Buchbach (Oberbayern)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Buchbach
Buchbach (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Buchbach hervorgehoben
48.31666666666712.283333333333449Koordinaten: 48° 19′ N, 12° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Höhe: 449 m ü. NHN
Fläche: 28,85 km²
Einwohner: 3051 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84428
Vorwahl: 08086
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 114
Gemeindegliederung: 80 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt Buchbach
Marktplatz 1
84428 Buchbach
Webpräsenz: www.buchbach.de
Bürgermeister: Thomas Einwang jun. (CSU / Parteifreie-WVR)
Lage der Gemeinde Buchbach im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer Hart Zangberg Waldkraiburg Unterreit Taufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn) Schwindegg Schönberg (Oberbayern) Reichertsheim Rechtmehring Rattenkirchen Polling (bei Mühldorf am Inn) Obertaufkirchen Oberneukirchen (Oberbayern) Oberbergkirchen Niedertaufkirchen Niederbergkirchen Neumarkt-Sankt Veit Mühldorf am Inn Mettenheim (Bayern) Maitenbeth Lohkirchen Kraiburg am Inn Kirchdorf (bei Haag in Oberbayern) Jettenbach (Oberbayern) Heldenstein Haag in Oberbayern Gars am Inn Erharting Egglkofen Buchbach (Oberbayern) Aschau am Inn Ampfing Landkreis Landshut Landkreis Rottal-Inn Landkreis Rosenheim Landkreis Ebersberg Landkreis Altötting Landkreis Erding Landkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild

Buchbach ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn.

Geografie[Bearbeiten]

Buchbach: Rathaus "erbaut anno 1988" (1200-Jahr-Feier) und Kirche St. Jakob
Buchbach: Marktplatz
Mariä Himmelfahrt, Ranoldsberg

Geografische Lage[Bearbeiten]

Buchbach liegt in der Region Südostoberbayern im Alpenvorland inmitten des tertiären Hügellandes zwischen den Tälern der Vils im Norden und der Isen im Süden. Buchbach grenzt direkt an die Landkreise Erding und Landshut. Die Landeshauptstadt München ist rund 63 km entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Buchbach hat 80 amtlich benannte Ortsteile[2]:

  • Adlding
  • Au
  • Besenbuchbach
  • Bichlhub
  • Bilberg
  • Breitenau
  • Buchbach
  • Diemeck
  • Dötzkirchen
  • Eiching
  • Einstetting
  • Ella
  • Ellaberg
  • Endsgraben
  • Engolding
  • Erlach
  • Felizenzell
  • Fischbach
  • Geiersberg
  • Geiselbrechting
  • Gosselding
  • Greilhub
  • Grund
  • Gumpolding
  • Hagmering
  • Hasenwinkel
  • Heimpolding
  • Hinterholzen
  • Hohending
  • Höpfing
  • Iglberg
  • Kagen
  • Kastenberg
  • Kienrathing
  • Kindlbuch
  • Konrading
  • Kumpfmühle
  • Langenloh
  • Lehertshub
  • Linden
  • Litzelkirchen
  • Loiperding
  • Mauth
  • Moos
  • Nebelhub
  • Neuhäusl
  • Neuseidlthal
  • Niederhub
  • Niederloh
  • Oberbonbruck
  • Oberhub
  • Oberloh
  • Öd
  • Odering
  • Oseneck
  • Ottenloh
  • Peitzing
  • Pfarrhof
  • Pflegöd
  • Plattenberg
  • Plessenberg
  • Praßl
  • Ranetsham
  • Ranoldsberg
  • Remelberg
  • Rundbuch
  • Schmiedberg
  • Schwaig
  • Sicking
  • Spagelsöd
  • Stadlhub
  • Steeg
  • Sterneck
  • Stifthub
  • Thal
  • Waldpolding
  • Wies
  • Witzling
  • Zeil
  • Zelg

