Buchholz in der Nordheide
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Harburg | |
| Höhe: | 72 m ü. NN | |
| Fläche: | 74,62 km² | |
| Einwohner: |
39.088 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 524 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 21244 | |
| Vorwahlen: | 04181, 04186, 04187 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WL | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 53 005 | |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 1 21244 Buchholz in der Nordheide |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wilfried Geiger (parteilos) | |
| Lage der Stadt Buchholz in der Nordheide im Landkreis Harburg | ||
Buchholz in der Nordheide ist die größte Stadt des Landkreises Harburg und nach Seevetal zweitgrößte Gemeinde des Landkreises. Sie liegt in Niedersachsen und gehört zur Metropolregion Hamburg. Sie befindet sich etwa 20 km südlich von Hamburg, etwa 120 km nördlich von Hannover und etwa 80 km nordöstlich von Bremen.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Höchste Erhebung ist der Brunsberg (129,5 m) als Teil der sich von den Harburger Bergen über den Wilseder Berg zur Hohen Heide ziehenden Endmoränen-Staffel des Drenthe II- sowie des Warthestadiums der Saaleeiszeit. Am östlichen Abhang des Brunsberges befindet sich das Höllental, ein geomorphologisch bemerkenswertes Relikt eines neuzeitlich überformten periglazialen Trockentals.
Nachbarstädte [Bearbeiten]
| Buxtehude 19 km |
Pinneberg 41 km |
Hamburg 27 km |
| Bremerhaven 90 km |
Winsen (Luhe) 23 km |
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| Bremen 80 km |
Hannover 120 km |
Lüneburg 46 km |
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Buchholz besteht aus insgesamt sechs Stadtteilen. Dies sind zum einen die Kernstadt und zum anderen die fünf Ortschaften, die alle über einen eigenen Ortsrat und Ortsbürgermeister verfügen. Die meisten Stadtteile sind wiederum in Ortsteile untergliedert, die allerdings verwaltungsrechtlich keine Bedeutung haben. Reindorf gehört zur Kernstadt und verfügt als einziger Ortsteil über einen Ortsvorsteher.
Stadtteile (nach Einwohnerzahl absteigend sortiert):
- Buchholz (Kernstadt)
- Ortsteil Reindorf
- Ortsteil Vaensen
- Ortsteil Buensen
- Holm-Seppensen
- Ortsteil Seppensen
- Ortsteil Holm-Seppensen
- Ortsteil Holm
- Steinbeck
- Ortsteil Steinbeck
- Ortsteil Meilsen
- Sprötze
- Trelde
- Ortsteil Trelde
- Ortsteil Suerhop
- Dibbersen
- Ortsteil Dibbersen
- Ortsteil Dangersen
(Aussprache: Vaensen, Buensen und Suerhop werden mit langgezogenem Vokal (Dehnungs-e), und nicht mit Umlaut ausgesprochen, in der kurhannoverschen Landesaufnahme um 1770 ist z. B. Buensen noch als Buhnsen verzeichnet)
Geschichte [Bearbeiten]
Obwohl Buchholz in den heutigen Grenzen eine recht junge Stadt ist, reicht die Geschichte weit zurück:
Ältestes Zeugnis menschlicher Besiedlung im Stadtgebiet Buchholz ist ein Lagerplatz der Hamburger Kultur (13.000–10.000 v. Chr.), der zum Ende der letzten Eiszeit angelegt wurde. Bekanntere Denkmäler aus vorgeschichtlicher Zeit sind das Großsteingrab im Klecker Wald und verschiedene Hügelgräbergruppen, die von der Einzelgrabkultur bis in spätsächsische Zeit datieren. Insgesamt sind im Stadtgebiet annähernd 560 archäologische Fundstellen bekannt.
Der Ortsteil Sprötze wurde als Sproccinla 1105, der Ortsteil Steinbeck 1331 erstmals erwähnt. 1432 wurde Buchholz erstmals im „Winsener Schatzregister“ als Dorf „Bockholte“ genannt. Es bestand damals aus wohl nur sechs Hofstellen.
Im Jahre 1527 wurde Buchholz evangelisch. 1654 wurde die erste Schule in Buchholz gebaut. Laut Amtslagerbuch des Amtes Harburg hatte Buchholz 1667 vierzehn Hofstellen, eine Schule und einen Krug. Die Ackerfläche betrug 45,5 ha. 1699 wurde der erste Feuerlöschverband gegründet. Von 1803 bis 1814 besetzten Napoleons Truppen das Dorf. In dieser Zeit wurde die Chaussee Bremen–Hamburg (heutige B 75) abseits des Dorfes gebaut. Am 15. Mai 1857 erhielt die Gemeinde Buchholz die Selbstverwaltung. Am 1. Juni 1874 wurde die Eisenbahnstrecke Hamburg–Bremen mit einem Bahnhof in Buchholz dem Verkehr übergeben. Die weitere Strecke Buchholz–Lüneburg erhielt einen eigenen Bahnhof. 1899 wurde das Imprägnierwerk (Julius Rütger aus Berlin) südlich des Bahnhofs in Betrieb genommen, mit anfangs etwa 50 Arbeitern. Um 1900 entstand ein Kalksandsteinwerk gegenüber dem Bahnhof. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde daraus eine Mehlfabrik, später eine Fassfabrik. Seit 1963 befindet sich hier die Reihenhaussiedlung Bremer Reihe. 1901 wurde die Eisenbahnstrecke Buchholz–Soltau eingeweiht. Im gleichen Jahr entstand ein Wasserwerk (besteht bis 1923). Im folgenden Jahr wurde die Eisenbahnstrecke Buchholz–Bremervörde eingeweiht (Abschnitt Buchholz–Hollenstedt 1968 stillgelegt).
Am 8. Juni 1925 wurde in Buchholz durch Otto Telschow die erste NSDAP-Ortsgruppe des nördlichen Niedersachsen gegründet. Telschow wurde später Gauleiter des Gaus Ost-Hannover, dessen Sitz bis zum Sommer 1932 in Buchholz war, bevor dieser zuerst nach Harburg und später nach Lüneburg verlegt wurde. Der Ort blieb trotz dieser Verlegung jedoch ein Zentrum nationalsozialistischer Politik in der Region. So stand in Buchholz in der Geraden Straße die am 4. November 1934 eingeweihte Ehrenhalle der Nationalsozialisten, die die wichtigste nationalsozialistische Kult- und Feierstätte im Gau Ost-Hannover war. Auf dem Schornstein der bereits erwähnten Fassfabrik an der Bremer Straße und damit in Sichtweite der „Ehrenhalle“ wehte die Hakenkreuzfahne. Diese Fahne hatten ein paar Arbeiter, die in der damals verfolgten SPD organisiert waren, bei Nacht und Nebel heruntergeholt und einige Tage versteckt. Sie wurde anonym per Post an die NSDAP nach Harburg geschickt. 1936 wurde das Teilstück Dibbersen – Sittensen der Reichsautobahn (heutige A 1) dem Verkehr übergeben.
