Bundesautobahn 59

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Bundesautobahn 59 in Deutschland
Bundesautobahn 59
Karte
Verlauf der A 59
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 69 km

Bundesland:

Die Bundesautobahn 59 (Abkürzung: BAB 59) – Kurzform: Autobahn 59 (Abkürzung: A 59) – besteht aus drei unterbrochenen Abschnitten in Nordrhein-Westfalen. Der nördlichste verläuft vom unteren Niederrhein unmittelbar an der Stadtgrenze zwischen Dinslaken und Duisburg parallel zum Rhein als nordsüdliche Stadtautobahn durch Duisburg. Ein weiteres Straßenstück führt vom Süden Düsseldorfs in den Kölner Raum. Schließlich verbindet die A 59 Köln mit Bonn-Beuel, am Kreuz Bonn-Ost geht sie in die rechtsrheinische Rheinuferstraße B 42 über, die noch bis Bad Honnef als gelbe Autobahn ausgebaut ist.

A 59, Kreuz zur A 42. Eine Gasleitung des früheren Hüttenwerkes, jetzt Landschaftspark Duisburg-Nord, überquert die Autobahn.

Verlauf[Bearbeiten]

In Duisburg wird die A 59 von der sogenannten „Nord-Süd-Achse“ gebildet, die in den 1960er-Jahren parallel zur Bundesstraße 8 als reine von der Stadt erbaute Autoschnellstraße (Stadtautobahn) mit heute bis zu 100.000 Fahrzeugen pro Tag entstanden ist.

Duisburg Hauptbahnhof, die A 59 verläuft in der Tieflage vor dem Gebäude

Zwischen dem Kreuz Duisburg (A 40) bis südlich des Hauptbahnhofs (Anschlussstelle Duisburg-Hochfeld) ist sie 6-streifig ausgebaut.[1] Die Trasse der A 59 vor dem Duisburger Hauptbahnhof liegt unterhalb des Bahnhofsvorplatzes und wurde bereits in den 1920er Jahren für die unterirdische Führung von Straßenbahnen angelegt.

Im Norden Düsseldorfs spaltet sich die Bundesstraße 8 seit Mitte 2002 im Bereich des Düsseldorfer Flughafens in die alte B 8 und die neue, autobahnähnliche Bundesstraße 8n auf, die heute bis zur Anschlussstelle Froschenteich in Düsseldorf-Wittlaer fertiggestellt ist.[2]. Der Weiterbau in Richtung Duisburg bis zum zukünftigen Kreuz Duisburg-Süd mit A 59 und A 524 ist am 1. Juni 2012 beendet worden,[3] so dass es eine direkte, etwa 25 bis 30 km lange autobahnähnliche Verbindung zwischen den Zentren der Großstädte Duisburg und Düsseldorf gibt.

Vom Autobahnkreuz Leverkusen-West sollte die A 59 ursprünglich weiterführen und nördlich von Köln-Mülheim auf den Ostteil des Kölner Autobahnrings stoßen, wo die Autobahn bis zum Dreieck Heumar parallel zur A 3 verlaufen sollte, wobei die Fahrstreifen in Richtung Süden westlich und die in Richtung Norden östlich der A 3 geplant waren. Das Autobahnkreuz Köln-Ost wurde Anfang der 1970er Jahre bereits für diese Verkehrsführung geplant und mit entsprechenden Brückenbauwerken für eine weitere Autobahn erbaut.

Zwischen Köln und Bonn wird die A 59 auch als „Flughafenautobahn“ bezeichnet, da sie direkt am Flughafen Köln/Bonn vorbei führt. Der sechsstreifige Ausbau des 15 Kilometer langen Abschnitts zwischen Köln-Porz und dem Dreieck Sankt Augustin-West sowie der Ausbau der folgenden drei Kilometer zum Dreieck Bonn-Nordost auf acht Streifen ohne Standstreifen wird im Bundesverkehrswegeplan als „vordringlicher Bedarf“ geführt. Der sechsstreifige Ausbau des Abschnitts Dreieck Bonn-Nordost bis zum Kreuz Bonn-Ost ist bereits realisiert, allerdings wurde zunächst nur der Seitenstreifen als dritter Fahrstreifen ertüchtigt. In einem späteren Bauabschnitt soll der Regelquerschnitt einer sechsstreifigen Autobahn mit Standstreifen umgesetzt werden.

Autobahnkreuz Duisburg-Süd[Bearbeiten]

Der nördliche Teilabschnitt der A59 endet am Autobahnkreuz Duisburg-Süd an der Bundesstraße 288, die 1 km östlich davon in die A 524 übergeht. Seit der Fertigstellung der B8n am 1. Juni 2012 bildet diese eine Verlängerung der A 59 in südliche Richtung bis in die Mitte Düsseldorfs, so dass sich bereits jetzt das zukünftige Autobahnkreuz Duisburg-Süd ergibt. Dieses kleeblattförmige Autobahnkreuz befindet sich zurzeit im Bau und soll ab 2013 mit der Verlängerung der A 524 bis zur A 59 fertiggestellt sein. Momentan (Stand 21. August 2012) stellt sich der Zustand wie folgt dar:

Geöffnete Verbindungen:

  • Gerade Durchfahrt von Düsseldorf (B8n) nach Duisburg und umgekehrt
  • Gerade Durchfahrt von Essen (A524) nach Krefeld (B288) und umgekehrt
  • Abbiegen von Düsseldorf nach Essen
  • Abbiegen von Essen nach Duisburg
  • Abbiegen von Krefeld nach Duisburg (über neugebaute 270-Grad-Kurve)
  • Abbiegen von Krefeld nach Düsseldorf
  • Abbiegen von Duisburg nach Essen
  • Abbiegen von Düsseldorf nach Krefeld

Noch nicht fertiggestellte oder geschlossene Verbindungen:

  • Abbiegen von Duisburg nach Krefeld (bestand zuvor, der Verkehr nach Krefeld wird über die drei fertiggestellten Schlaufen umgeleitet).
  • Abbiegen von Essen nach Düsseldorf (Verkehr fährt auf B288 weiter bis Duisburg-Huckingen und benutzt die B8)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jahrelange Bauarbeiten beendet: Minister Groschek gibt den sechsstreifigen Ausbau der A59 in Duisburg für den Verkehr frei. Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, 15. April 2014, abgerufen am 15. April 2014.
  2. Der Ausbauplan für das neue Kreuz Duisburg-Süd; Der Westen.de, abgerufen am 27. August 2012.
  3. StraßenNRW gibt letzten Abschnitt der B8n für den Verkehr frei; Der Westen.de, abgerufen am 27. August 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 59 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien