Bundesautobahn 71

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Bundesautobahn 71 in Deutschland
Bundesautobahn 71
Karte
Verlauf der A 71
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Sangerhausen
Straßenende: Bergrheinfeld
Gesamtlänge: 220 km
  davon in Betrieb: 208 km
  davon in Bau: 11,5 km

Bundesland:

Ausbauzustand: vierstreifig
Talbrücke Haseltal
Talbrücke Haseltal

Die Bundesautobahn 71 (Abkürzung: BAB 71) – Kurzform: Autobahn 71 (Abkürzung: A 71) – wird nach ihrer voraussichtlichen Gesamtfertigstellung im Jahr 2015 eine Länge von 220 km erreichen und Sangerhausen über Erfurt und den Thüringer Wald mit Schweinfurt verbinden. Seit dem 30. April 2013 führt sie bei einer Länge von 208 Kilometer vom Dreieck Südharz über Erfurt bis zum Dreieck Werntal bei Schweinfurt. Der letzte fehlende Abschnitt der Autobahn zwischen Kölleda und Sömmerda-Ost soll Anfang 2015 fertiggestellt sein.

Weitere Orte an der A 71 sind Artern, Heldrungen, Arnstadt, Ilmenau, Geraberg, Oberhof, Zella-Mehlis, Suhl, Meiningen, Mellrichstadt, Bad Neustadt, Münnerstadt und Bad Kissingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Verlauf der A 71
Sangerhausen–Schweinfurt

Die Bundesautobahn ist ein Neubau, der 1996 mit dem Hauptabschnitt Erfurt–Schweinfurt als Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 16 begonnen wurde. Sie ist, abgesehen von einem kurzen Steigungsabschnitt zwischen dem Tunnel Behringen und Ilmenau-Ost, durchgehend vierstreifig (plus Standstreifen, außerhalb der Tunnel) und hat einen Regelquerschnitt (RQ) von 26 m Breite. Mit ungefähr zehn Millionen Euro pro Kilometer ist die Strecke eine der teuersten Straßen, die in Deutschland gebaut wurden. Der erste Abschnitt von Erfurt–Bindersleben bis zum provisorischen Anschluss Traßdorf wurde 1998 dem Verkehr übergeben, 2001 folgten das Teilstück bis Ilmenau-Ost sowie der Teilabschnitt zwischen den Anschlussstellen Oberhof und Suhl/Zella-Mehlis.

Im Dezember 2002 wurde der Abschnitt Suhl/Zella-Mehlis bis Meiningen-Nord freigegeben. Im Sommer 2003 war die Strecke von Erfurt bis Meiningen-Süd in Betrieb. Am 14. Oktober 2005 wurde vorab der Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Werntal bei Schweinfurt, wo die A 71 in die A 70 mündet, und der Anschlussstelle Bad Kissingen/Oerlenbach für den Verkehr freigegeben. Am 17. Dezember 2005 folgte das Teilstück Meiningen-Süd – Bad Kissingen/Oerlenbach, womit der 1,6 Milliarden € teure und 152 km lange Abschnitt zwischen Erfurt und Schweinfurt fertiggestellt war. Der Restabschnitt bis Sangerhausen soll spätestens Anfang 2015 dem Verkehr übergeben werden. Zu diesem Zeitpunkt werden 35.000 bis 45.000 Autos am Tag auf der neuen Strecke erwartet.

Thüringer-Wald-Autobahn[Bearbeiten]

In dem Abschnitt Arnstadt-Süd–Meiningen-Nord mit ca. 60 km Länge durchquert die Autobahn den Thüringer Wald an seiner schmalsten Stelle und hat hier auch den Namen Thüringer-Wald-Autobahn. Die eigentliche Kammquerung erfolgt auf 670 m Höhe über NN mit einer maximalen Längsneigung von zwei Prozent im fast acht Kilometer langen Tunnel Rennsteig als längster Autobahntunnel Deutschlands. Er ist für Gefahrguttransporte gesperrt. Eine Freigabe ist nicht absehbar.[1]

Geschwindigkeitsbeschränkung[Bearbeiten]

Zwischen den Tunneln Alte Burg und Berg Bock gibt es über eine Länge von zirka 18 Kilometern eine mit Wechselverkehrszeichen angezeigte Geschwindigkeitsbeschränkung von üblicherweise 80 km/h, die durch fünf feste Messstellen je Fahrtrichtung überwacht wird. Diese liegen im Tunnel Rennsteig bei Kilometer 117 und 120, zwischen Hochwaldtunnel und Tunnel Berg Bock bei Kilometer 125 und im Tunnel Berg Bock bei Kilometer 128. Außerdem gibt es vor dem Tunnel Alte Burg bei Kilometer 112 bzw. 113,5 eine Geschwindigkeits- und Abstands-Mess-Anlage.[2] Hier wurde 2003 ein nicht genehmigtes Kennzeichen-Erfassungssystem erprobt. Eine weitere Abstands-Mess-Anlage befindet sich unmittelbar vor dem Tunnel Alte Burg aus Richtung Erfurt kommend. An beiden Anlagen wird die Geschwindigkeit zur Ermittlung des Sicherheitsabstandes ebenfalls erfasst.

Umstrukturierungen im Bestandsstraßennetz[Bearbeiten]

Nach dem Bau der A 71 wurden einige parallel verlaufende Bundesstraßen aufgelöst oder herabgestuft:

  • Die B 4 wurde zwischen der A 71-AS Erfurt-Gispersleben und Coburg zur Landesstraße beziehungsweise Kreisstraße abgestuft.
  • Die B 7 wurde zwischen der A 71-AS Erfurt-Bindersleben und Erfurt-Linderbach zur Kreisstraße abgestuft. Zeitgleich wurde die vierspurig ausgebaute L 1052 (Ostumfahrung Erfurt) von der Anschlussstelle Linderbach bis zur A71-AS Erfurt-Nord zur B7 umgewidmet.[3]
  • Die B 19 wurde zwischen Meiningen und Münnerstadt sowie zwischen Euerbach und der A 70-AS Werneck zur Landesstraße 3019 (in Thüringen) bzw. Staatsstraße 2445 (in Bayern) abgestuft.
  • Die B 86 wurde 2013 zwischen der AS Heldrungen und Sachsenburg zur Landesstraße 3086, in Heldrungen zur Kreis- und Gemeindestraße, herabgestuft.[4] Der Abschnitt von der AS Heldrungen bis zur A 38 AS Sangerhausen-Süd soll folgen. Die Bundesstraße 85 sowie die Bundesstraße 176 sollen zudem ebenfalls neu geordnet werden.[5][6]
  • Die B 87 wurde 2013 zwischen der AS Ilmenau-Ost und dem Ort Ilmenau zur Landstraße 3087 herabgestuft.
  • Die B 88 wurde zwischen der AS Ilmenau-West und der AS Gräfenroda zur Kommunalstraße und zwischen der AS Ilmenau-Ost und der AS Ilmenau-West zur Landesstraße herabgestuft.
  • Die B 247 wurde zwischen Ohrdruf und Schleusingen zur L 3247 herabgestuft.
  • Die B 280 von Zella-Mehlis nach Meiningen wurde zwischen Zella-Mehlis und Benshausen zur B 62, weiter zur Landesstraße 1131 und zur Kreisstraße 581.

Die B 19 wurde im Raum Meiningen zum Teil neu gebaut und verlegt. Sie führt jetzt von Meiningen über Helba zur AS Meiningen-Nord. Von der AS Münnerstadt bis zur Einmündung der B 287 wird die B 19 durch die B 287 ersetzt.

Auf der anderen Seite sind mehrere große Straßenprojekte zur Hinterlandanbindung der A 71 geplant, in Bau oder realisiert:

  • In Artern entstand eine Ortsumgehung (L 1172) zur besseren Anbindung der östlich gelegenen Gebiete um Roßleben an die Autobahn.
  • Heldrungen erhielt ebenfalls eine Ortsumgehung (L 3086), die die Anbindung Bad Frankenhausens verbessert.
  • Auch in Sömmerda wurde eine Ortsumgehung (B 176) gebaut, die den Verkehr von der A 71 in westliche Richtung verbessert. In weiteren Bauabschnitten soll hier das Straßennetz nach Weißensee und Straußfurt (mit neuer Ortsumgehung der B 4) neu geordnet werden.[5][6]
  • In Erfurt entstand die Osttangente (heute Teil der Bundesstraße 7[7]) des Erfurter Rings neu von der A 71 bis an die B 7 in Richtung Weimar.
  • Zwischen Straußfurt und Bad Langensalza wurde die Bundesstraße 176 auf eine südlicher gelegene Trasse ab Andisleben verlegt, um die Anbindung Nordwestthüringens an die neue Autobahn und die Landeshauptstadt zu verbessern.
  • Im Bereich Traßdorf ist eine neue Anschlussstelle für die Bundesstraße 90n geplant, die als 14 Kilometer lange Neubaustrecke den Raum Saalfeld/Rudolstadt anbinden soll.
  • In Ilmenau erhielt die Bundesstraße 88 eine neue Trassierung mit Ortsumgehung für die Stadt und Langewiesen, die die Anbindung des Thüringer Schiefergebirges an die Autobahn verbessert.
  • Geschwenda erhielt eine Ortsumgehung (B 88), die die Anbindung des Bereichs Ohrdruf an die A 71 verbessert.
  • Zwischen Zella-Mehlis und der Bundesstraße 19 bei Wernshausen soll die vorhandene Landesstraße zur Bundesstraße 62 aufgestuft und mit Ortsumgehungen versehen werden, um den Raum Schmalkalden in östlicher und westlicher Richtung besser zu erschließen.
  • Die B 19 wird zwischen Meiningen und dem Raum Bad Salzungen ausgebaut und erhält Ortsumgehungen.
  • Zwischen Meiningen und Fulda soll die Bundesstraße 87n gebaut werden, um die Anbindung der Rhön zu verbessern und die Lücke zwischen der A 71 bei Meiningen und der A 66 bei Fulda im Bundesfernstraßennetz zu schließen. Aufgrund ihrer hohen Kosten und ökologischen Risiken ist diese Trasse umstritten und ein Baubeginn nicht absehbar.
  • Mellrichstadt erhielt eine Ortsumgehung (Bundesstraße 285), um die Orte des Streutals besser an die A 71 anzubinden.

Lückenschluss zur Bundesautobahn 38[Bearbeiten]

Der nördliche Abschnitt der A 71 zwischen AS Sömmerda und dem AD Südharz mit der A 38 wird abschnittsweise fertiggestellt. Der 7,7 km lange Abschnitt von der AS Heldrungen bis zur provisorischen Anbindung der Bundesstraße 85 mit dem 1725 m langen Schmücketunnel wurde nach drei Jahren Bauzeit am 12. Dezember 2008 dem Verkehr übergeben. Für Dezember 2012 war die Streckenübergabe vom AD Südharz bis zur provisorischen Anbindung der Bundesstraße 85 geplant, die Eröffnung erfolgte aber wegen einer Beschwerde gegen die Vergabe der Leitplankeninstallation erst am 29. April 2013.[8][9][10]

Für die restliche Strecke von der AS Sömmerda Ost bis zur provisorischen Anbindung der Bundesstraße 85 besteht seit November 2009 Baurecht. Mit dem offiziellen Baubeginn dieses Teilstücks am 23. Juni 2010 wurde zunächst eine dynamische Intensivverdichtung des Bodens vorgenommen (der Abschnitt führt durch ein Erdfallgebiet mit zahlreichen unterirdischen Hohlräumen), bevor im März 2013 der Strecken- und Verkehrsflächenbau aufgenommen wurde. Der Brückenbau wurde im August 2013 abgeschlossen. Die Arbeiten an der Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel waren im Oktober 2012 in der Vorbereitung der Ausschreibung durch die DEGES.[11] Die Eröffnung dieses letzten Abschnittes der A 71 wird für Anfang 2015 erwartet.[12] Im Zuge des Abschnittes von Heldrungen zur provisorischen Anbindung der B 85 wurde die Umgehungsstraße Heldrungen errichtet. Des Weiteren wurde als Zubringer für die zukünftige AS Kölleda eine Umgehungsstraße um Dermsdorf gebaut.

