Buchhofen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Buchhofen
Buchhofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Buchhofen hervorgehoben
48.712.916666666667331Koordinaten: 48° 42′ N, 12° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Moos
Höhe: 331 m ü. NHN
Fläche: 15,71 km²
Einwohner: 891 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94533
Vorwahl: 09936
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 118
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Graf-Ulrich-Philipp-Platz 1
94554 Moos
Webpräsenz: http://www.gemeinde-buchhofen.de/
Bürgermeister: Ludwig Geiger (CSU/FWU)
Lage der Gemeinde Buchhofen im Landkreis Deggendorf
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Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Laurentius

Buchhofen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Moos.

Geografie[Bearbeiten]

Buchhofen liegt in der Region Donau-Wald.

Es existieren folgende Gemarkungen: Buchhofen, Ottmaring.

Geschichte[Bearbeiten]

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Schon in der Jungsteinzeit siedelten Ackerbauern auf den fruchtbaren Lößböden des Osterhofener Gäus und damit auch in der Gegend um Buchhofen. Die frühesten urkundlichen Belege stammen dagegen erst aus dem 8. Jahrhundert: Um 741 übereignete der Agilolfingerherzog Odilo dem neu gegründeten Kloster Altaha/Altach/Niederaltaich 28 Mansen/Huben von Poohofa/Buchhofen und Muliheim/Mühlham. Nur ein oder zwei Jahrzehnte später kam unter Herzog Tassilo, dem Sohn von Odilo, auch Puttingas/Putting mit seinen 4 Höfen an Niederaltaich. Das Kloster Obermünster in Regensburg erhielt um die Mitte des 9. Jahrhunderts ein stattliches Gut in Otmarigen/Ottmaring. Nach dem Urbar/Güterverzeichnis des Abtes Herman, verfasst in der Mitte des 13. Jahrhunderts, gehören Putting, die meisten Höfe von Buchhofen, ganz Niederottmaring/Nindorf, ein großer Teil von Oberottmaring und Maenndorf/Manndorf zum Kloster Niederaltaich. Die größten Höfe bewirtschaften die Amtleute/Amänner des Klosters: der Amann von Buchhofen und von Isarhofen. Letzterer war auch für Ottmaring zuständig. Er siedelte aber im Jahr 1650 nach Niederottmaring um, nachdem am Ende des 30-jährigen Krieges sein Hof gebrandschatzt worden war. Der Amtmann/Kämmerer von Obermünster saß auf dem Kammerhof in Ottmaring. Die Höfe der Ammer in Buchhofen und Nindorf sowie des Kammerbauern von Ottmaring tragen auch heute noch die alten Hofnamen. Erste Adelige werden in Ottmaring um die Mitte des 12. Jahrhunderts genannt. Dem einflussreichen Schweicker von Ottmaring, der um 1335 Herzog Heinrich XIV. 630 Pfund Regensburger Pfennige geliehen hatte, folgen die Edlen von Resch. Dann besitzen die Freiherren von Starzhausen von ca. 1530 bis 1778 die Hofmark von Ottmaring. Um 1700 hat der berühmte Michael Wenig u.a. auch das Schloss Ottmaring in Kupfer gestochen. Ab 1786 gehören Schloss und Hof dem Schlossbauern. Im Jahre 1149 nimmt Papst Eugen III. das Kloster Niederaltaich und die dazugehörigen Güter und Kirchen, so auch die Kirche von Buchhofen in seinen besonderen Schutz. 1682 wird Buchhofen zur Expositur und 1895 zur Pfarrei erhoben. Für die Kirche in Ottmaring stiftet der Ritter Schweicker im Jahre 1339 drei Wochenmessen. Die barocke Innenausstattung dieser Kirche wurde von Sebastian Ferdinand von Starzhausen, Hofmarksherr von Ottmaring, und seinem Bruder Richard Wenzeslaus, Domherr zu Passau, um 1740 bis 1750 gestiftet. Im Zuge der Gemeindegebietsreform entstand 1978 aus den bisher selbstständigen Gemeinden Buchhofen und Ottmaring die Gemeinde Buchhofen. Diese ist Mitglied der Verwaltungsgemeinde Moos. Wie überall erlebten auch die Bauern der Gemeinde Buchhofen in den vergangenen 50 Jahren einen tief greifenden Strukturwandel: Kuh- und Pferdeställe stehen leer, der Gesindebetrieb gehört der Vergangenheit an und der viehlose vollmechanisierte Ackerbaubetrieb prägt das Dorfbild. Sehr früh schon reagierten weit blickende Landwirte auf diese Entwicklung: bereits im Jahre 1958 gründeten sie auf Initiative von Dr. Geiersberger den ersten Maschinenring weltweit. Das Bauernhofmuseum, das Johann Schreiner 1981 auf seinem Hof in Nindorf begründete, zeigt mit seinen zahlreichen Exponaten eindrucksvoll diesen Strukturwandel von der Handarbeitsstufe mit Pferde- und Ochsenanspannung bis hin zur Vollmechanisierung. In Ottmaring wurde 2010 die Dorferneuerung erfolgreich abgeschlossen und in Buchhofen ist die Flurbereinigung schon so weit fortgeschritten, dass die Felder bereits neu verteilt werden konnten.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ottmaring eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 877, 1987 dann 926 und im Jahr 2000 954 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Ludwig Geiger (CSU/FWU).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen vom 2. März 2008 ergaben bei einer Wahlbeteiligung von 72,62 % folgendes Ergebnis:

  • CSU/FW 8 Sitze (100 %)

Steuereinnahmen[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 448 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 61 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold über einem grünen Dreiberg ein aus dem linken Schildrand hervorbrechender roter Greifenfang.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Buchhofen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 108 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 26 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 304. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 52 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2061 ha, davon waren 2046 ha Ackerfläche und 14 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Grundschule: 1 mit 4 Lehrern und 95 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 605.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Buchhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien