Bundesautobahn 45

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Bundesautobahn 45 in Deutschland
Bundesautobahn 45
 European Road 40 number DE.svg European Road 41 number DE.svg
Karte
Verlauf der A 45
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 257 km

Bundesland:

Die Bundesautobahn 45 (Abkürzung: BAB 45) – Kurzform: Autobahn 45 (Abkürzung: A 45) – gemeinhin als Sauerlandlinie bezeichnet, ist die Autobahn von Dortmund nach Aschaffenburg.

Sie wird wegen ihrer geschwungenen Linienführung und der vielen Ingenieurbauwerke auch „Königin der Autobahnen“ genannt[1]: Auf eine Länge von 257 km entfallen 73 Brücken, was durchschnittlich einen Abstand zwischen zwei Brücken von 3,5 km ergibt. Unter ihnen ist die Talbrücke Sichter zwischen Lüdenscheid und Meinerzhagen auf einer Höhe von 530 m ü. NN die höchstgelegene und die Siegtalbrücke bei Siegen-Eiserfeld mit 1050 m die längste Brücke der A 45.

Linienführung[Bearbeiten]

A 45 in Lüdenscheid am Osthang des Berges Homert
Autobahnbrücke der A 45 südlich von Meinerzhagen
Die A 45 bei Dillenburg
Die A 45 in Lüdenscheid bei Nacht
Autobahn A45 bei Karlstein mit Platz für weitere Fahrspuren im Mittelstreifen

Die A 45 beginnt im Norden an der A 2 am Kreuz Dortmund-Nordwest. Etwa 15 km führt sie über Dortmunder Stadtgebiet. Dort hat sie Anschluss an die Bundesstraße 1 bzw. A 40, die A 42 und die A 44. In Schwerte-Westhofen liegt das Westhofener Kreuz und damit die Verbindung zur A 1. Über Hagen führt der Streckenverlauf dann weiter quer durchs Sauerland. Weiter führt sie durch das Siegerland nach Hessen. Dort hat sie bei Wetzlar Anschluss an die A 480 und B 49 sowie bei Gießen an die A 485, bevor sie am Gambacher Kreuz auf die A 5 trifft. Von dort geht es weiter durch die Wetterau (in diesem Abschnitt wird die A 45 auch als Wetteraulinie bezeichnet), um am Langenselbolder Dreieck auf die A 66 zu treffen, mit der sie bis zum Hanauer Kreuz gemeinsam verläuft. Auf einem kurzen Teilstück, etwa zwischen dem Hanauer Kreuz und der Mainbrücke, liegt die Trasse der A 45 auf bayerischem Gebiet, bevor sie wieder in Hessen an der A 3 am Seligenstädter Dreieck endet.

Der Streckenverlauf ist durch große Höhenunterschiede geprägt. Auf dem 36 km langen Abschnitt zwischen Hagen und Meinerzhagen wird ein Höhenunterschied von 426 m, auf dem 20 km langen Abschnitt zwischen Meinerzhagen und Olpe ein Höhenunterschied von 180 m, auf dem 16 km langen Abschnitt zwischen Siegen und der Kalteiche ein Höhenunterschied von 180 m und auf dem 24 km langen Abschnitt zwischen der Kalteiche und Herborn ein Höhenunterschied von 300 m überwunden; die höchste Stelle der A 45 liegt mit 532,6 m ü. NN rund 1,2 km nordnordwestlich des Berges Rothenstein (600 m ü. NN) bzw. etwa 190 m nördlich der „Talbrücke Sichter“. Selbst die Anschlussstelle an die Stadt Siegen weist über eine Strecke von 5 km einen Höhenunterschied von 100 m auf. Dies führte in der Vergangenheit des Öfteren zu schweren LKW-Unfällen, denn diese Gefällstrecke endet auf der vielbefahrenen B 62. Zudem befindet sich gegenüber der Einmündung eine Felswand. Ursachen für diese Streckenwahl waren einerseits das Fehlen von Tälern in Nord-Süd-Richtung, andererseits die dichte Besiedlung der Täler, die dafür in Frage gekommen wären. So musste die Autobahn in Nordrhein-Westfalen fast gänzlich auf den Bergen des Sauer- und Siegerlandes geführt werden. Erst südlich von Siegen ändert sich die Lage, und die Autobahn konnte näher an die Orte herangeführt werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits unter der Herrschaft der Nationalsozialisten war in den Plänen zur Errichtung eines Reichsautobahnnetzes ab 1940 unter der Betriebsstreckennummer 55 eine Verbindung von Dortmund nach Gießen vorgesehen.[2] Zu einer Inangriffnahme kam es bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges jedoch nicht.

