Brothers (2009)

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Filmdaten
Deutscher Titel Brothers
Originaltitel Brothers
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Jim Sheridan
Drehbuch David Benioff
Produktion Ryan Kavanaugh
Sigurjon Sighvatsson
Michael De Luca
Musik Thomas Newman
Kamera Frederick Elmes
Schnitt Jay Cassidy
Besetzung

Brothers ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Regisseur Jim Sheridan aus dem Jahr 2009 mit Natalie Portman, Tobey Maguire und Jake Gyllenhaal in den Hauptrollen.

Handlung[Bearbeiten]

Sam Cahill ist Soldat bei den Marines und bereitet sich gerade auf seinen Einsatz in Afghanistan vor. Bevor er in den Einsatz geht, holt er noch seinen kleinen Bruder Tommy vom Gefängnis ab, der dort einsaß und gerade entlassen wurde. Mit einem gemeinsamen Abendessen wird Sam Cahill von seiner Familie verabschiedet.

Bei einem Einsatz in Afghanistan wird der Hubschrauber mit Sam Cahill beschossen und stürzt ab. Grace, Sams Ehefrau, wird die Nachricht vom Tod ihres Mannes überbracht und sie verliert daraufhin den Lebensmut. Nach Sams Beerdigung kommt es zum Streit zwischen Tommy und seinem Vater, weil Tommy von seinem Vater für einen Verlierer gehalten wird, der noch nie etwas auf die Reihe bekommen hat.

Sam Cahill ist bei dem Absturz jedoch nicht ums Leben gekommen, sondern wurde zusammen mit einem Kameraden von den Taliban gefangen genommen und in einem Erdloch eingesperrt. Die beiden werden gefoltert und Sam wird von den Taliban gezwungen, seinen Kameraden zu töten.

Tommy beginnt nach einigen Tiefpunkten, sich um seine Schwägerin Grace und deren Kinder zu kümmern. Er richtet ihre Küche her und verbringt Zeit mit ihnen. Grace schöpft langsam wieder Lebensmut und beginnt, den Verlust ihres Mannes zu verarbeiten. Eines Abends kommen sich Grace und Tommy näher und küssen sich. Beide schämen sich jedoch sofort dafür.

Mehrere Wochen nach dem Hubschrauberabsturz wird das Taliban-Lager, in dem Sam gefangen gehalten wird, von amerikanischen Soldaten zerstört und dabei Sam befreit. Er kehrt zu seiner Familie zurück, will und kann jedoch nicht über das Erlebte reden. Sam hat Probleme, sich im Alltag wieder zurechtzufinden, und bezichtigt Grace, mit seinem Bruder geschlafen zu haben. Grace verneint dies jedoch stets. Nach einem Wutausbruch, bei dem er die Küche verwüstet, zieht er eine Waffe und bedroht damit seinen Bruder. Die herbeigerufene Polizei versucht, Sam zu beruhigen, der ist jedoch weiterhin aufgebracht und schießt in die Luft. Anschließend richtet er die Waffe gegen seinen Kopf. Er drückt jedoch nicht ab und wird von der Polizei festgenommen.

Sam wird in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Bei einem Besuch droht Grace, ihn zu verlassen, wenn er nicht mit ihr über das Erlebte in Afghanistan sprechen wird. Daraufhin erzählt er ihr, dass er seinen Kameraden getötet hat.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film ist eine Neuverfilmung des dänischen Films Brødre von Susanne Bier und Anders Thomas Jensen aus dem Jahr 2004.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Der Film startet am 27. Januar 2011 in den deutschen Kinos. An den amerikanischen Kinokassen spielte der Film 28,5 Mio. US-Dollar ein und übertraf damit seine Produktionskosten nur knapp. Weltweit spielte der Film 43,3 Mio. US-Dollar ein.[1]

Kritik[Bearbeiten]

„Denn das großartig aufspielende Trio – Jake Gyllenhaal, Natalie Portman und Tobey Maguire mit seiner wohl bisher besten schauspielerischen Leistung – verschaffen diesem intensiven und bisweilen schmerzhaften Drama eine außergewöhnliche Tiefe.“

bummelkino.de[2]

„Brothers erweist sich als weder innovativ (schließlich ist er ein Remake) noch als Meilenstein in der Filmgeschichte, aber doch als überdurchschnittliches Familiendrama …“

Filmempfehlung.com[3]

„Doch auch wenn ‚Brothers‘ eigentlich alles richtig macht, um ein erstklassiges Remake zu sein, wirklich begeistert verlässt man das Kino dennoch nicht.“

Nahaufnahmen.ch[4]

„Über den Vergleich zwischen Original und Remake ergeben sich zwar anregende Beobachtungsperspektiven, diese reichen jedoch nicht aus, um die Existenz von Sheridans enttäuschendem Film zu rechtfertigen.“

critic.de[5]

„In Punkto Remake […] hält sich BROTHERS zwar an die Geschichte, gibt dem Gefühlten aber mehr Platz zur Entfaltung und erstickt es nicht ganz im engen Sozialdrama. Ob das besser ist oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Nötig war der Film wohl nicht, aber gut ist er trotzdem.“

2501.eu[6]

Bei Metacritic erreicht der Film einen Metascore von 61 %. Von den bei Rotten Tomatoes gesammelten Filmkritiken fallen 62 % positiv aus[7] (Stand Dezember 2011).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://boxofficemojo.com/movies/?id=brothers09.htm
  2. Kritik zu Brothers bei bummelkino.de
  3. Kritik zu Brothers bei Filmempfehlung.com
  4. Kritik zu Brothers bei Nahaufnahmen.ch
  5. Kritik zu Brothers bei critic.de
  6. Brothers (2009) Filmkritik bei www.2501.eu
  7. Sammlung von Kritiken zu Brothers bei Rotten Tomatoes (englisch)