Buch der Oden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Buch der Oden (griechisch ΩΔΑΙ, "Lieder") ist Bestandteil der Septuaginta. Es ist auf griechisch verfasst und enthält 14 Lieder, von denen die Mehrzahl wörtlich aus den ins Griechische übersetzen Büchern des Alten Testaments übernommen sind (Oden 1-8 und 10-11). Andere Lieder stammen aus dem Neuen Testament (Oden 9 und 13), aus jüdischer (Ode 12, das Gebet des Manasse) oder christlicher (Ode 14) Gebetstradition. Das Buch der Oden findet sich im Anhang griechischer Psalter-Handschriften seit dem 5. Jh. n. Chr.

Die ersten neun Oden, welche den ursprünglichen Kern des Buches bilden, spielen eine gewichtige Rolle in der byzantinischen Liturgie. Sie dienen als thematische Inspiration für eine umfangreiche Sammlung von jeweils acht oder neun zusammengehörigen kürzeren liturgischen Texten. Dabei greift jeweils einer dieser Texte das spirituelle Thema der entsprechenden Ode auf und verbindet es mit dem Thema der Tagesliturgie. Außer an bestimmten Bußtagen wird die zweite Ode (das Lied des Mose am Ende des Deuteronomium) mit ihrer bitteren Bußthematik übersprungen.

Weblink[Bearbeiten]

Ausgaben und Übersetzungen[Bearbeiten]

 Wikisource: Die Oden im griechischen Urtext – Quellen und Volltexte
  • Das Buch der Oden, in: Septuaginta Deutsch. Das griechische Alte Testament in deutscher Übersetzung, Stuttgart 2009, S. 899-914.