Buildering

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Ein Kletterer, der eine Brücke erklimmt

Buildering (auch Urban Climbing, Gebäudeklettern, Fassadenklettern oder Urban bouldern genannt) ist eine Form des Kletterns und Boulderns im städtischen Raum an künstlichen Strukturen und von Menschenhand geschaffenen Objekten und Bauten.

Rechtliches[Bearbeiten]

Im Allgemeinen bewegt man sich beim Buildering, insbesondere auf Privatgrundstücken, in einer problematischen Rechtslage. Das Buildering an Gebäuden, so wie es Alain Robert betreibt, ist für gewöhnlich verboten und strafbar.

  • Die Beschädigung von fremdem Eigentum,
  • das Klettern an denkmalgeschützten Objekten,
  • das Anbringen von fixen Sicherungen,
  • die Behinderung von Passanten,
  • Versperrung der Gehwege und
  • die Beeinflussung des Straßenverkehrs durch Stürze, Material oder Moves

sind meistens Faktoren, die zu Problemen mit der Kommunal- oder Stadtverwaltung und der Polizei führen können. Bouldern und Klettern in Absprunghöhe an Wänden, Brücken und ähnlichen Objekten ist aber in der Regel davon nicht betroffen.

Buildering[Bearbeiten]

Buildering an der Wittelsbacherbrücke in München

In den meisten Fällen wird ohne Sicherungen und Seil, wie beim Bouldern, geklettert. Lediglich ein Crashpad, eine Art Weichbodenmatten, wird unter den Kletterer gelegt, um diesen vor Verletzungen zu schützen. In Großstädten gibt es gelegentlich auch an alten Gebäuden, Bunkeranlagen und Brücken die Möglichkeit, offiziell klettern zu gehen. Vor allem in Berlin an Bunkern[1][2] und in München an der Kletterbrücke Eichenau[3][4] sind solche „Anlagen“ bekannt. Die Zahl der Leute, die Buildering betrieben, lässt sich nur schwer schätzen. Viele nutzen das Buildering zum Training und vor allem junge Leuten schätzen diesen Sport, weil man meist in direkter Umgebung buildern kann und der Sport kostenfrei ist.

Kletterwand am Haus des Meeres, einem der Wiener Flaktürme

Im gleichen Jahr wie der 2. Buildering Weltmeisterschaft 2008 erschien der erste Builderingführer[5] für die Städte Mainz und Wiesbaden. Neben legalen Spots sind auch Klettergebiete der Region in dem Führer beschrieben.

Wo momentan der Mittelpunkt der Szene liegt, ist schwer zu sagen. Vor ein paar Jahren galten noch Mainz und Wiesbaden als Zentren. Mittlerweile sind die Regionen Halle/Leipzig, München und Wien für ihre große Builderingszene bekannt.

In der Regel identifizieren sich die Builderer nicht mit dem bekannten Gebäudekletteren wie Alain Robert, da diese den Sport legal und langfristig betreiben wollen, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Das mediale Interesse am Buildering steigt von Jahr zu Jahr und 2006[6] in Köln, sowie im Oktober 2008[7] in Essen fanden die ersten Weltmeisterschaften im Buildering statt. Alter und neuer Meister ist der Allgäuer Christian Benk aus Isny.

2009 gründete eine Handvoll italienischer Builderer die Boulder Street Association[8] um der aufstrebenden Bewegung in Italien eine formale Struktur zu geben und als Veranstalter aufzutreten, sowie andere dahingehend zu unterstützen. Mittlerweile ist der Street Boulder Contest eine große und sehr beliebte Veranstaltung, die von der Gemeinde nicht nur unterstützt, sondern sogar, neben anderen namhaften Outdoorfirmen, mitfinanziert wird.

Berühmte Gebäudekletterer[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geschichte der Bunkerwand Humboldthain - DAV Sektion Berlin
  2. Klettern an Berliner Bunkern - kletterwiki.de
  3. Kletterbrücke Eichenau - buildering-muenchen.de
  4. Geschichte Kletterbrücke Eichenau. - myheimat.de
  5. Tim Jacobs: Builderingführer Mainz-Wiesbaden. Gebroverlag, 2008.
  6. Buildering Weltmeisterschaft 2006. - udini.com
  7. Buildering Weltmeisterschaft 2008 - udini.com; the old king is the new king!
  8. Boulder Street Association. - treetboulder.com (Englisch/Italienisch)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]