Die Planungen wurde 1957 unter dem damaligen Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm wieder aufgenommen. Das Vorhaben war das erste in der Bundesrepublik Deutschland, das keinen Zwängen von bereits vor dem Kriegsende umgesetzten oder begonnenen Maßnahmen unterlag. Zunächst wurde geprüft, ob eine Realisierung als Autobahn oder als Kraftfahrstraße in Betracht komme. Erst nähere Untersuchungen zeigten, dass der Ausbau als Autobahn erfolgen muss. Im Zuge der Planungen wurden zahlreiche Varianten durchgespielt und wieder verworfen. Gewissermaßen ein Abfallprodukt dieser Planungen ist die Hüttentalstraße bei Siegen, die über weite Strecken eine Variante unter Ausnutzung des Hüttentals aufgreift.

Im Plan zum Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 war der gesamte Streckenzug von Dortmund über Gießen und Aschaffenburg nach Stuttgart unter der internen Bezeichnung „Autobahn 13“ enthalten.[3] [4] [5] [6]

Dieser Streckenzug wurde mit Wirkung ab 1. Januar 1975 als A 45 gewidmet, einschließlich der Nordverlängerung Olfen–Dortmund.[7] [8]

Kreuz Dortmund-Nordwest bis Gambacher Kreuz[Bearbeiten]

Im Jahr 1963 konnte bereits der erste Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Dortmund-Süd und dem Westhofener Kreuz freigegeben werden. Nach rund 10 Jahren Bauzeit und zirka 1,5 Mrd. DM war der weitere Verlauf der Autobahn 1971 bis zum Gambacher Kreuz fertiggestellt. Die nördliche Verlängerung bis zur A 40 wurde 1972 und der weitere Verlauf bis zur A 2 1974 freigegeben. Der teilweise sehr aufwendige Bau gipfelte in der Fertigstellung des Wetzlarer Kreuzes, das bis heute einzige Autobahnkreuz in Deutschland, das vollständig in der kosten- und flächenintensiven „Malteserform“ erbaut wurde.

Im Einzelnen erfolgten die Verkehrsfreigaben wie folgt:

  • AS Dortmund-Süd – Westhofener Kreuz (4 km)
  • AS Wetzlar-Ost – AK Gambach: 1966 (18,3 km)
  • Westhofener Kreuz – AK Hagen: 1967 (8 km)
  • AS Siegen-Eisern – AS Haiger/Burbach: 1967 (14 km)
  • AK Hagen – AS Lüdenscheid-Ost: 1968 (20 km)
  • AS Freudenberg – AS Siegen-Eisern: 1968 (13 km)
  • AS Haiger/Burbach – AS Dillenburg: 1968 (8 km)
  • AS Dillenburg – AS Herborn-Süd: 1969 (12 km)
  • AS Herborn-Süd – AS Ehringhausen: 1970 (8 km)
  • AS Ehringhausen – AS Wetzlar-Ost: 1971 (15,4 km)
  • AS Dortmund-West – AS Dortmund-Süd: 1971 (10,2 km)
  • AS Lüdenscheid-Ost – AS Freudenberg: 1971 (48,4 km)
  • AD Dortmund-Nordwest – AS Dortmund-West: 1974 (10,5 km)

Gambacher Kreuz bis Seligenstädter Dreieck[Bearbeiten]

Für die Weiterführung der Strecke bis Aschaffenburg wurden insgesamt sieben Varianten untersucht. Die Verkehrsfreigaben der einzelnen Teilstrecken erfolgten wie folgt:

  • AS Florstadt – AD Langenselbold: 1976 (22,4 km)
  • AS Wölfersheim – AS Florstadt: 1977 (13,0 km)
  • AD Langenselbold – AD Seligenstadt: 1978 (23,1 km)
  • AK Gambach – AS Wölfersheim: 1978 (13,1 km)