Nordverlängerung zur Bundesautobahn 14[Bearbeiten]

Eine Verlängerung zur A 14 an der Anschlussstelle Plötzkau als Verbindung Erfurts mit Magdeburg wurde zu Beginn der Gesamtplanung zur A 71 erwogen, letztlich aber nicht in die verbindliche Planung aufgenommen. Zur raumordnerischen Sicherung des Trassenkorridors wurde diese Verlängerung im Jahr 2003 in den Landesentwicklungsplan Sachsen-Anhalt aufgenommen.[13] Die wiedergewählte schwarz-rote Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat in ihrem Koalitionsvertrag vom April 2011 beschlossen, die Nordverlängerung der A 71 von Sangerhausen zur A 14 für den nächsten Bundesverkehrswegeplan anzumelden.[14] Die vorhandene Bundesstraße 86 wies 2010 im Korridor zwischen Sangerhausen und Hettstedt nur eine mäßige Verkehrsbelastung von etwa 8000 Fahrzeugen pro Tag auf, ebenso wie die Bundesstraße 180 zwischen Eisleben und Aschersleben.[15] Beide Bundesstraßen wurden zumindest in ihren südlichen Abschnitten zwischen der A 38 und dem Raum Hettstedt bereits neu trassiert und mit Ortsumgehungen versehen. Zwischen Hettstedt und der A 14 besteht hingegen noch keine leistungsfähige Straßenverbindung; hier stehen bisher nur die Landesstraßen 72, 74 und 152 zur Verfügung. Durch den starken Bevölkerungsrückgang im Mansfelder Land ist das Verkehrsaufkommen eher rückläufig. Die verlängerte A 71 würde die Strecke zwischen Erfurt und Magdeburg um etwa 30 Kilometer (bzw. 20 Minuten) verkürzen (gegenüber der Route über die – noch nicht fertiggestellte – Bundesautobahn 143). Im Frühjahr 2013 meldete das Land Sachsen-Anhalt die Nordverlängerung bis zur Bundesautobahn 14 für den Bundesverkehrswegeplan 2015 an.[16]

Besonderheiten[Bearbeiten]

Windböen[Bearbeiten]

Auf den Talbrücken Reichenbach und Zahme Gera sind seit Eröffnung 2003 trotz vorhandenen Windsäcken schon mehrere Lkw oder deren Anhänger (jeweils ohne Ladung) durch starke Windböen umgerissen worden. In den nach Norden abfallenden Tälern kommt es immer wieder zur Herausbildung starker Fallwinde vom Kamm des Thüringer Waldes. Dies war schon vor dem Bau der Brücken bekannt, wurde aber nicht ausreichend berücksichtigt. Bei stürmischer Wetterlage wird daher mit lichtemittierenden Wechselverkehrszeichen auf einer Länge von drei Kilometern im Bereich der Talbrücken Reichenbach und Zahme Gera die Geschwindigkeit auf 60 km/h begrenzt und ein Überholverbot für Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 t angezeigt. Im Januar 2007 gab es zwei Sperrungen der A 71 in beiden Richtungen – von AS Ilmenau-West bis AS Oberhof bzw. AS Gräfenroda – im Zusammenhang mit dem Sturm-Tief Kyrill, drei Jahre später folgte wegen des Sturm-Tiefs Xynthia eine Sperrung über fünf Stunden. Auf den Brücken ist der nachträgliche Bau von Windschutzwänden mit der erforderlichen Höhe für Lastkraftwagen aus statischen Gründen nicht möglich. Zum Windschutz wurde im Sommer 2009 das Brückengeländer auf der Südseite der Talbrücke Reichenbach durch eine 2,5 Meter hohe Windschutzwand mit Lamellen aus Plexiglas ersetzt.[17]

Sperrung[Bearbeiten]

Bei Kilometer 144 überquert die Autobahn mit der Talbrücke Schindgraben einen Kalksteinbruch, der seit 1991 in Betrieb ist. Sprengungen im Steinbruch erfolgen alle zwei Wochen samstags um 15 Uhr. Während der Sprengung wird aufgrund der Steinfluggefahr die Autobahn von Polizeiwagen für zirka 20 bis 30 Minuten gesperrt. Da die Sprengungen laut Planfeststellungsbeschluss von 1999 weiterhin erlaubt sind, eine Trassenverschiebung aufgrund von Naturschutzbelangen sowie aus Kostengründen nicht möglich war und die Vorkommen noch für 50 Jahre reichen, versuchte die DEGES – bisher erfolglos – den Steinbruch zu kaufen.

