, der ab 1836 kontinuierliche Wetterbeobachtungen vornahm,[28] 1849 eine Brockenkarte und 1850 das „Brockenstammbuch“ herausbrachte, sowie Rudolf Schade von 1908 bis 1927, der die Bekanntheit und den technischen Ausbau der Gastwirtschaft auf dem Brocken erheblich steigerte.[21]

Wegweiser an der Brockenstraße

Das Gebiet um den Brocken ist insbesondere bei Wanderern beliebt. Der Goetheweg ist ein zum Brockengipfel führender Wanderweg. Benannt ist er nach Johann Wolfgang von Goethe, der im Jahr 1777 ungefähr diesen Weg einschlug. Viele Wanderwege führen in die benachbarten Orte Schierke, Braunlage und Sankt Andreasberg. Vom Brocken aus führt der 100 km lange Harzer Hexenstieg Richtung Osten nach Thale sowie Richtung Westen über Torfhaus und Altenau nach Osterode. Der „Bad Harzburger Teufelsstieg“ führt vom Brocken nach Bad Harzburg. Auch Mountainbiker nutzen die Wanderwege.

Von Schierke aus führt eine asphaltierte Straße[29] auf den Gipfel, die unter anderem mit Pferdefuhrwerken befahren wird, aber auch von Touren- und Rennradfahrern genutzt wird. Aufgrund der Lage im Nationalpark dürfen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor dort nur mit Sondergenehmigung verkehren.

Als besonderes Original gilt der Träger der Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt, Benno Schmidt (* 1932) – genannt Brocken-Benno – aus Wernigerode, der den Berg seit 1989 fast täglich besteigt und mehr als 7.000 Besteigungen (Stand 22. Mai 2013) durchgeführt hat.[30] In den Jahren 1997, 1998 und 2000 wurde er als „tüchtigster Brockenwanderer“ in das Guinness-Buch der Rekorde eingetragen.[31]

Sport[Bearbeiten]

Luftbild der Brockenkuppe (2009)

Zwei bekannte Laufveranstaltungen führen auf den Brocken: der Ilsenburger Brockenlauf (Anfang September, 26 Kilometer, davon 12 Kilometer Steigung, ausgetragen seit den 1920er-Jahren) und der Brocken-Marathon im Rahmen des Harz-Gebirgslaufes mit Start und Ziel südlich Wernigerode. Beide Läufe führen aus dem Tal auf den Brocken und wieder zurück. Der läuferisch anspruchsvollste Teil sind jeweils die letzten vier Kilometer vor dem Brockengipfel, auf dem bei beiden Wettkämpfen eine gesonderte Bergwertung stattfindet. In diesem Abschnitt ist ein Betonplattenweg mit durchgängig etwa 20 Prozent Steigung zu überwinden und die Läufer sind oberhalb der Waldgrenze oft einem scharfen, eisigen Wind ausgesetzt. Von den jeweils knapp 1.000 Teilnehmern schaffen es regelmäßig nur etwa 50, diese Passage ohne Gehpausen durchzulaufen.

Seit 2004 startet im Februar jeden Jahres die Brocken-Challenge – ein Ultramarathon mit 84 Kilometern Länge von Göttingen zum Brockengipfel. Der Erlös dieser Veranstaltung kommt sozialen Zwecken zugute. Die Läufe werden unter Einhaltung der Regeln im Nationalpark durchgeführt.

Seit 2003 wird jährlich der 87 Kilometer lange „Brockenaufstieg“ von Göttingen zum Brocken durchgeführt. Mehr als 300 Personen nehmen jeweils an dieser zwei Tage dauernden Wanderung im Juni teil.

Anfang Mai findet jährlich über zwei Tage verteilt der Braunschweig-Brocken-Ultralauf 2 × 75 km statt. Die Teilnehmer laufen von Braunschweig nach Schierke, überqueren den Brocken, nächtigen in Schierke und laufen am nächsten Tag wieder zurück. Insgesamt ist es somit ein 150 Kilometerlauf.

Gebäude auf dem Brocken[Bearbeiten]

Gebäude und Einrichtungen auf dem Brockengipfel (Stand: 2006)

Sendeanlage[Bearbeiten]

Auf dem Brocken befinden sich seit den 1930er-Jahren verschiedene Rundfunk- und Fernsehsender, siehe Sendeanlagen auf dem Brocken.

Brockenhaus[Bearbeiten]

Das Brockenhaus als moderne Informationseinrichtung des Nationalparks Harz befindet sich in der umgebauten „Stasi-Moschee“, einer ehemaligen Abhöreinrichtung des Ministeriums für Staatssicherheit. Die historischen Antennenanlagen in der Kuppel können besichtigt werden. Hinter dem Gebäude befindet sich die Stempelstelle Nr. 9[32] der Harzer Wandernadel. Außerdem befindet sich im Brockenhaus die Erste-Hilfe-Station der Bergwacht, die an allen Wochenenden und Feiertagen besetzt ist.

