Brummer-Klasse (1915)

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Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge)
Klassendetails
Schiffstyp: Kleiner Kreuzer
(Minenkreuzer)
Dienstzeit: 1916 – 1919
Einheiten: 2
Schwesterschiffe
SMS Brummer (1915)
SMS Bremse (1916)
Technische Daten
Länge: 135 m
Breite: 13,2 m
Tiefgang: 4,8 m
Wasserverdrängung: Konstruktion: 4.385 t
Maximal 5.856 t
Antrieb:
Geschwindigkeit: 28,5 kn
Reichweite: 5800 sm bei 12 kn
1400 sm bei 25 kn
Brennstoffvorrat:
Bewaffnung:
  • 4 × 15 cm L/45 Schnelladekanonen C/16
  • 2 × 8,8 cm L/45 Flak
  • 2 × 50 cm-Torpedorohre
Panzerung:
  • Gürtel: 40 mm
  • Deck: 15 mm
  • Kommandostand: 20 – 100 mm
  • Geschützschilde: 50 mm
Besatzung: 310 Mann

Die Brummer-Klasse war eine aus zwei Einheiten bestehende Klasse von Minenkreuzern der ehemaligen Kaiserlichen Marine.

Bei der Stettiner Vulcan-Werft befanden sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs vier leistungsstarke Turbinensätze für den russischen Schlachtkreuzer-Neubau Navarin in der Endfertigung, die auf Grund der Umstände aber nicht mehr ausgeliefert wurden. Deutscherseits kam sehr schnell die Überlegung auf, diese Maschinen zu nutzen und sie in einem eigenen Kreuzerneubau zu verwenden. Da die Seemine zu diesem Zeitpunkt bereits ihren Offensivwert unter Beweis gestellt hatte, wurden die neuen Schiffe als schnelle Minenkreuzer und Aufklärer konzipiert. Die Entwicklungszeit war relativ kurz, da man sich vom Entwurf an den neueren Flottenkreuzern orientierte und sich die Maschinenanlage bereits in der Endfertigung befand.

Entwurf[Bearbeiten]

Da Seeminen eine Hauptwaffe bilden sollten, wurde eine hohe Transportkapazität angestrebt, statt der üblicherweise 120 konnten bis zu 400 Seeminen transportiert werden. Aus Gewichtsgründen wurde die Hauptartillerie im Vergleich zu den vorhergehenden Kleinen Kreuzern auf vier 15-cm-Geschütze verringert und die Panzerstärken halbiert. Da diese Klasse vorzugsweise in feindlichen Gewässern operieren sollte, strebte man eine hohe Durchschnitts- und Endgeschwindigkeit an, die mit dem vermehrten Einsatz von ölgefeuerten Kesseln erreicht wurde. Auch legte man, um bei Operationen nicht sofort als deutsches Schiff identifiziert zu werden, großen Wert auf optische Ähnlichkeit zu britischen Kreuzern: Die Brummer-Klasse ähnelte sehr den britischen Leichten Kreuzern der Arethusa-Klasse, das heißt drei Schornsteine, eleganter Klipperbug und ein (vorderer) Großmast.

Literatur[Bearbeiten]

  • Erwin Strohbusch: Kriegsschiffbau seit 1848, Deutsches Schifffahrtsmuseum, Bremerhaven 1984
  • Erich Gröner, Dieter Jung und Martin Maass: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945 Band 1. Bernard & Graefe Verlag, München 1982, ISBN 3-7637-4800-8.
  • Gerhard Koop/Klaus-Peter Schmolke: Kleine Kreuzer 1903–1918, Bremen bis Cöln-Klasse, Band 12 Schiffsklassen und Schiffstypen der deutschen Marine, Bernard & Graefe Verlag München, 2004, ISBN 3-7637-6252-3