Bumbești-Jiu

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Bumbești-Jiu
Bumbești-Jiu führt kein Wappen
Bumbești-Jiu (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kleine Walachei
Kreis: Gorj
Koordinaten: 45° 11′ N, 23° 23′ O45.17944444444423.3825400Koordinaten: 45° 10′ 46″ N, 23° 22′ 57″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 400 m
Fläche: 214,02 km²
Einwohner: 8.932 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahl: 215100
Telefonvorwahl: (+40) 02 53
Kfz-Kennzeichen: GJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 4 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Curtișoara, Tetila, Lăzărești, Pleșa
Bürgermeister: Constantin Bobaru (USL)
Postanschrift: Str. Parângului, nr. 101
loc. Bumbești-Jiu, jud. Gorj, RO–215100
Webpräsenz:
Sonstiges
Stadtfest: April

Bumbești-Jiu ist eine Stadt im Kreis Gorj in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Bumbești-Jiu liegt im Vorland der Südkarpaten, zwischen den Ausläufern der Gebirge Vâlcan im Westen und Parâng im Osten, beidseits des Flusses Jiu (deutsch Schil). Die Kreishauptstadt Târgu Jiu befindet sich etwa 20 km südlich.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf dem Territorium der heutigen Stadt liegen die Reste dreier römischer Verteidigungsanlagen aus dem 2. Jahrhundert. Seit dem 14. Jahrhundert sind die Klöster Lainici und Vișina bezeugt. Ein Dokument aus dem Jahr 1514 nennt Bumbești als Besitz des Klosters Vișina.[2]

Bumbești-Jiu war ursprünglich ein kleineres, von Landwirtschaft und Viehzucht geprägtes Dorf. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts und durch die Bahnanbindung begann die Ansiedlung von Industrie, die vor allem in Holz- und Steinverarbeitung bestand. In Steinbrüchen wurden Marmor und Granit gefördert. 1989 erhielt Bumbești-Jiu den Status einer Stadt.

Weitere wichtige Wirtschaftszweige der Stadt sind die Rüstungs- und Metallindustrie, die Lebensmittelverarbeitung, die Energieerzeugung und die Landwirtschaft. Derzeit (2009) plant der rumänische Energiekonzern Hidroelectrica den Bau eines Wasserkraftwerkes, das bis 2012 fertiggestellt sein soll.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2002 lebten in der Stadt 10.617 Personen, darunter 10.329 Rumänen und 272 Roma.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Kloster Lainici

Bumbești-Jiu hat seit 1916 Bahnanschluss nach Târgu Jiu und war für mehrere Jahrzehnte Endhaltestelle dieser Bahn. 1924 nahm man den aufwändigen Bau der Strecke in das Bergbaugebiet des oberen Schiltals (Petrila, Petroșani, Lupeni) in Angriff, der mit Unterbrechungen bis 1948 dauerte. Diese durch Bumbești-Jiu verlaufende Bahnlinie dient vorrangig dem Gütertransport (Kohle). Auch der Personenverkehr ist von Bedeutung; in beide Richtungen verkehren derzeit (2009) etwa vier Schnell- und sechs Nahverkehrszüge.[5] Insgesamt sechs Bahnhöfe liegen im Bereich der Stadt. Die Schnellzüge halten im Bahnhof Valea Sadului. Außerdem bestehen Busverbindungen in die Kreishauptstadt Târgu Jiu. Durch die Stadt verläuft die Europastraße 79.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Klöster Lainici und Vișina
  • Ethnografisches Museum im Ortsteil Curtișoara
  • Nationalpark Defileul Jiului

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bumbești-Jiu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Webdarstellung des Klosters Vișina bei biserici.org, abgerufen am 24. August 2012 (rumänisch)
  3. ADZ.ro, abgerufen am 11. August 2009
  4. Volkszählung 2002, abgerufen am 19. Januar 2009
  5. http://www.cfr.ro/jf/romana/2001_5/carbunele.htm (Version vom 18. März 2010 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt Website der CFR bei web.archive.org