Bund Freier Demokraten

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Dieser Artikel handelt von dem liberalen Wahlbündnis in der DDR. Für die ungarische Partei gleichen Namens, siehe Bund Freier Demokraten (Ungarn).
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Der Bund Freier Demokraten (BFD) war ein Wahlbündnis liberaler Parteien in der DDR. Es entstand am 12. Februar 1990 im Vorfeld der ersten freien Volkskammerwahl. Mitgliedsparteien waren die ehemalige Blockpartei LDPD, die Deutsche Forumpartei (DFP) und die F.D.P. der DDR. Ähnlich wie die Allianz für Deutschland (AFD) erhoffte sich der BFD durch eine Bündelung der bürgerlich-liberalen Kräfte bessere Chancen bei der Volkskammerwahl 1990. Im Gegensatz zur Allianz traten die Parteien des Bundes Freier Demokraten nicht einzeln, sondern mit einer gemeinsamen Liste zur Wahl an. Während des Wahlkampfes wurde der BFD von der westdeutschen F.D.P. unterstützt.

Am Wahltag (18. März 1990) erreichte der Bund Freier Demokraten 5,3 % und erhielt insgesamt 21 Sitze. Sein weitaus bestes Ergebnis erreichte der BFD mit 10,0 % im Bezirk Halle, der Heimat Hans-Dietrich Genschers. Die beiden Abgeordneten der NDPD bildeten mit den Abgeordneten des BFD die Fraktion der Liberalen und beteiligten sich an der letzten DDR-Regierung unter Lothar de Maizière. Der BFD stellte mit Manfred Preiß und Axel Viehweger zwei Minister in der Regierung der DDR. Diese blieben auch nach der Aufkündigung der Koalition durch den BFD am 24. Juli weiter im Amt.

Am 27. März 1990 schlossen sich die ehemaligen Blockparteien LDPD und NDPD als Partei zu dem Bund Freier Demokraten zusammen; die Deutsche Forumpartei (DFP) und die F.D.P. der DDR existierten als eigenständige Parteien weiter. Am 11. August 1990 schlossen sich in Hannover der Bund Freier Demokraten, Deutsche Forumpartei (DFP) und die F.D.P. der DDR mit den westdeutschen Liberalen zur gesamtdeutschen F.D.P. zusammen.

Nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik waren die Ost-Liberalen durch Rainer Ortleb in der Bundesregierung vertreten.