Buea

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Buea in Kamerun. Nach dieser Stadt war das Schnellbootbegleitschiff Buéa benannt.
Buea
Buea (Kamerun)
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Koordinaten 4° 9′ N, 9° 14′ O4.159.2333333333333Koordinaten: 4° 9′ N, 9° 14′ O
Basisdaten
Staat Kamerun

Provinz

Sud-Ouest
Buea, ca. 1915
Gouvernementshaus in Buea, um 1910
Buea vom Fuß des Kamerunbergs
Bismarck-Brunnen in Buea

Buea ist eine Stadt im Westen Kameruns, nahe dem Kamerunberg im Bezirk Fako in der Region Sud-Ouest, deren Provinzhauptstadt sie ist. Sie liegt etwa auf 1000 Meter Meereshöhe. Sie hat rund 52.000 Einwohner (Schätzung 2005) und liegt im Siedlungsgebiet der Kpe (Bakwiri, Wakweli), einer bantusprachigen Ethnie am Südosthang des Kamerunbergs.

Der Teeanbau bildet einen wichtigen Zweig der lokalen Wirtschaft.

Die Universität Buea war bis zur Gründung der Universität von Bamenda die einzige anglophone Universität Kameruns.

In Buea sitzt der von der GIZ unterstützte gemeinnützige Verein Pro Climate International[1], der u.a. Ökotourismus (z. B. geführte Wanderungen) anbietet. Er hat das Ziel, der lokalen Bevölkerung durch einen nachhaltigen Tourismus alternative Einnahmequellen anzubieten und damit zur Armutsminderung und zum Naturschutz beizutragen. Weiterhin ist Buea Haupteinsatzort der Naigahelp - Organisation für Afrikahilfe.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Oktober 1891 unternahm der Offizier Karl von Gravenreuth im Auftrag der deutschen Kolonialverwaltung eine Militärexpedition gegen Buea. Er selbst fiel im Gefecht, der Ort wurde durch die Expeditionsteilnehmer zerstört. Nach Gründung der deutschen Schutztruppe in Kamerun wurde es erneut Ziel einer Militäraktion und im Dezember 1894 vorübergehend militärisch besetzt.

Die Enteignung und Vertreibung der Bevölkerung von ihren bisherigen Wohnplätzen schuf die Voraussetzung für die 1901 unter Gouverneur Jesko von Puttkamer erfolgte Verlegung des Verwaltungssitzes der deutschen Kolonie Kamerun nach Buea. Als Sitz des Gouvernements erfuhr es einen raschen Ausbau, u. a. durch Errichtung des Gouverneurspalastes (sog. „Puttkamer-Schlößchen“).

Im Ersten Weltkrieg wurde Buea von britischen Truppen besetzt und war ab 1919 Sitz der britischen Mandatsverwaltung.

Klima[Bearbeiten]

Aufgrund der Nähe zum Kamerunberg regnet sich feuchte, atlantische Luft über Buea ab. Mit 203 Regentagen im Jahr gehört Buea zu den regenreichsten Orten der Welt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Der frühere Gouverneurspalast dient heute als Nebenresidenz des kamerunischen Staatspräsidenten.
  • Bismarckbrunnen (1899) vor dem Postamt
  • Deutscher Friedhof

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]