Bubenheim (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bubenheim
Bubenheim (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bubenheim hervorgehoben
49.62758.1180555555556200Koordinaten: 49° 38′ N, 8° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Göllheim
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 2,94 km²
Einwohner: 433 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67308
Vorwahl: 06355
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 012
Adresse der Verbandsverwaltung: Freiherr-vom-Stein-Straße 1 - 3
67307 Göllheim
Webpräsenz: www.vg-goellheim.de
Ortsbürgermeister: Günther Mack
Lage der Ortsgemeinde Bubenheim im Donnersbergkreis
Obermoschel Niedermoschel Unkenbach Finkenbach-Gersweiler Waldgrehweiler Schiersfeld Sitters Alsenz Oberndorf (Pfalz) Mannweiler-Cölln Winterborn (Pfalz) Kalkofen (Pfalz) Niederhausen an der Appel Münsterappel Oberhausen an der Appel Gaugrehweiler Seelen Rathskirchen Teschenmoschel Bisterschied Ransweiler Stahlberg Bayerfeld-Steckweiler Sankt Alban (Pfalz) Gerbach Würzweiler Ruppertsecken Dielkirchen Katzenbach (Donnersbergkreis) Schönborn (Pfalz) Dörrmoschel Reichsthal Gundersweiler Gehrweiler Imsweiler Rockenhausen Höringen Schweisweiler Falkenstein (Pfalz) Winnweiler Lohnsfeld Wartenberg-Rohrbach Münchweiler an der Alsenz Gonbach Sippersfeld Breunigweiler Imsbach Börrstadt Steinbach am Donnersberg Ramsen (Pfalz) Kerzenheim Eisenberg (Pfalz) Göllheim Dreisen Standenbühl Lautersheim Biedesheim Ottersheim Bubenheim (Pfalz) Zellertal Einselthum Immesheim Albisheim (Pfrimm) Rüssingen Weitersweiler Marnheim Bennhausen Jakobsweiler Dannenfels Bolanden Kirchheimbolanden Mörsfeld Kriegsfeld Oberwiesen Orbis Morschheim Ilbesheim (Donnersbergkreis) Bischheim (Donnersberg) Rittersheim Stetten (Pfalz) Gauersheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Alzey-Worms Landkreis Kusel Landkreis Kaiserslautern Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Bubenheim ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Göllheim an.

Geographie[Bearbeiten]

Bubenheim liegt nördlich des Naturparks Pfälzerwald, zwischen Kaiserslautern und Worms. Westlich befindet sich Ottersheim, nördlich Zellertal und im Süden liegt Biedesheim. Durchflossen wird Bubenheim vom Ammelbach.

Bedeutendstes Bauwerk ist die romanische St. Peterskirche, von 1163. Sie gilt als älteste romanische Dorfkirche der Pfalz und wurde von dem Priester Gottfried von Beselich erbaut, dessen Bauinschrift und Bilddarstellung sich dort erhalten hat.

Zu Bubenheim gehören auch die Wohnplätze Borkensteinermühle, Dörrmühle und Kalkwerk.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Aus der Steinzeit sind Spuren einer bandkeramischen Siedlung an der Borkensteiner Mühle erhalten; aus der Eisenzeit wurden Bestattungen der Urnenfelderkultur bzw. der älteren Latènezeit entdeckt.[3]

Bubenheim ist eine fränkische Gründung des 6./7. Jahrhunderts und gehörte zum Wormsgau. 1140 wird der Ort erstmals in der Schreibung Bubinheim (= Heim des Bobo) urkundlich erwähnt, als Graf Ludwig III. von Arnstein Bubenheim der neu gestifteten Prämonstratenserabtei Arnstein (Lahn) übertrug. Die Vogteirechte lagen zuerst bei der Pfalzgrafschaft, dann bei Kurpfalz. 1478 wurde Bubenheim an das St. Martinsstift in Worms verkauft. Die Oberhoheit lag jedoch auch weiterhin bei Kurpfalz (Unteramt Dirmstein; ab 1705 Unteramt Freinsheim im Oberamt Alzey).[3]

Bubenheim entstand als Haufendorf rechts des Ammelbaches. Der Gründungskern ist identisch mit dem herrschaftlichen sog. Großen Hof südwestlich der Kirche des 11. Jhdts., die in einem befestigten Friedhof lag. Im Spätmittelalter entstand eine erste Bebauung an der heutigen Hauptstraße. 1452 werden Dorfmühle und -backhaus erstmals erwähnt. 1491 zählte Bubenheim 12 Herdstellen. 1535 wird eine befestigte Toranlage und 1580 die Einfriedung durch Bannzäune erstmals erwähnt. Infolge des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) zählte Bubenheim 1667 nur noch 56 Einwohner. Im 18. Jahrhundert erfolgte ein erheblicher Bevölkerungszuwachs.[3]

1794 endet die Feudalherrschaft mit der Besetzung der Pfalz durch französische Revolutionstruppen. 1797 wurde Bubenheim mit der gesamten Pfalz dem französischen Staatsgebiet einverleibt und gehörte seit 1798 dem Kanton Göllheim im Département du Mont-Tonnerre an.

Nach einer Phase der österreichisch-bayerischen Verwaltung (1814-1816) kam die Pfalz 1816 an Bayern, wo sie bis 1946 verblieb. Bubenheim wurde 1818 in das Landkommissariat (seit 1862 Bezirksamt) Kirchheimbolanden eingegliedert. 1938 wurde das Bezirksamt Kirchheimbolanden in Landkreis Kirchheimbolanden umbenannt, der nach 1946 Teil des Landes Rheinland-Pfalz wurde. 1969 wurden die rheinland-pfälzischen Landkreise Kirchheimbolanden und Rockenhausen zum Donnersbergkreis vereinigt.[3]

St. Peterskirche Bubenheim, die älteste romanische Dorfkirche der Pfalz

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bubenheim besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat sechs Ratsmitglieder an.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Schwarz auf einem silbernen Pferd der Heilige Sankt Martin in goldenem Gewand und roter Kopfbedeckung, in der rechten Hand ein silbernes Schwert, damit sein Gewand teilend, vor ihm knieend ein Bettler“.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Es besteht eine Partnerschaft mit der thüringischen Gemeinde Oberbösa.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In kurzer Entfernung befinden sich die A 63 im Westen, die A 6 im Süden und die A 61 im Osten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bubenheim (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 89 (PDF; 2,3 MB)
  3. a b c d Dieter Krienke (Bearbeiter), Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 15: Donnersbergkreis, Wernersche Verlagsbuchhandlung, Worms 1998, S. 191; ISBN 3-88462-153-X
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen