Bubna (Adelsgeschlecht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stammwappen derer von Buben (Bubna)

Die Herren von Bubna (auch Bubna von Dolan, Buben z Dolan[1]; tschechisch z Bubna, auch Bubnové) waren ein altes böhmisches Adelsgeschlecht. Ihre Stammburg Buben[2] ist als Ruine erhalten. Sie liegt bei Plešnice (Plesnitz) im Okres Plzeň-sever.

1415 teilte sich die Familie in die beiden Linien

  • „von Bubna und Lititz“ (Bubnové z Litic) und
  • „Warlich von Bubna“ (Varlichové z Bubna).

Geschichte[Bearbeiten]

Ruine der Burg Buben

Die Geschichte des Geschlechts der Bubna reicht bis ins 10. Jahrhundert. Einige Forscher vermuten, dass die Familie des böhmischen Uradels ursprünglich „Warlych“ hieß und erst später das Prädikat „von Bubna“ (z Bubna) annahm.

Urkundlich erscheint die Familie im Jahre 1394 mit dem „famosus vir Stacho cliens de Hradeck“ von der Burg Buben (dem famosen Mann Stacho[3], ehrbarer Knecht/Lehensmann von Hradeck). Stach Buben von Dolan bekleidete das Amt eines königlichen Burggrafen von Neubidschow und Pottenstein.

Von Bubna und Lititz[Bearbeiten]

Burg Litice

Die urkundlich gesicherte Geschlechterfolge des Grafenhauses von Bubna und Lititz (Bubna z Litic) beginnt mit Nikolaus von Bubna (Mikuláš z Bubna) und Otto von Bubna, den Enkeln des Hermann von Bubna (1532–1552).

Nikolaus von Bubna erwarb 1562/1563 von Václav Okrouhlický von Kněnice die Burg Lititz mit der zugehörigen Herrschaft. Nachdem er 1575 auch die zweite Hälfte des Städtchens Senftenberg erwarb, benutzte er als erster das Prädikat „von Bubna und Lititz“. Vor 1600 errichtete er in Senftenberg ein Renaissance-Schloss, das er zum Sitz der neu gebildeten Herrschaft Senftenberg bestimmte.

Die beiden Brüder Heinrich Johann und Kunata Jaroslaw von Bubna und Lititz wurden am 8. November 1629 in den böhmischen Freiherrnstand sowie am 18. Juli 1644 in den böhmischen Grafenstand erhoben. Letzter Eigentümer der Burg Lititz war Franz Adam von Bubna und Lititz (František Adam z Bubna a z Litic), der sie 1809 an Weriand Alfred zu Windisch-Graetz verkaufte.

Warlich von Bubna[Bearbeiten]

Das Geschlecht der Warlich von Bubna (Varlichové z Bubna) spaltete sich in eine ritterliche und eine freiherrliche Linie. Am 1. Juli 1860 wurde K. K. Generalmajor Franz Warlich von Bubna in den österreichischen Freiherrenstand erhoben.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen der Linie Bubna von Lititz
  • Das Stammwappen von Bubna: Es zeigt in Blau eine silberne Heerespauke. Kleinod: Schildesfigur, mit drei silbern-blau-silbernen Straußenfedern besteckt. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken eine zweite Pauke.
  • Das Wappen Warlich von Bubna: Es zeigt in Blau eine schräg gelegte goldene Infanterietrommel. Kleinod: Die Trommel schräge vor drei blau-silbernen Straußfedern. Decken: blau-golden.
  • Das Wappen der Grafen von Bubna und Lititz: Von Silber und Blau gespalten. Vorne schräge ein rote Trommel, hinten Kopf und Hals eines goldenen Löwen aus einer goldenen Krone wachsend. Zwei Helme: 1. Drei blau-silbern-rote Straußfedern. Decken: blau-silbern. 2. Kopf und Hals eines goldenen Löwen, aus der Helmkrone wachsend. Decken: blau-golden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Besitzungen[Bearbeiten]

Burgen und Schlösser[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Genealogisches Handbuch des Adels, zuerst in Band 10, 1955, zuletzt in Band 28 von 1962 Adelslexikon
  • Die Genealogie der gräflichen Linie findet sich in den alten Gothas von 1839 bis 1940.
  • Die Genealogie der freiherrlichen Linie findet sich in den alten Gothas von 1862 bis 1942 (anfangs unter Bubna, später unter Warlich).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bubna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach dem Ort Dollana bei Lohowa
  2. z Bubna = Deklination von Buben; deutsche Bedeutung: Pauke oder Trommel
  3. Stacho = vermutlich Eustachius?
  4. Genealogie Waldburg-Zeil