Bulla (Dermatologie)

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Klassifikation nach ICD-10
R23.8 Sonstige und nicht näher bezeichnete Hautveränderungen
ICD-10 online (WHO-Version 2006)
Blase bei Verbrennung zweiten Grades durch heißen Kaffee

Eine Bulla (lat. für „Blase“, Plural Bullae) ist in der Dermatologie ein über das Hautniveau erhabener flüssigkeitsgefüllter Raum, der wenigstens erbsengroß (> 5 mm) ist. Unterschieden werden subkorneale (unter der Hornschicht gelegene), intraepidermale (in der Oberhaut gelegene) und subdermale (unter der Lederhaut gelegene) Blasen. Blasen zählen zu den primären Effloreszenzen.

Bullöse Hautveränderungen sind häufig Folge von chemischen oder physikalischen Noxen wie Verbrennungen (Brandblase), Erfrierungen zweiten Grades oder mechanischer Reizungen, zum Beispiel bei scheuernden Schuhen. Eine Blase bildet sich nicht sofort. Es können bis zu 6 Stunden vergehen. Auch Infektionen (zum Beispiel das bullöse Erysipel) können sich in einer Blasenbildung zeigen.

[Bearbeiten] Behandlung

In der Regel soll die Blase nicht aufgestochen werden, da die geweitete Haut die Wunde gut schützt. Sollte die Blase sich jedoch unter der Fußsohle befinden, kann man sie mit einer sterilen Nadel aufstechen, damit sie schneller heilt. Die Blase ist danach mit einem großen Pflaster, beispielsweise einem Blasenpflaster abzudecken, um Infektionen zu vermeiden.

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