Buggenhagen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Buggenhagen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Buggenhagen führt kein Wappen
Buggenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Buggenhagen hervorgehoben
53.91666666666713.8666666666670Koordinaten: 53° 55′ N, 13° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Am Peenestrom
Höhe: 0 m ü. NHN
Fläche: 27,04 km²
Einwohner: 239 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17440
Vorwahlen: 03 8 374
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 021
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Burgstraße 6
17438 Wolgast
Webpräsenz: www.amt-am-peenestrom.de
Bürgermeister: Manfred Studier
Lage der Gemeinde Buggenhagen im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
Über dieses Bild
Till-Richter-Museum im Herrenhaus Buggenhagen

Buggenhagen ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald, gelegen auf einer Landausbuchtung am Peenestrom. Sie wird vom Amt Am Peenestrom mit Sitz in Wolgast verwaltet. Bis zum 1. Januar 2005 war Buggenhagen Teil des Amtes Ziethen. Buggenhagen ist eine der dünnbesiedelsten Gegenden in Vorpommern.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Buggenhagen befindet sich ca. drei Kilometer südlich von Lassan im Naturpark Insel Usedom. Südlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 110, sowie der Peenestrom. In der Umgebung befinden sich viele Wälder und Gewässer. Größere Seen in der Nähe sind der Pinnower See, der Straßensee, der Schlowersee, der Berliner See und der Schloßsee. Weiterhin befindet sich östlich von Buggenhagen die Verbindung des Stettiner Haffs mit dem Achterwasser und der Krumminer Wiek. Das größte Waldgebiet ist die Große Heide direkt am Peenestrom, welche teilweise unterhalb des Meeresspiegels liegt.

Die größten Erhebungen in der Gemeinde sind der Orgelberg (19 m), der Hasenberg (19 m) und der Kieksberg (25 m). Die bebaute Ortslage befindet sich etwa zwischen 0 und 15 m ü. NHN.[2]

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Buggenhagen
  • Jamitzow
  • Klotzow
  • Wangelkow
  • Silberkuhl (historisch)

Geschichte[Bearbeiten]

Buggenhagen

Der Name Buggenhagen stammt vom Adelsgeschlecht derer „von Bughe“. Erwähnt wird der Ort erstmals 1250 als in der Gegend eine Burg des Ritters Berend von Bughe (Buggenhagen) gebaut wird. Buggenhagen ist damit der älteste Ortsteil der heutigen Gemeinde. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 war er im Besitz der Adelsfamilie von Buggenhagen. Das Herrenhaus Buggenhagen wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut. Von 1995 bis 2002 wurde es als Hotel genutzt. Im Jahr 2014 dient es als Till-Richter-Museum: Eine Jury lädt jedes Jahr drei junge Künstler ein, drei Monate lange Werke zu schaffen, die anschließend ausgestellt werden.[3]

Zum Besitz derer von Buggenhagen gehörten auch die Güter Klotzow und Wangelkow.

Vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Jahr 1815 gehörte Buggenhagen zu Schwedisch-Pommern, danach zum Königreich Preußen. Seit 1990 gehört Buggenhagen zum Land Mecklenburg-Vorpommern.

Jamitzow

Schloss Jamitzow um 1917

Der Ortsteil Jamitzow wurde 1315 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich als dem slawischen von „Lämmerwiese“ ab. Es war von 14. bis zum 16. Jahrhundert im Besitz der Familie von Koller. Im Jahr 1618 wurde das Dorf mit Lamzow bezeichnet. Es erstreckte sich früher weiter in Richtung Peene und wurde häufig von Überschwemmungen heimgesucht. Deshalb wurde es auf den heutigen Standort verlegt.

Um 1631 errichtete Jochen Kuno von Owstin ein Schloss. Er und seine nachfolgenden Generationen nutzten es als Wohnsitz, bis es 1910 wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Die Linie starb aus und so gelangte das Rittergut in den Besitz der Familien von Normann, von Krauthoff sowie von Romberg. 1911 ließ der neue Besitzer, Konsul Franz Frischen das Haus abreißen und baute ein neues Gebäude mit 50 Zimmern für 350.000 Reichsmark. Frischen starb am 26. März 1917 und wurde zunächst in Jamitzow beigesetzt, bevor seine Gebeine nach Düsseldorf überführt wurden. Im März 1929 brannte das Schloss ab, 1947 der zugehörige Marstall.

Klotzower Fähre

Dieser Ort wurde 1792 als „Klotzowis Fähre“ erwähnt. Der Ort liegt wüst.

Wangelkow

Wangelkow wurde erstmals 1371 als „Wanghelkow“ urkundlich genannt. Der Name bedeutet im slawischen „Kohle“.

Silberkuhl

Silberkuhl wurde als solches 1782 erstmals genannt. Im Ort waren eine Meierei, ein Fischerhaus und eine Fähre. Als Ort hört es nach 1859 auf zu bestehen, es ist nur noch ein Forsthaus mit dem Namen vorhanden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Buggenhagen

  • Herrenhaus in Buggenhagen aus dem 18. Jahrhundert (1995–2002 als Hotel genutzt, 2014 beherbergt es das Till-Richter-Museum) am Schloßsee
  • Schlosspark Buggenhagen
  • Gutshaus Jamitzow

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Niemeyer: Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Bd. 2: Festland. (=Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Bd. 2), Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6. Seiten 68, 124, 141

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Gemeinde Buggenhagen bei Gaia-MV, abgerufen am 5. Juni 2011
  3. Webseite des Till-Richter-Museums, abgerufen am 14. August 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Buggenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien