Bruck an der Großglocknerstraße

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Bruck an der Großglocknerstraße
Wappen von Bruck an der Großglocknerstraße
Bruck an der Großglocknerstraße (Österreich)
Bruck an der Großglocknerstraße
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Zell am See
Kfz-Kennzeichen: ZE
Fläche: 45,68 km²
Koordinaten: 47° 17′ N, 12° 49′ O47.28638612.823857756Koordinaten: 47° 17′ 11″ N, 12° 49′ 26″ O
Höhe: 756 m ü. A.
Einwohner: 4.491 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 98 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 5662, 5671
Vorwahl: 06545
Gemeindekennziffer: 5 06 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Raiffeisenstraße 6
5671 Bruck an der Großglocknerstraße
Website: www.bruck-grossglockner.at
Politik
Bürgermeister: Herbert Reisinger (SPÖ)
Gemeinderat: (2014)
(21 Mitglieder)
9
8
2
2
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Bruck an der Großglocknerstraße im Bezirk Zell am See
Bramberg am Wildkogel Bruck an der Großglocknerstraße Dienten am Hochkönig Fusch an der Großglocknerstraße Hollersbach im Pinzgau Kaprun Krimml Lend Leogang Lofer Maishofen Maria Alm am Steinernen Meer Mittersill Neukirchen am Großvenediger Niedernsill Piesendorf Rauris Saalbach-Hinterglemm Saalfelden am Steinernen Meer Sankt Martin bei Lofer Stuhlfelden Taxenbach Unken Uttendorf Viehhofen Wald im Pinzgau Weißbach bei Lofer Zell am See Salzburg (Bundesland)Lage der Gemeinde Bruck an der Großglocknerstraße im Bezirk Zell am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Bruck an der Großglocknerstraße ist eine Gemeinde im Salzburger Land im Bezirk Zell am See in Österreich mit 4491 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013).

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Pinzgau im Salzburger Land an der nördlichen Zufahrt zur Großglockner-Hochalpenstraße und gehört zum Gerichtsbezirk Zell am See. Die Ortsteile St. Georgen und Reit waren vor ihrer Eingemeindung am 1. Jänner 1939 Teil des Gerichtsbezirks Taxenbach.

Angrenzende Gemeinden sind Zell am See, Taxenbach, Fusch, Kaprun und Maria Alm.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 14 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Brandenau (11)
  • Bruck an der Großglocknerstraße (670)
  • Fischhorn (345)
  • Gries (254)
  • Hauserdorf (154)
  • Hundsdorf (332)
  • Krössenbach (685)
  • Niederhof (87)
  • Pichl (1147)
  • Reit (210)
  • Sankt Georgen (220)
  • Steinbach (57)
  • Vorfusch (228)
  • Winkl (43)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Bruck, Hundsdorf, Reith und St. Georgen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Fundstätten an mehreren Stellen im Gemeindegebiet weisen auf eine lange Siedlungsgeschichte hin. So stieß man bei Bauarbeiten im Ortsteil Fischhorn auf Reste eines römischen Gutshofs aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert.[2] Auf dem Kirchhügel in St. Georgen konnte eine Besiedlung in der Altbronzezeit nachgewiesen werden und auch auf dem Weberpalfen in Gries im Pinzgau zeugen Funde bronzezeitlicher Kupfergewinnung von prähistorischer Besiedlung.

Die Illyrer und Kelten siedelten auf dem Gebiet von Bruck ebenso wie die Römer. Anschließend machten sich die Bajuwaren sesshaft und mischten sich mit der Bevölkerung. Die erste Erwähnung von Prugg im Pinzgrey erfolgte im Jahr 1227. Seit der Fertigstellung der Großglockner-Hochalpenstraße 1935 heißt der Ort Bruck an der Großglocknerstraße. Im Jahr 1938 wurde die selbständige Gemeinde St. Georgen eingemeindet.

Wappen[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Bruck die Bemühungen zur Schaffung eines eigenen Gemeindewappens wieder intensiviert, es entstand ein neuer Entwurf, der in das amtliche Siegel der Gemeinde aufgenommen wurde. Dieses damalige inoffizielle Wappen hatte die Eismadonna als Wappenbild vorgesehen. Mit Rücksicht darauf, dass mehrere Gemeinden im Raum Pinzgau von langer Zeit her auch die Madonna als Wappensymbol führten, hat man von dieser Art der Wappengestaltung abgeraten.

Da bot sich in den Folgejahren doch immer wieder die Verbindung mit den Namen Brücke über den Fluss, zusammen etwa mit einem Bischofsstab, versinnbildlichend die enge Zugehörigkeit zu dem Herrn auf Schloss Fischhorn, dem Bischof von Chiemsee, an. Diese Art der Darstellung stieß bei den Heraldikern aber auf wenig Begeisterung.

Nach langem Überlegen entschloss man sich dann doch zu einem sogenannten sprechenden Wappen, das von Prof. Mag. Gerd Nowotny geschaffen wurde und das dann von der Salzburger Landesregierung am 17. September 1976 der Gemeinde auch verliehen wurde: Dieses Wappen zeigt im silbernen Schild einen grünen dreispitzigen Berg, davor eine silberne zweijochige Brücke über einem blauen Fluss.

Es wird also im Wappen durch die Brücke über die Salzach der Name des Ortes ausgedrückt und die Verbindung mit St. Georgen wird durch die symbolisierte Berggruppe der "Drei Brüder" zum Ausdruck gebracht.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Bruck an der Großglocknerstraße hat 21 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2014 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Herbert Reisinger (SPÖ).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bruck an der Großglocknerstraße
  • Kath. Pfarrkirche hl. Maria in Bruck
  • Franziskanerkirche hl. Antonius von Padua in Hundsdorf
  • Kath. Pfarrkirche hl. Georg in St. Georgen
  • Schloss Fischhorn
  • Schloss Heuberg
  • Walchergut [3]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Großglockner-Hochalpenstraße verbindet als hochalpine Gebirgsstraße die beiden österreichischen Bundesländer Salzburg und Kärnten. Die von Bruck nach Heiligenblut führende Straße ist 47,8 km lang.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Georg Griessner (* 1948), Präsident des Salzburger Landtags und Bürgermeister von Bruck

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bruck an der Großglocknerstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. ORF-Bericht vom 18. März 2007 über die archäologische Fundstätte in Fischhorn (Version vom 7. Juli 2007 im Internet Archive)
  3. Dehio Salzburg 1986