Brockenhaus nach Sonnenuntergang
Wetterstation und Messfeld des DWD auf dem Gipfel

Wetterstation[Bearbeiten]

Der Brocken ist durch extreme Wettersituationen und überraschende Wetterwechsel geprägt. Ab dem Jahr 1836 gab es durch den Brockenwirt einen ständigen Beobachter der Wetterlagen. Im Jahr 1839 wurde auf dem Brocken die damals höchste meteorologische Station Deutschlands eingerichtet.[33] Seit Herbst 1895 gibt es auf dem Brocken eine eigene Wetterwarte. Durch Bombardements am Ende des Zweiten Weltkrieges kam es zu einer Unterbrechung der Messungen, diese konnten im Jahr 1947 wieder aufgenommen werden. Am 16. März 2010 wurde die Wetterwarte Brocken als eine Klimareferenzstation des Deutschen Wetterdienstes eingeweiht und soll somit eine langfristige und ununterbrochene Klimabeobachtung gewährleisten.[34]

Am 11. April 2014 kollidierte eine einmotorige Cessna, von der Insel Rügen kommend, in dichtem Nebel mit der rechten Tragfläche gegen die Messeinrichtungen auf dem Dach der Wetterstation und stürzte ab.[35] Der Unfall forderte zwei Menschenleben.[36]

Literatur und Karten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Marc Dannenbaum: Auf dem Brocken: Hexen, Harz und Heine. Terra Press, Berlin 2012, ISBN 978-3-942917-04-9.
  • Friedrich Dennert: Geschichte des Brockens und der Brockenreisen. Harzzeitschrift, Beiheft 1, Waisenhaus-Buchdruckerei und Verlag, Braunschweig 1954.
  • Rainer Dittmann: Geschichte und Geschichten um den Brocken: Brocken-Benno erzählt, Sutton, Erfurt 2010, ISBN 978-3-86680-350-3.
  • Gerhard Eckert: Der Brocken, Berg in Deutschlands Mitte. Gestern und heute. Husum, Husum 1994, ISBN 3-88042-485-3.
  • Georg von Gynz-Rekowski, Hermann Dieter Oemler: Brocken. Historie, Heimat, Humor. Königstein/Taunus 1991, ISBN 3-928275-05-4.
  • Jürgen Hodemacher: Lasst uns auf den Brocken zieh’n…: Bewegende Geschichte des herausragendsten aller Berge im Harz. Appelhans, Braunschweig 2011, ISBN 978-3-941737-53-2.
  • Hansjörg Hörseljau: Der Brocken. Ein freier Berg. Pieper, Clausthal-Zellerfeld 2006, ISBN 978-3-9803471-4-3.
  • Uwe Lagatz unter Mitwirkung von Claudia Grahmann: Der Brocken. Die Entdeckung und Eroberung eines Berges. Jüttners Verlagsbuchhandlung, Wernigerode 2014, ISBN 978-3-910157-17-0.
  • Wolfram Richter: Der Brocken – ein deutscher Berg. Pieper, Clausthal-Zellerfeld 1989–2004 (9 Aufl.), ISBN 3-923605-04-8.
  • Wolfram Richter: Der Brocken im Harz – Ein Berg im Wandel der Zeiten. Pieper, Clausthal-Zellerfeld 2010, ISBN 978-3-86948-102-9.
  • Thorsten Schmidt, Jürgen Korsch: Der Brocken, Berg zwischen Natur und Technik. Schmidt, Wernigerode 1998, ISBN 3-928977-59-8.

Karten[Bearbeiten]