Am 19. April 1945 rückten britische Panzer in Steinbeck ein, am 6. Juni 1945 setzte die Militärregierung einen provisorischen Gemeinderat ein. Im Gasthaus „Hohe Luft“ in Steinbeck wurde über die kampflose Übergabe der Stadt Hamburg an die Engländer verhandelt. Der Verhandlungstisch ist dort noch heute zu sehen. Am 15. Juli 1958 wurde Buchholz Stadt und erhielt am 14. Dezember 1959 den Namenszusatz „in der Nordheide“, der seit dem 1. Januar 1960 offiziell verwendet wird. Im gleichen Jahr wurden das Hallen- und Freibad Herrenheide und die Kreis-Sonderschule eingeweiht und das Abwassernetz der Stadt an den Abwasserkanal des Landkreises angeschlossen. 1981 verlor die Eisenbahnstrecke Buchholz–Lüneburg ihren Personenverkehr und wurde bis 1996 in Teilschritten endgültig stillgelegt. Der Abschnitt Buchholz–Jesteburg ist heute Teil der Güterumgehungsbahn zum Rangierbahnhof Maschen.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Dibbersen, Holm, Seppensen, Sprötze, Steinbeck und Trelde sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Itzenbüttel und Lüllau im Zuge der Gemeindereform eingegliedert.[2] Die Einwohnerzahl der Stadt erhöhte sich um 50 %.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
(jeweils am 31. Dezember, wenn nicht anders angegeben)
- 1821: 178
- 1871: 350
- 1905: 1.220
- 1925: 2.138
- 1939: 3.110
- 1945: 5.000 (geschätzte Anzahl)
- 1946: 6.003
- 1958: 7.523
- 1961: 8.574 (13.599 mit den später eingemeindeten Orten, Volkszählung am 6. Juni)[2]
- 1963: 10.364
- 1968: 13.590
- 1970: 13.726 (19.677 mit den später eingemeindeten Orten, Volkszählung am 27. Mai)[2]
- 1972: 15.273 (22.620 mit den am folgenden Tag eingemeindeten Orten, 30. Juni)
Stadt Buchholz in der Nordheide nach den Eingemeindungen
- 1972: 22.620 (1. Juli)
- 1975: 26.393
- 1998: 35.264
- 1999: 35.603
- 2000: 35.916
- 2001: 36.109
- 2002: 36.483
- 2003: 36.943
- 2004: 37.556
- 2005: 37.987
- 2006: 38.167
- 2007: 38.162
- 2010: 40.234
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Kommunalwahl 2001 [Bearbeiten]
Nach dem Wahlergebnis von 2001 waren im Stadtrat vertreten (in Klammern die Zahl der Mandate): CDU (14), SPD (13), FDP (5), Grüne (4), BUB (1), IDA (1). Der hauptamtliche Bürgermeister hat im Stadtrat ebenfalls Sitz und Stimme.
Kommunalwahl 2006 [Bearbeiten]
Bei der Kommunalwahl am 10. September 2006 erreichten bei einer Wahlbeteiligung von 52,4 % (in Klammern die Zahl der Mandate) CDU 45,3 % (17), SPD 22,3 % (8 Sitze), Bündnis 90/Die Grünen 11,9 % (4), FDP 10,0 % (4 Sitze), WASG 2,3 % (1), BUB 2,0 % (1), IDA 1,6 % (1), UWG 4,6 % (2 Sitze). Der hauptamtliche Bürgermeister hat im Stadtrat ebenfalls Sitz und Stimme.
Kommunalwahl 2011 [Bearbeiten]
Bei der Kommunalwahl am 11. September 2011 erreichten bei einer Wahlbeteiligung von 55,5 % (in Klammern die Zahl der Mandate) CDU 32,0 % (12), SPD 26,1 % (10 Sitze), Bündnis 90/Die Grünen 17,2 % (7), FDP 7,7 % (3 Sitze), Linke 2,3 % (1), Piraten 2,4 % (1), UWG 5,5 % (2 Sitze), BuLi 5,7 % (2), RRP 1,2 % (0). Der hauptamtliche Bürgermeister hat im Stadtrat ebenfalls Sitz und Stimme.
Bürgermeister [Bearbeiten]
Wilfried Geiger (parteilos)
Bürgermeisterwahl 2001 [Bearbeiten]
Im Jahr 2001 wurde mit Norbert Stein (SPD) erstmals direkt ein hauptamtlicher Bürgermeister gewählt, der gleichzeitig Chef der Verwaltung ist.
Bürgermeisterwahl 2006 [Bearbeiten]
Bei der Bürgermeister-Direktwahl am 10. September 2006 unterlag der bisherige Amtsinhaber Norbert Stein mit 32,5 % seinem Herausforderer Wilfried Geiger (parteilos) (67,5 %). Der Amtsantritt Geigers erfolgte am 1. November 2006.
Buchholzer Gemeindevorsteher und Bürgermeister seit 1869:
- 1869–1873: Hans-Heinrich Eggers
- 1873–1880: Johann Heinrich Koch
- 1880–1885: Hans-Heinrich Eggers
- 1885–1894: (Peter?) Rehm
- 1894–1900: Adolf Behrens
- 1900–1906: P. H. Albers
- 1906–1919: Adolf Behrens
- 1919–1921: Wilhelm Meister
- 1921–1924: Hermann Burgdorf (DVP)
- 1924–1928: Otto Meyer
- 1928: Hermann Soltau
- 1928–1933: Oskar Dost
- 1933–1935: Theodor Mahler (NSDAP)
- 1935–1945: Rudolf Meyer (NSDAP)
- 1945–1946: Otto Meyer
- 1946–1947: Adolf Meyer (Unabhängige)
- 1947–1948: Heinrich Fricken (SPD)
- 1948–1950: Peter Cohrs (DP)
- 1950–1955: Adolf Meyer
- 1955–1956: Friedrich Diekmann
- 1956–1961: Ludwig Kröger (UWG)
- 1961: Wilhelm Prehn (FDP)
- 1961–1976: Adolf Matthies
- 1976–1981: Margareta Braasch (SPD)
- 1981–1991: Hans-Heinrich Schmidt (CDU)
- 1991–1994: Götz von Rohr (SPD)
- 1994–2001: Joachim Schleif (CDU)
- 2001–2006: Norbert Stein (SPD)
- seit 2006: Wilfried Geiger (parteilos)
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung nach Hauptsatzung[3]: Das Wappen der Stadt zeigt einen Schild, dessen oberes Feld geteilt ist. Auf der linken Seite des Schildes befindet sich auf goldenem Grund ein Buchenzweig mit fünf grünen Blättern. Die rechte Seite des Schildes zeigt auf blauem Grund in Gold zwei niedersächsische Pferdeköpfe, die nach innen gerichtet sind. Das untere Feld des Schildes zeigt rotes Mauerwerk in fünf Schichten.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
- Canteleu, Département Seine-Maritime, Frankreich (13. September 1975)
- Wołów, Polen (24. August 1996)
- Järvenpää, Finnland (8. April 2005)
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Presse [Bearbeiten]
Tageszeitungen mit lokaler Berichterstattung über Buchholz sind die in Harburg erscheinenden Harburger Anzeigen und Nachrichten (HAN) und die Harburger Rundschau (Beilage des Hamburger Abendblatts). Ferner erscheinen für Buchholz die Werbezeitungen HAN Extra (seit 1. April 2007, vorher Blickpunkt; Tochterblatt der HAN) und das Nordheide Wochenblatt.
Musik [Bearbeiten]
- Stadtorchester Buchholz e. V. (vormals Blasorchester Sprötze)
- KIB - Kammermusik in Buchholz (Konzerte im Albert-Einstein-Gymnasium)
- Musikinitiative Buchholz
- Heidjer-Shanty-Chor Buchholz*
- Posaunenchor St. Paulus
- Radio Buchholz.FM e.V.
