Bruch (Eifel)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Gesichtet | ||
Dies ist die letzte gesichtete Version,
(zeige alle), freigegeben am 18. Mai 2008.
|
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
![]() |
|
|
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Bernkastel-Wittlich | |
| Verbandsgemeinde: | Wittlich-Land | |
| Höhe: | 190 m ü. NN | |
| Fläche: | 8,63 km² | |
| Einwohner: | 488 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 57 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54518 | |
| Vorwahl: | 06578 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WIL | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 31 013 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Kurfürstenstraße 1 54516 Wittlich |
|
| Ortsbürgermeister: | Fritz Kohl | |
Bruch ist eine Gemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Der Ort liegt in der Eifel,am Premiumwanderweg "Eifelsteig" etwa 10 Kilometer westlich der Kreisstadt Wittlich auf 190 m ü. NN und liegt zu beiden Seiten der Salm.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Ursprünge von Bruch stammen vermutlich bereits aus römischer Zeit. Funde und Überreste, wie z. B. ein römischer Friedhof, lassen dies vermuten. Bruch wird zum ersten Mal 1138 urkundlich erwähnt. Ein Fridelo de Brucha taucht dabei in der Gründungsurkunde des Klosters Himmerod auf. Bis zum Aussterben dieser Familie von Bruch um das Jahr 1334 war die Geschichte des Ortes eng mit der Familiengeschichte derer von Bruch verbunden. Danach ging die Herrschaft über Bruch an Dietrich von Dune (Daun).
Im 16. Jahrhundert erhielt Bruch eine eigene Gerichtsbarkeit. Der zugehörige Galgen befand sich auf dem sogenannten Galgenberg östlich der Burg, an einem alten Verbindungsweg nach Bergweiler.
Im 18. Jahrhundert führte die oben genannte geografische Lage des Ortes zu einer merkwürdigen Situation. Der Ort gehörte zu zwei verschiedenen Staaten, da der westlich der Salm liegende Teil zum Herzogtum Luxemburg gehörte und der östliche zu Kurtrier.
Ab 1794 stand ganz Bruch unter französischer Herrschaft, 1814 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1947 ist er Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.
[Bearbeiten] Politik
Fritz Kohl ist Ortsbürgermeister.
[Bearbeiten] Wappen
Mit Genehmigung von 1983 hat Bruch das Recht, ein eigenes Wappen zu führen.
Wappenbeschreibung
Schild, von oben links nach unten rechts sechsmal von Gold und Rot schräggeteilt, belegt mit einem silbernen Burgturm mit blauem Dach und zwei blauen Fenstern.
Wappenbegründung
Der schräggeteilte, rot-goldene Schild war das Wappen der Edlen Herren von Bruch, dem ersten Adelsgeschlecht, das die Brucher Burg bereits in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Stammsitz bewohnte.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Wasserburg
Die in einer von Waldbergen umschlossenen Niederung an der Salm gelegene Wasserburg in Bruch stammt mit ihren älteren Teilen aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts und war Sitz der seit dem 12. Jahrhundert bezeugten Herren von Bruch. Heute ist die Burg in privater Hand.
[Bearbeiten] Weitere Sehenswürdigkeiten
- Wasserburg mit Burgkapelle (um 1300)
- Burghaus (Hepgesburg) (1413)
- Ölmühle (aus dem 19. Jahrhundert, begründet auf einer der ältesten Salmmühlen von 1284)
- Töpferei mit altem Krugbackofen aus dem 17. Jahrhundert
- Pfarrkirche St. Rochus (erbaut 1807)
- stillgelegtes Kupferbergwerk aus dem Jahre 1740
- Galgenberg, mittelalterliche Hinrichtungsstätte
- Burgstrasse 6, Sandsteinfiguren und Reliefs
Altrich | Arenrath | Bergweiler | Binsfeld | Bruch | Dierscheid | Dodenburg | Dreis | Esch | Gladbach | Heckenmünster | Heidweiler | Hetzerath | Hupperath | Klausen | Landscheid | Minderlittgen | Niersbach | Osann-Monzel | Platten | Plein | Rivenich | Salmtal | Sehlem


