Brodersby (Angeln)

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Brodersby in Angeln (Kreis Schleswig-Flensburg); zur gleichnamigen Gemeinde in Schwansen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) siehe Brodersby (Schwansen).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Brodersby
Brodersby (Angeln)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brodersby hervorgehoben
54.5377777777789.7056Koordinaten: 54° 32′ N, 9° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Südangeln
Höhe: 6 m ü. NN
Fläche: 10,36 km²
Einwohner:

484 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24864
Vorwahl: 04622
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 016
Adresse der Amtsverwaltung: Toft 7
24860 Böklund
Webpräsenz: www.brodersby.de
Bürgermeister: Bernd Blohm (ABB)
Lage der Gemeinde Brodersby im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Brodersby ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Die Ortskerne sind Klein-Brodersby und Groß-Brodersby. Burg/Missunde, Geel, Geelbyholz und Knös liegen im Gemeindegebiet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Brodersby liegt in Angeln an der Großen Breite und der Missunder Enge der Schlei. Seit 1995 ist Brodersby ein anerkannter Erholungsort.

[Bearbeiten] Politik

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft ABB seit der Kommunalwahl 2008 vier Sitze, die CDU hat drei und die Wählergemeinschaft AWV zwei Sitze.

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „Von Blau und Gold schräg geviert. Oben eine silberne Möwe im Flug, unten in Frontalansicht der abwechselnd silbern und schwarz geplankte Steven eines Schiffes.“[2]

[Bearbeiten] Wirtschaft

Neben der Landwirtschaft ist der Tourismus für Brodersby eine wichtige Einnahmequelle. An der Schlei gibt es einen Badestrand, Wassersportmöglichkeiten, einen Yachthafen, einen Campingplatz und ein Restaurant.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Kulturdenkmale in Brodersby (Angeln) stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

[Bearbeiten] Burg

Auf der plateauartigen Anhöhe der südlich von Brodersby gelegenen Halbinsel gegenüber vom Missunder Fährhaus hat eine Befestigung gestanden, noch heute ist der Flurname Burg erhalten. Die Befestigung, die zum Schutz vor den Wenden dienen sollte, soll im Jahr 1120 errichtet worden sein. Am Nordrand wurde später der Margarethenwall errichtet, der nur noch teilweise erhalten ist.

Obwohl Burg sowohl landwirtschaftlich genutzt wurde und bewohnt war als auch als Zufluchtsort in Kriegszeiten diente, wurde es erst 1899 an das Straßennetz angeschlossen.

[Bearbeiten] Margarethenwall

Der Margarethenwall ist nach der 1283 verstorbenen dänischen Königin Margaretha (de swarte Gret) benannt, die mit Christoph I. von Dänemark verheiratet war.

[Bearbeiten] St.-Andreas-Kirche

Die St.-Andreas-Kirche zu Brodersby

Die St. Andreas Kirche in Brodersby ist wahrscheinlich schon im dritten Viertel des 12. Jahrhunderts auf einer heidnischen Kultstätte erbaut. Im Innenraum ist ein Opferstein aus vorchristlicher Zeit verbaut. Sie hat sich auf ihrem ursprünglichen romanischen Grundriss erhalten. Der kleine, weiß gestrichene Feldsteinbau besteht aus einem kurzen Rechteckschiff und einem quadratischen Kastenchor. An der Nordseite der Kirche sind die romanischen Fenster zu sehen, die Fenster auf der Südseite haben seit 1899 Spitzbogenform. Das Vorhaus am Nordportal stammt aus 1842-43. Der niedrige, hölzerne Turm trägt zur urtümlichen Erscheinung der Kirche bei. Im Inneren sieht man eine romanisches Granittaufbecken. Die Kanzel mit der Darstellung von vier Aposteln stammt aus dem Jahre 1726. An der Kanzel ist eine Doppelglassanduhr befestigt mit der man in früherer Zeit die Länge der Predigten maß. Aus der Mitte des 15. Jahrhunderts stammt das Triumphkreuz an der Südwand. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1682 und wurde 1786 in dieser Kirche eingebaut.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Brodersby (Angeln) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2010 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 500 kB) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
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