Bromo

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Bromo
Bromo (rauchender Krater links) mit Batok (rechts vorne). Im Hintergrund Gunung Semeru.

Bromo (rauchender Krater links) mit Batok (rechts vorne). Im Hintergrund Gunung Semeru.

Höhe 2329 m
Lage Java
Gebirge Tengger-Vulkanmassiv
Koordinaten 7° 57′ 0″ S, 112° 57′ 0″ O-7.95112.952329Koordinaten: 7° 57′ 0″ S, 112° 57′ 0″ O
Bromo (Indonesien)
Bromo
Typ Stratovulkan
Letzte Eruption 2011

Der Bromo (indon. Gunung Bromo) ist ein Stratovulkan auf der indonesischen Insel Java. Der 2329 m hohe Vulkan ist der jüngste Krater des Tengger-Vulkan-Massivs und einer der aktivsten Vulkane auf Java. Er liegt im Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru und ist ein beliebtes Touristenziel.

Lage[Bearbeiten]

Das Bromo-Tengger-Massiv ist Teil einer Vulkankette, die sich entlang des Sundabogens erstreckt. Es handelt sich dabei um Vulkane einer Subduktionszone, welche durch das Absinken der indo-australischen Platte unter die eurasische Platte entlang des Sundagrabens entstanden sind. Das bei diesem Prozess aufsteigende Magma speist die Vulkane dieser Vulkankette, welche sich von den Andamanen über Sumatra und Java bis Osttimor erstreckt.

Ein besonders beliebter Aussichtspunkt auf den Bromo ist der Gunung Penanjakan. Der hinter dem Bromo liegende Semeru entsendet mehrfach innerhalb einer Stunde wiederkehrend seine kleinen und gelegentlich größeren Eruptionen.

Vulkanische Aktivität[Bearbeiten]

Bei einem Ausbruch am 8. Juni 2004 starben zwei Menschen. Am 23. November 2010 begann eine neue Eruptionsphase[1], ein Umkreis von 2 Kilometern um den Krater wurde zeitweise gesperrt[2]. Der in der Nähe liegende Flughafen Malang wurde zu besonderer Vorsicht[3] aufgerufen und an die Einwohner der Region wurden Staubmasken[4] verteilt.

Mythologische Bedeutung[Bearbeiten]

Krater des Mount Bromo
Karte der Vulkane in Indonesien

Nach einer Geschichte hat am Ende des 15. Jahrhunderts die Prinzessin Roro Anteng des Majapahit-Imperiums zusammen mit ihrem Ehemann Joko Seger ein eigenes Fürstentum gegründet. Sie nannten es Tengger nach den Endsilben ihrer Namen. Das Fürstentum florierte, aber dem herrschenden Paar war es nicht möglich Nachkommen zu zeugen. So kletterten sie in ihrer Verzweiflung auf den Bromo und beteten zu den Göttern, sie mögen ihnen beistehen. Diese versprachen ihnen zu helfen, unter der Bedingung, ihr letztgeborenes Kind den Göttern zu opfern. Die beiden hatten 24 Kinder und als das 25. und letzte Kind Kesuma geboren wurde, weigerte sich Roro Anteng ihr Kind wie versprochen zu opfern. Die Götter drohten mit Feuer und Schwefel, bis sie schließlich das Kind doch opferte. Nachdem es in den Krater geworfen wurde, befahl die Stimme des Kindes den Einheimischen, jährlich eine Feier am Vulkan abzuhalten. Dieses Kassada genannte Fest wird auch heute noch abgehalten. Es besteht hauptsächlich aus einer nächtlichen Prozession zum Gipfel, wo dann Tiere, Früchte und Reis geopfert werden.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Spiess: Schweizer Weltatlas. Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), 2008, ISBN 978-3-906744-37-7
  • Martin Hasler, Hans-Rudolf Egli (Hrsg.): Geographie Wissen und Verstehen. hep, Bern, 2004, ISBN 3-03905-056-7

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://portal.vsi.esdm.go.id/index.php?option=com_content&view=article&id=102:peningkatan-status-gunungapi-bromo-dari-siaga-level-ii-ke-awas-level-iv-tanggal-23-november-2010-pukul1630-wib&catid=34:info-gunungapi&Itemid=66
  2. http://farang-magazin.com/2011/06/vulkan-bromo-wieder-zuganglich
  3. http://www.thejakartapost.com/news/2010/11/28/airport-urged-check-air-cleanness-following-bromo-minor-eruptions.html
  4. http://www.thejakartapost.com/news/2010/11/29/residents-near-mt-bromo-get-masks-i.html
  5.  Karl Gratzl: Mythos Berg. Lexikon der bedeutenden Berge aus Mythologie, Kulturgeschichte und Religion. Hollinek, Purkersdorf 2000, ISBN 3-85119-280-X, S. 58-59.