Durch die mehr an die Landschaft angepasste Linienführung hat die Strecke eine Maximalsteigung von 4 %. Die Bauvorschriften erlaubten wegen der großen Breite des (grünen) Mittelstreifens einen Verzicht auf die sonst üblichen Leitplanken. Nach mehreren schweren Unfällen, bei denen Fahrzeuge durch Fahrfehler auf die Gegenfahrbahn gekommen waren, wurden auch hier Leitplanken durchgängig nachgerüstet. Generell wurde für diesen Bereich ein breiterer Querschnitt als für den Abschnitt nördlich des Gambacher Kreuzes gewählt. Die 37,50 m breite Trasse beinhaltet unter anderem einen 12,50 m breiten Mittelstreifen, der als Vorleistung für einen möglichen späteren Ausbau auf drei Fahrstreifen pro Richtungsfahrbahn dient. Da die Autobahn aber nie über die A 3 hinaus verlängert wurde und somit auch dreißig Jahre nach Freigabe nur verhältnismäßig schwach frequentiert ist, ist es fraglich, ob dieser Ausbau je stattfinden wird.

Odenwald-Neckar-Alb-Autobahn[Bearbeiten]

In den 1960er- und 1970er-Jahren war geplant, die Autobahn als „Odenwald-Neckar-Alb-Autobahn“ (ONAA) südlich über die A 3 hinaus über Schaafheim, Raum Groß-Umstadt, Sandbach (Breuberg) (B 426), Rimhorn, Vielbrunn, Boxbrunn im Odenwald bei Michelstadt (B 47), Würzberg, Hesselbach (Hesseneck), Schlossau (Mudau), Mudau-Reisenbach, Waldbrunn (Odenwald), Reichenbuch bei Mosbach (B 37), Asbach (Obrigheim) (B 292), Helmstadt-Bargen, Untergimpern, Kirchardt (Autobahnkreuz mit A 6), Massenbachhausen, Schwaigern (B 293), Nordheim (Württemberg) bei Lauffen, Talheim (B 27), Neckarwestheim, Mundelsheim (Autobahnkreuz mit A 81), Steinheim an der Murr, Rielingshausen, Kirchberg an der Murr, Burgstetten, Waldrems bei Backnang (B 14), Berglen, Winterbach (Autobahnkreuz mit A 87), Lichtenwald, Reichenbach an der Fils (Autobahnkreuz mit der A 80) und Kirchheim unter Teck (B 297) bis zur A 8 bei Holzmaden zu verlängern.[9] Diese bereits recht weit entwickelte Planung wurde jedoch im Jahr 1979 durch die baden-württembergische Landesregierung aus ökologischen Gründen offiziell aufgegeben.[10] Die Strecke war im Bedarfsplan des Zweiten Gesetzes vom 25. August 1980 zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 (BGBl. 1980, Teil I, S. 1614) nicht mehr enthalten. Allerdings war weiterhin auf der bisherigen Trasse der A 45 der Neubau einer Bundesstraße zwischen der A 6 und der A 81 (zweistreifig, Dringlichkeitsstufe II), zwischen der A 81 und der B 14 bei Backnang (vierstreifig, Dringlichkeitsstufe I) sowie zwischen Backnang und der A 8 bei Kirchheim unter Teck (zweistreifig, Dringlichkeitsstufe II) geplant. Vom Seligenstädter Kreuz sollte die A 45 noch zur A 680/B 26 Darmstadt - Aschaffenburg fortgeführt werden. Das Dritte Gesetz vom 21. April 1986 zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen (BGBl. 1986, Teil I, S. 557) führte zur Streichung auch dieser Vorhaben.

Nördliche Verlängerung[Bearbeiten]

Bereits im Plan für den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1972 bis 1985 war eine vierstreifige, autobahnähnliche Verlängerung der Autobahn Gießen-Dortmund nördlich des Autobahnkreuzes Dortmund-Nordwest als B 235n über Waltrop und Datteln bis in den Raum Olfen mit Anbindung an die alte B 235 vorgesehen. Zwischen Olfen, Dülmen, Coesfeld, Ahaus und Gronau sollte sich ein zweistreifiger Neubau der B 474n anschließen.[11] Mit der Neustrukturierung des Autobahnnetzes ab 1. Januar 1975 war die Fortführung der A 45 bis in den Raum Olfen geplant. Nördlich von Olfen wurde der Bau einer Autobahn hingegen nicht beabsichtigt.[12] [13] Im Zweiten Gesetz vom 25. August 1980 zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 (BGBl. 1980, Teil I, S. 1614) war die Verlängerung der A 45 gestrichen. Stattdessen sollte zwischen dem Kreuz Dortmund-Nordwest und Dülmen der Neubau der B 474n erfolgen (Dringlichkeitsstufe I), im Abschnitt der OU Waltrop in vierstreifigem Ausbau. Das Dritte Gesetz vom 21. April 1986 zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen (BGBl. 1986, Teil I, S. 557) sah den Abschnitt südlich Dülmen - Olfen nur noch als weitere Planung vor. Der Abschnitt Olfen - Kreuz Dortmund-Nordwest war zwar weiterhin im vordringlichen Bedarf enthalten, jedoch nur noch als zweistreifiger Bundesstraßenneubau. Bei der OU Dülmen handelte es sich um ein bereits laufendes Vorhaben. Im Bundesverkehrswegeplan 2003 sind folgende Streckenabschnitte der A 45 zur Realisierung als B 474 noch enthalten:

  • OU Waltrop (8,4 km, vierstreifig, vordringlicher Bedarf)
  • OU Datteln (3,3 km, zweistreifig, vordringlicher Bedarf)

Gegen die OU Datteln waren Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss beim Oberverwaltungsgericht Münster anhängig, die jedoch am 18. Januar 2013 abgewiesen wurden.[14] Gegen die Nichtzulassung der Revision hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND e. V.) Beschwerde zum Bundesverwaltungsgericht Leipzig eingelegt. Für die OU Waltrop ist mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens frühestens 2014 zu rechnen.[15]

Im Bundesverkehrswegeplan 2003 sind ferner die OU Dülmen (B 474, 2 Bauabschnitte, insgesamt 11 km, zweistreifig, vordringlicher Bedarf) und die OU Olfen (B 474, 6 km, zweistreifig, weiterer Bedarf) enthalten, die jedoch zu keinem Zeitpunkt Bestandteil der Planungen zur A 45 waren.

Sonstiges[Bearbeiten]

Umbenennung des Autobahnkreuzes „Olpe-Süd“[Bearbeiten]

Es gab Bestrebungen der Stadt Siegen, das AutobahnkreuzOlpe-Süd“ (A 4) in „Siegen-Nord“ umzubenennen. Begründet wurde dies damit, dass nach dem Weiterbau der A 4 und dem dortigen Anschluss an die Stadtautobahn Siegen („Hüttentalstraße“) das Oberzentrum Siegen von Norden her direkt angeschlossen ist. Das Bundesverkehrsministerium hat jedoch am 1. Februar 2005 einen entsprechenden Antrag der Stadt Siegen abgelehnt.

Brückenschäden[Bearbeiten]

Tempo 40 auf der Windelbachtalbrücke

Von 1999 bis 2002 wurde die Dilltalbrücke Haiger wegen Bauschäden durch einen Neubau ersetzt. Seit Anfang 2009 finden der Ersatzneubau der Talbrücke Windelbach sowie die Sanierung der Ambachtalbrücke statt. Noch kurz vor Baubeginn musste wegen Frostschäden auf der Windelbachtalbrücke die A 45, Richtungsfahrbahn Wetzlar, kurzfristig gesperrt werden.

Im Verlauf der A 45 zwischen dem Gießener Südkreuz und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen weisen weitere Brücken Schäden auf. Deshalb gilt seit dem 12. Januar 2009 auf zehn weiteren Brücken für Lastkraftwagen ein Tempolimit von 60 km/h in beiden Richtungen, vor der Talbrücke Windelbach wurde ein Geschwindigkeitstrichter für LKW eingerichtet auf Autobahn-unübliche 40 km/h, um Scher- und Bremskräfte auf das Bauwerk zu verhindern. Schwer- und Gefahrguttransporte sowie Fahrzeuge mit mehr als 44 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht dürfen weiterhin den Streckenabschnitt nicht passieren.[16] Seit November 2010 ist die erste Bauphase, Überbau in Fahrtrichtung Gießen und Verkehrsumlegung auf diesen Brückenabschnitt abgeschlossen. Das Projekt wurde im Dezember 2012 mit der Verkehrsübergabe abgeschlossen.[17]

