Bugatti Type 251

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Bugatti
Bugatti Rennwagen 251 No. 1 von 2

Bugatti Rennwagen 251 No. 1 von 2

Type 251
Produktionszeitraum: 1955
Klasse: Rennwagen
Karosserieversionen: Monoposto
Motoren: Ottomotor:
2,5 Liter (184 kW)
Länge:
Breite:
Höhe:
Radstand: 2280 mm
Leergewicht: 743 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Bugatti Type 251 war ein einsitziger Rennwagen von Bugatti. In der Ära Roland Bugatti wurde er 1955 als letzter Versuch für das Unternehmen noch einmal in der Formel 1 Fuß zu fassen in zwei Exemplaren hergestellt.

Technik und Geschichte[Bearbeiten]

Entwickelt wurde der Wagen von Gioacchino Colombo (Ferrari). Maurice Trintignant nahm mit dem Fahrzeug mit der Fahrgestellnummer 251-002 am Großen Preis von Frankreich am 18. Juni 1956 teil, konnte jedoch keinen Rennerfolg erzielen.

Der Achtzylinder-Reihenmotor mit 2487 cm³ Hubraum, zwei obenliegenden Nockenwellen, Doppelzündung und Mittelabtrieb ist quer eingebaut und mit einem 5-Gang-Getriebe verbunden. Nach Jordan und Krahn[1] ist er aus zwei Vierzylindermotoren zusammengesetzt. Beide Achsen sind starr und an Längslenkern geführt. Vorne ist eine Schwebeachse mit hochliegender Querblattfeder, hinten eine De-Dion-Achse mit Schraubenfedern eingebaut. An allen Rädern gibt es Trommelbremsen. Der Wagen erreichte mit einer Leistung von 250 PS (184 kW) eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h.

Das Fahrzeug No. 1 ist in restauriertem Zustand Teil der berühmten Automobilsammlung Schlumpf, das Fahrzeug No. 2 ist in unrestauriertem Zustand ebenfalls Teil dieser Sammlung, allerdings nicht öffentlich zugänglich, im Lager deponiert. In der Zeit vom 1. Mai bis 31. Juli 2013 war es anlässlich des 1100-jährigen Jubiläums der Stadt Kassel dort ausgestellt. Seit dem 24. November 2013 wird das Fahrzeug im MAC Museum Art & Cars in Singen (Hohentwiel) im Rahmen der Eröffnungsausstellung „Wachgeküsst“ bis voraussichtlich zum 31. Mai 2014 ausgestellt.[2]

Nach dem Debakel mit dem CTA-Arsenal der Rennsaison 1946-1947 war der Type 251 ein weiterer Fehlschlag einer französischen Rennwagen-Neukonstruktion nach dem Zweiten Weltkrieg. Anders als beim CTA-Arsénal handelte es sich beim Type 251 allerdings um ein privat getragenes Projekt, das auch wegen seiner Unterfinanzierung scheiterte.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinz W. Jordan, Dietrich Krahn (Hrsg.): Oldtimer ungeschminkt. Schlafende Automobile der weltberühmten Sammlung Schlumpf. Herkules-Verlag, Kassel 2013, ISBN 978-3-941499-81-2.
  2. Ausstellung im Museum Art & Cars Singen