Es gibt die Gemarkungen Buchbach, Felizenzell, Ranoldsberg und Walkersaich.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Urkundlich erwähnt wurde Buchbach zum ersten Mal 788. Von 928 bis zur Säkularisation 1803, mit einer kurzzeitigen Unterbrechung von 1266-75 (Herzogtum Bayern), gehörte der Ort Buchbach zum Erzstift Salzburg, und bildete eine geschlossene Hofmark innerhalb des Etters, welche 1803 aufgehoben wurde. Seit 1266 wurde er als Markt urkundlich geführt. Ab 1803 war er ein Teil des Kurfürstentums und späteren Königreichs Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ranoldsberg eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1973 kamen Gebiete der aufgelösten Gemeinde Walkersaich hinzu.[4] Am 1. Mai 1978 folgte der größere Teil der aufgelösten Gemeinde Felizenzell, die bis dahin dem Landkreis Landshut angehörte.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 2.207 Einwohner
  • 1987: 2.475 Einwohner
  • 2000: 3.041 Einwohner
  • 2006: 3.139 Einwohner
  • 2007: 3.133 Einwohner
  • 2008: 3.120 Einwohner
  • 2009: 3.130 Einwohner
  • 2011: 3.121 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Thomas Einwang (CSU/Parteifreie).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.778.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 744.000 €.

Die Gemeinde beteiligt sich am Ostbündnis.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Buchbach zeigt in rotem Schild unten einen Dreiberg, der mittlere ist erhöht und auf ihm steht eine Buche. In der Mitte des Schildes fließt quer ein Bach, dargestellt durch einen Wellenbalken. Baum und Laub tragen die natürlichen Farben.

Sport[Bearbeiten]

Der bekannteste Sportverein Buchbachs ist der Mehrspartenverein TSV Buchbach, der in die Abteilungen Fußball, Stockschießen, Ski, Tennis, Turnen gegliedert ist. Die Fußballabteilung spielt seit 2012 in der Regionalliga Bayern. Die Stockschützen des TSV Buchbach schießen in der höchsten Liga, der Bundesliga-Süd.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier, im produzierenden Gewerbe 467 und im Bereich Handel und Verkehr 173 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 186 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 900. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 103 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.316 ha. Davon waren 1.752 ha Ackerfläche und 562 ha Dauergrünfläche.

Freizeit[Bearbeiten]

Wenige Kilometer westnordwestlich von Buchbach, in der Nähe von Felizenzell, liegt der Badesee Loaner See mit Campingplatz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche Sankt Jakobus der Ältere. Überkuppelter Zentralbau im Barockstil, Neubau 1764-gegen 1770 nach den Plänen des Salzburger Architekten Wolfgang Hagenauer.
  • Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Ranoldsberg. Der erste Kirchenbau geht auf das Ende des 13. Jahrhunderts zurück. 1507 Weihe des spätgotischen Nachfolgebaus, der für notwendig erachtet wurde um dem angewachsenen Strom von Wallfahrern mehr Platz zu bieten. Ab 1723 wurde die Kirche im Zeitgeschmack innen und außen umgestaltet, barockisiert. Das 18. Jahrhundert war die Blüte der Wallfahrt. 1883 fand wiederum innen und außen die neugotische Umwandlung (Regotisierung), das heutige Erscheinungsbild seine Vollendung.
  • Historische Fassaden am Marktplatz mit Marienbrunnen
  • Schlosskapelle des ehemaligen Wasserschlosses Steeg (Filialkirche St. Marien)

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Buchbach (Oberbayern)

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 137 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 23 Lehrern und 394 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Hans Rambold (* 9. Mai 1954 in Buchbach), 1. Bürgermeister der Gemeinde Buchbach von 1998 bis 2008, Abgeordneter im Bayerischen Landtag (CSU) von 2003 bis 2008

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Wallner: Die "Puechpecken" - Kirche, Adel, Markt, 2001

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=395&attr=OBJ&modus=automat&tempus=20120103/234334&hodie=20120103/234337
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 525.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 582.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 583.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Buchbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien