Bruce LaBruce

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bruce LaBruce (2006)

Bruce LaBruce (* 3. Januar 1964 in Southampton, Ontario; eigentlich Bryan Bruce[1]) ist ein kanadischer Filmemacher, Autor und Fotograf. LaBruce lebt und arbeitet derzeit in Toronto. Dort schreibt und fotografiert er unter anderem für die Magazine Honcho und Inches.

Leben[Bearbeiten]

Bruce LaBruce besuchte die Filmschule in Toronto und hat Filmtheorie an der New York University studiert. Zu seinen künstlerischen Anfängen gehören Arbeiten für schwule Punk-Fanmagazine (Fagzines) und das Produzieren von Super 8-Filmen. Er veröffentlicht Fotografien in verschiedenen Independent-Magazinen. 1996 gelingt ihm mit dem Film Hustler White ein internationaler Achtungserfolg. Der Film behandelt die Stricherszene in Los Angeles. Einer der Darsteller ist der frühere Liebhaber von Madonna, Tony Ward. Von LaBruce stammen weiterhin eine ganze Reihe kontroverser, subversiver Filme, in denen er künstlerische Techniken des Independentfilm mit schwuler Pornografie mischt.[2]

In seinem 2008 veröffentlichten Film Otto; or, Up with Dead People spielt Marcel Schlutt eine der Hauptrollen.

Für die Kurzgeschichtensammlung Nachtfieber, erschienen im Bruno Gmünder Verlag, verfasste Bruce LaBruce die Erzählung Kanadisch Roulette, die im Club Sneakers in Toronto spielt.

2011 wurde der Dokumentarfilm von Angélique Bosio über Bruce LaBruce, The Advocate For Fagdom, veröffentlicht und unter anderem auf der Berlinale gezeigt.[3] 2004 und 2008 liefen dort auch schon Filme von Bruce LaBruce, nämlich The Raspberry Reich[4] und Otto; or, up with Dead People[5]. 2014 wurde sein Schwarz-Weiß-Spielfilm Pierrot Lunaire, der von einer sich als Mann verkleidenden Frau und ihrer Beziehung zu einem Mädchen aus besserem Hause handelt, mit einem Teddy Award ausgezeichnet.[6]

Filmografie[Bearbeiten]

als Regisseur[Bearbeiten]

Bruce LaBruce beim Dreh von LaZombie
  • 1987: I Know What It's Like to Be Dead (Kurzfilm)
  • 1987: Boy, Girl (Kurzfilm)
  • 1988: Home Movies (Kurzfilm)
  • 1992: The Post Queer Tour (Kurzfilm)
  • 1992: A Case for the Closet (Kurzfilm)
  • 1992: Slam! (Kurzfilm)
  • 1993: No Skin Off My Ass
  • 1995: Super 8½ / Super 8 1/2 – A Cautionary Bio-Pic
  • 1996: Hustler White
  • 1999: Skin Flick (Skin Gang)
  • 2000: Come as You Are (Kurzfilm)
  • 2004: The Revolution Is My Boyfriend (The Raspberry Reich)
  • 2007: Give Piece of Ass a Chance (Kurzfilm)
  • 2008: Otto; or, Up with Dead People
  • 2010: L.A. Zombie
  • 2010: Durch die Nacht mit Harmony Korine und Gaspar Noé (TV)
  • 2013: Gerontophilia
  • 2014: Pierrot Lunaire

als Darsteller[Bearbeiten]

  • 1993: No Skin Off My Ass
  • 1995: Super 8½ / Super 8 1/2 – A Cautionary Bio-Pic
  • 1996: Hustler White
  • 1997: Hayseed
  • 1997: The YoYo Gang (Kurzfilm)
  • 1999: Skin Flick (Skin Gang)

Filme über Bruce LaBruce[Bearbeiten]

  • 2011: The Advocate For Fagdom

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bruce LaBruce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marc Siegel: Bruce LaBruce: Post-Pornograf wider Willen, in: montage AV, 2/2009, S. 98-118, hier: S. 102
  2. DIE ZEIT: Zukunft des Kinos vom 20. August 2009
  3. The Advocate For Fagdom (PDF; 168 kB) im Programm der Berlinale
  4. The Raspberry Reich (PDF; 117 kB) im Programm der Berlinale
  5. Otto; or, up with Dead People (PDF; 181 kB) im Programm der Berlinale
  6. Teddy Gewinner 2014 teddyaward.tv, abgerufen am 21. Februar 2014.