Bußpsalm

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Die Bußpsalmen (lat. Psalmi Poenitentialis) sind eine Reihe von Psalmen, die das Bekenntnis von Schuld als Thema haben.

Es handelt sich um die folgenden Psalmen, deren Titel sowohl auf Latein als auch nach der Lutherübersetzung 1984 angegeben sind:

  • Psalm 6 LUT: Domine, ne in furore; Bußgebet in Anfechtung
  • Psalm 32 LUT: Beati quorum remissae; Vom Segen der Sündenvergebung
  • Psalm 38 LUT: Domine, ne in furore; In schwerer Heimsuchung
  • Psalm 51 LUT: Miserere mei, Deus; Gott, sei mir Sünder gnädig!
  • Psalm 102 LUT: Domine, exaudi; Gebet um Wiederherstellung Zions
  • Psalm 130 LUT: De profundis; Aus tiefer Not
  • Psalm 143 LUT: Domine, exaudi; Bitte um Verschonung und Leitung

In der Zählung der Vulgata sind dies die Psalmen 6, 31, 37, 50, 101, 129 und 142.

Die Zusammenstellung der Gruppe geht zurück auf Augustinus von Hippo.

Die Bußpsalmen hatten einen besonderen Platz in der Liturgie der Karwoche und sind häufig vertont worden. Am bekanntesten wurde dabei die Fassung von Orlando di Lasso: Psalmi Davidis poenitentiales aus dem Jahr 1584. Zum 51. Psalm, Miserere, gibt es etliche Vertonungen, unter anderem von Gregorio Allegri und Josquin des Prez. Auch die Vertonungen des 130. Psalm, De profundis, gehören zu den Klassikern der Kirchenmusik. In der Barockmusik bildet der Text des Psalms die Grundlage der KantateAus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ von Johann Sebastian Bach.

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