Bruno Bleckmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bruno Bleckmann (* 15. Januar 1962 in Heidelberg) ist ein deutscher Althistoriker.

Bruno Bleckmann studierte von 1983 bis 1989 in Würzburg, Münster und Köln Geschichte, Latein und Romanische Philologie. 1992 wurde er in Köln in Alter Geschichte mit einem Thema zur Reichskrise des 3. Jahrhunderts promoviert, und 1996 habilitierte er sich mit einer Arbeit über Athens Weg in die Niederlage. Die letzten Jahre des Peloponnesischen Kriegs (411 v. Chr.–404 v. Chr.) in Göttingen, wo er von 1994 bis 1998 beschäftigt war. Er bekleidete anschließend Professuren an der Universität Straßburg und der Universität Bern, bevor er im Wintersemester 2003/04 die Professur für Alte Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf übernahm. Einen Ruf an die Universität Göttingen, auf die im Rahmen der Exzellenzinitiative neugeschaffene Christian-Gottlob-Heyne-Professur für Alte Geschichte, lehnte er 2007 ab. Seit dem 1. März 2011 ist Bleckmann Dekan der Philosophischen Fakultät seiner Universität. In dieser Funktion wurde er auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als er am 5. Februar 2013 die Aberkennung des Doktorgrades für die Bildungsministerin Annette Schavan verkündete.[1]

Bleckmann beschäftigt sich hauptsächlich mit der antiken Geschichtsschreibung (klassisches Griechenland, die Römische Republik und die Spätantike) und der damit zusammenhängenden Quellenkritik. Daneben gilt er als Experte für die Reichskrise des 3. Jahrhunderts. Außerdem war er von 1998 bis 2010 Mitherausgeber des Göttinger Forums für Altertumswissenschaft, in dem er auch mehrere Aufsätze veröffentlicht hat.

Schriften[Bearbeiten]

  • Die Germanen. Von Ariovist zu den Wikingern. München 2009, ISBN 978-3-406-58476-3. (Rezension)
  • Konstantin der Große. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1996 (mittlerweile 3. Auflage 2007), ISBN 978-3-499-50556-0 (rowohlts monographien).
  • Der Peloponnesische Krieg. München 2007, ISBN 3-406-55388-5
  • Herodot und die Epoche der Perserkriege. Köln u.a. 2007, ISBN 3-412-08406-9
  • Fiktion als Geschichte. Neue Studien zum Autor der Hellenika Oxyrhynchia und zur Historiographie des vierten vorchristlichen Jahrhunderts. Göttingen 2006; ISBN 3-525-82549-8. (Besprechung in Bryn Mawr Classical Review)
  • Die römische Nobilität im Ersten Punischen Krieg. Untersuchungen zur aristokratischen Konkurrenz in der Republik. Berlin 2002; ISBN 3-05-003738-5.
  • Athens Weg in die Niederlage. Die letzten Jahre des Peloponnesischen Kriegs. Stuttgart u.a. 1998; ISBN 3-519-07648-9. (Besprechung in Bryn Mawr Classical Review)
  • Die Reichskrise des III. Jahrhunderts in der spätantiken und byzantinischen Geschichtsschreibung. Untersuchungen zu den nachdionischen Quellen der Chronik des Johannes Zonaras (zugl. Diss.), München 1992, ISBN 3-88073-441-0 .

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Verfahren gegen Bildungsministerin: Uni Düsseldorf erkennt Schavan den Doktortitel ab