Bauwerke [Bearbeiten]
- St.-Paulus-Kirche
- St.-Johannis-Kirche
- St.-Petrus-Kirche
- Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten)
- Empore
- Fernsehturm
- Holmer Mühle
- Gut Holm
- Sniers Hus
- Windmühle Dibbersen
- Kabenhof
- Buchholz Galerie
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft [Bearbeiten]
Buchholz verfügt über drei große Gewerbegebiete. Das Gewerbegebiet I „Vaenser Heide“ ist das älteste und größte. Es ist vor allem durch Einzelhandelsbetriebe wie Möbel Kraft, Media Markt, Famila und Obi geprägt. Außerdem bekannt ist das Sportbekleidungsunternehmen killtec Sport- und Freizeit. Das Gewerbegebiet II befindet sich in direkter Nachbarschaft. Es wird durch Dienstleistungs-, Handwerks- und Großhandelsunternehmen bestimmt. Das Gewerbegebiet III „Trelder Berg“ ist das neueste der drei. Seit Ende 2012 ist etwa die Hälfte der Flächen belegt. Mit neun Autohäusern (BMW, Toyota, Opel, Ford, Mercedes, Volvo, Renault und Dacia (in Bau) sowie Hyundai (Baubeginn Frühjahr 2013) etabliert sich hier die größte Automeile der Nordheide. Die Gewerbegebiete I und II sind vollständig belegt.
Verkehr [Bearbeiten]
Fernstraßennetz [Bearbeiten]
Im Stadtteil Dibbersen liegt die gleichnamige Anschlussstelle, die Buchholz an die A 1 Hamburg–Bremen anschließt. Am nahegelegenen Buchholzer Dreieck beginnt die A 261, eine Eckverbindung zur A 7 Flensburg–Hamburg–Hannover. Außerdem liegt Buchholz an den Bundesstraßen 75 und 3.
Bahnhof Buchholz (Nordheide) [Bearbeiten]
Buchholz liegt an der Hauptstrecke Hamburg–Bremen und ist sowohl Ausgangspunkt der Heidebahn nach Hannover als auch einer Güterumgehungsbahn zum Rangierbahnhof Maschen, die die Trasse der ehemaligen Bahnstrecke Buchholz–Lüneburg im Abschnitt Buchholz–Jesteburg nutzt. Bis 1968 existierte darüber hinaus noch eine Strecke über Hollenstedt nach Bremervörde. Der Bahnhof Buchholz verfügte über umfangreiche Gleisanlagen einschließlich eines Vorbahnhofes mit Ablaufberg; Buchholz hatte früher auch ein bedeutendes Bahnbetriebswerk mit Drehscheibe und Ringlokschuppen.
Im Personenverkehr wird der Bahnhof Buchholz durch die Expresslinie Hamburg–Bremen (metronom) und die Regionalbahnlinien Hamburg–Bremen (metronom) und Buchholz–Soltau–Hannover (Erixx) bedient. Die Regionalbahnen halten auch an den im Buchholzer Stadtgebiet liegenden Haltepunkten Sprötze, Suerhop und Holm-Seppensen. In allen Zügen gelten Fahrausweise des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV).
Im Güterverkehr wird Buchholz seit einigen Jahren nicht mehr bedient. Letzter Kunde war ein Schotterwerk südlich des Vorbahnhofes. Dessen ehemaliges Betriebsgelände ist saniert und renaturiert worden. Die Bahnhöfe Holm-Seppensen und Sprötze verloren ihre Eigenschaft als Güterbahnhof bereits in den 1980er Jahren und wurden zu Haltepunkten zurückgebaut. Außer für den Personennahverkehr (ca. 5000 Fahrgäste täglich) hat der Bahnhof Buchholz eine große Bedeutung für den Durchgang von Güter- und Fernverkehrszügen.
Busverkehr [Bearbeiten]
Drei im 30-Minuten-Takt bediente Buslinien (Buchholz Bus) erschließen die Kernstadt sowie die Stadtteile Steinbeck und Holm-Seppensen und schneiden sich dabei an der zentral gelegenen Haltestelle „Treffpunkt“. An Sonn- und Feiertagen verkehren diese Linien nicht. Allerdings werden zu besonderen Veranstaltungen in der Stadt oder an den Adventsonntagen die Betriebszeiten gesondert verlängert bzw. angepasst.
