Bulla (Dermatologie)

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Klassifikation nach ICD-10
R23.8 Sonstige und nicht näher bezeichnete Hautveränderungen
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Eine Bulla (lateinisch für „Blase“, Plural Bullae) ist in der Dermatologie ein über das Hautniveau erhabener flüssigkeitsgefüllter Raum, der wenigstens erbsengroß (> 5 mm) ist. Kleinere Flüssigkeitsansammlungen werden als Bläschen (Vesicula) bezeichnet. Unterschieden werden subkorneale (unter der Hornschicht gelegene), intraepidermale (in der Oberhaut gelegene) und subdermale (unter der Lederhaut gelegene) Blasen. Blasen zählen zu den primären Effloreszenzen.

Ursachen[Bearbeiten]

Bullöse Hautveränderungen sind häufig Folge von chemischen oder physikalischen Noxen wie Verbrennungen (Brandblase), Erfrierungen zweiten Grades oder mechanischen Reizungen, zum Beispiel bei scheuernden Schuhen. Eine Blase bildet sich nicht sofort. Es können bis zu sechs Stunden vergehen. Auch Infektionen (zum Beispiel das bullöse Erysipel) können sich in einer Blasenbildung zeigen.

Behandlung[Bearbeiten]

In der Regel soll die Hautblase nicht aufgestochen werden, da die geweitete Haut die Wunde gut schützt. Sollte die Blase sich jedoch unter der Fußsohle befinden, kann man sie mit einer sterilen Nadel aufstechen, damit sie schneller heilt. Die Blase ist danach mit einem großen Pflaster, beispielsweise einem Blasenpflaster, abzudecken, um Infektionen zu vermeiden.

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