Bruno Le Maire

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Bruno Le Maire

Bruno Le Maire (* 15. April 1969 in Neuilly-sur-Seine) ist ein französischer Politiker und war vom 23. Juni 2009 bis zum 15. Mai 2012 Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei in der Regierung von François Fillon.

Biografie[Bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch erhielt er 1989 die Zulassung zu einem Studium der französischen Literatur an der École normale supérieure (ENS) mit einer Monografie über „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust in der Neuausgabe von Jean-Yves Tadié. Nach weiteren Arbeiten über zeitgenössische Literatur schloss er das Literaturstudium 1992 mit einem Diplom ab und absolvierte danach Studien am Institut für politische Studien (Institut d'études politiques) in Paris sowie der École nationale d’administration (ENA).

Nach Beendigung der Ausbildung an der ENA trat er in das Außenministerium ein, wo er Mitarbeiter in der Direktion für Strategie, Sicherheit und Abrüstung wurde. Dabei kam es zur Zusammenarbeit mit dem damaligen Generalsekretär des Präsidentialamtes, Dominique de Villepin. Als dieser zwischen 2002 und 2004 Außenminister war, war Le Maire einer seiner engsten Mitarbeiter während der Irakkrise 2002 bis 2003. Als de Villepin von März 2004 bis Mai 2005 Innenminister war, gehörte er wiederum dessen engstem Mitarbeiterstab an.

Nachdem de Villepin am 31. Mai 2005 Premierminister wurde, wurde Le Maire zunächst dessen Politischer Berater. Am 12. Juli 2006 wurde er dann von diesem zum Kabinettsdirektor berufen, nachdem der bisherige Kabinettsdirektor Pierre Mongin Generaldirektor der RATP wurde. Das Amt des Kabinettsdirektors behielt Le Maire bis zum Ende von de Villepins Amtszeit am 15. Mai 2007.

Als Kandidat der Union pour un mouvement populaire (UMP) kandidierte er bei den Parlamentswahlen im Juni 2007 erfolgreich für ein Abgeordnetenmandat in der Nationalversammlung. Dabei übernahm er das Mandat im 1. Wahlkreis des Départements Eure von seinem Parteifreund, dem bisherigen Präsidenten der Nationalversammlung Jean-Louis Debré, der zum Präsidenten des Verfassungsrates berufen wurde. Das Abgeordnetenmandat übte er bis zum 13. Januar 2009 aus. Zugleich war Le Maire bis zum 16. März 2008 auch Mitglied des Gemeinderates von Évreux.

Im April 2008 wurde er zunächst Politischer Berater der UMP und übernahm dann am 12. Dezember 2008 von Jean-Pierre Jouyet das Amt des Staatssekretärs für Europa im Außenministerium sowie des Beauftragten für die Deutsch-französische Freundschaft,[1][2] nach dem dieser Präsident der Finanzmarktaufsicht (Autorité des marchés financiers) wurde. Am 23. Juni 2009 wurde er dann von Präsident Nicolas Sarkozy zum Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei als Nachfolger von Michel Barnier im Kabinett von Premierminister François Fillon ernannt.,[3] sein Nachfolger in dem Amt wurde im Mai 2012 Stéphane Le Foll.

Für die Regionalratswahlen 2010 wurde er auf der Liste der UMP zum Spitzenkandidaten seiner Partei für die Region Haute-Normandie gewählt und erhielt dabei 1.502 Stimmen.

Privates[Bearbeiten]

Le Maire beherrscht neben Französisch auch Englisch und Deutsch.

Im Film La Conquête von Xavier Durringer über den Präsidentschaftswahlkampf von Nicolas Sarkozy im Jahre 2007 wurde er vom Schauspieler Emmanuel Noblet dargestellt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bruno Le Maire – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Bruno Le Maire neuer Beauftragter für die deutsch-französische Zusammenarbeit" (12. Dezember 2008)
  2. Germanist und Deutschlandkenner "Bruno Le Maire neuer Staatssekretär für Europa"
  3. "Nicolas Sarkozy bildet Kabinett zum dritten Mal um. Bruno Le Maire neuer Landwirtschaftsminister"
  4. Der Politiker und der Maestro. In: FAZ. 2. Januar 2013, S. 29.