Bruno von Segni

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Bruno von Segni (auch Bruno von Aste, * zwischen 1045 und 1049 in Solero bei Asti; † 18. Juli 1123 in Segni, Italien) war Geistlicher und Bischof von Segni.

Bruno wurde im Benediktinerkloster San Perpetuo bei Asti erzogen und ging nach Bologna zum Studium der Artes liberales. Zwischen 1070 und 1080 war er Kanoniker von Siena. Die Reformvorschläge von Gregor VII. wurden von ihm unterstützt, auf der Synode von 1079 trat er gegen Berengar von Tours und seine Lehre von der Eucharistie auf.

1079 wurde er wohl auf Betreiben des Papstes zum Bischof von Segni gewählt, der erste sichere Nachweis geht auf die römische Synode im Mai 1092 zurück. Ungeklärt ist, ob Segni damals ein Bistum mit Kardinalsrang war, oder ob Bruno diese Stellung seiner persönlichen Wertschätzung durch den Papst verdankte. Dieses Bischofsamt hatte Bruno bis zu seinem Tode inne. Sein Rückzug als Mönch nach Monte Cassino aus gesundheitlichen Gründen im Jahre 1102 und seine Wahl zum Abt 1107 wurde von Paschalis II. nur unter der Bedingung akzeptiert, daß er seine Diözese weiter verwaltete und vierzig Tage im Jahr für eine Tätigkeit im Dienste der römischen Kurie zur Verfügung stünde. Brunos polemischer Widerstand gegen das Pravilegium von 1111 (Vertrag von Ponte Mammolo) bot Paschalis die Gelegenheit, Bruno seine Doppelfunktion in der Hierarchie zu untersagen und ihn auf das Bischofsamt zu beschränken.

Eine seiner bleibenden Leistungen besteht in der Kapiteleinteilung und den exegetischen Kommentaren zur Johannes-Apokalypse.

Er wurde 1181 oder 1183 von Papst Lucius III. heiliggesprochen. Sein Festtag wird am 18. Juli begangen.

Literatur[Bearbeiten]

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