Buddy Elias

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Buddy Elias (* 2. Juni 1925 in Frankfurt am Main; eigentlich Bernhard Elias) ist ein Schweizer Schauspieler.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Buddy Elias kam 1931 nach Basel, nachdem sein Vater Erich Elias 1929 die dortige Filiale der Opekta übernommen hatte.[1] Er absolvierte seine Schauspielausbildung am Konservatorium. Weitere Studien bei Ernst Ginsberg in Zürich schlossen sich daran an. Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte er Engagements an verschiedenen Schweizer Bühnen. Ab 1947 war er mehr als zehn Jahre lang als Komiker bei Holiday on Ice zu sehen.

Ab 1962 war Elias auch an internationalen Theatern tätig (Schweiz, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) und trat unter anderem bei den Salzburger Festspielen auf. Seit Mitte der 1970er-Jahre arbeitet Buddy Elias vermehrt für Film und Fernsehen. Die Liste seiner Auftritte in deutschen Fernsehserien als Nebenrolle oder Gast umfasst neben vielen anderen Schwarzwaldklinik, Mit Leib und Seele, Traumschiff, Tatort, Bella Block, Wolffs Revier und St. Angela.

Im Kino spielte Buddy Elias oft in Filmen, die sich mit dem Holocaust auseinandersetzten: Peter Lilienthals David (1979), Menahem Golans The Magician of Lublin (1979), Frans Weisz' Charlotte (1981), die Geschichte der in Auschwitz ermordeten Malerin Charlotte Salomon. Weitere Filme: Der Zauberberg (1982), Kassettenliebe (1982, mit Emil Steinberger), Bronsteins Kinder (1991, nach Jurek Becker), Mutters Courage (1995).

Man konnte ihn auch in Hörspielen hören, etwa als Gepäckträger Eugen in einer Bibi Blocksberg-Folge oder als Rudi Rundleder in Benjamin Blümchen.

Buddy Elias lebt in Basel und ist mit der Schauspielerkollegin Gerti Elias, geborene Wiedner, verheiratet. Sie haben zwei Söhne, Patrick und Oliver, die ebenfalls renommierte Schauspieler wurden.

Buddy Elias ist der Cousin und letzte lebende direkte Verwandte von Anne Frank, die während des Nationalsozialismus im März 1945 im KZ Bergen-Belsen starb. Er ist Präsident des Anne-Frank-Fonds mit Sitz in Basel. Dieser verwaltet seit dem Tod von Anne Franks Vater Otto die Autorenrechte am Tagebuch der Anne Frank. Der Anne-Frank-Fonds vergibt seit 2007 das Buddy-Elias-und-Otto-Frank-Stipendium. Jährlich am Geburtstag von Margot Frank (16. Februar 1926) wird damit eine Forschungsarbeit im Anne-Frank-Archiv gefördert.

[Bearbeiten] Filme

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. „Ich wäre so gern noch einmal mit ihr Schlittschuh gelaufen.“ Ein Gespräch mit Buddy Elias, Anne Franks Cousin, Anne Frank Magazine, 2000.
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