Brooke Shields
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Brooke Christa Camille Shields (* 31. Mai 1965 in New York, USA) ist eine US-amerikanische Film- und Fernsehschauspielerin. Sie arbeitet auch als Produzentin, z. B. für ihre eigene Fernsehserie Susan (im Original Suddenly Susan, 1996 bis 2000).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Biographie
Shields' Vater Francis Alexander Shields (der Sohn des Schauspielers Frank Shields) war im Vorstand bei Revlon. Ihre Mutter ist die Schauspielerin Teri Shields. Im Alter von zehn Jahren fügte Brooke Shields bei ihrer Erstkommunion Camille zu ihrem Namen hinzu. An der High-School und am College war sie ein Cheerleader.
Shields machte wegen diverser Affären und Liebschaften Schlagzeilen, so war sie etwa mit Dean Cain, Michael Jackson, Liam Neeson, Michael Bolton und John F. Kennedy, Jr. liiert. Von 1997 bis 1999 war sie mit dem Tennisspieler Andre Agassi verheiratet. Die Ehe wurde später annulliert, damit die Katholikin Shields wieder katholisch heiraten konnte. Seit 2001 ist sie mit dem Drehbuchautor Chris Henchy verheiratet. 2003 kam die gemeinsame Tochter zur Welt. Am 18. April 2006 wurde die zweite Tochter geboren.
Schon als 10-jährige stand Shields dem Fotografen Garry Gross nackt Modell. Drei Jahre später wurde sie in Louis Malles Film Pretty Baby als jugendliche Prostituierte Violet zum internationalen Star. Ein weiterer Höhepunkt war im Jahr 1980 ihre Darstellung der Emmeline in dem Film Die blaue Lagune. Später distanzierte sich Shields immer wieder von diesen Arbeiten, vor allem von den Fotografien. 1983 sprach ein Gericht Garry Gross die Rechte an seinen Bildern zu, obwohl Shields in der Verhandlung beschrieb, wie sehr sie diese Bilder verletzten. Das hielt sie jedoch nicht davon ab, 1984 in einer Anzeigenkampagne für Calvin-Klein-Unterwäsche nackt hinter einem überdimensionalen Pappherz zu posieren. In der dazugehörigen Fernsehwerbung prägte Shields den Satz „Nichts passt zwischen mich und meine Calvins.“ 1998 erwirkte Shields schließlich, dass die Bilder von Gross aus der American Fine Arts Gallery entfernt wurden. Trotzdem hängt Shields bis heute der Ruf der Lolita an.
Über ihre Schauspielkunst sind die Kritiker geteilter Meinung. So wurde Shields 1980 für ihre Rolle in Die Blaue Lagune die erste Goldene Himbeere verliehen. Insgesamt gewann sie diesen Preis dreimal bei sieben Nominierungen. Allerdings stehen dem auch fünf People’s Choice Awards und je zwei Nominierungen für den Golden Globe und die Golden Satellite Awards gegenüber.
In der VH1-Liste der „100 Größten Kinderstars“ wurde Shields auf den 12. Platz gewählt. Sie wurde vom Time-Magazin zum „Gesicht der 80er“ gewählt.
2006 attackierte Tom Cruise sie heftig in zwei Fernsehinterviews[1][2], weil sie in einem Buch [3] beschrieben hatte, wie sie ihre Wochenbettdepression erfolgreich mit dem Medikament Paxil behandelt hatte. Im Zuge der Auseinandersetzung behauptete Cruise, Psychiatrie sei eine Pseudowissenschaft. Shields antwortete später in einem Beitrag in der New York Times u.a. mit dem Satz: „Kommentare wie diese zeigen ein komplettes Unwissen über die Wochenbettdepression und die Geburt eines Kindes an sich". [4] Ein Jahr später entschuldigte sich Tom Cruise persönlich bei Brooke Shields.[5]
[Bearbeiten] Filmografie (Auswahl)
- 1976: Communion – Messe des Grauens (Communion)
- 1978: Pretty Baby
- 1978: Flipper Queen – Ich kann's am besten (Tilt)
- 1978: König der Zigeuner (King of the Gypsies)
- 1979: Nur du und ich (Just You and Me, Kid)
- 1979: Wanda Nevada
- 1980: Die blaue Lagune (The Blue Lagoon)
- 1981: Endlose Liebe (Endless Love)
- 1983: Sahara
- 1984: Goldjagd
- 1984: Die Muppets erobern Manhattan (The Muppets Take Manhattan)
- 1989: Cannonball Fieber – Auf dem Highway geht's erst richtig los (Speed Zone!)
- 1989: Brenda Starr
- 1990: Im Dschungel der Unterwelt (Backstreet Dreams)
- 1992: Leoparden in Gefahr (Running Wild)
- 1993: Freaks (Freaked)
- 1993: Lauras Schatten (I Can Make You Love Me)
- 1994: Mit dem Lächeln eines Feindes (The Seventh Floor)
- 1996–2000: Susan (Suddenly Susan)
- 1996: Freeway
- 1998: Magic Maggie (The Misadventures of Margaret)
- 1999: Black and White
- 1999: Der Junggeselle (The Bachelor)
- 2000: After Sex
- 2005: Bob der Butler (Bob the Butler)
- 2006: Nip/Tuck – Schönheit hat ihren Preis (Nip/Tuck, Fernsehserie)
- 2007: National Lampoon's Bag Boy
- 2007: Hannah Montana (spielt Mileys Mutter)
- 2008: The Midnight Meat Train
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- 1980: Jupiter (Kategorie: Beste Darstellerin)
- 1981: Jupiter (Kategorie: Beste Darstellerin)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Access Hollywood, 26.5.2005, "Tom Cruise: Man On A Mission"; Excerpt: [1]
- ↑ NBC Today Show, 24.6.2005, Interview of Tom Cruise by Matt Lauer
- ↑ Shields, Brooke: Ich würde dich so gerne lieben. Über die große Traurigkeit nach der Geburt, Schröder, München, Februar 2006, ISBN 3547711045
- ↑ The New York Times, Op-Ed, 1.7.2005 "War of Words" [2]
- ↑ Welt Online: Tom Cruise entschuldigt sich (4.9.2006)
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Brooke Shields – Bilder, Videos und Audiodateien
- Literatur von und über Brooke Shields im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Brooke Shields Fansite
- Brooke Shields in der Internet Movie Database (englisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Shields, Brooke |
| ALTERNATIVNAMEN | Christa Brooke Camille Shields |
| KURZBESCHREIBUNG | Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 31. Mai 1965 |
| GEBURTSORT | New York City |