  • Geologische Karte Harz 1:100.000. Hrsg. v. Geologischen Landesamt Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesamt für Bodenforschung. Halle/S. 1998, ISBN 3-929951-20-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brocken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Brocken – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Brocken – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  2. Dominanzen und Prominenzen nach Highrisepages.de
  3. Frank Schmidt-Döhl: Zwischen Harz und Heide - Berge, Höhenzüge und Landschaft. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2010, ISBN 978-3-8313-2319-7
  4. a b c Sachverhalt und Ergebnis einer schriftlichen Anfrage beim Landesamt für Vermessung und Geoinformation, Dezember 2013
  5. Berghöhe des Brockens laut Artikel Wie hoch ist der Brocken?, auf harzlife.de
  6. Harzer Brocken ist jünger als gedacht Neudatierung des Gipfelgesteins widerlegt bisherigen Annahmen über Entstehung des Berges (eingesehen am: 8. Juli 2011)
  7. Friedhart Knolle, Béatrice Oesterreich, Rainer Schulz und Volker Wrede: Der Harz. Geologische Exkursionen. Perthes-Exkursionsführer, Justus Perthes Verlag Gotha, Gotha 1997
  8. Manfred Frühauf, Katja Hagen: Mit Goethe und Heine um den Brocken-Die Harzer Blockhalden. In: Ernst-Rüdiger Look, Ludger Feldmann (Hrsg.): Faszination Geologie. Die bedeutende Geotope Deutschlands, E. Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2006, ISBN 3-510-65219-3, S. 40f.
  9. Temperatur: langjährige Mittelwerte 1981 - 2010 Bezugsstandort. In: Wetter und Klima - Deutscher Wetterdienst. Deutscher Wetterdienst, 11. Juni 2013, abgerufen am 31. Oktober 2014.
  10. 110 Jahre Wetterbeobachtungen auf dem Brocken (PDF; 196 kB) abgerufen am 8. Oktober 2010
  11. DWD Wetterrekorde – Nebel abgerufen am 8. Oktober 2010
  12. Das Klima im Großraum Harz. Abgerufen am 5. August 2013.
  13. wetterkontor.de
  14. Eine umfassende Darstellung dieser berühmten gaußschen Messung findet sich beispielsweise bei Charles Kittel et al., Berkeley Physik Kurs 1, Mechanik, 5., verbesserte Auflage, Braunschweig/Wiesbaden, 1991, S. 5, (Scan bei GoogleBooks)
  15. Kurt Glaß: Geschichte der Wetterwarte Brocken von den Anfängen bis 1950 in: Unser Harz, Clausthal-Zellerfeld, Heft 7/1990
  16. Objekt URIAN – Abhörstation Brocken auf geschichtsspuren.de (vormals lostplaces.de)
  17. Mitteldeutsche Wahrzeichen:„Wie der Brocken zur Festung wurde.“ mdr 5. Februar 2013, 20.45 Uhr
  18. Die Befreiung des Brockens (Version vom 13. August 2012 im Internet Archive)
  19. a b c d e Gerhard Eckert: Der Brocken, Berg in Deutschlands Mitte. gestern und heute. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1994, ISBN 3-88042-485-3
  20. a b Georg von Gynz-Rekowski, Hermann Dieter Oemler: Brocken. Historie, Heimat, Humor. Gerig Verlag, Königstein/Taunus 1991, ISBN 3-928275-05-4
  21. a b c d Thorsten Schmidt, Jürgen Korsch: Der Brocken, Berg zwischen Natur und Technik. Schmidt-Buch-Verlag, Wernigerode 1998, ISBN 3-928977-59-8
  22. Walther Grosse: Geschichte der Stadt und Grafschaft Wernigerode in ihren Forst-, Flur- und Straßennamen, Wernigerode [1929], S. 49
  23. G.G.Bredow: Umständlichere Erzählung der merkwürdigen Begebenheiten aus der allgemeinen Weltgeschichte. Sechste Auflage, Hammerich-Verlag, Altona 1817, S. 526–528
  24. a b C. E. Nehse: Der Brocken und seine Merkwürdigkeiten. 1840
  25. a b c Eduard Jacobs: Der Brocken in Geschichte und Sage. Pfeffer, Halle 1879
  26. www.EKD.de Demnach tauchte der Begriff im Verlauf eines Hexenprozesses auf.
  27. Dietmar Schultke: Der Brocken während der deutschen Teilung. In: Keiner kommt durch – Die Geschichte der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer. Aufbau-Verlag, Berlin 2008
  28. Die Wetterbeobachtungen Nehses befinden sich im meteorologischen Nachlass Wilhelm Lachmanns in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel, vgl. Dieter Lent: Von Kältewintern und Hitzesommern. Wetterbeobachtung und Witterungsgeschehen im Lande Braunschweig seit dem Frühmittelalter: ein Streifzug durch die unerforschte südostniedersächsische Klimageschichte. In: Braunschweigisches Jahrbuch für Landesgeschichte. Braunschweigischer Geschichtsverein, Braunschweig 2007, Band 88, S. 20 Fn. 27
  29. Höhenprofil der Brockenstraße (mit Anschluss bis Elend)
  30. Zwei Gründe zum Feiern. „Brocken-Benno“ wurde gestern 80 und stieg zum 6666. Mal auf den Harz-Berg, in: Braunschweiger Zeitung vom 23. Mai 2012, Seite 10
  31. Brocken-Benno. Abgerufen am 23. Mai 2012.
  32. Harzer Wandernadel: Stempelstelle 9 – Brockenhaus auf harzer-wandernadel.de
  33. Vgl. Karl Berthold Fischer: Chronik des Amtes Harzburg im XIX. Jahrhundert, Appelhans, 1912, S. 22
  34. Pressekonferenz des DWD zur Einweihung der Wetterwarte Brocken als Klimareferenzstation abgerufen am 8. Oktober 2010
  35. Bulletin Unfälle und Störungen beim Betrieb ziviler Luftfahrzeuge, April 2014
  36. Zwei Tote bei Absturz – Flugzeug zerschellt auf dem Brocken, auf HAZ.de, vom 11. April 2014