Elf Brücken müssen in den nächsten Jahren saniert werden. Die Sanierung soll die Nutzbarkeit der Brücken für weitere zehn Jahre ermöglichen, ehe sie durch Neubauten ersetzt werden [18]. Im März 2010 wurden die Erstellung der Abbruchkonzepte und die Planung der Ersatzneubauten für 16 Brückenbauwerke zwischen dem Gambacher Kreuz und der Landesgrenze Hessen/NRW ausgeschrieben.[19]

Proteste gegen den Neubau der Sechsheldener Talbrücke[Bearbeiten]

Seit 1968 überspannt die sechsspurige Talbrücke Sechshelden der Bundesautobahn 45 das Dorf Sechshelden. Da die Brücke den aktuellen Verkehrsbedingungen nicht mehr standhält, muss diese im Jahr 2017 abgerissen werden.[20] Gegen den Neubau an gleicher Stelle hat sich im Jahr 2010 die Bürgerinitiative „MuT“ („Menschen unter der Talbrücke“) gegründet.[21] Die Bürgerinitiative hat bereits Alternativplanungen erarbeitet und befindet sich in Gesprächen mit Haigerer, Wiesbadener und Berliner Politikern. Eine alternative Streckenführung würde (von Siegen kommend) über eine deutlich kürzere Brücke über den Rasenplatz, die Dill und die B 277 führen, um dort durch einen rund 400 Meter langen Tunnel bis zur derzeitigen Anschlussstellen Dillenburg zu gelangen. Die Anschlussstelle müsste um einige hundert Meter in Richtung Dillenburg verlegt werden.

Taumittelsprühanlagen[Bearbeiten]

Der Abschnitt zwischen Hagen und Meinerzhagen ist aufgrund der klimatischen Gegebenheiten im Winter durch Eis und Schnee sowie das ganze Jahr über durch Nebel besonders stau- und unfallgefährdet. Seit den 1980er Jahren gibt es auf diesem Steigungsstück an den Talbrücken zwischen Hagen und Lüdenscheid-Nord Taumittelsprühanlagen sowie ein Verkehrswarnsystem zwischen Lüdenscheid-Süd und Drolshagen. Auch zwischen den Anschlussstellen Wilnsdorf und Haiger/Burbach gibt es eine Taumittelsprühanlage, da die Höhe von 500 Metern über der Seehöhe überquert werden muss.

Vollsperrung bei Dortmund im Januar 2012[Bearbeiten]

Am 17. Januar 2012 wurden zwischen der Anschlussstelle Dortmund-Süd und dem Autobahnkreuz Dortmund/Witten auf Höhe der Parkplätze „Flöz Mausegatt“ und „Johannes Erbstollen“ ein Tagesbruch am Mittelstreifen entdeckt. Die Autobahn musste vollgesperrt werden. Es wurden bis zu drei Flöze entdeckt, die sich teilweise nur drei Meter unter der Erdoberfläche befinden und teilweise bis zu 20 Meter tief reichen.[22] Im Drei-Schicht-Betrieb wurden insgesamt 80 Hohlräume mit 800 Tonnen Zementgemisch gefüllt.

Erweiterung der Parkplatzanlagen an der Bundesautobahn A 45[Bearbeiten]

