Bronzekuckuck

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Bronzekuckuck
Bronzekuckuck (Chrysococcyx lucidus)

Bronzekuckuck (Chrysococcyx lucidus)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Kuckucksvögel (Cuculiformes)
Familie: Kuckucke (Cuculidae)
Gattung: Eigentliche Goldkuckucke (Chrysococcyx)
Art: Bronzekuckuck
Wissenschaftlicher Name
Chrysococcyx lucidus
(Gmelin, 1788)

Der Bronzekuckuck (Chrysococcyx lucidus) ist eine Kuckucksart, die in der Australis vorkommt. Die Art umfasst vier Unterarten: C. l. lucidus, C. l. plagosus (Latham 1801), C. l. layardi (Mathews 1912) und C. l. harterti (Mayr 1932).

Merkmale[Bearbeiten]

Der Bronzekuckuck ist ein kleiner Kuckuck, der etwa 15–17 cm groß wird. Das Männchen der Nominatform ist oberseits grün-braun glänzend, die Unterseiten sind weiß mit dunkler Sperberung. Der Geschlechtsdimorphismus ist wenig ausgeprägt, das Weibchen ist oberseits weniger grün-glänzend sondern bräunlich gefärbt.[1] Die anderen Subspezies unterscheiden sich durch verschieden starke Ausprägung des braun-glänzenden Gefieders und unterschiedliche Schnabellänge sowie Körpergröße. Allein das Weibchen der Unterart C. l. harterti besitzt ein auffallendes violett-schimmerndes Kopfgefieder.[1][2]

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Nominatform C. l. lucidus brütet auf Neuseeland und überwintert auf den Salomonen, Neubritannien und der Insel Woodlark. Während der Brutsaison ist C. l. plagosus auf Tasmanien zu finden, ganzjährig auch in den australischen Bundesstaaten New South Wales und Queensland, sowie entlang der großen australischen Bucht bis nach Perth. Ein weiteres Überwinterungsgebiet dieser Subspezies sind die Kleinen Sundainseln und Neuguinea. C. l. lucidus und C. l. plagosus sind vermutlich nicht ganzjährig allopatrisch verbreitet, in den Überwinterungsgebieten auf Neuguinea und den Salomonen werden teilweise beide Unterarten gleichzeitig gesichtet.[3] Die anderen beiden Unterarten migrieren nicht. Die Unterart C. l. layardi kommt ganzjährig in Neukaledonien und auf verschiedenen Inseln Vanuatus vor. C. l. harterti ist eine endemische Unterart der Rennel-Inseln.[3] Es liegen keine Populationsgrößenschätzungen vor, die Art wird aufgrund der Häufigkeit und der Größe des Verbreitungsgebietes nicht als gefährdet eingeschätzt.[4]

Junger Bronzekuckuck (Chrysococcyx lucidus)

Lebensweise[Bearbeiten]

Der Bronzekuckuck bewohnt verschiedene Habitate wie Eukalyptus- und Kiefernwälder, offene Graslandschaften, aber auch anthropogen geschaffene Habitate wie Parkanlagen und Gärten. Die Nahrung besteht aus Insekten, vorzugsweise Raupen, die von Blättern gepickt werden. Oftmals werden auch Insekten von einem Ansitz aus im Flug gefangen. Wie alle anderen Chrysococcyxarten ist der Bronzekuckuck ein Brutparasit. Zu den Wirtsvögeln zählen verschiedene Acanthiza-, Gerygone- und Sericornisarten. Die Nominatform in Neuseeland parasitiert fast ausschließlich den Maorigerygone, auf den Chatham-Inseln fast ausschließlich den Langschnabelgerygone.[5]

Etymologie und Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

Johann Friedrich Gmelin beschrieb den Prachtkuckuck unter dem Protonym Cuculus lucidus.[6] Erst später wurde er der Gattung der Chrysococcyx zugeschlagen.

Der Name Chrysococcyx setzt sich aus den griechischen Worten khrusos für Gold und kokkux für Kuckuck zusammen.[7] Das lateinische Artepitheton »lucidus« steht für »hell«.[8]

Der Name der Unterart C. l. harterti ehrt den Ornithologen Ernst Hartert.[2] Das lateinische Wort »plagosus« leitet sich von »plagosus« von »plaga« für »Streifen, Striemen« ab.[9] Das layardi wurde dem englische Diplomat und Naturkundler Edgar Leopold Layard (1824–1900) gewidmet.[10]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johannes Erritzoe, Clive F. Mann, Frederik Brammer, Richard A. Fuller: Cuckoos of the World (Helm Identification Guides). Christopher Helm Publishers Ltd, London 2012, ISBN 978-071-366-034-0.
  •  James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.
  •  Johann Friedrich Gmelin: Systema naturae per regna tria naturae :secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis. Bd. 1, Nr. 1, :Impensis Georg. Emanuel. Beer, Leipzig 1788 (online, abgerufen am 22. September 2012).
  •  Ernst Mayr: Birds collected during the Whitney South Sea Expedition. 19, Notes on the bronze cuckoo Chalcites lucidus and its subspecies. In: American Museum Novitates. Nr. 520, 1932 (online, abgerufen am 22. September 2012).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bronzekuckuck (Chrysococcyx lucidus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Erritzoe et al. S. 363f.
  2. a b Ernst Mayr, S. 8
  3. a b Erritzoe et al. S. 364f.
  4. Chrysococcyx lucidus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012. Eingestellt von: BirdLife International, 2012. Abgerufen am 18. September 2012
  5. Erritzoe et al. S. 365
  6. Johann Friedrich Gmelin, S. 421
  7. James A. Jobling, S. 105
  8. James A. Jobling, S. 232
  9. James A. Jobling, S. 309
  10. James A. Jobling, S. 220