Darüber hinaus verkehren Regionalbusse Richtung Hamburg-Harburg, Hanstedt/Egestorf, Winsen und Hollenstedt, auch an Sonn- und Feiertagen. Diese Busse fahren vom Bahnhofsvorplatz oder vom ZOB und übernehmen mit der Anbindung von Dibbersen, Trelde und Reindorf auch innerstädtische Verkehrsaufgaben.
An Schultagen fahren zusätzlich zahlreiche Schulbusse sternförmig aus dem ganzen Landkreis nach Buchholz und nachmittags wieder zurück. Diese Busse sind öffentlich und können von jedermann genutzt werden. Da Buchholz bedeutender Berufsschulstandort ist, ergeben sich Fahrtmöglichkeiten in fast alle Ortschaften des Landkreises Harburg. Zentrale Umsteigehaltestelle für den Schülerverkehr ist der ZOB.
Pünktlich zur Sommersaison verkehren im Gebiet des Naturparks drei Freizeitbuslinien, die so genannten Heide-Shuttles. Die Fahrten mit den Bussen sind kostenlos und durch einen Fahrradanhänger der immer am Bus befestigt ist, ist auch eine kostenlose Mitnahme der Fahrräder möglich. Mit diesen Bussen gelangt man komfortabel von den traditionellen Heide-Orten direkt nach Niederhaverbeck im Herzen der Lüneburger Heide. Die Busse fahren ungefähr zwischen Juli und Oktober durchgängig an jedem Wochentag, auch an Sonn- und Feiertagen.Insgesamt verkehren die Heide-Shuttles zwischen den einzelnen Orten in der Zeit von ca. 08.30 bis 19.30 Uhr sechs bis acht Mal pro Tag. Die Busse fahren vom ZOB in Buchholz ab.
Genau wie im Bahnverkehr gilt für Busfahrten seit Ende 2004 der HVV-Tarif.
Bildung [Bearbeiten]
Buchholz verfügt über sechs Grundschulen, eine Oberschule, zwei Schulzentren mit weiterführenden Schulen (Gymnasium, Realschule), einer berufsbildenden Schule (BBS), einer intragativen Gesamtschule (IGS), eine Schule für geistig Behinderte sowie einer Kreisvolkshochschule (KVH). Zudem sind im Bereich der Kernstadt zahlreiche Weiterbildungszentren wie zum Bespiel die Grone Schule angesiedelt. Im Stadtteil Dibbersen ist die private Agust-Hermann-Francke-Schule ansässig.
Gesundheitswesen [Bearbeiten]
Das Krankenhaus Buchholz hat 302 Betten und gehört zusammen mit dem Krankenhaus Winsen dem Elbe-Heide-Krankenhausverbund an, der mehrere Kliniken im südlichen Hamburger Umland umfasst.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Sven Böttcher (* 1964), Schriftsteller, Übersetzer und Drehbuchautor
- Sandra Corzilius (* 1975), Schauspielerin
- Annika Martens (* 1977), Schauspielerin
- Julia Seeliger, (* 1979), Journalistin
- Arne Stephan (* 1982), Schauspieler
- Nils Schwarzenberg (* 1985), Sänger & Schauspieler
- Alexander Meier (* 1983), Fußballspieler
- Alexander Granzow (* 1990), Schauspieler
- Nikias Arndt (* 1991), Radrennfahrer
Weitere Persönlichkeiten, die in Buchholz leben [Bearbeiten]
- Herbert Helmrich (* 1934), CDU-Politiker
- Dieter Kottysch (* 1943), Boxer (Olympiasieger 1972)
- Christel Wegner (* 1947), DKP-Landtagsabgeordnete
- Wilhelm Leber (* 1947), bis 2013 Stammapostel der Neuapostolischen Kirche
- Matthias Stach (* 1969), Sportjournalist und Kommentator
- Ursula Hinrichs (* 1935), Schauspielerin
Ehrenbürger [Bearbeiten]
- Kurt Jung, 1947–1968 im Gemeinderat (Verleihung der Ehrenbürgerschaft 1968)
- Hermann Gerdau, langjähriges Ratsmitglied (1972)
- Ludwig Kröger, ehemaliger Bürgermeister (1976)
- Adolf Matthies, ehemaliger Bürgermeister (1976)
- Walter Kludas, Heimatforscher (1980)
- Margareta Braasch, 20-jährige Tätigkeit zum Wohle von Buchholz (1987)
- Richard Heuer, Bürgermeister und Ortsbürgermeister von Holm-Seppensen seit 1945 (1987)
- Werner Böhring, langjähriger Bürgermeister und Ortsbürgermeister von Sprötze und Schiedsmann der Stadt Buchholz (1997)
- Dieter Hoppe, 30-jährige ehrenamtliche Arbeit (2002)
- Hans Heinrich Schmidt, ehemaliger Bürgermeister, langjähriges ehrenamtliches Engagement (2002)
Dem damaligen Staatsrat und NSDAP-Gauleiter Otto Telschow wurde am 23. Januar 1941 anlässlich seines 65. Geburtstages auf Vorschlag des Bürgermeisters durch den Gemeinderat das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Buchholz verliehen. Diese Würde wurde ihm auf der Sitzung des Buchholzer Stadtrates vom 3. Juni 2008 einstimmig aberkannt.
Literatur [Bearbeiten]
- Walter Kludas: Buchholz. Gesicht und Geschichte eines Heide-Ortes. Herausgegeben von der Stadtverwaltung Buchholz i. d. N., Buchholz in der Nordheide 1981.
- Diekhöner, Kreidner, Hoffmeister, Wiborg: Buchholz 1925–1945–Die verschwiegenen 20 Jahre. Buchholz 1986 (Zweite Auflage: Buchholz: Ahlborn, 1988).
- Werner Voß unter Mitwirkung von Thekla Scharsig: Das Dorf Buchholz (in der Nordheide) im Spiegel alter Urkunden. Voß, Rosengarten-Sottorf 1997 (Sottorfer Hefte; 2).
- Buchholz in der Nordheide. Mit Texten von Martina Jürgens und Fotografien von Michael Zapf, Medien-Verlag Schubert, Hamburg 2004.
- Buchholzer Schriften. Herausgegeben vom Geschichts- und Museumsverein Buchholz in der Nordheide und Umgebung e. V., PD-Verlag, Heidenau seit 2006.
- Dierk Lawrenz, Lothar Eichmann: Die Heidebahn - Von Buchholz über Schneverdingen nach Soltau. (85 Jahre durch die Lüneburger Heide) EK-Verlag, Freiburg 1986, ISBN 3-88255-209-3; 2. Auflage (überarbeitet und neu bebildert) 1997, ISBN 3-88255-419-3.
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Internetpräsenz der Stadt Buchholz
- Links zum Thema Buchholz in der Nordheide im Open Directory Project
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 229.
- ↑ Hauptsatzung der Stadt Buchholz in der Nordheide
Appel | Asendorf | Bendestorf | Brackel | Buchholz in der Nordheide | Dohren | Drage | Drestedt | Egestorf | Eyendorf | Garlstorf | Garstedt | Gödenstorf | Halvesbostel | Handeloh | Hanstedt | Harmstorf | Heidenau | Hollenstedt | Jesteburg | Kakenstorf | Königsmoor | Marschacht | Marxen | Moisburg | Neu Wulmstorf | Otter | Regesbostel | Rosengarten | Salzhausen | Seevetal | Stelle | Tespe | Toppenstedt | Tostedt | Undeloh | Vierhöfen | Welle | Wenzendorf | Winsen (Luhe) | Wistedt | Wulfsen
