Bucinobanten

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Schildzeichen einer Abteilung Bucinobanten im spätrömischen Feldheer

Die Bucinobanten (lateinisch Bucinobantes) waren ein alamannischer Stamm im Mainmündungsgebiet bei Mainz.

Der römische Schriftsteller Ammianus Marcellinus berichtet, dass Caesar Julian im Jahr 359 bei Mainz den Rhein überschritt und mit dem Gaukönig der Bucinobanten, Makrian, und anderen alamannischen Königen, Friedensverträge abschloss.

Aufgrund andauernder Unruhen gegen das römische Reich schlug im Jahre 370 ein Versuch des römischen Kaisers Valentinian I. fehl, König Makrian mit Hilfe der Burgunden gefangen zunehmen. Er wurde daraufhin vom Kaiser abgesetzt. Der an seiner statt eingesetzte Fraomar konnte sich jedoch bei den Bucinobanten nicht durchsetzen, so dass Makrian im Jahre 371 schließlich doch ein Bündnisvertrag gewährt werden musste.[1]

Für den vorderen Namensteil von Bucinobanten gibt es verschiedene Deutungs- und Ableitungsvorschläge: Buchen-, Hecken- oder Gebück-. Der hintere Namensteil leitet sich von der germanischen Raumbezeichnung bant („Land/Bereich“) ab. Eine Übertragung des Namens könnte „Die im Buchenbant Heimischen“ bedeuten.[2] Der Name hat sich in der hessischen Landschaft Buchengau erhalten.

Die Namensbedeutung: Buc = lat. Erhöhung, Backe, siehe auch Schild die Erhöhung darin. Bucinobantes = die Hügelländer. Später erfolgte die Dehnung nach Buch = Buc(h). Heute auch Hügel, von buhil. Eine andere Schreibweise erfolgte mit "Buoch".[3]

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ammian 29,4,7.
  2. So schon Jacob Grimm: Geschichte der deutschen Sprache. 4. Auflage. 1880, Band 2, S. 593f.
  3. Johannes M. Waidfeld: Monumenta Buochonia. Band IV: Stadien der Geschichte von "Hessen" Spätantike bis Spätmittelalter; Römer - Bucinobantesn; Franken - Alamannen, Regnum imperii "Wetterau, Vogelsberg, Rhön". G. Büchner, Lauterbach 2010, ISBN 978-3-9813053-4-0.