Überwachung[Bearbeiten]

Laut dem 6. Tätigkeitsbericht des Thüringer Landesbeauftragten für den Datenschutz befinden sich in den Tunneln der Kammquerung und um diese herum 280 schwenkbare Kameras ohne Zoomfunktion, die der Überwachung des Verkehrsflusses und betriebstechnischer Anlagen dienen. Weiterhin gibt es zirka 250 induktive Zählstellen für die Erfassung der Verkehrsbewegung und Steuerung der Verkehrsströme. Laut Bericht werden weder von den Kameras noch von den Zählstellen personenbezogene Daten erfasst.

Bauwerke im Thüringer Wald[Bearbeiten]

Im Bereich der Wald-Autobahn folgen viele große Ingenieurbauwerke aufeinander, die bemerkenswertesten sind in der folgenden Tabelle aufgelistet.

Kilometer Bauwerk Länge max. Höhe
92,5 AB-Tunnel.svg Tunnel Behringen 465 m
94,0 AB-Brücke.svg Wipfratalbrücke 176 m 15 m
101,5 AB-Brücke.svg Talbrücke Altwipfergrund 278 m
280 m
35 m
102,5 AB-Brücke.svg Talbrücke Streichgrund 449 m
450 m
28 m
107,0 AB-Brücke.svgTalbrücke Reichenbach 1000 m 60 m
108,5 AB-Brücke.svg Talbrücke Zahme Gera 520 m 63 m
112,0 AB-Tunnel.svg Tunnel Alte Burg 874 m
866 m
113,5 AB-Brücke.svg Talbrücke Schwarzbachtal 352 m
322 m
71 m
114,0 AB-Brücke.svg Talbrücke Wilde Gera 552 m 110 m
114,5 AB-Tunnel.svg Tunnel Rennsteig 7916 m
7878 m
123,5 AB-Tunnel.svg Tunnel Hochwald 1056 m
126,0 AB-Brücke.svg Talbrücke Steinatal 445 m 20 m
126,5 AB-Tunnel.svg Tunnel Berg Bock 2738 m
2718 m
131,0 AB-Brücke.svg Talbrücke Albrechtsgraben 770 m 80 m
133,5 AB-Brücke.svg Talbrücke Seßlestal 320 m 53 m
135,0 AB-Brücke.svg Talbrücke Schafstalgrund 525 m 61 m
137,0 AB-Brücke.svg Talbrücke Streitschlag 256 m 33 m
140,0 AB-Brücke.svg Talbrücke Schwarza 675 m 68 m
142,0 AB-Brücke.svg Talbrücke Rotes Tal 406 m 19 m
144,0 AB-Brücke.svg Talbrücke Schindgraben (Steinbruch) 464 m 55 m
145,0 AB-Brücke.svg Talbrücke Judental 456 m 45 m
147,0 AB-Brücke.svg Talbrücke Haseltal 724 m
714 m
22 m
149,8 AB-Brücke.svg Talbrücke Werratal 1194 m 34 m
152,5 AB-Tunnel.svg Tunnel Eichelberg 1097 m
1123 m
153,5 AB-Brücke.svg Talbrücke Jüchsen 369 m 25 m

Rekorde[Bearbeiten]

Wildwechselschutz[Bearbeiten]

Ein Wildwechsel wird durch beidseitige, durchgehende Wildschutzzäune auf der Strecke zwischen der Wipfratalbrücke und dem Dreieck Werntal verhindert. Bei neu freigegebenen Abschnitten erfolgt die Errichtung des Wildschutzzaunes meist erst nach Abschluss sämtlicher Baumaßnahmen.

Um einen gefahrlosen Wildwechsel zu ermöglichen, wurden zwischen den Anschlussstellen Arnstadt-Süd (bei Kilometer 98) und Ilmenau-Ost sowie Meiningen-Nord und Meiningen-Süd (bei Kilometer 149) sowie nördlich von Münnerstadt die in Deutschland noch seltenen Überführungen, auch Grünbrücken genannt, errichtet. Ansonsten kann ein Wildwechsel durch die zahllosen Feld- und Waldwegunterführungen der A 71 erfolgen.

Trinkwasserschutz[Bearbeiten]

Südlich von Münnerstadt durchquert die Autobahn auf einer Länge von mehr als zehn Kilometern eine Wasserschutzzone, die der Trinkwassergewinnung für die Städte Münnerstadt und Bad Kissingen dient. Daher ist dort die Fahrbahn durch den zusätzlichen Einbau einer zehn Zentimeter starken bituminösen Tragschicht abgedichtet worden. Außerdem wurden in diesem Abschnitt gegen das Abkommen von Fahrzeugen von der Fahrbahn anstelle von Schutzplanken sowohl im Mittelstreifen als auch am Fahrbahnrand Betonschutzwände eingebaut. Diese sorgen gleichzeitig für die Ableitung des Oberflächenwassers von der Fahrbahn in das Entwässerungssystem. Allerdings sind nur alle 200 m Aufstiegshilfen vorhanden, so dass nach einem Unfall der Empfehlung, das Fahrzeug zu verlassen und sich hinter die eventuell vorhandene Leitplanke zu begeben, im ungünstigsten Fall erst nach 100 m Laufen am Fahrbahnrand Folge geleistet werden kann.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 71 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. verkehrsrundschau.de: Spediteure: Autobahntunnel für Gefahrgut-Transporte freigeben, 19. März 2007
  2. Tempokontrollen - Fiese Falle: Blitzer auch bei Tempo 60. In: Freies Wort, 14. November 2008
  3. [1] (PDF; 8,3 MB), zuletzt aufgerufen am 2. November 2013
  4. [2] (PDF; 8,3 MB), zuletzt aufgerufen am 2. November 2013
  5. a b Powerpoint mit Übersichtskarte der Projekte des BVWP 2015 inkl. neuer Ordung der Bundesstraßen. Abgerufen am 22. November 2013.
  6. a b Projekte des Landes Thüringen im BVWP 2015. Abgerufen am 22. November 2013 (PDF; 284 kB).
  7. [3] (PDF; 8,3 MB), zuletzt aufgerufen am 28.Juni 2013
  8. Grit Pommer: A 71 wird dieses Jahr nicht fertig. In: Thüringer Allgemeinde, 20. Oktober 2012.
  9. Nächstes Stück A71 wird am 29. April übergeben, Thüringer Allgemeine vom 10. April 2013.
  10. Verkehrsfreigabe A 71 perfekt, Online-Artikel der Kyffhäuser Nachrichten vom 29. April 2013
  11. Verkehrsminister-Carius-kuendigt-Abhilfe-am-Nadeloehr-Soemmerda-Ost-an', Thüringer Allgemeine: Online Artikel vom 16. Oktober 2012
  12. Autobahn 71 wird erst Ende 2014 fertig, Thüringer Allgemeine: Online Artikel vom 9. September 2011
  13. Landesentwicklungsplan Sachsen-Anhalt
  14. Vereinbarung zwischen der Christlich Demokratischen Union Deutschlands Landesverband Sachsen-Anhalt und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Landesverband Sachsen-Anhalt über die Bildung einer Koalition in der sechsten Legislaturperiode des Landtags von Sachsen-Anhalt 2011 bis 2016 (PDF; 223 kB)
  15. BASt: Manuelle Straßenverkehrszählung 2010, S. 66 u. 83 (PDF, 935 kB)
  16. Karl-Heinz Klarner: Nordverlängerung der A71 bei Sangerhausen rückt näher, Online-Artikel der Mitteldeutschen Zeitung vom 7. März 2013.
  17. A-71-Brücke bekommt nun einen Windschutz. In: Freies Wort, 7. Mai 2009