Aufgrund der bundesweit 20.000 fehlenden Stellplätze will der Landesbetrieb Straßen NRW im Jahr 2013 die Parkplätze Schwiendahl und Brenscheid im Stadtgebiet von Lüdenscheid sowie zwei weitere Parkplätze außerhalb des Lüdenscheider Stadtgebietes erweitern. Die Kapazität der Rastanlage Schwiendahl soll von heute acht auf mehr als 20 Lastwagenplätze ausgebaut werden. Und der genau gegenüber liegende Parkplatz Brenscheid soll von derzeit 14 auf bis zu 26 Lkw-Stellplätze anwachsen. Die Grünflächen auf den Parkplätzen sollen dafür weitgehend verschwinden. Außerdem sollen entlang einer Fahrgasse zur Autobahn hin Pkw-Plätze entstehen. Zudem soll es jeweils eine Umfahrung außen herum geben. Der Vorsitzende des Planungs- und Umweltausschusses der Stadt Lüdenscheid hält die geplanten Ausbauten der Parkplätze für sinnvoll, da durch den zunehmenden Verkehr die Frequentierung der Autobahn immer stärker werde.[23]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Krins, Eugen Schleicher: Bundesautobahn Dortmund-Gießen, Sauerlandlinie. Bezug: Bundesanstalt für Straßenwesen. 1971
  • Klaus Schefold, Ltd. Reg.-Baudirektor a. D und Alois Neher, Oberamtsrat a. D. im Auftrag des Autobahnamtes Baden-Württemberg: 50 Jahre Autobahnen in Baden-Württemberg. 1986

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sauerlandlinie A45 – Die Königin der Autobahnen wird 40 Jahre alt. derwesten.de, 5. Dezember 2011, abgerufen am 10. August 2013.
  2. Autobahn-Übersichtskarte. Stand 1940. Abgerufen am 8. Mai 2013 (Karte).
  3. Bauleistungen auf Bundesfernstraßen im Jahre 1972. Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985. Anlage zum Straßenbaubericht 1972. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 8. Mai 2013 (Kartenausschnitt).
  4. Bauleistungen auf Bundesfernstraßen im Jahre 1972. Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985. Anlage zum Straßenbaubericht 1972. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 8. Mai 2013 (Kartenausschnitt).
  5. Bauleistungen auf Bundesfernstraßen im Jahre 1972. Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985. Anlage zum Straßenbaubericht 1972. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 8. Mai 2013 (Kartenausschnitt).
  6. Bauleistungen auf Bundesfernstraßen im Jahre 1972. Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985. Anlage zum Straßenbaubericht 1972. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 8. Mai 2013 (Kartenausschnitt).
  7. Struktur und Numerierung der Bundesautobahnen. Vorgesehenes Gesamtnetz. Stand 15. Juni 1974. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 9. Mai 2013 (Kartenausschnitt).
  8. Struktur und Numerierung der Bundesautobahnen. Vorgesehenes Gesamtnetz. Stand 15. Juni 1974. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 9. Mai 2013 (Kartenausschnitt).
  9. Übersicht über das Gesamtnetz der deutschen Autobahnen
  10. A 45 Aschaffenburg – Kirchheim u.T.
  11. Bauleistungen auf Bundesfernstraßen im Jahre 1972. Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985. Anlage zum Straßenbaubericht 1972. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 8. Mai 2013 (Kartenausschnitt).
  12. Struktur und Numerierung der Bundesautobahnen. Vorgesehenes Gesamtnetz. Stand 15. Juni 1974. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 9. Mai 2013 (Kartenausschnitt).
  13. Netz der Bundesautobahnen und Bundesstraßen. Stand 1. Januar 1976. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 9. Mai 2013 (Kartenausschnitt).
  14. Klagen gegen Ortsumgehung abgewiesen. halloherne UG, 21. Januar 2013, abgerufen am 9. Mai 2013 (Internetbeitrag).
  15. Die B474n aktuell. PRO Waltrop. Für ein umweltbewusstes Leben in Waltrop, 14. Februar 2013, abgerufen am 9. Mai 2013 (Internetbeitrag).
  16. Tempo 60 auf elf Brücken der A 45 zwischen Gießener Südkreuz und Landesgrenze NRW
  17. Windelbachtalbrücke und Ambachtalbrücke
  18. Autobahnbrücken bröckeln (21. März 2009)
  19. Hessisches Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen, TED Dokumenten-Nr. 47899-2010, 16. März 2010
  20. CDU Haiger steht geschlossen hinter den Sechsheldener Bürgern! Abgerufen am 24. Oktober 2011.
  21. http://www.mut-sechshelden.de/uber-uns/
  22. Gerald Nill: A45 in Dortmund mindestens bis Sonntagnacht gesperrt. In: Der Westen Das Portal der WAZ Mediengruppe. 23. Januar 2012, abgerufen am 25. Januar 2012.
  23. Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 2. Februar 2013: „Noch 2013 mehr Lkw-Plätze an der A45“

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 45 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien