Bulwer-Lytton Fiction Contest

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Der Bulwer-Lytton Fiction Contest (BLFC) ist ein jährlicher Wettbewerb um den treffendsten Vorschlag dafür, wie der erste Satz des fürchterlichsten vorstellbaren Romans lauten könnte. Der Wettbewerb wird von der San Jose State University ausgetragen.

Geschichte[Bearbeiten]

Edward Bulwer-Lytton, 1. Baron Lytton

Der Wettbewerb fand 1982 zum ersten Mal statt. Ausgedacht hat ihn sich Professor Scott Rice mit Widmung an Edward George Bulwer-Lytton, dessen Roman Paul Clifford mit den durch Snoopy bekannten[1] Worten Es war eine dunkle und stürmische Nacht (It was a dark and stormy night) beginnt. Während im ersten Jahr nur drei Einsendungen zu verzeichnen waren, erreichte der zweite Wettbewerb ein überregionales Medieninteresse und 10.000 Beiträge.

Der Preis ist mit 250 US-$ dotiert.[2] Regelmäßig seit 1984 erscheinen BLFC-Beiträge in Buchform, herausgegeben von Scott Rice.

Da Adam Cadre der Ansicht war, dass kürzere Sätze lustiger seien, rief er 2000 den Lyttle Lytton Contest ins Leben, der pro Teilnehmer – auch bei mehreren Vorschlägen – pro Jahr ein Maximum von 30 Wörtern (ehemals 25) vorgibt. Cadre zielt auf „absichtlich unabsichtlich lustige Texte“.

Regeln[Bearbeiten]

Vorschläge können das ganze Jahr über per Post oder E-Mail eingereicht werden, auch mehrere pro Person. Einsendeschluss für jedes Jahr ist der 15. April. Im Gegensatz zum Wettbewerb Der schönste erste Satz soll der Satz nicht einem wirklich veröffentlichten Werk entnommen sein. Die Sätze werden von den Juroren in Kategorien eingeteilt, etwa Krimi und Science-Fiction, mit jeweils einem Gewinner pro Kategorie und einem Gesamtsieger.

Literatur[Bearbeiten]

Jeweils Herausgegeben von Scott Rice und erschienen bei Penguin Books:

  • It Was a Dark and Stormy Night. The Best (?) From the Bulwer-Lytton Fiction Contest. (1984)
  • Son of "It Was a Dark and Stormy Night" (1986)
  • Bride of Dark and Stormy (1988)
  • It Was a Dark & Stormy Night: The Final Conflict (1992)
  • Dark and Stormy Rides Again (1996)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Clyde Haberman: City of Whitman and Mailer Inspires a Line of Pure Piffle. In: The New York Times, 2. September 2008.
  2. Monica Hesse: Purple Prose? His Is Truly Bruising. In: The Washington Post, 15. August 2008, S. C01.