Bui

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bui (Begriffsklärung) aufgeführt.
Stadt
Bui
Буй
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Kostroma
Stadtkreis Bui
Bürgermeister Waleri Katyschew
Gegründet 1536
Stadt seit 1778
Fläche 25 km²
Bevölkerung 25.763 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1031 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 100 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7) 49435
Postleitzahl 15700x
Kfz-Kennzeichen 44
OKATO 34 405
Website admbuy.ru
Geographische Lage
Koordinaten 58° 29′ N, 41° 32′ O58.48333333333341.533333333333100Koordinaten: 58° 29′ 0″ N, 41° 32′ 0″ O
Bui (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Bui (Oblast Kostroma)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kostroma
Liste der Städte in Russland

Bui (russisch Буй) ist eine Stadt mit 25.763 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)[1] in der Oblast Kostroma in Russland.

Geographie[Bearbeiten]

Bui liegt an den Flüssen Kostroma und Wjoksa. Die Stadt befindet sich etwa 450 km nordöstlich von Moskau und 100 km nordöstlich der Gebietshauptstadt Kostroma. Die nächstgelegene Stadt ist Galitsch 50 km weiter östlich.

Bui bildet einen Stadtkreis und ist zugleich Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons Bui.

Geschichte[Bearbeiten]

Bahnhof Bui

Der Ort wurde im Jahre 1536 unter der Herrschaft der Regentin Helena Glinskaja als kleine hölzerne Festung gegründet, welche die östliche Grenze Moskowiens in diesem Bereich schützen sollte. Nachdem jedoch 16 Jahre später das Khanat Kasan von den Truppen Iwan des Schrecklichen eingenommen wurde, fiel die Angriffsgefahr von Osten weg, und Bui verlor seine Bedeutung als Stützpunkt. Trotzdem wurde der Ort im 17. Jahrhundert während der polnisch-litauischen Intervention stark beschädigt.

Im 18. Jahrhundert war Bui vorwiegend als relativ bevölkerungsarme Handwerkssiedlung bekannt. 1719 wurde es dem Gouvernement Kostroma zugeschrieben, 1778 erhielt es Stadtstatus, welcher dem Ort von 1796 bis 1802 wieder entzogen worden war.

Eine nennenswerte wirtschaftliche Entwicklung wies Bui erst ab 1903 auf, als die Eisenbahnstrecke WologdaWjatka verlegt wurde, an der nahe Bui ein Bahnhof entstand. Heute ist diese Strecke Teil der Transsibirischen Bahn. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden in Bui einige kleinere Fabriken. Allerdings wurde ein Großteil der städtischen Infrastruktur – unter anderem die Wasserleitung, das Stromnetz und das Krankenhaus – erst in den 1960er-Jahren fertiggestellt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 2.624
1939 20.352
1959 27.221
1970 29.216
1979 28.256
1989 32.701
2002 27.392
2009 25.763

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im heutigen Bui gibt es chemische Industrie, Holzverarbeitung, Halbleitergerätebau, Möbel- und Lebensmittelindustrie. In der Siedlung Tschistyje Bory in der näheren Umgebung von Bui ist außerdem seit längerem der Bau des Kernkraftwerks Kostroma geplant.

Bauwerke[Bearbeiten]

Verkündigungskathedrale
  • Verkündigungskathedrale (Blagoweschtschenski sobor, 1810, wiederaufgebaut)
  • Auferstehungskirche (zerkow Woskressenija Christowa, 1838)
  • Miloslawski-Haus (1902), heute Heimatmuseum
  • Bahnhofsgebäude mit Nikolai-Kirche (1913)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bui – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien