Bundesregierung Seipel I

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Bundesregierung Seipel I (31. Mai 1922 – 16. April 1923) folgte, am 31. Mai 1922 vom Nationalrat gewählt, der Bundesregierung Schober II nach. Bei 159 abgegebenen Stimmen wurde die christlichsozial-großdeutsche Regierung mit 101 Ja-Stimmen gegen 58 Nein-Stimmen der Sozialdemokraten gewählt.[1] Das Kabinett Schober II hatten die Großdeutschen aus Protest gegen die Außenpolitik Schobers nicht mitgewählt und nur toleriert; nun bildeten sie eine Koalition mit den Christlichsozialen. Deren Obmann seit 1921 und Vordenker Ignaz Seipel, katholischer Prälat, übernahm selbst das Amt des Bundeskanzlers.

Nach Regierungsumbildung folgte die Bundesregierung Seipel II.

Bundesminister (für) Amtsinhaber Partei
Bundeskanzler Ignaz Seipel CSP
Vizekanzler, mit der Leitung des Bundesministeriums für Inneres und Unterricht betraut (Unterricht und Kultus: siehe unten) Felix Frank GDVP
Bundesministerium für Äußeres Alfred Grünberger
Finanzen August Ségur CSP
Land- und Forstwirtschaft, mit der Leitung des Bundesministeriums für Volksernährung betraut Rudolf Buchinger CSP
Heereswesen Carl Vaugoin CSP
Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten Emil Kraft GDVP
Justiz Leopold Waber GDVP
Verkehrswesen Franz Odehnal CSP
soziale Verwaltung Richard Schmitz CSP
betraut mit Unterricht und Kultus im Bundesministerium für Inneres und Unterricht Emil Schneider CSP

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Stenographisches Protokoll. 112. Sitzung des Nationalrats der Republik Österreich. Mittwoch, den 31. Mai 1922 (= S. 3697 f.)